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Swisscom bereitet Verkauf von Debitel vor
Von Kristina Spiller, Hamburg
Der Schweizer Telefonkonzern Swisscom bereitet den Verkauf seiner deutschen Tochter Debitel vor. Wie die FTD aus Branchenkreisen erfuhr, hat Swisscom die Investmentbank JP Morgan beauftragt, nach Käufern zu suchen.
URL des Artikels: http://www.ftd.de/tm/tk/1069485168524.html
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http://www.is-asp.pbc.maxblue.de/chart/mape004?symbol=SWJ.FSE&hist=3&voljn=N
Schwarzseher
24.11.2003, 20:23
Reuters haltet diese These auch für wahrscheinlich!
Swisscom treibt angeblich Verkauf von Debitel voran
Zuletzt aktualisiert: 24 November 2003 14:46 CEST
- von Hendrik Sackmann und Boris Gröndahl -
Frankfurt (Reuters) - Der Schweizer Telekom-Konzern Swisscom treibt nach Angaben aus mit der Situation vertrauten Kreisen den Verkauf seiner margenschwachen deutschen Mobilfunktochter Debitel voran.
Swisscom habe mit einem "koordinierten Verkaufsprozess" für Debitel begonnen, hieß es am Montag sowohl aus Finanz- wie auch aus Branchenkreisen. Interessenten wie die Investmentgesellschaften 3i, Doughty Hanson sowie Permira hätten unverbindliche Preisindikationen abgegeben. Als Berater für den geplanten Verkauf wurde von der Swisscom die Investmentbank JP Morgan engagiert. An der Börse ist Debitel derzeit rund 868 Millionen Euro wert. Bei Debitel und Swisscom war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Swisscom hatte seit 1999 in mehreren Schritten Anteile von Debitel erworben und hält derzeit rund 93 Prozent des Kapitals. Debitel betreibt wie Mobilcom oder Talkline kein eigenes Mobilfunknetz, sondern vermarktet in Deutschland die Dienste der drei größten Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone D2 und E-Plus. Europaweit setzte Debitel mit rund zehn Millionen Kunden in den neun Monaten bis Ende September 2,2 Milliarden Euro um.
SWISSCOM WILL MARGENSCHWACHE TOCHTER VERÄUSSERN
Swisscom betrachtet die zwar profitable, aber nur mit einer geringen Gewinnmarge (Ebit) von zuletzt 2,3 Prozent arbeitende deutsche Tochter seit längerer Zeit als Finanzinvestment. Die ursprünglich von Swisscom und Debitel erhofften Synergie-Effekte stellten sich nicht ein, da Debitel auf den Erwerb einer UMTS-Lizenz verzichtete und sich auf den Wiederverkauf von Mobilfunkdienste beschränkte. Eine wiederholt avisierte Erhöhung des Streubesitzes wurde nicht realisiert.
DREYER DEMENTIERT BETEILIGUNG AN ÜBERNAHME
Der wenige Monate nach der Swisscom-Übernahme vom Vorstandsvorsitz in den Aufsichtsrat von Debitel gewechselte Joachim Dreyer dementierte unterdessen, in den laufenden Verkaufsprozess eingebunden zu sein. "Ich bin persönlich in einem Verkaufsprozess von Debitel nicht beteiligt." Möglich sei aber, dass ein Investor "eventuell später auf mich zukommen könnte", sagte Dreyer der Nachrichtenagentur Reuters.
Vom Debitel-Aufsichtsrat war Dreyer Ende 2002 in das Aufsichtsgremium bein Mobilcom gewechselt. Der inzwischen erfolgte Rücktritt als Aufsichtsratsmitglied bei Mobilcom sei aus persönlichen Gründen erfolgt. "Es gab für mich keinen Interessenkonflikt, da ich kein Mandat bei den Verhandlungen bezüglich Debitel habe", sagte Dreyer.
KONSOLIDIERUNG IN DER BRANCHE WIRD ANHALTEN
In Branchenkreisen wurde als ein möglicher Interessent für Debitel auch der kleinere, wiedererstarkte Konkurrent Mobilcom genannt. Ein Mobilcom-Sprecher wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Mobilcom war vor rund einem Jahr nur knapp der Pleite entgangen, da Großaktionär France Telecom auf Milliarden-Forderungen verzichtete. Die von Mobilcom für Akquisitionen vorgesehenen flüssigen Mittel sind jedoch auf rund 100 Millionen Euro beschränkt.
