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Vollständige Version anzeigen : 15.05.03: Ausweichquartier Online-Palaver Tag 4


germanasti
15.05.2003, 20:14
Ein langweiliger Tag ist vorüber, bei dem es erneut anhand diverser Indikatoren einen Crash hätte geben können. Doch der Kollaps am frühen nachmittag war in amerika ruckzuck wieder von der FED ausgebügelt, die im anschliessenden Verlauf eine Machtdemonstration nach der anderen ablieferte. Schade, denn damit bleibt der langweilige Trend unverändert erhalten. Einen positiven Blick geniesst hingegen Japan. Hier tun sich nun einige Kaufsignale auf, die nur noch eine lange grüne Kerze zur Bestätigung brauchen. Ärgerlich das ausgerechnet jetzt amerikanische Analysten beginnen Japan zu pushen. Sowas war im Umkehrschluss bislang immer ein Beleg, dass ein neuer Shortmarkt entsteht.
Umsätze mit 1,2 MRd. NYSE & 1,7 Mrd. Nasdaq unverändert quer. Sehr mau der Nasdaq-Future. Lumpige 210.000 Kontrakte. Verhältnis new highs/los bleibt mit 200:5 illusorisch weit oben. TRIN 0,90 & damit weiterhin leichte Abverkäufe. Dies sollten Firmenchefs und Ausländer sein.

Eine mittlere Katastrophe wurde mit den Einzelhandelsumsätzen April veröffentlicht. –0,1% anstatt der prognostizierten +0,4% in einem Monat, welcher von einem gigantischen Anstieg des Verbrauchervertrauens geprägt war. & was blieb davon übrig? Nichts, absolut nichts! Einen Konsumboom direkt nach dem gewonnen Irakkrieg hat es niemals gegeben, so dass das Verbrauchervertrauen nun nachträglich als Manipulation bestätigt wurde! Ohne den netten 2,5%igen Anstieg bei den Automobilen wären die Einzelhandelsumsätze gar um 0,9% gefallen, was die Katastrophe vollends perfekt gemacht hätte. Einige Volkswirte fanden trotzdem recht positives daran, denn als Hauptgrund für den Rückgang wurde ein 5,9%iges minus bei den Tankstellen –sprich Benzinpreisen- verzeichnet. Nur dumm das Bekleidung mit –3,2% ebenfalls mächtig abgeben musste. & damit bleibt es unverändert dabei: Den amerikanischen Konsum als Wirtschaftsstütze wird es auf viele Jahre hinaus nicht mehr geben, egal was einige Möchtegernanalysten auch ins amerikanische Horn tuten!
Crashartig verloren haben gar die Importpreise April. Das 2,7%ige minus ist allerdings keine Signalgebung für eine heftige Deflation, sondern hauptsächlich wegen dem Crash beim Ölpreis (-16,2%) zustande gekommen. Ohne dieses bleiben -0,9% übrig, was wohl dem schwachen Dollar zu verdanken ist. Damit wird Amerika weiterhin keine Inflation importieren, sondern im eigenen Land mit der Gelddruckerei erzeugen. Exportpreise fielen nur um 0,1%, was dies z.T. bestätigt.

Einen gigantischen Impuls bekam der Bondmarkt, mit dem die Renditen im langlaufenden Bereich z.T. auf neue 50- bis 60-Jahrestiefs gefallen sind. Scheinbar viel Geld ist in die Renten geflossen, dass so scheinbar leider gar nicht so echt war, denn die FED selbst kündigte vor einigen Wochen an, als nächste Stützungsmassnahme der US-Wirtschaft Staatsanleihen zu kaufen. Exakt dies wird momentan praktiziert, was bei zahllosen hochverschuldeten Unternehmen zu hörbaren Durchschnaufern führte, da deren Kredite am langlaufenden Zinssatz gemessen werden. Doch ob sich so leicht die amerikanische Wirtschaft retten lässt? Das dafür benötigte Volumen neugedruckter Dollars liegt bereits binnen weniger Tage im gigantischen Bereich an der Billionengrenze. & das, obwohl die US-Währung bereits jetzt vor lauter Verwässerung kollabiert! Entsprechend muss verdammt stark bezweifelt werden, ob diese Massnahmen einen ähnlichen Effekt wie während und kurz nach des 2. Weltkriegs erzielen. Damals verhalf diese besondere Gelddruckerei zu einem Ende der Baisse & neuem Investitionsboom. Heute hingegen stehen wir erst ganz am Anfang einer solchen & sehen nirgendwo ein derart zerbombtes Trümmerfeld, dass einen entsprechenden Investitionsboom rechtfertigt. Ein weiterer Beleg, warum es am Hyperinflationsszenario keinen Zentimeter zu verrücken gibt!
Dieser Dollar bekam auch gestern gegenüber viele Währungen mächtig den Latz voll. Und das obwohl Finanzminister John Snow erneut versuchte, sein Fettnäpfchen von Montag auszubügeln. Das mit dem schwachen Dollar zur Genesung mögen ihm dabei vielleicht noch einige abgenommen haben, doch zu behaupten Währungsinterventionen gibt es keine, da äsuserst ungesund, stellte sogar bei Friseusen und Hausfrauen die verbliebenen Haare senkrecht zu Berge, hatte doch Kollege Greenspan im März und November noch genau das Gegenteil behauptet. Insofern ist es nicht verwunderlich, gibt der Dollar trotz bereits höchstüberverkaufter Lage weiter nach. Das Lügenland Amerika ist schlichtweg in immer mehr Augen kein Investment mehr wert! Ob diesen Abgesang nun der Yen anführen wird? Der Dollar dazu kollabierte gestern abend neuerlich gen 115,50 & konnte gerade nochmal so gerettet werden. Doch bereits der nächste Schub könnte das finale k.o. bedeuten.

