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Alt 18.01.2022, 15:38   #46201
bimbes
Chaosforscher
 
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Die Montagsdemonstrationen vom 18. Januar 2022

Was die Mainstreammedien nicht zeigen(verschweigen):

https://theplattform.net/kanal/reit...ideo-ueberblick

Video 4 Min.
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Alt 18.01.2022, 17:14   #46202
cherry
stock-channel.net trader
 
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Zitat:
Zitat von Multiman

Hallo,

jetzt wird es interessant. Servus TV berichtet über Impfopfer!
Erst Servus TV Österreich und eine Woche später Servus TV Deutschland.
https://www.servustv.com/aktuelles/...pfopfer/201058/




dazu passend :


In Sachsen-Anhalt sind 29 Prozent der gemeldeten Corona-Toten nicht an Corona gestorben

https://www.tichyseinblick.de/daili...ht-ursaechlich/


....auch das kommt so langsam hoch. In Portugal sind 3% der angeblichen Coronatoten an Corona gestorben, in Italien 4% und in der USA 5%. In der Größenordnung dürfte das auch bei uns so sein
__________________
gruss
cherry
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Wer aufgehört hat besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet ihr feststellen das man Geld nicht essen kann.
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Alt 18.01.2022, 17:16   #46203
moorwolf
stock-channel.net member
 
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Beiträge: 412
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Hallo Wörsti,
noch nie was von gelesen/gehört.
Gruß
Rolf





Zitat:
Zitat von worstcase

Damit es mal wieder um Börse geht ;-)

https://traderepublic.com/de-de

hat einer von Euch von denen was gehört? Meinungen dazu?

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Alt 18.01.2022, 17:44   #46204
cherry
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Registrierungsdatum: Jan 2002
Ort: unter Spaniens Sonne
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Nobelpreisträger warnt: Darum sind Aktien viel zu teuer // Mission Money

https://www.youtube.com/watch?v=UzYO4lGZNj0
__________________
gruss
cherry
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Alt 18.01.2022, 17:52   #46205
Kosto8
***************** trader
 
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Beiträge: 20.192
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mein Senf
Börsen, fundamental total überbewertet, Crash ja und nein, eher nein, weil Drucken bis zum Ende
da muss viel zusammen kommen, dass sie die Kontrolle verlieren, schwierig...
Carola wird enttarnt werden, das wird ungemütlich
__________________
es endet in der Hyperinflation oder in einer anderen Katastrophe spätestens im Jahr 2025 ??
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Alt 18.01.2022, 18:44   #46206
bimbes
Chaosforscher
 
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Beiträge: 12.057
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Folgendes nur mit anderen Worten: Wir werden mit einem neuen mRNA-Impfstoff noch mal von Vorne anfangen. Das bisherige Produkt ist jetzt verbrannt. Von den anfänglich versprochenen 95% Schutzwirkung ein Leben lang, auf jetzt fast Null Schutzwirkung, ein solches Produkt lässt sich trotz massiver Verkaufspropaganda nicht mehr länger an den Mann/Frau/Kinder bringen.

Pfizer CEO: 2 Mal Comirnaty schützt nicht, 3 Mal ist nur wenig besser

„Albert Bourla, der CEO von Pfizer, einem der Unternehmen, die sich derzeit mit ihren COVID-19 Gentherapien eine goldene Nase verdienen, hat eingeräumt, dass zwei Dosen Comirnaty gegen Omikron nur begrenzt wirksam seien, wenn überhaupt! [“offer … very limited protection, if any”]. Ein Booster biete dagegen einen akzeptablen Schutz [reasonable protection] vor Hospitalisierung und Tod, weniger gegen Infektion [less against infection]. Man arbeite deshalb an einer neuen Version von Comirnaty, Bourla nennt sie Version 1.1, die speziell vor Omikron schütze. Die neue Variante von Comirnaty soll im März verfügbar sein.“

https://sciencefiles.org/2022/01/12...r-wenig-besser/
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Alt 18.01.2022, 19:28   #46207
konby
hessischer Schlachtbulle
 
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Registrierungsdatum: Feb 2002
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Beiträge: 45.691
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Zitat:
Zitat von Kosto8

mein Senf
Börsen, fundamental total überbewertet, Crash ja und nein, eher nein, weil Drucken bis zum Ende
da muss viel zusammen kommen, dass sie die Kontrolle verlieren, schwierig...
Carola wird enttarnt werden, das wird ungemütlich



sehe ich auch so Kosto ...
sie werden es wenigstens versuchen zu verhindern

Indianer heute 2% im minus , Tierchen hält sich tapfer
bei den Techs wird mal Kasse gemacht
Freund Rentenberater will wieder mal weder was hören
noch Handeln , bei seiner Hauptakazie ist eine
wichtige Unterstützung gefallen , sitzt er aus ...
unsere BionTech mit 11% im minus , Moderna auch schlecht
beide haben vom hoch wohl 60% verloren , naja kein wunder
bei der 4. Spritze die auch nicht hilft ...
__________________
konby

