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Vollständige Version anzeigen : 14.05.03: Ausweichquartier Online-Palaver Tag 3


germanasti
15.05.2003, 20:12
Im Schatten eines bitterbösen Terroranschlags im saudi arabischen Riad standen die Weltbörsen gestern, bei dem viele Leute –im Vorfeld des Powell-Besuches- getötet wurden. Ein schreckliches Drama, dass von mehreren Seiten bereits kurze Zeit später der El Kaida zugeschoben wurde & für Bush den Anlass zur deutlichen Betonung liefert, das aufgrund dieses Anschlags der Krieg gegen den Terror unverändert fortgesetzt werden muss. Mag ja sein das dieses Blutbad tatsächlich ein Akt terroristischer Gruppen war, was anders auch nicht nachgewiesen werden kann. Doch erscheint der Zeitpunkt äusserst dubios. Warum ausgerechnet jetzt, kurz nachdem amerikanische Waffeninspektoren erfolglos aus dem Irak abgezogen sind & die Welt erneut begann an der Gerechtfertigung des Irakkrieges zu zweifeln? Es tun sich leider verdammt viele Dubiositäten auf, die am 11.09. begannen und bis heute fast nahtlos fortgesetzt werden. Sei es drum, denn mit dem Riad-Gau hat Bush ein weiteres Land, dass er auf den Zettel seiner Kriegstreiberei schreiben kann, nämlich Saudi Arabien!
Aktienvolumen hielt sich mit 1,3 MRd. NYSE & 1,7 Mrd. im mässigen Rahmen ohne Aussagekraft. Knapp 220.000 Future-Kontrakte ebenfalls nicht übermütig. Verhältnis new highs/lows blieb mit rund 200:5 auch unverändert höchstbullisch. TRIN 1,1 mit leichtem VK-Druck. Das war alles wischi-waschi, wie der ganze Tag.

Eine böse Überraschung brachte die Veröffentlichung der Handelsbilanz März. –43,46 anstatt der prognostizierten –40,8 Mrd. Dollar betrug das Defizit, womit die Tötung Amerikas unvermindert fortgesetzt wird. Es scheint so als gäbe es für dieses Land wirklich keine Rettung mehr!
Diesem Gau scheint sich nun auch nachhaltig der Einzelhandel anschliessen zu wollen. Wal Mart veröffentlichte Q1-Zahlen, bei denen der Gewinn aufgrund eines schwachen Dollars zwar sehr erfreulich war, doch lagen die Umsätze mit 56 Mrd. Dollar deutlichst unter den erwarteten 60 Mrd. Wenn bereits der amerikanische ALDI so sehr unter dem Verbraucherkollaps stöhnt, wie werden erst die anderen Einzelhändler aussehen? Oder war dies nur eine einmalige Katastrophe im Quartal des Irakkrieges? Heute um 14.30 Uhr wissen wir mehr.
Wenigstens brachte der Gourmettempel MC Donalds etwas erfreuliches auf den Tisch. April-Umsätze stiegen im Vorjahresvergleich um 8% (im direkten Monatsvergleich aber erneutes mini-minus!),.was vor allem auf den schwächeren Dollar zurückzuführen ist. Die schwache Währung doch ein Segen für Amerika? Zu dumm das MC Donalds & Co. im Fliegenschissbereich der Gesamtwirtschaftsleistung notieren, die weiterehin fast ausschliesslich vom Kapitalimport & damit starken Dollar abhängig ist!

Zwei Interventionsschübe zu ungunsten des Yen gab die BOJ für die vergangene Woche bekannt. Man wollte den Bereich 115,50 nicht fallen lassen & hat jeweils umgerechnet rund 5 Mrd. Euro in den Markt.gepumpt. Daraus nun aber eine Verhinderung des Kollaps der BOJ zu unterstellen wäre mehr als vermessen, denn der Druck aus dem Dollar ist momentan so gigantisch, dass es locker die 10-20 fache Menge bräuchte um auch nur ansatzweise ein paar Erfolg vorweisen zu können. & da diese zu erkennen waren, sind die grossen Interventionen erneut der FED zuzuschieben, die bekanntermassen darüber niemals Rechenschaft ablegt. Ob diese weitere Dollarverwässerung Erfolge nach sich zieht? Für alle die an den Weihnachtsmann glauben, wohl schon.
By the way BOJ. Japan ist mittlerweile solch ein edles Land geworden, dass man eine Art Gebühr bezahlen muss, um dort im Geldmarkt anlegen zu können. –0,03% beträgt der aktuelle Zinssatz für Tagesgeld, was einem neuen historischen Rekord entspricht. Trotzdem hat Nippon seit Monaten Kapitalzufluss ohne Ende, was nun selbst dem grössten Pessimisten zu denken geben sollte, denn JAPAN KOMMT !!!