Die Börsen konnten sich diesem Kapitalentzug neuerlich erstaunlichst stabil gegenüber verhalten, obwohl gerade diese das feinfühligste Messinstrument dafür sind. Doch da die FED mit den vielen Dollarblüten nicht nur Staatsanleihen und z.T. Währungen kauft, sondern auch Aktien bzw. Future-Kontrakte direkt, ist die Stabilität nicht sonderlich verwundernswert. Ärgerlich aber trotzdem, denn die Wartezeit der Bären verlängert sich damit immer unerträglich weiter. Ob trotz dieser Massnahmen kurzzeitig ein heftiger Abwärtsimpuls möglich ist? Euphorie verharrt weiterhin auf historischem Hoch, der nun Pushingempfehlungen ohne Ende dazu kommen. Dies ist eine Bestätigung dafür, dass hedge fonds ihren Hebel bereits auf sell gelegt haben und beginnen Shortpositionen aufzubauen. Ist nur die Frage ob Abschluss & Kollaps sofort, oder erst noch ein mehrwöchiges Rumgegurke. & in dieser Kollapshase wird sich dann der weitere Jahresverlauf entscheiden. Blockt die FED erneut mit allen zur Verfügung stehenden Instrumenten, könnte der anschliessende Squeeze bis zum 31.12.-Termin der Pensionfonds anhalten, womit die Jahresprognose vollkommen den Bach herunter gegangen ist. Doch noch ist es für solche Gedankengänge viel zu früh. Zuerst die Topbildung mit erstem Absturz, die bislang auch nur ansatzweise erkennbar ist. Dabei bin ich unverändert gespannt wie ein Flitzbogen, ob Greenspan de irgendwann demnächst überfällige Gegenbewegung bei Treasury & Dollar dazu nutzen wird, dem DOW einen weiteren Aufwärtsimpuls zu senden. Nicht vergessen, dass er in den letzten Wochen einen glatten 3000 P.-Absturz mit Stützungskäufen verhinderte! Umso wünschenswerter wäre nun, wenn der Dollar- und Treasury-Kollaps in Aktien mit einem Schub nachgeholt wird, so ganz getreu dem 1932er-Vergleich. Wer weiss, vll. hat man dort ein katastrophales Ereignis bereits vorweggenommen.
Für ganz kurzfristig bitte nicht vergessen, dass morgen kleiner Verfalltag an den Terminbörsen ist. Grossartige Wallung sollte nicht entstehen, doch die ein oder andere Hexe könnte durchaus für Verwirrungen sorgen. Ein Tag, nur ein blutroter Tag mit heavy Volumen und es wäre alle so relativ klar...

