Vollständige Version anzeigen : Her mit den Sparschweinen der Kinder...
VERMÖGENSPRÜFUNG BEI HARTZ IV
Die Bundesagentur für Arbeit wird bei der Vermögensprüfung für das Arbeitslosengeld II auch auf das Ersparte von Kindern zugreifen. Durch die Anrechnung des Vermögens ihrer Sprösslinge könnten laut Presseberichten zahlreiche Erwerbslose Leistungen verlieren.
Hamburg - Gemäß der Reform werde die Regelleistung für ein Kind bis 14 Jahre von maximal 207 Euro gestrichen oder reduziert, wenn das Kind mehr als 750 Euro Vermögen hat, berichtet die "Financial Times Deutschland" ("FTD"). Wie bereits heute bei der Sozialhilfe werde genau kontrolliert, ob die Haushaltsgemeinschaft Vermögen oder Einkünfte hat, auf die zugegriffen werden kann. "Zu einem solchen Vermögen zählen auch Sparbücher", sagte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit (BA) der Zeitung.
Ganz eindeutig ist die Rechtslage bei der so genannten Hartz-IV-Reform offenbar jedoch nicht. Kinder sind ihren Eltern gegenüber nicht unterhaltspflichtig. Sie könnten somit nicht grundsätzlich dazu verpflichtet werden, Sparbücher und anderes Vermögen für Ausgaben der arbeitslosen Eltern auszugeben. Die BA sieht zudem noch Klärungsbedarf bei weiteren Vermögensfragen. Bislang sei nicht klar, inwieweit Schmuck und Bilder als Vermögen angerechnet würden, sagte eine Sprecherin der Zeitung. "Das Gesetz ist so nicht handhabbar und bedarf weiterer Ausführung."
Laut "FTD" ist es allerdings wahrscheinlich, dass ein Teil des Vermögens von Kindern aufgelöst wird. Auch Ausbildungsversicherungen, die auf den Namen der Eltern liefen, würden als Vermögen gelten, berichtet die Zeitung. Auch sie müssten aufgelöst werden, wenn sie über den Freibeträgen lägen. Versicherungen vorauseilend bereits jetzt aufzulösen, ist laut dem Bund der Versicherten (BdV) aber sinnlos. "Die Versicherungen sind verpflichtet, Daten auch über alte Verträge weiterzugeben", wird BdV-Experte Thorsten Rudnik zitiert.
Quelle (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,311383,00.html)
Da wird die gute alte Matratze bald wieder als heimliche Bank Hochkonjunktur haben! :nnn:
...wenn das Kind mehr als 750 Euro Vermögen hat
zu Zeiten als ich mich noch aufregte, wäre mir hier der Kragen geplatzt!
naja, Kinder sollten, am besten wie ihre Eltern auch, ein ständiges Minus auf dem Konto haben...das bringt Zinsen.
mal sehen, welche "Reform" als nächstes kommt, dass Kinder für ihre Eltern auch noch arbeiten gehen müssen, wenn sie dazu fähig sind??
germanasti
03.08.2004, 17:50
Warum?
Würde es diese Regelung nicht geben, hätten Hartz IV - Betroffene nur Schulden und deren Kinder Zehntausende von Euros auf den Sparbüchern.
Wäre das gerecht?
Ich weiss nicht warum ich für meine Kinder was spare? Damit ich was zu essen habe wenn die Arbeit aus ist oder damit die beiden später eine reelle Chance auf eine gute Ausbildung haben für die ansonsten niemand mehr zuständig zu sein scheint. Setze ich Kinder in die Welt damit meine Rente gesichert ist oder warum? Demnächst müssen Eltern ihre Kinder an wohlhabende verkaufen wenn der Job gekündigt wird, passt mal auf :bad
Für 750 EUR kriegst du in dieser Republik noch nicht mal mehr einen Führerschein.
Original geschrieben von germanasti
Warum?
Würde es diese Regelung nicht geben, hätten Hartz IV - Betroffene nur Schulden und deren Kinder Zehntausende von Euros auf den Sparbüchern.
Wäre das gerecht?
germa, Du hast keine Kinder, und weißt nicht was sie "kosten"...:rolleyes:
und scheinbar scheinst Du auch politisch den Überblick verloren zu haben...Hartz ist fast durchweg Murks!
"....Zehntausende von Euros..."
eben nicht, 750,-! in Worten sieben hundert und fünfzig
wenn man die Grenze bei 15-20.000,- gezogen hätte, könnte man vielleicht diskutieren.
Und es sind ja nicht nur die Eltern, die für ihre Kinder und deren Zukunft sparen.
Da sind die Großeltern, Paten und nicht zu vergessen, auch die Kinder selbst.
Wenn arbeitslos gewordene Minister unter Hartz IV fallen würden, gäbe es solch eine Reform wohl nicht!!!
:gomad
germanasti
05.08.2004, 08:36
Ich finde das ok so!
In anderen Ländern gibt es überhaupt keine sozialen Absicherungen & bei hat es vor 50 Jahren auch noch nicht solch einen Kapitalüberfluss gegeben.