Viele negative Vorgaben für die Börsen, welche vor allem aufgrund der Yenstärke (trotz angeblicher BOJ-Interventionen!) hätten stark fallen müssen. Doch als wäre nichts gewesen, wurde lediglich zu Handelsbeginn eine kleine pro-forma-Konsolidierung vollzogen, ehe erneut der Weg nach oben gestartet wurde. & dies zum x. Tag in Folge mit destrasösen Indikatoren, sprich die echte Kaufkraft fehlte komplett. Unverändert viel künstliches Geld fliesst dafür ins amerikanische Finanzsystem, so dass Aktien wie Amazon, Yahoo und IBM gar neue 52-Wochen-Hochs trotz extremster Euphorie und gnadenlos überkauftem Markt vollziehen konnten. Damit scheint es nun tatsächlich so, als habe Allan Greenspan aus seinem katastrophalen Fehler aus 1999 und 2000 überhaupt nichts gelernt, denn er flutet die Börsen momentan genauso unlimitiert mit frischer Liquidität, wie er es damals bei dem Y2K-Problem getan hat. & wie vor 3 Jahren profitiert auch aktuell nicht das Wirtschaftssystem (Investitionen & Konsum) davon, sondern ausschliesslich die Börse, was so mit Sicherheit nicht im Sinne des Erfinders ist! Exakt aus diesem Grund gibt es nichts, wirklich absolut nichts um vom Hyperinflationsszenario abzurücken! Der andauernde Dollarcrash ist ein ernstes Warnsignal, was schon sehr bald von urplötzlich steigenden Preisen in eine unverrückbare Tatsache umgesetzt wird. Die daraufhin panikartig angehobenen Zinsen werden eine gigantische Pleitewelle und in deren Anschluss weitere Geldentwertung bringen, was die Preise immer schneller nach oben treibt. Ein katastrophaler Zustand, der bei dieser gigantischen Liquiditätsausweitung möglicherweise bereits in wenigen Monaten zur knallharten Realität werden könnte.
Zum kurzfristigen Verlauf in den kommenden Tagen muss man sich nur an den gestrigen Abend halten. Abverkauf war da, doch Futurevolumen nach wenigen Minuten im Bid grösser, so dass neuerlich ein Kollaps erfolgreich verhindert wird. Ein Minus war zwar trotzdem noch da, doch im Vergleich zu den Vortagen nur ein Fliegenschiss! Solange dieser Missstand nicht behoben ist, haben es gewaltige Kurseinbrüche sehr schwer. Mittelfristige Shortsituation bleibt aber unverändert bestehen. Hier muss nur unbedingt beachtet werden, dass anhand Bondmarkt & Dollar der DOW aktuell bei rund 6000 P., d.h. fast 3000 P. tiefer notieren müsste. Diesen Kollaps hat Greenspan verhindert & nirgendwo steht geschrieben, dass er unbedingt und vor allem sofort nachgeholt werden muss. Deshalb SL nicht vergessen!.