Inflation oder Deflation? Über diesen zukünftigen Verlauf in Amerika streiten sich momentan viele Gelehrte & es scheint so als haben beide Parteien recht, wobei es langfristig dann doch nur einen Weg geben kann, und der heisst bekanntermassen sogar Hyperinflation! Deflationär sind momentan die Verbraucherausgaben, da der Exzess der letzten Jahre bei dieser rekordverdächtigen Verschuldungssituation der Amis nicht mehr aufrechtzuerhalten ist. In dieser Folge sind die Verbraucherpreise ebenfalls deflationär, da die Firmen wenigstens noch einigermassen ihr Umsatzvolumen auf hohem Niveau halten wollen. Diese Mindereinahmen müssen irgendwo aber wieder ausgeglichen werden, weshalb es neben Massenentlassungen seit zwei Jahren auch zu einem Investitionsstopp gekommen ist, welcher die US-Wirtschaft erst so richtig lähmt. & da kein Wirtschaftswachstum auch kein Grund für das Beibehalten von masslos überbewerteten Börsen ist, müssten diese normalerweise ebenfalls in einen Deflationskollaps übergehen und so ein glasklares Bild über die Preisbewegungen abliefern. Doch eine japanische Baisse ist in Amerika nicht möglich, da dort nahezu alles an den Börsen hängt. Dementsprechend ausgerichtet ist die Geldpolitik der FED, welche unlimitiertes Gelddrucken zur Verhinderung eines nachhaltigen Börsencrashs heisst. & exakt damit ist die Grundvoraussetzung für eine Inflation geschaffen, die sich im Laufe der nächsten Jahre hyperinflationär entwickeln wird und in der Endphase dem guten alten Dollar sein Leben kostet!
Kurzfristig mag somit der offiziell deflationäre Verlauf noch anhalten, ehe die bereits jetzt im Frühstadium mit 3-4% angegebene Inflation das Zepter in die Hand nimmt & regelrecht nach oben explodiert. Den Grund dafür wird man zu Beginn nicht im klassischen Fall „viel Geld wenig Waren“ sehen, da momentan noch die Läger bei permanent abnehmenden Preisen übervoll sind. Kommen wird sie über den Dollar, der irgendwann in mittlerer Zukunft von einem normalen Rutsch in eine extreme Kollapsphase übergeht & im Import gigantische Preissteigerungen mit sich bringt, da für den Erwerb ausländischer Waren immer mehr dieser abwertenden Blüten aufgenommen werden muss. Dies wird dann ruckzuck zu einer Verknappung fast aller Waren führen & dann hat Allan wirklich sein Ziel erreicht, nämlich dass das viele Bubble-Geld für den Konsum eingesetzt wird. Nur Pech das zu diesem Zeitpunkt die Preise schneller steigen als seine gedruckte Blüten wert sind! Ein weiterer Baisseschub zur Angebotsverknappung wird auch von den amerikanischen Firmen selbst kommen, die mit diesem Supergau beim Dollar zwar einen Grossteil ihrer Altschulden verlieren, doch an frisches Kapital aufgrund der explodierenden Zinsen nicht mehr herankommen. Zudem wird mit dem Dollarkollaps auch das Anleihenbubble in sich zusammenfallen, womit auch in diesem Bereich keine Kapitalaufnahmen mehr möglich sind. Entsprechend heftig wird die dann folgende Insolvenzwelle sein, mit der eine bitterböse Verarmungswelle & extremer sozialer Sprengstoff aktiviert wird.
Man sieht anhand dieser Ausführungen wohl eindrucksvoll, dass nur die Hyperinflation eine Überlebenschance in den kommenden Jahren hat. Ausgelöst von einer Dollarentwertung, intensiviert mit einer unglaublichen Insolvenzwelle und weiterer Folge Angebotsverknappung, ehe sämtliche Schulden, aber auch sämtliches Eigenkapital in Bargeldform vollständig entwertet ist. Dies wäre dann die Grundlage für einen Neuanfang ganz unten am Boden. Doch glaubt irgendjemand ernsthaft, dass die Welt nach dieser Kapitalvernichtung nochmals bereit ist auch nur einen Cent in die USA zu investieren?

Jede Menge Konjunkturdaten stehen heute auf dem Kalender. Los geht’s mit den extrem wichtigen Erzeugerpreisen April. Wird es hier endlich zu einer Entspannung der inflationären Situation im Einkaufsbereich kommen? Bären hoffen auf einen weiteren Anstieg, idealerweise bei katastrophalen 2% und mehr. Lagerbestände März zeigen auf wie sehr die Q1-Zahlen mit unverkauftem gepusht werden. Anschliessend folgen Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung April. Diese Daten wie gehabt wegen hoher Revidierungsgefahr uninteressant. & abschliessend der Phil.-Fed-Index Mai. Dieser kann eigentlich nur positiv sein, will nicht die FED selbst die Greenspan-Rede von vorletzter Woche als Lüge darstellen lassen. Doch wer weiss...

DOW 60-Minuten-Chart:
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=indu&compidx=aaaaa%3A0&ma=0&maval=100&uf=0&lf=32&lf2=4&lf3=0&type=4&size=3&state=8&sid=1643&style=350&time=18&freq=8&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=7957&mocktick=1

Der Stundenchart des DOW schaut leider erneut verdammt stark nach einer bewussten Indikatorenkonsolidierung zum nächsten Schub aus. Ist es denn momentan tatsächlich so wenig Eigendynamik im Markt, dass die FED völlig nach belieben Konsolidierungen und Aufwärtsbewegungen steuern kann? Oder war der verkappte Start gestern ein Signal für aufkommendes Eigenleben?

Turnzone 8620 P. hat recht passabel gehalten, womit 8580 P. weiterhin als Jungfrau aktiv bleibt. Trenddynamik für einen sofortigen Crash darunter ist nun leider so ziemlich dahin. Deshalb 8520 & ganz wichtig 8470 P. gucken.
Aufwärts bis 8740 P. ein einziger Klumpen. Daran 40-60 P. false break und erneut alles frei.
Stochastik neutral, ebenso wie der MACD.

DOW 3-Jahres- und 6-Monats-Chart:
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=DJI.IND&hist=5&dbrushwidth=1&charttype=1&gd1=38&gd2=200&benchmark=&infos=3&indtype1=35&indtype2=40&volumen=2
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=indu&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=50&uf=0&lf=1&lf2=32&lf3=4&type=4&size=3&state=11&sid=1643&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=5745&mocktick=1

Nach max. 2 Kerzen endete in den letzten Wochen eine jegliche Konsolidierung, weshalb rein theoretisch heute wieder ein grüner Heiner inszeniert werden sollte. Ob dem so kommt? Für rund 50 P. wäre vorher noch Abwärtspotential, ehe der Aufwärtstrend gebrochen ist, was zusammen mit der dritten roten Kerze einiges an Abwärtspotential freisetzen sollte.
Fast schon zu gut wie gemalt sind nun die Indikatoren. Umsätze im glasklaren Abwärtstrend, Stochastik an einer Linie immer weiter hoch & MACD ganz ohne Schwankungen gleichmässig steigend. Sowas könnte einen brutalen Abverkauf mit lockeren 1000-1500 P. Potential ankündigen. Doch ob Börse so einfach ist?