Hartz IV ist eine korrekte Vorstufe zur Wiederauferstehung Deutschlands :)
In anderen Ländern ohne soziale Absicherung wissen die Menschen aber wenigstens, dass sie von vornherein für sich Sorge tragen müssen.
Hier in Deutschland ist es aber so, dass permanent unser "Vertrauen" missbraucht wird. Man fühlt sich ständig hereingelegt, zu mindest geht es mir so. Und "hereingelegt" ist noch sehr human ausgedrückt. :gomad
germanasti
05.08.2004, 10:37
Stell Dich net so an! :o
Umstrukturierungen gehen nunmal nicht mit Samthandschuhen vonstatten...
...die ganzen reformen bringen eh nicht´s!!! :rolleyes:
ich bin leider noch nicht so weit...ich reg mich immer noch und immer wieder auf!!!
Ich finde das UNGLAUBLICH dreist.
Da spart man sich was für die Kinder ab, damit sie wenigstens eine Ausbildung machen können.....wie oben schon von jemandem erwähnt, die Oma zweigt was von der kargen Rente ab, die unverheiratete Tante steckt was "in die Zukunft" ihres Lieblingsneffen.....Geld, das alles schon MEHRFACH versteuert wurde!
Ich könnt KOTZEN!
Hab bei Oma einen Quadratmeter Garten beantragt, da verbuddel ich dann alles bevor es so weit kommt!
:gomad
Im Prinzip bleibt dir als gute Mutter nur eins zu tun, wenn du arbeitslos wirst...nämlich dir das Leben zu nehmen, damit sie deinem Kind nicht die Zukunft versauen indem sie den Spross einfach enteignen.
Ich tät mal gerne mit der guten großen Wumme auf Rädern bissle nach Berlin! :mad:
Ich bin mal gespannt, WANN endlich der deutsche Michel aufmuckt und sich diese fortwährende Entmündigung und Enteignung und Verarschungen nicht mehr bieten lässt!
EMMA
germanasti
05.08.2004, 12:17
Emma:
Stell Du Dich auch net so an! :mad:
Dein Beispiel trifft in vll. einem Promille aller Betroffenen zu!
Original geschrieben von germanasti
Emma:
Stell Du Dich auch net so an! :mad:
Dein Beispiel trifft in vll. einem Promille aller Betroffenen zu!
Falsch, das aufgestellte Beispiel wer für die kleinen immer mal was abdrückt passt so ziemlich in jede Familie mit Kindern, zumindest bis zu einem gewissen Alter. Evtl. kommt ja noch eine Korrektur, wenn jetzt alle zur Sparkasse gehen und Sparbücher und Co auflösen. Ich werd jetzt einen Onlineshop mit Schatzkisten eröffnen glaub ich :). Gerade wenn es der Familie nicht sonderlich gut geht wird er was für die kleinen auf die Kante gelegt als sich selber mal etwas gutes zu tun.
Ausserdem ist eine solche Bespitzelung der finanzielle Lage einzelner Bürger gar nicht notwendig. Haben die Behörden doch schon alles an Informationen über uns die Sie benötigen. Die Jungs sind nur leider zu blöd, das auch intelligent zusammen zu nutzen. Wenn dann der Datenschutz nicht mitspielt, sollen eben die Gesetze verändert werden, machen die ars**l***er doch auch wenn es um deren Einkommen oder Pensionen oder sonstige Absicherungen geht.
Hat eigentlich mal irgendjemand in letzter Zeit gehört, das auch die Politiker den Gürtel enger schnallen und sich z.B. zu 50% an Ihrer Altersvorsorge beteiligen? So'n Job möchte ich mal haben, kann den ganzen Tag scheisse bauen und werde dafür nicht zur Rechenschaft gezogen. Wenn es dann doch mal zu dicke kommt, gibt es als Abschiedsschmankerl noch eine nette Abfindung sowie die Pension...
Sagt auch nur einer der hohen Herren, was er wirklich an einkommen hat? Wieviel Beraterverträge da wohl rumgeistern die sich wunderbar mit den Zuständigkeiten in den Gremien decken! So wie es derzeit läuft hat zumindest keiner der Politiker auch nur einen cent von dem verdient was er als monatlichen Obolus erhält.
In diesen sinne...
das wetter :gomad.
Ich komme mit nach Berlin EMMA !!!
Germa, wir sprechen uns mal wieder,
wenn du Kinder hast und betroffen bist. :o
Genau so ist es Matze, und da soll einem
nicht die Hutschnur hochgehen :gomad
Mädels,
kackt auf berlin aber seit auf der Hut, wenn neue Parteien gegründet werden. Schnell aufspringen und mitnehmen was an Posten zu kriegen ist. Einen besseren Selbstbedienungsladen wie im Reichstag gibt es nicht, vorbei die Gedanken ans Sparschwein, da wird richtig kohle gemacht auf Kosten anderer denen man im Normalfall nicht mal mehr die Hand reichen würde. :rofl .....
Original geschrieben von Tabea
Ich komme mit nach Berlin EMMA !!!
