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Vollständige Version anzeigen : Strategie-Trader Kolumne


Gast_B
01.04.2004, 19:32
... vom 1.4.04:

Wohin geht der Markt?

Während nach einer, einige Zeit andauernde, Aufwärtsbewegung die Richtung von den Analysten klar definiert wird, lässt sich diese auch im umgekehrten Fall anwenden. Was aber, wenn der Markt – wie aktuell – stagniert? Wenn sich zudem nach der Aufwärtsbewegung die Konjunkturindikatoren einzutrüben beginnen? Dann werden die Analysten nervös. Und auch die Masse der Anleger bemerkt, dass Geld verdienen an der Börse noch nicht so einfach ist, wie es in ausgeprägten Trendphasen erscheint. Das Interessante dabei ist, dass Kurse die wenigste Zeit in Trendphasen verlaufen. Wesentlich häufiger sind so genannte Trading-Phasen, in denen sich die Kurse hin und her bewegen. Um an der Börse erfolgreich zu sein, bieten sich daher zwei Möglichkeiten:

Trend-Strategie

1) eine Trendfolge-Strategie. Diese wird zwar wahrscheinlich eine Trefferquote von unter 50 Prozent aufweisen, dafür werden innerhalb der Trends aber große Gewinne erzielt. Werden die Verluste klein gehalten und Gewinne laufen gelassen, führt auch diese Strategie zum Erfolg. Das Problem bei dieser Strategie sind aber die Durststrecken, die sich durch die Trading-Phasen lange hinziehen können.

Trading-Strategie

2) eine Trading-Strategie: Nur kleine Gewinne werden realisiert, dieses dafür häufig. Die Trefferquote liegt deutlich über 50 Prozent, das Chance/Risiko-Verhältnis meist nicht über 1/2. Was sich zwar auf den ersten Blick gut anhört, sollte auch in Bezug auf die Gebühren betrachtet werden. Gemäß dem Motto „Hin und her macht Taschen leer“ besteht bei der Trading-Strategie die Gefahr, dass vor allem die Bank verdient.
Das beste Ergebnis bringt eine Kombination beider Strategien. Sinnvoll angewendet erhöht dies nicht nur die Performance, sondern reduziert auch das Risiko.

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Harald Hetzel


Quelle: http://www.strategie-trader.de

Gast_B
07.04.2004, 21:23
... vom 7.4.04:

Gewinnchancen mit Rohöl & US-Dollar

Gewinnchancen ergeben sich an der Börse eigentlich jedenTag. Während sich viele jedoch mit dem Zocken die Finger verbrennen, versuchen es andere mit einem strategischen Ansatz. Langfristig dürfte vor allem die erste Variante zu herben Verlusten führen.

Knappe Fördermengen bei schwachen US-Dollar!

Eine aktuelle Gelegenheit, an der Börse Gewinne zu erzielen, ergibt sich mit dem Ölpreis. Während man es hierzulande nur am Rande wahrnimmt, dass der Kurs des schwarzen Goldes wieder auf dem Niveau zu Zeiten des Irak-Krieges notiert, ist ein Ende der Aufwärtsbewegung noch nicht abzusehen. Dies hat vor allem auch den Hintergrund des nach wie vor schwachen US-Dollars. Zwar ist beispielsweise der Euro vom Höchststand bei 1,30 US-Dollar wieder etwas zurück gekommen, dennoch befindet sich der US-Dollar für Exporteure auf keinem erfreulichen Niveau. Und zu Exporteuren gehört auch die OPEC, deren angeschlossene Länder schmerzlich feststellen müssen, dass sie pro verkauftem Barrel plötzlich weniger in der Tasche haben. Um diese Differenz auszugleichen, hat man sich dazu entschlossen, die Fördermengen weiter zu verringern. Dies wiederum treibt aufgrund der künstlichen Verknappung den Ölpreis. Während eine solche Bewegung absehbar ist, bleibt noch die Frage, was der US-Dollar macht. Dieser kann bei der Ölpreis-Spekulation als Hebel betrachtet werden: Während ein weiter nachgebender US-Dollar die Rendite schmälert, hebelt ein anziehender Greenback den steigenden Ölpreis zusätzlich. Zumindest kurzfristig ist allerdings von einer Seitwärtsbewegung des US-Dollars auszugehen, so dass dieser Einfluss zunächst entfällt.