Technische Zonen sind weiterhin fast unverändert:
8560-8580 P. Drehzone mit false break auf 8520 P. Darunter könnten 8240 P. binnen weniger Stunden erreicht werden. & bei voller Kraftentfaltung erweitertes Sofortziel gar 7520 P. Dazu bedarf es aber eines externen Anlasses.
8750 & 8800 P. obere Wendepunkte mit Trendbereich 8800 P. dazwischen.

S&P 500 3-Jahres- und 6-Monats-Chart:
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=INX.IND&hist=5&dbrushwidth=1&charttype=1&gd1=38&gd2=200&benchmark=&infos=3&indtype1=35&indtype2=40&volumen=2
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=spx&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=50&uf=0&lf=32&lf2=4&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=3377&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=1177&mocktick=1

Gleiche Ausgangslage beim S&P, der es tatsächlich schafft bis in die allerletzte Spitze des bear-keils vorzudringen. Irgendwo bei 930 & 955 P. liegen die Begrenzungen dafür, was durchaus noch für einige Tage ohne Entscheidung gut ist. Doch solch eine geringe Volalität so kurz vor dem kleinen Verfall?`

Grosse Bremszone 940-950 P. erfüllt seine Funktion weiterhin hervorragend. Anschliessend folgen Bearkeil-Oberkante 955 & false break 960 P., ehe weitere 20 P. Potential ist.
935-925 P. Zone Aufwärtstrend. Bei Bruch wie gehabt abwartend welche Power aufkommt. Crash sofort, oder weiteres Gegurke bis 920,915,910,900,895 P.?

Nasdaq100 3-Jahres- und 6-Monats-Chart & Vergleich mit 1929:
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=NDX.X.IND&hist=5&dbrushwidth=1&charttype=1&gd1=38&gd2=200&benchmark=&infos=3&indtype1=35&indtype2=40&volumen=2http://www.zealllc.com/images/ZHomeGraph.gif
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=ndx&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=50&uf=0&lf=32&lf2=4&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=127123&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=942&mocktick=1
Nasdaq tut sich weiterhin sehr schwer mit dem nächsten Ausbruch, doch der Aufwärtstrend ist voll intakt & der konsolidierungslose Anstieg aller Ehren wert. Hier sind momentan die grössten Illusionen im Markt, denn Vk-Druck ist fast gänzlich eine Fehlanzeige. Irgendwo auch logisch, denn jeder glaubt das die Baisse ein nachhaltiges Ende gefunden hat.

1140-1135 P. bricht den Aufwärtstrend mit false break 1125 P. Darunter sofortiges Crashpotential bis 1035 P. Mal schaun ob eine entsprechende Dynamik dann vorhanden ist.
1160/1170 P. wie gehabt nächster Ausbruch mit false break 1185 P. auf anschliessend 1200 P.

Euro/USD 2-Monats- und 2-Jahres-Chart:
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=EUR%3D&Titel=EUR%2FUSD+Chart&Zs=60&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=t&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&La=DE&
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=EUR%3D&Titel=EUR%2FUSD+Chart&Zs=730&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=t&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&La=DE&

Gold 2-Monats- und 2-Jahres-Chart:
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=EXAU%3D.DDS&Titel=XAU%2FUSD+Chart&Zs=60&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=t&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&La=DE&
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=EXAU%3D.DDS&Titel=XAU%2FUSD+Chart&Zs=730&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=t&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&La=DE&

Nächster halblebiger Konsolidierungstag beim Euro, der erneut kein richtiger war. Hier gilt nun abzuwarten ob Kurzkonsolidierung, oder Topbildung für eine längere Pause. 1,15-1,17 unverändert grosse Bremszone mit nächstem Ausbruch auf 1,1740-1,1780. 1,1420-1,1380 erste Konsolidierungsmarke zum Turn.
Gold erfreulicherweise doch noch mit einem weiteren Drang nach oben, womit die erste Zielzone 360 Dollar so gut wie erreicht wurde. Anschliessend Konsolidierung auf 342/345 zur Vorbereitung des grossen Aufwärtsimpulses nach wie vor das Idealszenario. Ob dem so kommt?