Kaum sind die Börsen nun wieder mal ein wenig gestiegen, hört man allerortens von der fundamentalen Unterbewertung, anhand der die Kurse noch viel weiter nach oben klettern können. Eine Unart, die wir Anfang März tupfengleich in die andere Richtung gesehen haben, als sich die Analysten und Börsenbriefschreiber gegenseitig mit Kurszielen unter 2000 DAX-Punkten überschlagen haben. Irgendwo muss man sich da schon ernsthaft fragen, ob diese Leute momentan noch etwas anderes als Stroh im Kopf haben, oder tatsächlich aus lauter Unwissenheit heraus den Trendfolger spielen wollen. Was anderes sind sie nämlich nicht! Entsprechend braucht es auch nicht verwunderlich zu sein, dass Magazine wie Börse Online & Co. permanent mit schrumpfenden Absatzzahlen kämpfen müssen. Wer will schon Geld für etwas ausgeben, dass dem eigenen Depot viel mehr Schaden als Nutzen bringt?
Zurück zur angeblich fundamentalen Unterbewertung, die es in dieser Form noch nichtmal ansatzweise gibt. Tatsache ist z.B., dass unser DAX momentan ein 2003er-KGV von über 30 aufweist, dass bei anvisierter Wirtschaftsverschärfung in 2004 gar zu einem KGV-Sprung von über 40 führen sollte. Noch extremer die Situation in Amerika. Dort stöhnt der S&P bereits jetzt über ein KGV von fast 50, obwohl die Baisse noch gar nicht so richtig begonnen hat. Rechnet man die Kreditlast mit ein, welche schlauerweise nur scheibchenweise mit Sonderabschreibungen bilanzbelastend ist, kommt dieser Index auf ein KGV von rund 80 & bei Bezugnahme des Derivatebubbles, welches bekanntermassen irgendwann einmal aufgelöst werden muss, liegt die Bewertung gar im hohen dreistelligen KGV-Bereich. & da mag tatsächlich noch irgendjemand ernsthaft von einer fundamentalen Unterbewertung sprechen? Eine anhaltende Börsenrallye aufgrund von Terminmarkttransaktionen & FED-Interventionen vorherzusagen mag ok sein, aber fundamentale Gründe anzuführen ist schlichtweg eine untragbare Frechheit! Die Zeiten zu denen es trotz dieser Nichtberechtigung gestiegen ist, sind bereits vor über 3 Jahren vergangen & werden sich in den minimum kommenden 10-15 Jahren auch so halten.
Genauso fehlerhaft ist übrigens der aktuell immer öfter aufkommende Vergleich mit 1929 ff., nachdem ihn jahrelang keiner erkennen wollte. „Der DOW ist von 1929 bis 1933 ungebrochen gefallen, ehe er sich in den kommenden Jahren vervierfachte“, ist eine gerne ausgesprochene Push-Begründung. Das er jedoch in diesen 4 Jahren zuvor um 90% gefallen ist, davon spricht kein einziger dieser Möchtegernklugscheisser! Ein wirkliches Ärgernis, dass so manchem Kleinanleger in nächster Zeit das Herz kosten sollte.
Ein weiteres Argument der Börsenberichterstatter liegt im Zukunftsverlauf der Unternehmen. Angeblich liegt dort viel Geld brach, so dass nach 3 Jahren äusserster Enthaltsamkeit ein neuer Investitionsboom nur noch eine Frage kurzer Zeit ist, in dessen Folge bislang immer ein grösserer Wirtschaftsaufschwung vonstatten ging. Schon erstaunlich diese Fehlaussagen, denn die meisten Unternehmen –sowohl deutsche als auch amerikanische- klagen über eine gigantische Schuldenlast, welche in den kommenden vielen Jahren erst einmal abgetragen werden muss, ehe Geld für Betriebserweiterungen vorhanden ist. Zudem sind zahllose Läger übervoll & neue Innovationen fehlen, mit denen ja erst ein grösserer Investitionsplan möglich ist. Japan knabbert an diesem Problem seit 12 Jahren, bei allerdings sehr hoher Kapitalquote der Unternehmen. Entsprechend viel viel länger müsste dieses Problem in Amerika bestehen bleiben, denn die Kapitalquote ist zumeist negativ. Währungsreform sowie Hyperinflation werden dem Missstand aber wohl ein früheres Ende bereiten. Dies aber mit Sicherheit noch nicht in den nächsten 5-7 Jahren!
Man sieht, sämtliche Argumente der Börsenbullen konnten entkräftet werden, womit eine Fortsetzung der Aktienbaisse nur noch eine Frage hoffentlich kurzer Zeit ist. & dann wird erneut so richtig viel Kapital verbrannt werden, was weitere Pensionfonds und Kreditfirmen auf den Scheiterhaufen verbannt. Wer nicht hören will, muss eben fühlen.