Rohöl-Strategie

Um auf die Strategen und Zocker zurück zu kommen: Strategisch gesehen ist von einem Anstieg des Ölpreises auszugehen. Im Strategie-Trader stellen wir Ihnen hierzu eine Strategie vor, die Risiko und Gewinn ins Verhältnis setzt und so mögliche Verluste begrenzt, während Gewinne laufen gelassen werden.

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Harald Hetzel


Quelle: http://www.strategie-trader.de

Gast_B
15.04.2004, 10:44
... vom 14.4l.04

Zinsängste - Gewinne mitnehmen oder einsteigen?

Zwar ist momentan wieder „Earnings Season“, dennoch rücken die Unternehmenszahlen derzeit etwas in den Hintergrund. So enttäuschte beispielsweise Nokia, die daraufhin abgestraft wurde, dafür gibt es aber auch zahlreiche Lichtblicke, wie zuletzt Yahoo, die den Gewinn deutlich nach oben schrauben konnte.Insgesamt zeigt sich aber, dass die Unternehmen selbst und nicht der Gesamtmarkt für schlechte Ergebnisse verantwortlich sind.

Konjunkturdaten geben Impulse

Vielmehr interessiert die Anleger momentan jedoch, was die Konjunktur macht. Immerhin sind die US-Zinsen nach wie vor auf extrem niedrigem Niveau, ein Zinsschritt nach oben daher nur eine Frage der Zeit. Während man die letzten Wochen damit rechnete, dass Alan Greenspan die Zinsen erst nach der Präsidenten-Wahl im Herbst erhöht, rücken mit festen Konjunkturdaten zunehmend Zinsängste in den Vordergrund. Bereits am Dienstag sorgten die festen US-Einzelhandelsdaten für Befürchtungen, dass die Zinsen bereits früher als allgemein erwartet angehoben werden. Diese Tendenz verstärkte sich am Mittwoch noch mit den US-Verbraucherpreisen, die ebenfalls deutlich über den Erwartungen lagen.

Gute Konjunkturnachrichten – Aktien im Rückwärtsgang?

Kurzfristig kann diese Aussage durchaus bestätigt werden, da eine anziehende Inflation auf eine Erhöhung der Zinsen deutet. Dies wiederum gibt den steigenden Aktienkursen kurzfristig einen Dämpfer. Jedoch wird auch an der Börse nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Ist die „vorzeitige“ Zinserhöhung in den Kursen enthalten, dürfte sich der Blick wieder nach vorne richten. Und dabei scheint eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung nur eine Frage der Zeit zu sein.

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Harald Hetzel

Quelle: http://www.strategie-trader.de

Gast_B
21.04.2004, 20:33
... vom 21.4.04

170% Gewinn mit FuelCell Energy? Jetzt noch kaufen?

Dass die Zinsen in den USA irgendwann erhöht werden, steht außer Frage. Aus diesem Grund ist das „Wann“ wesentlich wichtiger als das „Ob“. Während man bisher davon ausgegangen war, dass sich Alan Greenspan bis nach der Präsidentschaftswahl im Herbst dafür Zeit lassen wird, haben die festeren US-Konjunkturdaten die Anleger insofern enttäuscht, als dass damit steigende Zinsen auch schon vor dem politischen Showdown wahrscheinlich werden. Mit der gestrigen Rede des FED-Chefs kamen die Aktienmärkte abermals unter Druck. Die Äußerung, dass die Deflation kein Thema mehr sei, wurde dahingehend interpretiert, dass eine Zinsanhebung nicht mehr lange auf sich warten lassen dürfte. Wie schon in den vergangenen Jahren versucht der Notenbankchef die Märkte mit Worten zu beruhigen und möglichen Übertreibungen vorzubeugen. Und schon in der Vergangenheit waren die Aussagen des „Meisters unklarer Formulierungen“ Anlass für eine entsprechende Bewegung am Aktienmarkt. Interessant ist jedoch, dass Greenspan einmal gesagt hat: „Wenn Sie der Meinung sind, mich verstanden zu haben, haben Sie nicht richtig zugehört.“ Insofern wuchern die Interpretationen und genau das ist es, was Greenspan bezweckt. Immerhin wird das von ihm erwünschte Ergebnis auch ohne Anhebung der Zinsen bewirkt.
Dass man aber auch in unsicheren Zeiten mit Aktien Geld verdienen kann, zeigt die Analyse von FuelCell Energy (Brennstoffzellen, Strategie-Trader vom 14. April). So schoss der Kurs nach der Empfehlung geradezu nach oben und konnte innerhalb nur zweier Tage um knapp 170 Prozent an Wert gewinnen. Nach einer kurzen Konsolidierung dürfte das Potenzial aber noch nicht ausgereizt sein, so dass die Rallye bald weiter gehen sollte. Vor allem im Hinblick auf den hohen Rohölpreis, der in den vergangenen Tagen an seinem Zweijahreshoch gekratzt hat, bietet sich ein Blick auf Technologie-Titel an, die sich auf alternative Energiequellen konzentrieren.