Germa, wir sprechen uns mal wieder,
wenn du Kinder hast und betroffen bist. :o
germanasti
05.08.2004, 14:20
Ihr wisst ja alle gar nicht wie gut es uns geht. :ne
Weitere Signale das die Weltwirtschaft noch lockere 10-15 Jahre braucht, ehe eine Bereinigung vonstatten ging"
Original geschrieben von germanasti
Ihr wisst ja alle gar nicht wie gut es uns geht. :ne
Weitere Signale das die Weltwirtschaft noch lockere 10-15 Jahre braucht, ehe eine Bereinigung vonstatten ging"
Das Problem ist einfach, das jeder seine Lage verallgemeinert oder seine Sichtweise für ds Maß aller Dinge hält.
als jahrzehntelang der ganze family zum arzt gerannt ist, hat sich keine sau
darüber beschwert, dass nur der dady in die krankenkasse einbezahlt hat, aaaber
nun ist allgemeine action, wenn einer bei langzeitarbeitslosigkeit die hose runter
lassen muss und das familien"vermögen" angegriffen wird. :hihi
was regt ihr euch denn so auf?
Original geschrieben von Matze
Das Problem ist einfach, das jeder seine Lage verallgemeinert oder seine Sichtweise für ds Maß aller Dinge hält.
man fragt sich schon, warum manche teilweise 10 jahre arbeitslos sind und
von der gesellschaft durchgefüttert werden muss. vorallem wenn diese person
gerade mal 30 jahre alt ist. welchen nutzen hatte die gesellschaft von dieser
person?
Zu meinem Eingangsposting!
Ich bin selbst nicht betroffen, aber es
macht mich betroffen, wenn nun die
Kinder herhalten müssen, die vll.
2000 Euro auf dem Sparbuch haben,
um z.B. den Führerschein zu finanzieren
oder sonst was.
Ja Förster, und die heute 50jährigen,
die mit ihren Beiträgen in die Arbeits-
losen-Versicherung 30 Jahre und noch
mehr deine erwähnten 30jährigen
Langzeitarbeitslosen durchgefüttert
haben, die stehen heute mehr als
dumm da, wenn sie selbst von Arbeits-
losigkeit betroffen werden. Ist das
etwa gerecht? Sozial? Demokratisch?
tabea
mich freut das endlich der sozialstaat abgebaut wird. erst recht, dass es eine
SPD macht ;)
Denkst du eine CDU hätte es "christlich"
gemacht? :rolleyes:
ne, das projekt "sozial" funktioniert eben doch nicht. schon garnicht in der
augenblicklichen situation. cdu, spd, fdp oder sed, egal wie sie heißen
der weg war absehbar.
Die zehn größten Legenden über Hartz IV
Das neue Arbeitslosengeld II löst bei den Betroffenen große Befürchtungen aus - meist zu Unrecht.
Berlin - Die Zusammenlegung von Arbeitlosen- und Sozialhilfe (Hartz IV-Gesetz) sorgt für allerlei Legenden, die mit der Wirklichkeit entweder wenig oder gar nichts zu tun haben. DIE WELT listet die Top-Ten auf.
1. Wer seinen Job verliert, landet direkt in der Sozialhilfe
Wer sozialversicherungspflichtig beschäftigt war, bezieht zunächst für maximal zwölf Monate Arbeitslosengeld I in Höhe von 60 Prozent des letzten Nettogehaltes (mit Kindern 67 Prozent). Wer älter als 55 Jahre ist, hat bis zu 18 Monate Anspruch auf die Leistung. Danach wird bei Bedürftigkeit Arbeitslosengeld II in Höhe von 331 Euro (Ost) und 345 Euro (West) bezahlt. Zur Abfederung erhalten Betroffene, die zuvor gut verdient und daher ein entsprechend hohes Arbeitslosengeld I erhalten haben, Zuschläge. Pro Person werden im ersten Jahr maximal 160 Euro im Monat bezahlt, für Kinder gibt es 60 Euro. Die Zuschläge werden im zweiten Jahr halbiert. Erst im vierten Jahr der Arbeitslosigkeit wird nur noch das Arbeitslosengeld II (Alg II) gezahlt, das in etwa der heutigen Sozialhilfe entspricht.
2. Von 345 Euro im Monat kann man nicht leben
Die 345 Euro sind nur der Grundsatz für einen allein stehenden Arbeitslosen. Ein Paar erhält zwei mal 90 Prozent des Regelsatzes, das sind 311 Euro pro Person, Kinder vom 15.bis 18. Lebensjahr 80 Prozent des Satzes (276 Euro), Kinder bis 15 60 Prozent (207 Euro). Außerdem werden noch Miete und Heizkosten vom Staat übernommen. Ein Ehepaar mit zwei Kindern, das eine Warmmiete von 523 Euro zahlt, kommt so auf eine Unterstützung von 1559 Euro. Außerdem kann das Alg II durch eigene Arbeit aufgestockt werden.
3. Der Osten verarmt
Die neuen Bundesländer sind von der der Hartz-Reform besonders betroffen: Die Hälfte der rund zwei Millionen Arbeitslosenhilfebezieher lebt in Ostdeutschland. Um die Härten abzufedern zahlt der Bund jährlich 800 Millionen Euro an Sonderergänzungszuweisungen. Zudem sollen die neuen Länder bei der Verteilung der arbeitsmarktpolitischen Mittel - 2005 sind das 6,35 Milliarden Euro - bevorzugt behandelt werden. Sie sollen 41 Prozent der Gelder bekommen.