Termine heute:

• SG Feiertag - Vesak Day
• SG Singapore Exchange - Derivatives eingeschränkter Handel
• SG Singapore Exchange - Securities geschlossen
• DE ThyssenKrupp Zwischenbericht 2. Quartal
• 06:30 - JP Firmenpleiten April
• 07:30 - DE Deutsche Telekom Zahlen 1. Quartal
• 07:30 - DE Linde Zahlen 1. Quartal
• 08:00 - ! DE BIP 1. Quartal
• 08:00 - DE Schaumweinabsatz 2002
• 08:00 - DE Tarifindex Verkehr- u. Nachrichtenübermittlung
• 08:00 - EU ACEA Kfz-Neuzulassungen April
• 09:00 - IT Handelsbilanz März
• 10:00 - IT BIP 1. Quartal
• 10:00 - EU EZB Monatsbericht Mai
• 10:00 - DE BMW HV
• 10:00 - DE KarstadtQuelle Zahlen 1. Quartal
• 10:00 - DE RWE HV
• 10:30 - GB BoE Inflationsbericht
• 12:00 - ! EU BIP 1. Quartal
• 12:00 - ! EU BIP Schätzung 2. u. 3. Quartal
• 13:00 - ! DE Bundesfinanzminister Eichel Steuerschätzung PK
• 13:00 - DE E.ON Zahlen 1. Quartal
• 14:30 - ! US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
• 14:30 - ! US Erzeugerpreisindex April
• 14:30 - ! US Lagerbestände März
• 14:30 - US Empire State Index Mai
• 15:15 - ! US Industrieproduktion April
• 15:15 - ! US Kapazitätsauslastung April
• 17:00 - US Ankündigung 3- u. 6-monatiger Bills
• 18:00 - ! US Philadelphia Fed Index Mai
• 22:30 - US Wochenausweis Geldmenge



Happy trades... http://www.petilein.de/image_galery/TelefonWecker/Wecker.gif

germanasti
15.05.2003, 20:15
DAX am Morgen:

http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=de%3A+1876534&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=50&uf=0&lf=32&lf2=4&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=125284&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=2933&mocktick=1

http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=de%3A+1876534&compidx=aaaaa%3A0&ma=0&maval=200&uf=0&lf=4&lf2=32&lf3=2&type=4&size=3&state=8&sid=125284&style=370&time=18&freq=7&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=9893&mocktick=1

Langweilig war es beim DAX innerhalb einer recht klar vorgegebenen Range. Hier ist die Dynamik unverändert völlig dahin, ohne das aber grossartig Abverkäufe stattfinden. Scheinbar wartet man nun auf einen weiteren Schub aus Amerika, der unseren Index mit Leichtigkeit über die GD200 hebt. Rein theoretisch durchaus möglich, dass dieser kommt und einen kleinen squeeze-Effekt erzielt, doch an der fehlenden Kaufkraft ändert dies wohl nichts mehr. Deshalb heisst es eher aufzupassen, dass nicht ausländische hedge Fonds beginnen den Markt nach unten zu hebeln. Wunschenswert wäre dies ja, denn ansonsten droht uns eine noch monatelange Seitwärtsphase, bei der noch nichtmal eine anständige Tradingrange abzusehen ist.

Einen gewaltigen Umsatzeinbruch musste das deutsche Gastgewerbe für den Monat März vermelden. –7,2% im Vergleich zum Vorjahr kann nicht nicht einmal mit dem fehlenden Ostern begründet werden. Deutschland befindet sich schlichtweg in einer Jahrhundertrezession, von der traurigerweise unsere Gastbetriebe noch nicht sehr viel mitbekommen haben. Bier- und Getränkepreise bleiben unermesslich weit oben, so dass sich dieser Abwärtstrend auch in Zukunft exakt so fortsetzen wird. Schade das man dort nicht die Zeichen der Zeit erkannt hat. Vor allem Brauereien sollten sich ein paar Gedanken machen, denn deren Preisvorgaben bestimmen im Endeffekt auch den durch uns zu bezahlenden Endpreis.
Ebenso vergeigt hat die deutsche Lufthansa. Letztes Jahr noch der Superstar für einen erfolgreich vollzogenen Turnarround zurück in die Profitabilität. Im 1. Quartal hingegen mit einem heftigen Verlust von rund 400 Mio. Euro. Rezession & vor allem SARS sei dafür dank. Damit sollten sich die Illusionen bzgl. dieser Firma wieder komplett gelegt haben, was exakt so bereits vor einem halben Jahr abzusehen war. & eine Verbesserung ist nicht in Sicht, denn der wahre Ergebnismord kommt dank denk Preiskrieg in der Passagierluftfahrt erst noch so richtig zum tragen.

Technisch war es zum zweiten Mal in Folge ein Traumtag für die alternative Charttechnik. Wunderschön wetzte es den halben Vormittag innerhalb des Keils umher, ehe wirklich punktgenau ein false break auf 2960 P. vollzogen wurde. Anschliessend der Absturz unter 2930 P. und vorbestätigt war der Crash auf nun theoretisch 2520 P. zur nächsten Trendbestimmung. 2900-2880 P. wäre die nächste Bestätigung dafür, die man unter 2860 P. recht sicher shorten könnte. Doch bitte mit dem Hintergrundwissen, dass unverändert eine 1:1-Abhängigkeit mit Vola-Faktor X von Amerika vorhanden ist! Ob es direkt durchrutscht (was so gewünscht ist) oder bei 2770-2850 P. eine weitere Henkelbildung erfolgt?
Aufwärts obacht das die drei kleinen Abwärtskerzen der letzten Tage nicht Grundlage für den nächsten gewaltigen Impuls sind! 2950-2980 P. bleibt die Bremszone mit Erweiterung auf 3010 P., ehe sehr schnell 3050 du später 3240 P. erreicht werden sollten.