Die Ein- und Ausfuhrpreise April werden heute bekanntgegeben. Wird es aufgrund des schwächeren Dollars einen erneuten Anstieg gegeben haben? Ausserdem folgen die Einzelhandelsumsätze April. Hier darf sich das Verbrauchervertrauen beweisen, welches bekanntermassen rekordverdächtig weit gestiegen ist. Ergo wäre jeder Wert unter 3-4% Wachstum deprimierend & ein Rückgang der Einzelhandelsumsätze gar katastrophal. Mich plagt das dumpfe Gefühl es könnte eine Enttäuschung werden.

DOW 60-Minuten-Chart:
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=indu&compidx=aaaaa%3A0&ma=0&maval=100&uf=0&lf=32&lf2=4&lf3=0&type=4&size=3&state=8&sid=1643&style=350&time=18&freq=8&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=7957&mocktick=1

Viel vom Hocker riss der Stundenchart gestern nicht & schaut erneut so aus, als wäre der leichte Abschwung nur eine Indikatorenberuhigung. Diese ging allerdings aufgrund der kräftigen Stützungskäufe kurz nach 20.00 Uhr etwas in die Hosen. So bleibt eine kleine bull-flag genauso möglich wie eine Topbildung zum Crash. Schade das MACD bereits wieder einiges vom Top verloren hat.

Sehen wir einen Handelsbeginn wie aus dem Lehrbuch der FED, folgen 1-2 mächtige 100-150 P.-Kerzen. Anschliessend neuerlich quer und Allan ist ein Sieger. Folgt hingegen sofortiger Abverkauf mit Doppelkerze, hat der Aufwärtsimpuls wohl ein Ende gefunden.
Turnzone liegt immer noch bei 8620 oder 8580 P. Darunter false break 8540 P., ehe es kräftig rasselt.
MACD wie angesprochen schon recht weit unten. Stochastik hat Luftholen bereits hinter sich.

DOW 3-Jahres- und 6-Monats-Chart:
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=DJI.IND&hist=5&dbrushwidth=1&charttype=1&gd1=38&gd2=200&benchmark=&infos=3&indtype1=35&indtype2=40&volumen=2
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=indu&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=50&uf=0&lf=1&lf2=32&lf3=4&type=4&size=3&state=11&sid=1643&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=5745&mocktick=1

Wenig Neuheiten brachte der DOW im Tageschart zustande. Aufwärtstrend steht wie eine Eins, während die Umsätze ungebrochen eine abfallende Tendenz aufweisen. Im Grundgerüst ist dies zwar noch bullisch, doch sollte nicht vergessen werden, dass der Index seit über einem Monat ohne Eigenleben sehr träge nach oben geschoben wird. Sowas führt irgendwann doch zu so grossem VK-Druck, dass die Manipulatoren ihre Aktionen aufstecken müssen. Möge dem bald so sein, denn ganz tief im Hinterkopf steckt immer noch das Szenario aus dem Jahresausblick mit einem ersten heftigen Move, monatelanger Seitwärtsbewegung und dann inflationsbedingt gemächlich noch über ein Jahr weiter so hoch. Die Wahrscheinlichkeit dazu ist aber äusserst gering & wäre auch sehr ärgerlich, da Vision ab einem S&P-Stand von 450 P. angedacht war!

Bei rund 8560-8580 P. liegt nun der Aufwärtstredn. Darunter false break und intraday-turnpunkt 8520 P. Sturz unter diese Marke hat sofortige Zielzone 8240 P. zur Folge. Mittlerweile Minibremszone 8470 P. hat aber noch ein wenig bestand.
8750 & 8880 P. unverändert Punkte bei einer weiteren Aufwärtsbewegung. Um 8800 P. herum ist zwischendrin eine Intraday-Turnmarke.

S&P 500 3-Jahres- und 6-Monats-Chart:
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=INX.IND&hist=5&dbrushwidth=1&charttype=1&gd1=38&gd2=200&benchmark=&infos=3&indtype1=35&indtype2=40&volumen=2
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=spx&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=50&uf=0&lf=32&lf2=4&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=3377&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=1177&mocktick=1

Absolut keine Trendsignale gab es vom S&P. Spitze des bear-keils erreicht, so dass in den nächsten Tagen eine Entscheidung folgen sollte. Stochastik ebenfalls wieder oben. Dort verweilt der MACD bereits seit längerer Zeit.