Ein Sprecher vom drittgrößten Anbieter Talkline sagte: "Wir sind bei einem Verkauf von Debitel nur Zuschauer." Zuletzt hatten sich in Deutschland mit Drillisch und Viktorvox zwei kleinere Mobilfunkdiensteanbieter zusammengeschlossen. Hutchison war von dem britischen Anbieter Carphone Warehouse übernommen worden. In der mit geringen Margen arbeitenden Branche wird zur Kostenreduktion mit einer weiteren Konsolidierung gerechnet.
www.reuters.de
http://www.swissquote.ch/fcgi-bin/stockfquote?intra=CH00087425194&K=1069702244
Schwarzseher
29.11.2003, 19:02
28. November 2003, 13:48, NZZ Online
Swisscom mit neuer Klage zur letzten Meile konfrontiert
(Reuters) Gegen den Schweizer Telekomkonzern Swisscom wurde erneut eine Klage im Zusammenhang mit seinem Monopol bei der sogenannten letzten Meile eingereicht. Tele2 verlange, dass Swisscom dem schwedischen Konkurrenten ein Wholesale-Angebot für den Gebrauch der Haushaltsanschlüsse unterbreite, sagte ein Mitarbeiter der Eidgenössischen Kommunikationskommission ComCom und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der «Basler Zeitung» vom Freitag.
Gegenwärtig erhalten die Endkunden für ihre Telefonie auf dem Festnetz zwei Rechnungen. Neben der Abrechnung für die getätigten Telefonate von ihrem Telekomdienstleister erhalten alle Teilnehmer monatlich eine Rechnung von Swisscom mit einem fixen Betrag für den Telefonanschluss. Sollte sich Tele2 durchsetzen können, würde Swisscom die Teilnehmeranschlüsse dem Konkurrenten direkt verrechnen und die Kunden erhielten nun mehr die Abrechnung ihres Anbieters. Diese könnten dann den Fixpreis senken oder aber neue Verrechnungsmodelle anbieten, die ohne fixen Anteil auskommen.
Ein sogenanntes Unbundling der Letzten Meile und damit die Aufhebung des Swisscom-Monopols auf den Teilnehmeranschlüssen, wie es gegenwärtig vom Bundesrat angestrebt wird, stellt diese von Tele2 angepeilte Lösung nicht dar. Welche Dienste über den Teilnehmeranschluss angeboten werden, liegt weiter in der Hand von Swisscom.
Zu Beginn des Monats hatte die ComCom eine Klage von TDC Switzerland und MCI WorldCom gut geheissen und nachträglich für die Jahre 2000 bis 2003 die Interkonnektionspreise von Swisscom für die zwei Konkurrenten um 25 bis 30 Prozent gesenkt. Swisscom wird eigenen Angaben zufolge gegen diese ComCom-Verordnung Beschwerde beim Bundesgericht einreichen.
Schwarzseher
02.12.2003, 19:00
Dienstag, 02.12.2003, 14:28
Der Nachrichtendienst für IT und Internet-Professionals
Swisscom erhöht die ADSL-Bandbreiten bei gleichem Preis
Der Schweizer Telekommunikationskonzern Swisscom verdoppelt ab Mitte Februar 2004 die heutigen Bandbreiten der ADSL-Angebote für seine Privatkunden. Das gab das Unternehmen heute Bern bekannt. Die Bandbreiten der beiden bisherigen Angebote für Privatkunden werden verdoppelt: Statt mit 300/50 bzw. 600/100 Kbits/s können die ADSL-Kunden nun mit 600/100 bzw. 1200/200 Kbits/s das Internet nutzen. Die bestehenden Vertragskunden erhalten automatisch die höhere Leistung, die Preise werden jedoch nicht erhöht. Zusätzlich wird ein Angebot mit 2400/200 Kbits/s offeriert.
Durch den weiteren Netzausbau können nun 98 Prozent, statt bisher nur 95 Prozent, der Festnetzanschlüsse ADSL-Verbindungen nutzen.
Bis Ende des Jahres erwartet man über 500.000 ADSL-Kunden, Mitte Dezember wird bei Swisscom der 500.000. Anschluss freigeschaltet.