Zu Beginn runter in den Bereich 2880/2870 P. brignt bei anschliessendem Pullback auf 2910/2920 P. Entscheidung über 2970 oder 2840 P.
Aufwärts 2950 P. (ob vorher 2900/2890 P. ist egal) könnte an der anschliessenden Nulllinie Signalgebung zu knapp 3000 P. oder 2840 P. bringen.
Ganzvormittags hin und her zw. 2950 & 2895 P. bringt Langeweile.

germanasti
15.05.2003, 20:15
Den Rest gibt es hier:


http://www.online-palaver.de/index.php?act=ST&f=5&t=1339&s=

tom911
15.05.2003, 20:17
:D sauber germa ...........
deutsche gründlichkeit muss sein ................

net das ich jetzt aber in jeden tages-tröd meine 10-20 kommentare noch nachträglich einbringen muss :eek: :eek: :rolleyes:

MillenniumBroker
15.05.2003, 21:12
Ich werde verrückt, SCN läuft wieder...:) :) :) :) :) :)

MillenniumBroker
15.05.2003, 21:13
...und schneller scheint es auch zu sein... super...geilo

4604
15.05.2003, 22:37
test

nasdaq10.000
15.05.2003, 23:03
Dell - Starke Quartalszahlen & Ausblick, 15.05.03

Der weltgrößte PC-Fabrikant Dell meldet für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2004 einen Gewinn von $598 Millionen oder 23 (Consensus: 23) Cents je Aktie nach $457 Millionen oder 17 Cents je Aktie im Vorjahr. Dell, die Hewlett-Packard (WKN: 851301, US: HPQ) im ersten Quartal vom ersten Platz im PC-Sektor verdrängten, erreichte einen Umsatz von $9.53 Milliarden, nach $8.03 Milliarden im Vorjahr. Im zweiten Quartal rechnet das Unternehmen mit einem anhaltend starken Trend bei der Entwicklung des Ergebnisses. Das EPS soll bei 24 Cents und der Umsatz über $9.7 Milliarden liegen. Im Q2 soll darüber hinaus die Absatzmenge um 25% gegenüber dem Vorjahr steigen.

Die Aktie, die in dieser Woche ein 52-Wochenhoch erreichte, verliert um 1.77% auf $31.68.

© BörseGo

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... und die Seher sehen ...http://www.online-palaver.de/html/emoticons/laugh.gif

Deutschland braucht keine Reformen net.
Die USA werden nach dem Niedergang untergehen.
Die nächste Weltmacht wird Europa sein.

..........................................http://www.online-palaver.de/html/emoticons/laugh.gif

Nun kommt's sogar noch schlimmer,
als von mir über die letzten Monate angekündigt:
ZITAT
FINANZ-SCHOCK
Eichels Milliarden-Bombe erschüttert die Republik

Eine unfassbare Zahl: 126 Milliarden Euro fehlen Bund, Ländern und Gemeinden bis Ende 2006. So das Ergebnis der jüngsten Steuerschätzung. Wirtschaftsvertreter fordern einen Befreiungsschlag, die Opposition den Rücktritt des Finanzministers. Doch die Bundesregierung hält unverdrossen an Wachstumsprognosen fest, die Analysten als "utopisch" bezeichnen.

Berlin - "Wir leben nachhaltig über unsere Verhältnisse", fasste Finanzminister Eichel die Steuerschätzung der Expertenkommission am frühem Nachmittag zusammen. Und für alle, die die Dramatik der Situation noch nicht begriffen hatten, stellte er noch einmal die Größenordnung der Lücke dar. "Wir stehen vor der Situation, dass wir für 2006 mit einem Steuerausfall rechnen müssen, der der Hälfte eines Bundeshaushalts entspricht". (...)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,248824,00.html

Weiterbashen!!

nasdaq10.000
15.05.2003, 23:12
Börse: Rückkehr des Bullen
Die Profis sind sich einig: Die Jahrhundertbaisse ist vorbei.

http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn/loadbin/picid/21324/large/1/index.html
Bulle is back.

Mission erfüllt: Die Befreiung ist gelungen, die Verluste halten sich in Grenzen, und es geht wieder aufwärts.

Die Rede ist ausnahmsweise nicht vom Irak, sondern von den US-Aktienbörsen. Die Befreier sind auch keine GIs, sondern die Profis unter den US-Anlegern. Sie vertrieben die Furcht vor schwindsüchtigen Gewinnen, Schwindel erregenden Bewertungen und der lähmenden Kriegsangst.