Technische Marken copy & paste von gestern:
945-950 P. immer noch Ausbruchszone und zugleich Turnbereich. Darüber das false break auf 960 P., ehe mit nächster Bullerei 980 und 1030 P. drin sind.
Im Bereich 935-925 P. kann man nun den Aufwärtstrend ansiedeln. Darunter muss abgewartet werden welche Trenddynamik aufkommt. Ist sie nur lasch, wird es irgendwo zw. 920 und 890 P. in 5er-Schritten halten. All das sind kleine Bremspunkte.

Nasdaq100 3-Jahres- und 6-Monats-Chart & Vergleich mit 1929:
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=NDX.X.IND&hist=5&dbrushwidth=1&charttype=1&gd1=38&gd2=200&benchmark=&infos=3&indtype1=35&indtype2=40&volumen=2http://www.zealllc.com/images/ZHomeGraph.gif
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=ndx&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=50&uf=0&lf=32&lf2=4&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=127123&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=942&mocktick=1

Ebenso ohne jegliche Aussagekraft ist die Nasdaq. Hier wurden weder obere noch untere Marken nachhaltig durchbrochen. Das Wachstum seit Anfang April ist zwar beachtlich & Volumen zuletzt auch, doch die Trenddynamik fehlt völlig. Irgendwo bekommt man das Gefühl nicht los, amerikanische Schüler haben die Techis übernommen und spielen dort nun munter darauf los.

1160/1170 P. Ausbruchszone steht immer noch. Anschliessendes Ziel 1200 P. hat nun aber eine mächtige false-break-Möglichkeit auf 1180-1185 P. aufgebrummt bekommen.
1140-1125 P. die nun etwas verkleinerte Bremszone, ehe ein rascher Absacker auf zumindest 1075 P. erfolgen sollte.

Euro/USD 2-Monats- und 2-Jahres-Chart:
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=EUR%3D&Titel=EUR%2FUSD+Chart&Zs=60&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=t&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&La=DE&
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=EUR%3D&Titel=EUR%2FUSD+Chart&Zs=730&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=t&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&La=DE&

Gold 2-Monats- und 2-Jahres-Chart:
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=EXAU%3D.DDS&Titel=XAU%2FUSD+Chart&Zs=60&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=t&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&La=DE&
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=EXAU%3D.DDS&Titel=XAU%2FUSD+Chart&Zs=730&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=t&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&La=DE&

Konsolidierungstag beim Euro, welcher aber gar kein so richtiger war. Unverändert floss Kapital ohne Ende in unsere Währung, so dass sich eine erstaunliche Stabilität auf höchstem Fahnenstangenniveau vollzog. Wird der Run tatsächlich ohne regelkonforme Konsolidierung vonstatten gehen? Der Bereich 1,1740-1,1780 bringt die nächsten Bullenshow mit Ziel dann 1,20-1,22. Bis dahin bleibt es im Topbildungsbereich 1,15-1,17 und Idealkorrekturziel 1,1040-1,1060. 1,1420-1,1380 vorhergehende Drehzone.
Gold hat sich leider erneut sehr schwer mit der Squeeze-Fortsetzung getan, womit dieser wohl erledigt sein sollte. Zielzone 360 zur Konsolidierung bleibt trotzdem noch bestehen. GD100 bei 346 bzw. Erweiterung auf 342 mögen bitteschön als Bremszone erfolgreich halten.


Termine heute:

• DE Zuteilungsergebnis Bobl
• 01:50 - JP Handelsbilanz März
• 03:45 - US Rede Kansas City Fed-Präsident Hoenig
• 07:30 - DE RWE Zahlen 1. Quartal
• 08:00 - DE Handelsbilanz nach Ländern 2002
• 08:00 - DE Deutsche Lufthansa Zahlen 1. Quartal
• 08:45 - FR Handelsbilanz März
• 08:50 - FR Industrieproduktion März
• 09:00 - IT Industrieproduktion März
• 10:00 - DE Bayerische Hypo- und Vereinsbank HV
• 10:00 - DE Bayerische Hypo- und Vereinsbank Zahlen 1. Quartal
• 10:00 - DE Deutsche Börse HV
• 10:30 - GB Arbeitsmarktdaten April
• 10:30 - DE MobilCom Zahlen 1. Quartal
• 14:30 - ! US Ausfuhrpreise April
• 14:30 - ! US Einfuhrpreise April
• 14:30 - ! US Einzelhandelsumsatz April