Think dirty
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Alt 18.01.2022, 21:47   #46208
watertaxi
be water my friend
 
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Registrierungsdatum: Feb 2005
Beiträge: 7.254
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Beste Aussichten: der Pfizer -Chef im Gespräch mit der „Welt“ am 17.01.22: „Ich möchte Ungeimpften sagen, dass Covid das Leben aller gefährdet, die sie lieben“

Pfizer-Chef Albert Bourla sieht nur eine „Minderheit an Ultra-Impfgegnern“

Der US-Pharmariese Pfizer, der zusammen mit Biontech den Impfstoff Comirnaty entwickelt hat, macht auch bei Covid-Medikamenten entscheidende Fortschritte. CEO Albert Bourla stellt zwar im Interview eine Rückkehr zur Normalität in Aussicht – eine Hoffnung aber nimmt er den Menschen.

Der gemeinsam mit der Mainzer Firma Biontech entwickelte Impfstoff „Comirnaty“ gegen Covid-19 hat Pfizer zu jenem Unternehmen der Pharmaindustrie gemacht, das im Kampf gegen die Pandemie am weitesten fortgeschritten ist. In den kommenden fünf Jahren will der Konzern mehr als 520 Millionen Euro in Frankreich investieren. Zum einen betrifft das die vereinbarte Zusammenarbeit mit dem Pharmazie-Zulieferer Novasep, in dessen Fabrik in Mourenx der Wirkstoff für die Anti-Corona-Pille Paxlovid hergestellt werden wird.

Außerdem wird das US-Unternehmen in französische Biotech-Firmen investieren und seine klinischen Studien mit französischen Patienten weiter ausbauen. Im Interview äußert sich Albert Bourla, der seit Januar 2019 an der Spitze des Unternehmens steht, zum Umgang mit der Omikron-Variante, Pfizers Entwicklung zu einem Top-Player der Pharmabranche, und er sagt, was er Impfgegnern gern auf den Weg mitgeben würde.

WELT: Warum haben Sie sich bei Ihren Investitionsplänen für Frankreich entschieden?

Albert Bourla: Es ist ein neues Frankreich entstanden, das uns die Türen öffnet, das aufgeschlossen ist gegenüber ausländischen Investitionen, vor allem im industriellen Sektor. Die umgesetzten Reformen haben das Land wieder wettbewerbsfähiger gemacht, außerdem gehört Frankreich beim Know-how in der Medizintechnik zu den besten Ländern in Europa und hat großartige Forscher und bestens qualifizierte Fachkräfte. Das Engagement von Präsident Macron hat am Ende den Unterschied gemacht. Er hat den Chefs der Pharmaindustrie seit zwei Jahren immer wieder zugesichert, Frankreich zu einer Art „Gesundheits-Champion“ machen zu wollen.

WELT: Die Omikron-Variante ist zwar ansteckender, aber weniger gefährlich – kündigt sich jetzt das Ende der Covid-19-Pandemie an?

Bourla: Das weiß niemand, wir haben seit Beginn der Krise so viele Überraschungen erlebt. Ich möchte nicht zu pessimistisch klingen, aber wir werden vermutlich noch Jahre mit einem Virus leben müssen, das nur sehr schwer auszulöschen ist. Es hat sich über die ganze Welt ausgebreitet, kann ein und dieselbe Person mehrmals anstecken, und es ist so stark mutiert, dass es uns das griechische Alphabet hat wiederentdecken lassen. Es geht nicht darum zu wissen, ob das Virus verschwinden wird oder nicht, sondern: Werden wir wieder zum normalen Leben zurückkehren können?

Und ich glaube: Wir werden bald wieder ein normales Leben führen können. Um das vielleicht schon im Frühling zu schaffen, sind wir dank der Mittel, die uns zur Verfügung stehen, sehr gut aufgestellt: Wir haben Tests, wir haben wirksame Impfstoffe – selbst gegen Omikron schützen sie vor schweren Verläufen und mindern so das Hospitalisierungsrisiko – und die ersten Behandlungsmittel für zu Hause. Paxlovid wird Ende Januar in den französischen Apotheken erhältlich sein. Es wird Risikopatienten verschrieben werden, sodass sich die Situation für unser Gesundheitssystem entspannen wird.