Die Zahl der ADSL-Kunden in der Schweiz lag Ende 2001 erst bei 33.000, Ende 2002 bei 195.000 und bis Ende des Jahres 2003 wird die Kundenzahl auf über 500.000 steigen. Damit sind 34 Prozent aller Haushalte mit einem Internetanschluss versehen. "Auch 2004 wird noch ein Boom-Jahr sein", prognostiziert Adrian Bult, Chef von Swisscom Fixnet. "Erst im Jahr 2005 werden wohl erste Anzeichen einer Sättigung zu spüren sein." Swisscom Fixnet bietet ADSL nicht direkt den Endkunden an; dies übernehmen ca. 30 Internet-Provider in der Schweiz. (as)
Schwarzseher
03.12.2003, 17:59
03.12.2003
Swisscom "buy"
Pictet & Cie. www.aktiencheck.de
Der Wertpapieranalyst Barry Ehrlich von der Investmentbank Pictet & Cie bewertet die Aktie des Telekommunikationsdienstleisters Swisscom (ISIN CH0008742519/ WKN 916234) mit dem Rating "buy".
Das Unternehmen habe laut den Analysten verkündet, dass es plane, ab Februar 2004 die Downstream-Bandweite seines ADSL-Angebots ohne eine Preiserhöhung zu verdoppeln. Swisscom biete also dann eine 600kb-Leitung für ungefähr 48 Schweizer Franken (CHF) pro Monat und eine 1.200kb-Leitung für fast 79 CHF pro Monat an. Zusätzlich werde in Zukunft ein 2,4MB-Angebot auf den Markt gebracht, dessen Preis noch nicht bekannt gegeben worden sei. Zudem habe Swisscom seine Pressemeldung erwähnt, dass es die Marke von 500.000 ASDL-Kunden gegen Mitte Dezember erreichen werde. Dies würde das Jahresziel des Unternehmens, die 450.000 bis Ende des Jahres zu erreichen, ganz einfach übertreffen.
In den Augen der Experten würde das neue Angebot dafür sorgen, dass Swisscom mit den Angeboten von CableCom im Wettbewerb bleiben könne. Des Weiteren würden die Experten erwarten, dass Swisscom weitere Marktanteile von CableCom übernehmen werde, da eine bessere Distribution und ein besseres Marketing vorhanden seien. Das Kursziel würden die Analysten bei 450 CHF sehen.
Daher rät der Aktienexperte Barry Ehrlich von der Investmentbank Pictet & Cie zum Kauf der Swisscom-Aktie.
Auf Top verkauft?
Bund baut Swisscom-Anteil ab
Die Eidgenossenschaft will ihre Swisscom-Beteiligung weiter abbauen. Sie emittiert zu diesem Zweck eine Anleihe über 1,5 Milliarden Franken, die in Aktien des Telecom-Unternehmens wandelbar ist.
Das vierjährige Papier ist mit 0,25 Prozent verzinst. Der Wandelpreis wurde auf 500 Franken je Swisscom-Aktie festgelegt, wie die Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) am Montag mitteilte. Nach dieser Ankündigung sank der Titel an der Schweizer Börse SWX bis 10.15 Uhr um 1,3 Prozent auf 390 Franken. Der Swiss Market Index (SMI) lag derweil um 0,6 Prozent im Minus.
Es gebe immer Investoren, die sich in der Anleihe engagierten und die Aktie verkauften, erklärten Börsenhändler die Abgaben. Die Transaktion an sich sei neutral. Zu einer Verwässerung komme es nicht, da die Titel nicht neu geschaffen würden.
Die Emission ist mit einer Put-Option ausgestattet: Die Inhaber der Obligationen können nach zwei Jahren die Rückzahlung der Titel zu 100 Prozent verlangen. Die zu Grunde liegenden Aktien entsprechen laut EFD rund 4,5 Prozent des Swisscom-Aktienkapitals.
Die Wandelanleihe soll gemäss der EFD-Mitteilung bei Schweizer und internationalen Investoren ausserhalb der USA platziert werden. Die Federführung haben die Grossbanken UBS und JP Morgan.
Kommt es zur vollständigen Wandlung der Anleihe in Aktien, sinkt der Anteil der Eidgenossenschaft an der Swisscom von heute 62,7 auf 58,2 Prozent. Das EFD sprach von einem weiteren kleinen Schritt bei der Teilprivatisierung der Swisscom.
Die Eidgenossenschaft will ihre Beteiligung am Telekom-Konzern reduzieren. Sie darf dabei das gesetzliche Minimum von 50 Prozent plus eine Aktie aber nicht unterschreiten.
Mit der Lancierung der Anleihe sollen die gegenwärtig günstigen Verhältnisse an den Märkten für Obligationen mit Eigenkapitalbezug genutzt werden. Der Erlös dient dem Bund im Rahmen seines Geldbeschaffungsprogramms zur teilweisen Deckung des generellen Finanzierungsbedarfs. (mu/sda)
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