Happy trades... http://www.petilein.de/image_galery/TelefonWecker/Wecker.gif

germanasti
15.05.2003, 20:13
DAX am Morgen:

http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=de%3A+1876534&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=50&uf=0&lf=32&lf2=4&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=125284&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=2933&mocktick=1

http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=de%3A+1876534&compidx=aaaaa%3A0&ma=0&maval=200&uf=0&lf=4&lf2=32&lf3=2&type=4&size=3&state=8&sid=125284&style=370&time=18&freq=7&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=9893&mocktick=1

Unser DAX wiederholte das Spiel von Montag. Eine Aufwärtsbewegung scheiterte zu Handelsbeginn jäh an fehlenden Käufern, ehe der anschliessende downmove jedoch genauso verhungerte, da vor lauter Illusionen immer noch keiner den Markt verlassen wollte. Übrig blieb ein umsatzschwacher Tag (nur knapp über 2 Mrd.) mit der tupfengleichen Hochzieherei nach 18.00 Uhr, welche allerdings aufgrund der überraschenden US-Schwäche ziemlich in die Hosen ging.. Ein schöner Beweis, wie tot unser Markt bereits ist, was aber nun nicht bedeutet, dass ein sofortiger Crash kommt. Ein wenig grün in Amerika und die Micheles fangen wieder an zu spinnen. Dies jedoch ohne jegliche Substanz.

Nach der Commerz- und deutschen Bank präsentierte gestern auch die Hypovereinsbank eine Rückkehr in die Gewinnzone, was von zahllosen Analysten als definitives Zeichen zur nachhaltigen Beendigung der Baisse angesehen wurde. Schade das man dabei bewusst übersehen hat, dass dieser Turnarround ausschliesslich aufgrund steigender Börsen und einer massiven Erweiterung von Derivatetransaktionen vollzogen wurde. D.h. offensichtlich hat die Hypo einige faule Kredite in Derivate verbrieft und so den Abschreibungsbedarf gedrückt. Ein makaberer Vorgang, der absolut nichts an der Tatsache ändert, dass diese Bank Kredite im hohen dreistelligen Mrd.-Bereich ausstehen hat! Schaun mer mal wohin der Weg führt, sollte der DAX in naher Zukunft neue Tiefststände erreichen.

Technisch nun eine sehr spannende Situation. Aufwärtstrend hält bei frischem buy der Stochastik immer noch, während das Montagshoch nicht mehr überboten werden konnte, was im Minutenchart einen wunderschönen rechten Crashhenkel (oder Dreieck) abschliessen könnte. Druckaufbau ist damit wirklich genügend da, so dass relativ problemlos die eh schon anvisierte Zielzone 2520 P. binnen weniger Tage erreicht werden kann. Doch nirgendwo steht geschrieben, dass diese Entladung nach unten erfolgen muss. Mit Amerikas Hilfe aufwärts genauso denkbar, was die ebenfalls bereits bekannten 3240 P. wären. & wenn Bruch kommt, beobachten ob nicht nach 40-50 P. die Power fehlt. Dann könnte es nämlich gummibandartig in die andere Richtung schiessen.
2940-2950 & Erweiterung bis 2980 P. unverändert Signal für aufwärts mit Bestätigung auf 3010/3020 P. Bereits dann wäre Zone 3240 P. aktiv, mit aber noch vielen Bremsen dazwischen. Deshalb Trenddynamik abwarten!
2880-2860 P. k.o.-line mit Bestätigungen bei 2820 & 2780 P.

Startfall 2870-2855 P., Gegenbewegung an 2900 P. heran und unter 2845 P. könnte die Show zum Bruch von 2780 P. starten.
Heftig hoch auf ca. 2950-2970 P., ganz kurze Konsolidierung und weiter gen Norden führt wohl zum Test von 3010-3020 P.
Ganzvormittags unvolatil quer im Bereich 2885 vs. 2930 P. treibt den Druckaufbau bis zur Ekstase mit dann sofortigem 100 P.-Potential nach Trendbruch, egal in welche Richtung.

germanasti
15.05.2003, 20:13
Den Rest gibt es hier:


http://www.online-palaver.de/index.php?act=ST&f=5&t=1315&s=