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Harald Hetzel

Quelle: http://www.strategie-trader.de

Gast_B
29.04.2004, 05:09
... vom 28.4.04

Ölspekulation

Der Rohölpreis ist auf den höchsten Stand seit Jahren angestiegen und hat damit das Niveau zur Zeit des Irak-Kriegs deutlich überschritten. So ist der Preis für einen Korb von sieben ausgewählten Rohölsorten am Dienstag auf 33,32 US-Dollar/Barrel (entspricht 159 Liter) gestiegen. Doch damit scheint das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht zu sein. Zumindest ließ die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) verlauten, dass die Tendenz beim Ölpreis weiter steigend ist. Die ehemaligen Verhältnisse, die einen Rohölpreis bis rund 28 US-Dollar erwarten ließen, sind damit Vergangenheit. Zwar wird es über dieser Schwelle auch für andere Länder interessant, das Schwarze Gold zu fördern (unterhalb von 28 US-Dollar sind die Produktionskosten zu hoch), dennoch dürfte diese Zunahme an Anbietern zu keinem Rückgang des Ölpreises führen. Vielmehr rücken neben den USA allmählich auch die Chinesen vermehrt als Abnehmer ins Visier, so dass eine Trendwende beim Öl nicht erkennbar ist. Daher scheinen auch historische Höchststände allmählich nicht mehr unerreichbar zu sein.

Chemie-Branche anfällig

Für die Wirtschaft bedeutet der hohe Ölpreis jedoch nichts Gutes. Vor allem Branchen, die stark vom Einkauf des Öls abhängig sind, dürften zunehmend Schwierigkeiten bekommen. Zwar ist davon auszugehen, dass große Konzerne gewisse Absicherungsmaßnahmen getroffen haben. Wie gut oder schlecht ein solcher „Hedge“ sein kann, hatte sich im vergangenen Jahr bei Volkswagen gezeigt. Immerhin waren die Wolfsburger nur zu einem geringen Teil gegen Währungsschwankungen abgesichert und hatten dabei unter dem kräftigen Euro zu leiden.
Es zeigt sich also, dass im Hinblick auf einen steigenden Ölpreis auch eine Strategie auf ölsensitive Titel lukrativ sein kann. Zunächst dürfte davon die Chemie-Branche betroffen sein, jedoch dürfte sich mittelfristig die Automobilindustrie einem festen Rohölpreis auch nicht entziehen können.

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Harald Hetzel

Gast_B
06.05.2004, 12:19
... vom 6.5.04

Jetzt noch schnell tanken?

Bereits in den letzten Wochen hatten wir vermehrt auf den anziehenden Ölpreis aufmerksam gemacht. Am Dienstag stieg der Kurs nun auf den höchsten Stand seit der Kuweit-Krise 1990 an. So kostete die Nordsee-Marke Brent (Auslieferungstermin Juni) am Dienstag in London 35,32 US-Dollar, was ein Anstieg gegenüber dem Wochenbeginn von 84 US-Cents bedeutet. Auch der Korbpreis der sieben Rohölsorten der OPEC-Länder schoss auf 34,13 US-Dollar nach oben. Im Vergleich: Noch Anfang April lag der Kurs unter 30 US-Dollar.
Auslöser für den Sprung nach oben war ein Anschlag auf eine saudi-arabische Ölfirma am Samstag. In Sorge vor weiteren Terroranschlägen auf Ölanlagen wird der Kurs derzeit stetig nach oben getrieben. Sollte der Brend-Crude-Oil-Future 06/04 in den nächsten Tagen über den Widerstand bei 36 US-Dollar anspringen, ist von einer Fortsetzung der Rallye auszugehen. In diesem Fall dürften auch die aktuellen Höchststände deutlich hinter sich gelassen werden.

