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05.03.10  -  TimePatternAnalysis
 Bank-Reserven auf Rekord - S&P 500 bald auch?
Ich möchte nochmals anknüpfen an den Vorschlag des IWF-Chefvolkswirts Blanchard, der vor einiger Zeit den Notenbanken riet, sie sollten ihr Inflationsziel von zwei auf vier Prozent verdoppeln. Höhere Inflationsraten sollten gezielt angestrebt werden, um den Spielraum für die Geldpolitik im Fall von Schocks zu erhöhen. Die seien ausgehend vom Finanzsektor möglich oder auch als Folge einer Pandemie oder eines Terroranschlags auf ein wichtiges Finanzzentrum denkbar. Werfen wir in diesem Zusammenhang einen Blick auf die Entwicklung der Reserven im US-Bankensystem (siehe Chart!). Die „Total Reserves“ lagen im August 2008 noch bei knapp 46 Mrd. Dollar, die „Excess Reserves“ unter 2 Mrd. Dollar. Den ersten Satz taten beide bis Januar 2009, als die „Total Reserves“ auf 860 Mrd. Dollar anschwoll ... vollständiger Text  Artikel lesen
26.02.10  -  TimePatternAnalysis
 Korrektur voraus?
Eine Serie negativer Makronachrichten hat in der ausklingenden Woche den bullischen Akteuren an den Aktienmärkten zugesetzt. Nein, ich meine nicht, dass Bundesbankpräsident Weber sich vehement gegen den Vorschlag des IWF-Chef-Volkswirts ausgesprochen hat, die Zentralbanken sollten ihre Inflationsziele deutlich heraufsetzen. Weiß Weber, der ja auch als künftiger EZB-Präsident im Gespräch ist, nicht, was angesagt ist? So wird er sich nicht gegen Mit-Kandidat Draghi durchsetzen, der von seiner Zeit bei Goldman Sachs da wohl eher weiß, was die Finanzindustrie möchte. Ein scharfer Abfall des Verbrauchervertrauens im Februar auf ein zehn-Monats-Tief schürte am Dienstag Bedenken über den Erholungskur der Wirtschaft (siehe Chart!). Es wird vor allem durch die sich hinsichtlich Arbeitsmarkt ... vollständiger Text  Artikel lesen
19.02.10  -  TimePatternAnalysis
 Euro unter Beschuss – Fed strafft Geldpolitik
Die Staatsschulden der PIIGS-Länder (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien) belaufen sich zusammen auf zwei Bill. Dollar. Im Vergleich dazu waren die Probleme mit Bear Stearns, Lehman Bros, AIG, Fannie Mae und Freddie Mac kleine Fische. Mit der Verschuldung der USA verglichen sind wiederum alle „Peanuts“, die ist mittlerweile fünf Mal so hoch wie die der PIIGS. Da verwundert es schon, dass Investoren bereit sind, den USA Geld zu leihen, das bei den 30jährigen Treasuries nicht einmal fünf % Zinsen bringt. Das Problem mit Griechenland kann man im Grunde vergessen, der Beitrag dieses Landes zur Wirtschaftsleistung der Euro-Zone liegt bei nicht einmal drei %. Das Land soll jetzt strengen EU-Auflagen zur Sanierung des eigenen Haushalts unterstellt werden, angeblich sind Pläne i ... vollständiger Text  Artikel lesen
05.02.10  -  TimePatternAnalysis
 Vom US-BIP zu Staatspleiten – hier und anderswo
Vom US-BIP zu Staatspleiten – hier und anderswo Am Freitag der vergangenen Woche wurde das US-BIP in der ersten Schätzung veröffentlicht. Es kam überraschend stark mit annualisiert plus 5,7 % herein. Die Aktienmärkte reagierten nur kurz mit Zugewinnen. Mag sein, dass die Bären da noch oben auf waren oder die Bedingungen für eine Shorrt-Squeeze nicht reif waren - mag aber auch sein, dass die Zahlen hinter dem schönen Schein doch nicht so brillieren. Zunächst fällt auf, dass die „Final Sales“ nur um 2,9 % annualisiert zulegten, nach 2 % im Vorquartal. „Final Sales“ eliminiert u.a. Lagereffekte, und genau die, nämlich ihr Netto-Aufbau, trägt 3,7 % des annualisierten Wachstums. Im Vorquartal waren es gerade 0,7 %. Ein Lageraufbau kann wachsende Zuversicht der Unternehmen in die zukün ... vollständiger Text  Artikel lesen
29.01.10  -  TimePatternAnalysis
 Bullen – Land unter?
Ich komme noch einmal auf den Anlass der laufenden Korrektur an den Aktienmärkten zurück. Obama hatte weitreichende Pläne vorgestellt, den Bankensektor umzukrempeln. Insgesamt laufen sie darauf hinaus, die Gewinnmöglichkeiten der Banken zu beschneiden. Das Konzept dürfte keine Chance auf Umsetzung haben, insofern ist ein Abverkauf von Aktien aus diesem Grund ziemlich unsinnig (aber es gibt natürlich genügend andere). Eigentlich ist auch egal, warum Obama genau zu diesem Zeitpunkt den Vorstoß unternahm, sei es aus Frust darüber, dass seine Popularität beständig fällt, sei es, dass unmittelbar zuvor Morgan Stanley gemeldet hatte, den Löwenanteil der erzielten Gewinne als Boni auszuschütten, sei es aus tiefer Sorge um die Erpressbarkeit des Steuerzahlers. Die Vorschläge zielen darauf, dem ... vollständiger Text  Artikel lesen