4. Hartz IV führt zu Massenumzügen der Arbeitslosen
Der Staat übernimmt die Kosten für "angemessenen" Wohnraum. Für einen Single sind das üblicherweise 45 bis 50 Quadratmeter, für ein Paar 60, für drei Personen 75 und für vier 85 bis 90 und für jede weitere Person 10 Quadratmeter zusätzlich. Dies entspricht den Vorgaben des sozialen Wohnungsbaus. Auch Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser dürfen die Arbeitslosen behalten, wenn sie selbst genutzt werden. Die Obergrenze für eine Wohnung liegt im Regelfall bei 120 Quadratmetern, für ein Haus bei 130 Quadratmetern. Ob größere Immobilien verkauft werden müssen, hängt von der individuellen Situation ab. Ein Verlust von zehn Prozent beim Verkauf ist nicht zumutbar. Kommunen und der Paritätische Wohlfahrtsverband rechnen nicht mit Massen-Umzügen. Nach der Wohngeldstatistik liegt die Durchschnittsmiete der Arbeitslosenhilfeempfänger nicht über der Miete der Sozialhilfeempfänger. Ihr Wohnraum dürfte damit im überwiegenden Fall "angemessen" sein.
5. Alle stellen sich schlechter
Mehr als eine Million Menschen werden von dem als "Kürzungsorgie" kritisierten Hartz-IV-Gesetz profitieren: Die erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger und die Bezieher von sehr niedriger Arbeitslosenhilfe. Grund: Die Anrechnungskriterien für Vermögen sind im Arbeitslosengeld II günstiger. Zudem kommt der Bund für die Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung der erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger auf. Diese haben auch erstmals Anspruch auf sämtliche Angebote der Arbeitsagenturen.
6. Arbeitslose verlieren ihre Altersvorsorge
Die gesetzliche Rente bleibt unangetastet. Gleiches gilt für die Riester-Rente. Empfänger von Arbeitslosengeld II und ihr Partner dürfen 200 Euro je Lebensalter auf die hohe Kante gelegt haben - maximal 13 000 Euro jeder. Für Gelder, die eindeutig der Altersvorsorge dienen, gilt noch einmal ein Freibetrag von 200 Euro pro Lebensjahr, maximal 13.000 Euro je Partner. Eine Auszahlung vor dem Rentenalter muss dann aber eindeutig ausgeschlossen sein. Übersteigen die Ersparnisse die Freibeträge, muss der überschüssige Betrag verwertet werden. Lebensversicherungen können auch beliehen werden. Eine Auflösung ist nicht zumutbar, wenn mehr als zehn Prozent der eingezahlten Beträge verloren gehen.
7. Die Sparbücher der Kinder werden geplündert
Es stimmt zwar, dass Kinder ihre Sparguthaben einsetzen müssen - allerdings nur oberhalb bestimmter Freigrenzen und auch nur für den eigenen Lebensunterhalt. Die Eltern erhalten weiterhin den Regelsatz - nur eben kein Geld für das Kind. Unter 15 Jahren liegt die Freigrenze bei 750 Euro, darüber bei 4850 Euro. Tatsächlich werden diese Freigrenzen in der Realität kaum erreicht. Im Durchschnitt haben Kinder bis zwölf Jahre 449 Euro auf dem Konto. Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren kommen im Durchschnitt auf 1236 Euro. Die Kinder von Eltern, die seit Jahren arbeitslos sind, dürften allerdings weit unter diesem Durchschnitt liegen.
8. Die Bundesregierung prellt die Alg-II-Bezieher um eine Monatsleistung
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement will den heutigen Arbeitslosenhilfebeziehern das Arbeitslosengeld II erstmals Anfang Februar auszahlen. So entstand die Mär von der Januar-Lücke. Grund ist der unterschiedliche Auszahlungstermin von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe. Die Sozialhilfeempfänger bekommen ihr Geld am Monatsanfang, die Arbeitslosenhilfebezieher am Monatsende. Nun sollen alle Alg-II-Empfänger ihr Geld am Monatsanfang erhalten. Für die bisherigen Arbeitslosenhilfeempfänger bedeutet dies de facto nur eine Verschiebung um wenige Tage. Leistungen gehen nicht verloren. Denn in dem Monat der Arbeitsaufnahme wird noch einmal Alg II ausgezahlt. So bekommt der Betroffene zum Monatsanfang die staatliche Unterstützung und am Monatsende sein Gehalt.
9. Jeder Job ist zumutbar, auch zu Dumpinglöhnen
Generell ist zwar jede Arbeit zumutbar - auch Minijobs. Ausgenommen sind jedoch "sittenwidrige" Arbeitsbedingungen. Als sittenwidrig gilt ein Lohn, der etwa 30 Prozent unter Branchenniveau liegt. Zudem darf der Job niemanden bei der späteren Ausübung seines Berufes behindern. Das typische Beispiel ist der Klavierspieler, der auf dem Bau arbeiten soll. Doch auch den Manager als Würstchenverkäufer wird es kaum geben. Arbeitsmarkforscher bezweifeln, dass die Arbeitsagenturen Anbieter rarer Stellen mit unwilligen Bewerbern vergraulen werden. Zudem dürften Arbeitgeber wenig Interesse an überqualifizierten Bewerbern haben, die bei nächstbester Gelegenheit für einen besseren Job kündigen.