Jetzt noch schnell zur Tankstelle?
Es ist zu erwarten, dass der Benzinpreis hierzulande das Hoch noch nicht erreicht hat. Zwar wird dieser aktuell durch den wieder schwächeren US-Dollar abgemildert, dennoch stellt das Währungsverhältnis Euro/US-Dollar einen zusätzlichen Hebel dar. Sollte der Euro wieder zur Schwäche neigen, ist ein weiterer Anstieg des Benzinpreises vorprogrammiert.

Sell in May?
Die alte Börsenweisheit scheint zumindest auf den Rohölpreis nicht zuzutreffen. Hier ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. In Bezug auf den Aktienmarkt könnte sich diese Aussage in diesem Jahr aber ebenfalls als falsch erweisen. Hierzu müssen die Indizes aber erst wichtige Marken überwinden. Zuvor kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Aber der Mai hat ja noch ein paar Tage!

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Harald Hetzel

Quelle: http://www.strategie-trader.de

Gast_B
13.05.2004, 08:59
... vom 12.5.04

Fallen die Aktien weiter?


Seit Ende vergangenen Monats zeigen sich die Aktien schwächer. Auch der zuletzt viel gepriesene japanische Markt scheiterte am Widerstand bei 12.000 Punkten und ging auf Tauchstation.

Gute Nachrichten und die Aktien sinken?

Die Unternehmensergebnisse fallen weitgehend gut aus, die Konjunkturnachrichten aus den USA ebenfalls. Und trotz dieser guten Nachrichten sinken die Kurse? Gehen wir einmal etwas mehr als ein Jahr zurück. Damals waren weder die Konjunktur-, noch die Unternehmensnachrichten berauschend und der Markt setzte zu einer Atem beraubenden Rallye an. Daraus wird deutlich, dass an der Börse eben nicht die Gegenwart, sondern vielmehr die Zukunft gehandelt wird. Und für die Zukunft zeichnen sich mit einer bevorstehenden Zinswende, einem nach wie vor unglaublichen US-Handelsbilanzdefizit und einem ungebrochen starken Rohölpreis ein paar dunkle Wolken ab. Gewinnmitnahmen nach der Rallye des vergangenen Jahres sind daher nicht überraschend und auch das Ziehen der „Notbremse“ von Anleger, die erst Ende letzten Jahres wieder an die Börse gefunden haben, ist ebenfalls nicht verwunderlich. Zumindest verdeutlicht der Rückgang der letzten Wochen, dass es den Anlegern momentan etwas an Vertrauen mangelt.

DAX weiter auf Talfahrt?

Mit den leichteren Notierungen ist der DAX bis auf seine 200-Tage-Linie bei rund 3.800 Punkten zurückgefallen. Sollte der Kurs unter diesen gleitenden Durchschnitt abtauchen, ist von einem neuen Jahrestief auszugehen. In diesem Fall scheint die Marke von 3.600 Punkten immer näher zu rücken.
Da Sie aber mit Turbos oder Optionsscheinen auch von fallenden Kursen profitieren können, sehen wir einem weiteren Rückgang eher gelassen entgegen.

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Harald Hetzel

Quelle: http://www.strategie-trader.de

Gast_B
19.05.2004, 23:24
... vom 19.5.04

Trendwende - jetzt einsteigen?

Bisher bewahrheitete sich die Börsenweisheit „Sell in May and go away“. Doch der Mai ist noch nicht vorbei und der Aktienmarkt nach dem kräftigen Rückgang der vergangenen Wochen in einem extrem überverkauften Zustand. Dies macht ihn anfällig für eine ausgeprägte Gegenreaktion, die bereits am Dienstag begonnen hat. Doch lohnt sich noch der Einstieg?

Leichte Abschwächung beim Ölpreis

Am Mittwoch konnte der Rohölpreis erstmals seit Wochen wieder deutlicher nachgeben. Grund hierfür sind die Äußerungen diverser OPEC-Mitgliedsstaaten, die Fördermengen zu erhöhen. Es muss sich aber zeigen, ob die OPEC nur die Förderquoten aufstockt, oder ob auch wirklich die tatsächliche Fördermenge ausgeweitet wird, so der Direktor der Internationalen Energie-Agentur Mandil. Immerhin zeigen die Ankündigungen Wirkung, was auch dem Aktienmarkt helfen dürfte.