"The Bull is back" titelt "Barron’s" diese Woche - das Ende der dreijährigen Baisse. Jüngst trafen in der US-Redaktion die Ergebnisse der jüngsten Umfrage unter Profiinvestoren wie Fondsmanagern und Vermögensverwaltern ein. Die Antworten waren von Euphorie geprägt.

60 Prozent der Befragten sind "optimistisch" oder "sehr optimistisch" für die weitere Kursentwicklung auf dem Aktienmarkt 2003. Insgesamt erwarten die Geldmanager für die US-Aktien bis Jahresende einen Kursanstieg um zehn Prozent. Van Harissis, Manager des Sentinel Common Stock Fund, sieht den Dow Jones bis Jahresende bei 10 700 Punkten und den Nasdaq Composite bei 1850 - das wäre ein Plus von fast 23 Prozent. Harissis: "Jetzt muss man Kaufgelegenheiten nutzen und auf Zykliker setzen."

Konsumentenvertrauen im Aufwind

Woher kommt diese Zuversicht? Für die Bullenstimmung nennt jeder Fondsmanager einen anderen Grund. Harissis verweist darauf, dass die Unternehmen nun ihre Bilanzen und ihre Bilanzierungspraktiken in Ordnung bringen. Das Konsumentenvertrauen sei im Aufwind, die Ergebnisse des ersten Quartals fielen überraschend gesund aus.

Andere sehen historische Präzedenzfälle für eine baldige Erholung. In zwei von drei Jahren, die vor US-Präsidentschaftswahlen lagen, sowie in der Mehrzahl der Wahljahre selbst legten die US-Börsen um bis zu elf Prozent zu - die nächste Wahl ist 2004. Eine weitere Erklärung liefere der gesunde Menschenverstand: "Das Geld muss wieder raus aus den Anleihen und aus dem Geldmarkt", meint der Portfoliomanager Kevin Moore von Killian Asset Management unter Hinweis auf die mageren Renditen dieser Anlageformen, "sobald die Märkte in Bewegung geraten, werden die Leute auf den fahrenden Zug aufspringen.

Um diesen Markt in Schwung zu bringen, genügt schon ein kleiner Anstoß." Andere wappnen sich bewusst für alle möglichen Szenarien. Viele Profis decken sich mit Standardwerten ein, die hohe Dividenden abwerfen. Dabei erwarten 70 Prozent von ihnen gar nicht, dass der US-Kongress den Vorschlag der Regierung Bush, mit der Doppelbesteuerung von Dividenden Schluss zu machen, annehmen wird. Doch eine Dividende belohnt die Geduld, die man braucht, meint John Gustafson, Investmentchef bei der Vermögensverwaltung Beacon Trust.

Wenn es um Branchen und einzelne Aktien geht, klaffen die Meinungen der Anlageprofis weit auseinander. Fast 22 Prozent der befragten Asset-Manager erwarten, dass die Marktdynamik 2003 vor allem die Technologiewerte antreiben wird. Andererseits glauben 20 Prozent, dass die Technologie zu den schwächsten Branchen an der Börse zählen wird; elf Prozent sagen eine strahlende Zukunft für Energiewerte voraus, während 12,6 Prozent der entgegengesetzten Meinung sind.

Größte Einkaufstour seit September 2001

Robert Rodriguez, Investmentchef des FPA Capital Fund, kaufte Anfang März üppig Einzelhandelsaktien ein - und damit genau zu jenem Zeitpunkt, als die Meinung vorherrschte, der US-Verbraucher habe seine Rolle als Wirtschaftslokomotive endgültig ausgespielt. Rodriguez verringerte die Bargeldbestände von 22 auf 9 Prozent des Gesamtfondsvermögens und investierte hauptsächlich in Michaels Stores, Foot Locker, Big Lots, Charming Shoppes und die Schmuckkette Zale. "Das war meine größte Einkaufstour seit dem 17. September 2001", erzählt Rodriguez.

Die kühnsten unter den Bullen nehmen schon wieder Medien- und Telekommunikationswerte aufs Korn. Defensive Werte ignorieren sie dagegen. Robert Turner von Turner Investment Partners in Philadelphia setzt darauf, dass zum Beispiel Nokia mit den jüngsten Neuerungen der Mobiltelefontechnik, etwa MMS, eine neue Kundengeneration erschließen wird. Für seinen Berufskollegen Harissis werden Medienunternehmen wie AOL Time Warner die Marktrally anführen, sobald die Werbeausgaben wieder anspringen.

Die Aussicht auf Umsatzzuwächse animiert die Manager von Wachstumsfonds dazu, bei den Internetaktien wieder kräftig zuzulangen. Andererseits sind für fast alle Manager Ebay, Amazon und Yahoo die am stärksten überbewerteten Aktien. Der Portfoliomanager David Ware von Barrington Capital erwartet Kursverluste insbesondere bei Yahoo und Ebay, die schon wieder ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 71 beziehungsweise 65 aufweisen. "Langfristig gesehen ist ein Kauf dieser Aktien zu den gegenwärtigen Kursen praktisch eine Garantie für eine niedrige Rendite", meint Ware.