10. Die jüngsten Demos sind nur der Anfang einer gigantischen Wutwelle.
Funktionäre der Sozialverbände und der Polizeigewerkschaft warnen vor einer Wutwelle, die sich gewaltsam Bahn brechen könnte. Vor Ort wird diese These nicht bestätigt. Mitarbeiter von Arbeitsloseninitiativen berichten weniger von Wut, als von "Trauer" und "Resignation" der Betroffenen.
Quelle (http://www.welt.de/data/2004/08/06/315337.html?s=1)
germanasti
05.08.2004, 20:25
Ich bin selbst nicht betroffen, aber es
macht mich betroffen, wenn nun die
Kinder herhalten müssen, die vll.
2000 Euro auf dem Sparbuch haben,
um z.B. den Führerschein zu finanzieren
oder sonst was.
Die heben das Geld vor Papas Arbeitslosigkeit ab & bewahren es im Sparschwein auf.
Geht einzig und alleine um Vorbeugung für Missbrauch
ich bin gespannt auf deine neue Lebensplanung, wenn man dich überraschend abbauen muss ;) - du weißt, wegen mehr Wachstum für deine Firma und so
Eben, sowas kommt nun mal in der Regel völlig überraschend. Da hat man einfach vorher nicht vorgebeugt, indem man Geld abgehoben hat und unters Kissen gelegt hat oder so. Außerdem geht das ja auch gar nicht immer so einfach, wenn man festgelegtes Geld hat.
Wenn ich die Sätze oben lese wird's mir schlecht. Wie soll man davon leben :confused: Und überhaupt wie soll man z.B. ein Eigenheim halten können das noch abgezahlt werden muss? Nur weil man vielleicht mal zwei Jahre arbeitslos ist, ist man das dann los oder wie :confused:
germanasti
05.08.2004, 20:42
Original geschrieben von Ibykus
ich bin gespannt auf deine neue Lebensplanung, wenn man dich überraschend abbauen muss ;) - du weißt, wegen mehr Wachstum für deine Firma und so
& deshalb soll der Staat für Hilfe sorgen?
das arbeitslosigkeit immer mit dem abschneiden der genitalien in verbindung gebracht wird :confused:
haben die leut so wenig selbstachtung oder qualifikation um aus einer veränderung
vorteile zu ziehen. heulerei auf allerhöchstem niveau :o
Was für Vorteile willste aus Arbeitslosigkeit und damit Kürzung des Etats bis zum Erbrechen ziehen, Förster :confused:
Zukucken wie alles Ersparte wegschmilzt, was man sich jahrelang am Mund abgespart hat. Plötzlich um alles bangen müssen was vorher Selbstverständlichkeit war...
Wäre ja alles schön und gut wenn man eine echte Chance auf einen Arbeitsplatz hätte, aber das hat nun mal nicht jeder. Und das hat nix mit Selbstachtung oder Qualifikation zu tun :ne
jo, es stimmt schon, wenn man sagt, dass die leut eher damit beschäftigt sind, ihre
letzten 2000 euro zu behalten, statt zu gucken wie man 2000 euro neu dazu bekommt.
Du wirst auch mal anders reden, Förster, wenn Du erst mal Kinder hast. Da ist es einem die größte Sorge, deren Lebensstandard zumindest einigermaßen zu halten. Das ist dann nunmal ein Sprung ins kalte Wasser, wenn man plötzlich ohne Arbeit und Absicherung da steht. Als Single und ohne Kinder, jo da kann man das lockerer sehen, aber nicht wenn man Verantwortung für andere trägt. Und wenn's so einfach ginge, mal gschwind 2000 Euro zu verdienen, wäre das ja wie im Schlaraffenland :rolleyes: Da sammer aber wahrhaftig net :ne
Original geschrieben von Brigitte
Du wirst auch mal anders reden, Förster, wenn Du erst mal Kinder hast. Da ist es einem die größte Sorge, deren Lebensstandard zumindest einigermaßen zu halten. Das ist dann nunmal ein Sprung ins kalte Wasser, wenn man plötzlich ohne Arbeit und Absicherung da steht. Als Single und ohne Kinder, jo da kann man das lockerer sehen, aber nicht wenn man Verantwortung für andere trägt. Und wenn's so einfach ginge, mal gschwind 2000 Euro zu verdienen, wäre das ja wie im Schlaraffenland :rolleyes: Da sammer aber wahrhaftig net :ne
moin brigitte :)
es ist für die meisten die "oben schweben" schwer, sich die sorgen und hoffnungen
von denen, die "unten herumkrabbeln" auch nur vorzustellen.
bezahlen für die fehler müssen wieder viele, die nix dazu können, plus denen,
die dachten, daß die soziale-hängematte das ziel aller wünsche ist.
nur eines ist klar:
"verschenkt" wird nichts mehr, der zug ist durch.
das werden alle, von ganz unten, bis ganz oben (lebensversicherungen, banken....
usw. spüren.
Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln und hab mich grad selbst geknebelt.
http://www.mainzelahr.de/smile/medien/ignore.gif
Moin Optim :)
Ja, bezahlen werden alle :( Aber dass man das auch noch locker sehen soll, wenn man so schon Monat für Monat zu kämpfen hat und selbst das in Zukunft sinnlos sein wird, das begreife ich net :ne Naja, kann sich halt nicht jeder vorstellen, ist schon so wie Du es sagst...
Original geschrieben von Tabea
Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln und hab mich grad selbst geknebelt.
http://www.mainzelahr.de/smile/medien/ignore.gif
Tabea :hihi :hihi :hihi
germanasti
05.08.2004, 21:50
Stellt euch nicht schon wieder so dämlich an! :gomad
Familie mit Kind kriegt mit Hartz IV Geld ohne Ende. Das könnte man locker nochmal um 10% kürzen!
& Ersparnisse sind nunmal nicht nur dafür da, dass man irgendwann mal in Saus und Braus lebt, sondern ein Notgroschen für schlechte Zeiten. So war es zumindest bis ca. 1980, ehe die irrwitzige Übertreibungsphase an den Weltmärkten begann.
Die meisten Gehirne sind nun doch komplett abgeschaltet! :gomad
Ist exakt so wie du sagst Optim. :)
Familie mit Kind kriegt mit Hartz IV Geld ohne Ende. Das könnte man locker nochmal um 10% kürzen!
Ich kneble mich mal auch dapper :umfall :hihi
Original geschrieben von germanasti
Familie mit Kind kriegt mit Hartz IV Geld ohne Ende . Das könnte man locker nochmal um 10% kürzen!
mfhhhhmfhhhhfmhhhhhhmfhmfh :kopf: :kopf: :kopf:
http://www.mainzelahr.de/smile/medien/ignore.gif
germanasti
05.08.2004, 22:06
Seod nur froh das ich nicht euer Bundeskanzler bin! :gomad
007-0815
05.08.2004, 22:14
Original geschrieben von germanasti
& deshalb soll der Staat für Hilfe sorgen?
Nö. Das auf keine Fall.
Aber tut es not, das man den Keim im Grunde erstickt??
Man eh. :mad:
Ewig war dem Staate die Altersabsicherung wichtig und wurde gefördert, wo es nur ging.
Jetz is Reform. Da is alles anders. :kopf:
Wir haben also nu nich mal mehr 20 Jahre Zeit, uns um unsere Kinder zu kümmern.
Sie sollen es aber, wenn wir dann alt und nicht mehr nur dement, sondern senil und kaputt bis ins innere sind, für uns tun. Umsonst. Is klar.
Die Menscheit wird zunehmend älter. Bis wir soweit sind, werden wir wohl 90 und drüber. Heißt im Klartext, das unsere Kinder uns mehr als 25 Jahre durchfüttern und im Einzelfall auch mind. 2x tägl. den Arsch abwischen müssen.
Tolle Politik :o
Original geschrieben von Brigitte
Moin Optim :)
Ja, bezahlen werden alle :( Aber dass man das auch noch locker sehen soll, wenn man so schon Monat für Monat zu kämpfen hat und selbst das in Zukunft sinnlos sein wird, das begreife ich net :ne Naja, kann sich halt nicht jeder vorstellen, ist schon so wie Du es sagst...
nein!, keiner mit herz und hirn sieht das locker.
man sollte jedoch auf keinen fall schlechtem geld gutes hinterherwerfen.
augen auf, sehen was kommt und handeln.
mehr geht nicht! ;)
Gesellschaft
Der Mensch nach Hartz IV
Von Mark Siemons
28. Juli 2004 Über die Anthropologie von Hartz IV (alias Arbeitslosengeld II) ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die zwei Faktoren, die den Umfang staatlicher Hilfen für Langzeitarbeitslose nunmehr verringern, spielen beide die Vergangenheit gegen die Gegenwart aus: Es sind früher erworbenes Vermögen, auch in Gestalt von Eigentum und Versicherungen, und früher gebildete "Bedarfsgemeinschaften", worunter mit dem Antragsteller zusammenlebende Familienmitglieder verstanden werden.
Die Bezüge orientieren sich nicht mehr an irgendwelchen Leistungen von gestern, sondern gut materialistisch allein an den aktuellen Bedürfnissen; auch was man früher einmal in die Arbeitslosenkasse eingezahlt hatte, spielt keine Rolle mehr. Der bisherige Bildungs- und Berufsweg soll bei der Suche nach neuer Arbeit ohnehin nicht ausschlaggebend sein. Die Reform neutralisiert also die Unterschiede, die das frühere Leben hervorgebracht hat, sei es durch Beruf, Vorsorge, familiäre Zusammenschlüsse oder sonstige Zufälle. Früher hätte man gesagt: Sie annulliert das Schicksal.