Positive Unternehmensdaten

Die Quartalszahlen der Unternehmen sind nach wie vor positiv. Der Rückgang der vergangenen Wochen war jedoch auf die Ängste einer Zinswende in den USA zurückzuführen, die mittlerweile jedoch in den Kursen enthalten sein dürfte. Damit dürfte der Markt schon bald von seinem „Angstzustand“ weichen und sich wieder auf die tatsächlichen Daten konzentrieren. Immerhin haben die Aktien im US-Wahljahr gemäß der Statistik bis zum Jahresende noch einiges aufzuholen. Doch selbst ohne den Wahlzyklen-Indikator befindet sich der Aktienmarkt momentan in einer Übertreibung nach unten, die in den nächsten Tagen und Wochen wieder nach oben korrigiert werden dürfte. Interessant ist dabei die Frage, ob sich nach dem momentan überverkauften Niveau direkt ein überkauftes Niveau anschließen wird bzw. ob nach dem „Pfui“ das „Hui“ – wie so oft an der Börse – folgen wird. Insgesamt scheint aber das aktuelle Niveau mittelfristig wieder für einen Einstieg attraktiv.

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Harald Hetzel

Quelle: http://www.strategie-trader.de

Gast_B
27.05.2004, 17:16
... vom 26.5.04

DAX kraftlos, Euro fest?

Nichts bewegt den Aktienmarkt derzeit mehr als der Ölpreis. Wie groß der Einfluss ist, hat sich zuletzt am Dienstag gezeigt. Der nachgebende Rohölkurs sorgte zunächst für einen Anstieg. Mit dem erneuten Anziehen des Schwarzen Goldes gab der Aktienmarkt entsprechend ab. Im späten US-Handel zogen die Kurse dann wieder an, als sich ein Rückgang beim Öl abzeichnete. Daneben immer noch aktuell ist die Zinsangst. Hebt Alan Greenspan in den nächsten Monaten die Zinsen an und läutet damit eine Trendwende ein? Mit der heutigen Meldung, dass die USA wieder Anschläge befürchten, kommt ein dritter Faktor hinzu, der nicht unbedingt für mehr Klarheit sorgt, sondern die Anleger zusätzlich irritiert. Diese Verunsicherung der Anleger lässt sich anhand von aktuellen Stimmungsumfragen erkennen. Dennoch sind vor allem Privatanleger verhältnismäßig wenig investiert und auch die Profis haben die Investitionsquoten in den letzten Wochen zurückgefahren. Positive Meldungen dürften daher zu einem weiteren Anstieg führen.

DAX etwas kraftlos
Dazu müsste der DAX aber über 3.900 Punkte klettern können. Dass der Index vor dieser Marke gehörigen Respekt hat, zeigte sich im Verlauf dieser Woche. Saisonal befinden wir uns in den tendenziell schwächeren Sommermonaten, so dass die Liquidität auch in den nächten Wochen eher rückläufig sein dürfte. Kein gutes Zeichen für eine neue Trendphase, womit die derzeitige Zitterpartie durchaus noch etwas anhalten dürfte.

Euro auf dem Weg nach oben
Besser sieht es am Devisenmarkt aus. Der Euro versucht seit einigen Tagen erneut, die Bodenbildung zu vollenden. Von dieser Seite könnte ein Anstieg bis in Richtung 1,25 US-Dollar möglich sein.

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Harald Hetzel

Quelle: http://www.strategie-trader.de

Gast_B
15.07.2004, 18:45
Ab in den Süden...