WELT: Wenn das Virus nicht verschwinden sollte, sind dann häufigere Auffrischimpfungen erforderlich?

Bourla: Bis Omikron auftauchte, galt ein Impfschema mit drei Impfungen und einer Auffrischung im Jahr als richtig. Doch die neue Variante hat alles infrage gestellt. Es ist noch zu früh, um wissen zu können, ob für den Kampf gegen Omikron häufigere Auffrischimpfungen oder ein neuer Impfstoff nötig sein werden. Wir spielen verschiedene Szenarien durch, einschließlich eines Vakzins, das auf Omikron und mögliche weitere Varianten abzielt. Wir werden darüber auf Basis unserer Studien bis Ende März eine Entscheidung treffen. Wir werden sofort mit der Produktion beginnen können. Ich glaube auch nicht, dass verschiedene Impfstoffe den Immunschutz beeinträchtigen. Unsere Verpflichtung ist es, mit Impfstoffen und Medikamenten bereitzustehen.

WELT: Pfizer hatte bis zum Ausbruch von Corona im globalen Vergleich an Bedeutung verloren. Nun ist das Unternehmen auf dem Weg, die weltweite Nummer eins der Branche zu werden. Wie hat Covid den Konzern verändert?

Bourla: Pfizer, wie es sich heute präsentiert, ist ein Produkt der Vergangenheit. Wir waren ein Gesundheitskonglomerat und haben uns dann auf die Bereiche Forschung und Innovation konzentriert, indem wir andere Sparten veräußert haben. Ich habe unser Budget für Forschung und Entwicklung von sieben auf elf Milliarden US-Dollar pro Jahr erhöht und unsere Investitionen in die Digitalisierung gesteigert. Ohne sie wäre es unmöglich gewesen, die klinischen Studien für unseren Impfstoff so schnell durchzuführen und Paxlovid zu entwickeln. Wir haben 600 Moleküle getestet, das ging in der Kürze der Zeit nur deshalb, weil Computer und Algorithmen die Möglichkeiten dazu bieten. Mit Covid erbt Pfizer eine immense Verantwortung. Wenn ein Unternehmen im Kampf gegen eine Epidemie so bedeutend war, erwarten die Menschen, dass es auch bei anderen Krankheiten so gut ist.

WELT: Pfizer war der einzige Player, der schnell sowohl einen Impfstoff als auch ein Heilmittel entdeckt hat. Was unterscheidet Sie von Ihren Konkurrenten?

Bourla: Um eine bahnbrechende Behandlung zu entwickeln, braucht man viel Geld, exzellente Forscher und eine gute Infrastruktur. Das haben alle großen Pharmaunternehmen. Was den Unterschied ausmacht, ist die Unternehmenskultur. Bei Pfizer haben wir eine Kultur des Mutes aufgebaut, in der wir nicht zögern, groß zu denken, und keine Ausreden suchen. Während der gesamten Pandemie haben wir uns bemüht, den Dingen immer einen Schritt voraus zu sein. Während man für die Entwicklung eines Impfstoffs normalerweise zehn Jahre braucht, hatten unsere Forscher nur acht Monate Zeit. Bei der Produktion war unser Ziel nicht 300 Millionen Dosen, sondern drei Milliarden. Wenn Sie von Ihren Teams das Unmögliche verlangen, müssen sie über sich hinauswachsen und „out of the box“ denken.

Branche erwarte „wissenschaftliche Renaissance“
WELT: Wird die Pandemie die Lage in der Pharmaindustrie verändern?

Bourla: In den nächsten zehn Jahren wird die Pharmazie einen Boom erleben, der gleichermaßen von der Wissenschaft und der Demografie angetrieben wird, da die Lebenserwartung steigen wird und neue Krankheiten in unser Leben treten werden. Unsere Branche wird eine wissenschaftliche Renaissance erleben, beruhend auf der Kombination von Entdeckungen der Biologie und der Macht der Technologie. Covid dient als Katalysator und Beschleuniger dieser Transformationen. Diese Pandemie hat auch den Nutzen öffentlich- privater Kooperationen aufgezeigt und verdeutlicht, wie sich regulatorische Prozesse beschleunigen lassen. Wenn die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und die US- Gesundheitsbehörde FDA nicht so schnell reagiert hätten, hätten wir weder eine Behandlung noch einen Impfstoff. Diese Reaktionsfähigkeit muss auch im Kampf gegen Krebs zur Regel werden.




WELT: Pfizer hat sich für die Entwicklung der Impfstoffe mit dem Mainzer Unternehmen Biontech zusammengetan. Sind derartige Partnerschaften für den Fortbestand von Pharmariesen unerlässlich?