Katalysator staatlicher Institutionen
Damit macht die Reform alle gleich in ihrer Unmittelbarkeit zum Staat. Die bisher geäußerten Meinungen greifen insofern ein wenig kurz: Sowohl Kritiker als auch Verteidiger halten es offenbar für völlig selbstverständlich, daß das gesellschaftliche Leben vom Staat her sich aufbaue und zu organisieren sei. Bei den Sozialstaatsanhängern, die hinter der Reform den Zynismus eines gut verdienenden Establishments wittern, ist das offensichtlich, doch auch die Reformer, die die Wirtschaft vermeintlich aus den Fesseln von zu viel Staat befreien wollen, überlassen die Gesellschaft keineswegs deren eigenen Selbstheilungskräften und noch nicht einmal denen des Marktes. Vielmehr schieben sie zwischen den einzelnen und die geplante Veränderung den Katalysator staatlicher Institutionen.
Der Hartz-IV-Staat entkleidet die Bürger zwar der Sicherheiten, die sie im Sozialstaat besaßen, aber er beläßt ihnen die Abhängigkeit, an die dieser sie gewöhnt hatte. Der Sozialstaat hatte sich den Kapitalismus als ein System zu eigen gemacht, indem er es übernahm, dessen Lücken auszugleichen. Doch er konnte nur so lange existieren, wie der Kapitalismus als ganzer funktionierte, so lange also, wie sich die Menschen gemäß der Markttheorie verhielten und sich eigenverantwortlich um die Sicherung der eigenen Existenz bemühten. Indem sich der Staat jedoch schützend über den Markt beugte, deformierte er die Instinkte, die zu dessen Erhaltung nötig sind. Jetzt muß er, da er nun einmal die Patenschaft übernommen hat, die kapitalistischen Energien von außen entfachen und die Marktsubjekte zum Jagen tragen.
Im Augenblick und allein leben
So steckt in dem Reformvorhaben eine Paradoxie, die keine noch so ausgefuchste Ausführungsbestimmung beheben könnte. Der Staat will die Bürger über seine Hilfen hinausweisen, dem offenen Leben zu. Aber da dort keineswegs so viel Arbeit wartet, wie die gute Absicht unterstellt, wird sich ein gut Teil der Zielgruppe wieder auf die Hilfen selbst und deren gewandelte Bedingungen einzustellen wissen. Ökonomisch eigenverantwortlich betrachtet, zahlt es sich da für Langzeitarbeitslose und solche, die es werden können, nicht mehr aus, anders als im Augenblick und allein zu leben. Es empfiehlt sich nicht, an die Zukunft zu denken und Geld auf die hohe Kante zu legen: Das verhindert dann nur die monatlichen Zuwendungen.
Und genausowenig ist es vernünftig, sich an andere Menschen zu binden, die womöglich auch noch Geld verdienen. Alles Geld, das in einer "Bedarfsgemeinschaft" von Eltern, Kindern, Gatten oder Lebensgefährten verdient wird, geht von dem eigenen Anspruch ab. So kommen Ehen, Partnerschaften, Groß- und Kleinfamilien, Patchworkverhältnisse aller Art auf den Prüfstand: Ist es wirklich notwendig, weiterhin zusammenzuleben? Reicht es für eine postmoderne Beziehung nicht aus, sich bei Gelegenheit zum Abendessen und danach zu treffen? Warum muß eine volljährige Tochter noch unbedingt bei ihrer Mutter wohnen? Das Familienmodell zahlt sich nur dann unter bestimmten Umständen aus, wenn noch kleine Kinder im Spiel sind.
Ausdifferenzierende Dienstleistungsgesellschaft
Offenkundig gibt es den Trend, der in solchen Überlegungen zum Ausdruck kommt, auch ohne Hartz IV in der sich immer weiter ausdifferenzierenden Dienstleistungsgesellschaft. Doch die Reform gibt ihm einen in Heller und Pfennig ausrechenbaren rationalen Grund und mithin einen staatlich sanktionierten neuen Schub. Hartz IV fördert die zeitliche und räumliche Zersplitterung der Gesellschaft. Seine Zielvorstellung ist die Monade, die, aus allen allzu engen schicksalhaften und menschlichen Bindungen der Vergangenheit befreit, dem Staat direkt gegenübersteht und sich daher gerne von diesem eine Arbeit, welche auch immer, zuweisen läßt.
Der Menschentypus, den Hartz IV favorisiert, ist der Einzelkämpfer, der alle Brücken hinter sich abgebrochen hat und weiter fortlaufend abbricht. Er wohnt allein in einer günstigen Zweizimmerwohnung, trifft sich, um emotionale Löcher zu vermeiden, regelmäßig mit Freunden am Büdchen um die Ecke und findet sein seelisches Gleichgewicht ansonsten bei Meditationskursen, die ihm dabei helfen, immer wieder Tabula rasa im Kopf zu machen und neu anzufangen. "Vorrangiges Ziel ist Ihre Eingliederung in Arbeit", lautet das Leitmotto der "wichtigen Hinweise", die die Bundesagentur den Antragstellern mit auf den Weg gibt. Dazu erklärt sich der Staat sogar bereit, Kinder zu betreuen oder die häusliche Pflege von älteren Angehörigen zu übernehmen. Die Eingliederung in die staatlich verwaltete Arbeit scheint also mit der Ausgliederung aus der gesellschaftlichen Arbeit durchaus zusammenzugehen.
Quelle (http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~ECA07D3795EF447D89727196869E47B8E~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Ein Staat zerbricht immer von innen heraus, nicht von außen.