Aktienanleger waren gut beraten, die alte Börsenweisheit "Sell in May and
go away" auch in diesem Jahr zu befolgen. Immerhin befindet sich der DAX
aktuell wieder auf dem Niveau von Ende Mai. In den nächsten Wochen dürfte
der Kursverlauf zudem wenig Freude erwecken, so dass die Richtung weiter
"ab in den Süden" zeigt. Nerven schonender dürfte daher ein ausgedehnter
Sommerurlaub sein, da auch die traditionell schwachen Umsätze kein
Aufbäumen erwarten lassen. Zudem belastet derzeit die amerikanische
Quartalssaison. Wie in der Vorwoche Yahoo und gestern Intel gezeigt haben,
liegen die Zahlen zwar im Rahmen der offiziellen Erwartungen, inoffiziell
sind die Ziele jedoch deutlich höher gesteckt. Insofern sollten weitere
Enttäuschungen bei deutlich überteuerten Titeln in den nächsten Wochen
nicht überraschen.
Dies wiederum stellt nicht unbedingt ein Umfeld dar, dass steigende
Notierungen hierzulande erwarten lässt. Nach wie vor befindet sich der DAX
innerhalb der mittelfristigen Trading-Range zwischen 3.700 und 4.200
Punkte. Die Richtung zeigt derzeit allerdings nach unten, so dass ein
baldiges Erreichen des Bereichs um 3.700 Punkte zunehmend wahrscheinlicher
wird.
Neben den erwartet enttäuschenden Quartalszahlen zahlreicher US-Unternehmen
spielt aber auch der seit einigen Tagen deutlich festere Rohölpreis eine
nicht zu unterschätzende Rolle. Immerhin belastet dieser die Konjunktur
hierzulande, die gerade einen leichten Aufwind erfährt. Daneben zieht auch
der Euro wieder an, was vor allem exportlastige Titel wenig erfreut. Was
einerseits den Anstieg des Ölpreis abmildert, führt beispielsweise bei den
Automobiltiteln zu Schwierigkeiten bei der Steigerung der Gewinne. Und
gerade diese Branche hat derzeit unter rückläufigen Absatzzahlen zu
kämpfen. Keine allzu guten Vorzeichen für eine rasche Wende nach oben.

Viel Erfolg an der Börse,

Harald Hetzel
http://www.strategie-trader.de

Gast_B
18.08.2004, 23:11
Die Masse liegt meist falsch - darum jetzt kaufen?

Zugegeben, der hohe Ölpreis drückt aktuell auf die Stimmung und ein Ende der Rallye ist noch nicht in Sicht. Terrorängste, eine hohe Nachfrage aus China und (wieder einmal) Befürchtungen, dass das Schwarze Gold knapp wird, heizen die Spekulationen an und treiben die Rohölnotierungen von Hoch zu Hoch. Dies hinterlässt natürlich Spuren am Aktienmarkt, wo sich die erhöhten Ausgaben für Öl in Form von nachgebenden Kursen niederschlagen. Entsprechend zurückhaltend sind die Erwartungen für die Konjunkturentwicklung für das dritte und vierte Quartal. Aktuell wird die Situation hingegen nicht schlecht eingeschätzt.

Insgesamt ist man sich in Bezug auf die rückläufigen Notierungen bei den Aktien zwar einig, dass zum Jahreswechsel höhere Kurse erwartet werden, zuvor sollte der Markt aber noch etwas nachgeben. Man erwartet dabei einen erneuten Rückgang beim DAX in die Region zwischen 3.300 und 3.500 Punkte. Bleibt die Frage, wer nach diesen öffentlichen „Kaufaussagen“ in dieser Region tatsächlich einsteigen wird. Es ist daher gut möglich, dass der DAX nicht mehr so weit zurückfällt und bereits vorher zu drehen beginnt. Doch neben dem hohen Ölpreis wird noch ein weiteres Argument angeführt, dass verdeutlichen soll, warum gerade in den nächsten Wochen fallende Kurse zu erwarten sind: der Monat September. Es wird daher die Statistik bemüht, die nun mal aussagt, dass der September in den letzten 30 Jahren der schlechteste Monat war. Nun ja, es dürfte sich aber lohnen, diese Zahlen etwas genauer zu betrachten! Immerhin ist der September nicht zuletzt deshalb der schlechteste Monat im Jahr, weil es 2001 nach den Terroranschlägen zu einem kräftigen Einbruch kam. Würde man diesen Monat herausrechnen, wäre der schlechteste Monat wieder der Oktober. Und warum? Wegen des Crashs von 1987. Es bleibt daher jedem selbst überlassen, welches Gewicht man in diese Statistik legt. „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“ ist jedenfalls eine alte Börsenweisheit!

Viel Erfolg an der Börse,

Harald Hetzel
http://www.strategie-trader.de