Verlierer Cisco

In diese Verlierergruppe gehört laut Rick Doucette von George Weiss Associates, einem New Yorker Hedge-Fonds, auch Cisco Systems. Doucette meint, dass viele Tech-Unternehmen in den späten Neunzigerjahren voll auf die Expansion der Telekommunikationsbranche gesetzt und damit ihre Zukunft mit einer schweren Hypothek belastet haben. Angesichts enormer Schuldenberge haben die Telekomunikationsunternehmen jetzt aber kaum noch Möglichkeiten, ihre Investitionstätigkeit zu steigern.

Allerdings kommt auf jeden Profianleger, der diese Meinung teilt, auch wieder jemand wie Kevin Moore von Killian Asset Management. Der überzeugte Bulle, der den Dow Jones bis Jahresende bei 11 000 Punkten sieht, verweist auf die starke Marktpräsenz von Cisco, wachsende Marktanteile und die grundsolide Bilanz mit 26 Milliarden Dollar Cash. Angesichts dieser gut gefüllten Kriegskasse sind die Aktien seiner Meinung nach "angemessen bewertet".

Doch die meisten Profiinvestoren haben die Gelder ihrer Kunden weitaus konservativer geparkt - Pfizer, Citigroup, General Electric und Johnson & Johnson heißen die bevorzugten Werte der konservativeren Manager in der Big-Money-Umfrage. Zum gegenwärtig schwachen Kurs wurde der Pharmariese Pfizer mit großem Vorsprung zum Sieger gekürt. Pfizer ist zurzeit zum 17,4fachen des für 2003 geschätzten Gewinnes und damit etwa zum gleichen KGV wie der marktbreite Index S&P 500 zu haben. "Pfizer hat ein gutes Management, eine ausgezeichnete Produktentwicklung und für die nächsten Jahre gute Gewinnaussichten", meint Fred Shockley, leitender Portfoliomanager bei Intrepid Capital. "Die Aktie sieht einfach sehr günstig aus."

Blick nach Europa

Michael Farr von Farr Miller & Washington, einer Firma, die 320 Millionen Dollar verwaltet, hat Citigroup gekauft, weil die Bank über "ein seriöses Management" verfügt und auf die jüngsten Skandale an der Wall Street mit Geschick reagiert hat. "Citi ist es gelungen, in einer schwierigen Zeit zu expandieren", erklärt er. "Wenn es mit der Konjunktur und den Zinsen wieder aufwärts geht, ist die Bank jedenfalls gut positioniert."

John De Gan, der Investmentchef von Harbor Advisory, entschied sich angesichts der Wachstumsaussichten und der Dividendenpolitik für Citigroup und Pfizer. "Mit diesen Aktien kann man eine Dividendenrendite verdienen, die der Verzinsung einer drei- oder vierjährigen US-Staatsanleihe entspricht, und sich in Unternehmen einkaufen, die in den nächsten fünf Jahren erfolgreich wirtschaften werden", meint er.

Der Exot unter den Portfoliomanagern ist Ben Inker von Grantham, Mayo, van Otterloo in Boston. Einer der wenigen, die auch über den Großen Teich nach Europa schauen. Er kauft Werte, die die meisten seiner Kollegen nicht einmal buchstabieren könnten. Besonders die Österreicher haben es ihm angetan: die Stahlaktie Böhler Uddeholm und die Erste Bank.

In einem Punkt sind sich alle Manager einig: Man muss ständig handeln. Das lehrte sie ein Blick auf die Baissecharts von 1929 bis 1949 und 1961 bis 1982, als Aktienkurse inflationsbereinigt kaum ihr Niveau hielten. Die Maxime "kaufen und liegen lassen" will sich keiner auf die Fahnen schreiben.

JACK WILLOUGHBY , 9.5.2003, http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn/print/cn/cn_artikel/pid/179/did/21311/pinfo/1/fp/1/SH/0/depot/0/index.html

paule2
16.05.2003, 00:05
Der Crash naht!

Die Hobby-Volkswirte üben sich wieder in geistiger Tieffliegerei.

Kein Wunder, wenn die Outperformer so abgehen:

http://cdchart.innovative-software.com/_common/informer/lib/chart/largechart.chart?disclaimer=ok&iInd0=na&iInd1=1&iInd2=na&iIndcount=1&iType=4&minYear=952905600&sAv1=na&sAv2=200&sAv2count=1&sBench1=na&sBench2count=1&sBenchcount=1&sMarket=IFX.ETR&sOrdType=price&sScale=linear&sSettings=na&sSymbol=IFX.ETR&sTimeframe=3M&sTimestamp=1045267200+1053043200+952905600&selected=chart

Immerhin, es soll ja Bullen geben, die nicht auf die letzten Gurken setzen!

Dazu gehört allerdings etwas mehr, als Papa´s Kohle!

:hihi :hihi :hihi

trilog
16.05.2003, 06:01
guten morgen ihr schlafmützen,


der blutmond hat es mir soeben verraten:


gold wird silbern glänzen, das silberne hingegen golden,
das dowige rot und das nasdagige blutrot.

;)