Bourla: Sie sind eine absolute Notwendigkeit. Die Wissenschaft wird immer komplexer und fragmentierter. Sie ist nicht mehr das Privileg von zehn großen Universitäten und zehn großen Pharmaunternehmen. Es gibt inzwischen ein globales Ökosystem mit Tausenden von Biotech-Unternehmen. Die USA scheinen am weitesten vorangeschritten zu sein, China liegt dank der von der Regierung geschaffenen wirtschaftlichen Anreize knapp dahinter. Europa kämpft darum, sich einen Platz zu sichern.

Duell der Impfstoffhersteller

WELT: Europa ist besorgt über den Verlust seiner Souveränität im Gesundheitsbereich. Kann die Schaffung einer Agentur nach dem Vorbild des amerikanischen Barda, einer dem US-Gesundheitsministerium angegliederten Behörde, die für die Beschaffung und Entwicklung medizinischer Gegenmaßnahmen zuständig ist, die Situation ändern?

Bourla: Die Situation verbessert sich und die Agentur wird ein wichtiges Instrument für eine bessere Koordination sein. Europa hat in der Vergangenheit eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Wirkstoffen gespielt. Da es jedoch keine wirtschaftlichen Anreize gab, wurde die Produktion nach Asien verlagert. Wir müssen sie zurückholen und uns mit der Frage des Zugangs zu Rohstoffen beschäftigen. Pfizer trägt zur Wiederbelebung der Produktion in Europa bei, indem es seinen Impfstoff Covid in mehreren Werken herstellt. Durch unsere Vereinbarung mit Novasep wird der Wirkstoff von Paxlovid nicht mehr nur aus Asien importiert. Insgesamt werden acht hochentwickelte Wirkstoffe, die bei unseren Behandlungen zum Einsatz kommen, in Frankreich hergestellt.

WELT: Die Impfgegner sind nach wie vor präsent, einige von ihnen prangern die Macht der großen Laboratorien an. Was antworten Sie ihnen?

Der US-Pharmariese Pfizer, der zusammen mit Biontech den Impfstoff Comirnaty entwickelt hat, macht auch bei Covid-Medikamenten entscheidende Fortschritte. CEO Albert Bourla stellt zwar im Interview eine Rückkehr zur Normalität in Aussicht – eine Hoffnung aber nimmt er den Menschen.

Der gemeinsam mit der Mainzer Firma Biontech entwickelte Impfstoff „Comirnaty“ gegen Covid-19 hat Pfizer zu jenem Unternehmen der Pharmaindustrie gemacht, das im Kampf gegen die Pandemie am weitesten fortgeschritten ist. In den kommenden fünf Jahren will der Konzern mehr als 520 Millionen Euro in Frankreich investieren. Zum einen betrifft das die vereinbarte Zusammenarbeit mit dem Pharmazie-Zulieferer Novasep, in dessen Fabrik in



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Mourenx der Wirkstoff für die Anti-Corona-Pille Paxlovid hergestellt werden wird.



Außerdem wird das US-Unternehmen in französische Biotech-Firmen investieren und seine klinischen Studien mit französischen Patienten weiter ausbauen. Im Interview äußert sich Albert Bourla, der seit Januar 2019 an der Spitze des Unternehmens steht, zum Umgang mit der Omikron-Variante, Pfizers Entwicklung zu einem Top-Player der Pharmabranche, und er sagt, was er Impfgegnern gern auf den Weg mitgeben würde.

WELT: Wenn das Virus nicht verschwinden sollte, sind dann häufigere Auffrischimpfungen erforderlich?

Bourla: Bis Omikron auftauchte, galt ein Impfschema mit drei Impfungen und einer Auffrischung im Jahr als richtig. Doch die neue Variante hat alles infrage gestellt. Es ist noch zu früh, um wissen zu können, ob für den Kampf gegen Omikron häufigere Auffrischimpfungen oder ein neuer Impfstoff nötig sein werden. Wir spielen verschiedene Szenarien durch, einschließlich eines Vakzins, das auf Omikron und mögliche weitere Varianten abzielt. Wir werden darüber auf Basis unserer Studien bis Ende März eine Entscheidung treffen. Wir werden sofort mit der Produktion beginnen können. Ich glaube auch nicht, dass verschiedene Impfstoffe den Immunschutz beeinträchtigen. Unsere Verpflichtung ist es, mit Impfstoffen und Medikamenten bereitzustehen.

WELT: Pfizer hatte bis zum Ausbruch von Corona im globalen Vergleich an Bedeutung verloren. Nun ist das Unternehmen auf dem Weg, die weltweite Nummer eins der Branche zu werden. Wie hat Covid den Konzern verändert?




Bourla: Pfizer, wie es sich heute präsentiert, ist ein Produkt der Vergangenheit. Wir waren ein Gesundheitskonglomerat und haben uns dann auf die Bereiche Forschung und Innovation konzentriert, indem wir andere Sparten veräußert haben. Ich habe unser Budget für Forschung und Entwicklung von sieben auf elf Milliarden US-Dollar pro Jahr erhöht und unsere Investitionen in die Digitalisierung gesteigert. Ohne sie wäre es unmöglich gewesen, die klinischen Studien für unseren Impfstoff so schnell durchzuführen und Paxlovid zu entwickeln. Wir haben 600 Moleküle getestet, das ging in der Kürze der Zeit nur deshalb, weil Computer und Algorithmen die Möglichkeiten dazu bieten. Mit Covid erbt Pfizer eine immense Verantwortung. Wenn ein Unternehmen im Kampf gegen eine Epidemie so bedeutend war, erwarten die Menschen, dass es auch bei anderen Krankheiten so gut ist.

WELT: Pfizer war der einzige Player, der schnell sowohl einen Impfstoff als auch ein Heilmittel entdeckt hat. Was unterscheidet Sie von Ihren Konkurrenten?

Bourla: Um eine bahnbrechende Behandlung zu entwickeln, braucht man viel Geld, exzellente Forscher und eine gute Infrastruktur. Das haben alle großen Pharmaunternehmen. Was den Unterschied ausmacht, ist die Unternehmenskultur. Bei Pfizer haben wir eine Kultur des Mutes aufgebaut, in der wir nicht zögern, groß zu denken, und keine Ausreden suchen. Während der gesamten Pandemie haben wir uns bemüht, den Dingen immer einen Schritt voraus zu sein. Während man für die Entwicklung eines Impfstoffs normalerweise zehn Jahre braucht, hatten unsere Forscher nur acht Monate Zeit. Bei der Produktion war unser Ziel nicht 300 Millionen Dosen, sondern drei Milliarden. Wenn Sie von Ihren Teams das Unmögliche verlangen, müssen sie über sich hinauswachsen und „out of the box“ denken.

WELT: Die Impfgegner sind nach wie vor präsent, einige von ihnen prangern die Macht der großen Laboratorien an. Was antworten Sie ihnen?

Bourla: Die meisten, die sich gegen eine Impfung entschieden haben, haben Angst vor der Injektion. Es gibt nur eine Minderheit von Ultra-Impfgegnern, die Fake News verbreiten. Ich möchte allen Ungeimpften sagen, dass Covid nicht nur ein Risiko für ihr Leben ist, sondern auch für das Leben all derer, die sie lieben. Ich bitte diese Menschen, einmal darüber nachzudenken.




WELT: Wie haben Sie die letzten zwei Jahre erlebt?

Bourla: Wie alle anderen, so habe auch ich unter der Isolation gelitten. Trost gefunden habe ich in den Momenten mit meiner Familie. Dafür haben meine Kinder die Zeit mit ihren Eltern wahrscheinlich als zu lang empfunden. Ich stand unter großem Druck, dass Pfizer sehr schnell einen Impfstoff entwickeln und bereitstellen sollte. Um mich zu entspannen, habe ich Zeit damit verbracht, Serien zu schauen und mich mit meinen Kindern zu unterhalten. Ich habe auch das eine oder andere Glas französischen Wein getrunken – ein Genuss, den ich entdeckt hatte, als ich noch in Paris lebte.

Albert Bourla (60) wurde als Sohn griechischer Juden in Thessaloniki geboren und ist dort aufgewachsen. Er promovierte an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Aristoteles- Universität in der Biotechnologie der Reproduktion. Bourla trat 1993 in das Unternehmen Pfizer ein und bekleidete verschiedene Führungspositionen in den verschiedenen Unternehmensbereichen von Pfizer. Vor seiner Beförderung zum CEO im Januar 2019 war Bourla als Chief Operating Officer (COO) tätig.

Dieser Text erschien zuerst in „Le Figaro“. Übersetzt aus dem Französischen von Michael Höfling

Dieser Text stammt aus der Zeitungskooperation Leading European Newspaper Alliance (LENA). Ihr gehören neben WELT die italienische Zeitung „La Repubblica“, „El País“ aus Spanien, „Le Figaro“ aus Frankreich, „Gazeta Wyborcza“ aus Polen, „Le Soir“ aus Belgien sowie aus der Schweiz „La Tribune de Genève“ und „Tages-Anzeiger“ an.





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