Auch so mancher Höhenflügler und Weltversteher wird sich noch umgucken müssen. Ich wette.
nehmt doch einfach die 5 euro/std mal 200 std. = 1000 euro/monat, egal ob
frau oder kinder oder nix.
das ist wohl der boden.
Original geschrieben von optim3
nehmt doch einfach die 5 euro/std mal 200 std. = 1000 euro/monat, egal ob
frau oder kinder oder nix.
das ist wohl der boden.
Der Boden??
Im Osten gibt es bereits viel Arbeitsplätze (Vollzeit) wohlgemerkt, da kommen nicht mal 1000 am Ende raus... und nichtmal das reicht, um neue Jobs zu schaffen...
denn ohne Kapital dreht sich nix....und Kapital ist teuer.
Original geschrieben von Brigitte
Du wirst auch mal anders reden, Förster, wenn Du erst mal Kinder hast. Da ist es einem die größte Sorge, deren Lebensstandard zumindest einigermaßen zu halten. Das ist dann nunmal ein Sprung ins kalte Wasser, wenn man plötzlich ohne Arbeit und Absicherung da steht. Als Single und ohne Kinder, jo da kann man das lockerer sehen, aber nicht wenn man Verantwortung für andere trägt. Und wenn's so einfach ginge, mal gschwind 2000 Euro zu verdienen, wäre das ja wie im Schlaraffenland :rolleyes: Da sammer aber wahrhaftig net :ne
kannst du dir vorstellen, dass du mit 30 minuten arbeit monatlich 2000,- euro verdienst? bitte nur mit ja oder nein antworten.
Original geschrieben von germanasti
Seod nur froh das ich nicht euer Bundeskanzler bin! :gomad
da bin ich echt froh, ganz ehrlich :rofl
germanasti
06.08.2004, 06:45
:kuhkopf
#49
ja - aber der Verdienst kommt bestimmt nicht von arbeitlosen Kunden
oder tummeln sich bald 5 Mio. Menschen im Wasser-Außendienst? :eek:
germanasti
06.08.2004, 09:01
ihr stellt euch wirklich an :ne
Der Irrsinn ist doch:
Nachdem die Regierung bis vor kurzem mehr (finanzielle) Eigenverantwortung in der Lebensplanung ihrer Bürger forderte, verabschiedet sie sich angesichts bedrohlich leerer Staatskassen nun sogleich wieder von diesem, an sich richtigen Grundsatz. Wer sich in guter Absicht Konsumverzicht auferlegte, um beispielsweise Geld für seine Kinder oder seinen eigenen Lebensabend beiseite zu legen, den zwingt der Staat, umgehend mittellos zu werden, ehe es finanzielle Unterstützung gibt.
Und:
Wer 20 Jahre in Lohn und Brot stand und somit zwangsweise in die ALV einzahlte, wird mit HARTZ IV kalt enteignet, denn die Anwartschaften gelten nur noch für 12 Monate. Das ist dann ungefähr so, als wenn der Rentenversicherer dem Rentner trotz jahrelanger Beitragszahlungen mal kurz die garantierte Laufzeit halbiert.
Gleichzeitig tut diese Regierung nichts, aber auch gar nichts, um den betroffenen Menschen eine Rückkehr ins Erwerbsleben zu ermöglichen: Mainzer Modell, Jump, Chefsache Aufbau Ost, Ich-AG, Ausbildungspakt - Worthülsen én masse, Wirkung = Null.
Die Sponti Partei Deutschlands hat eben nur das Umverteilen und in 16 Jahren Opposition nichts dazugelernt, nur "dagegensein" reicht eben nicht - Hauptsache, das Feindbild stimmte, gelle Herr Schröder? :p
http://www.landeshauptarchiv.de/geschichte/images/36_kohl.jpg
niemand kommt sofort in hartz IV :o
aber stimmt schon, der dicke hat schuld
Nee Förster, das behauptet auch niemand, dass jeder sofort in Harzt IV kommt :kopf:
@ tabea
das meinte ich:
Wer 20 Jahre in Lohn und Brot stand und somit zwangsweise in die ALV einzahlte, wird mit HARTZ IV kalt enteignet, denn die Anwartschaften gelten nur noch für 12 Monate.
weiste was mein ziel wäre? 6 monate arbeitslos, 6 monate sozi und dann jibbes absolut nix mehr vom staat.
wer in 12 monaten keinen job findet, sei es nur den dreck für 2,5 euro auf die stunde runterbringen,
hat keinerlei daseinsberechtigung.
Dann zieh doch mal ins Ruhrgebiet,
da überlegst du dir DEIN Ziel aber
mal ganz schnell! :o
Und das mit der Daseinsberechtigung,
das ist schon harter Tobac mein lieber
Herr Förster. 2 Sympathiepunke Abzug
bei mir
:rotekarte
jo das ziel klingt hart, nur wird es der einzigste weg sein, weil sonst alle
darunter leiden.
Original geschrieben von Förster
jo das ziel klingt hart, nur wird es der einzigste weg sein, weil sonst alle
darunter leiden.
Nunja, das was du da beschreibst wäre ein Spiel, wo nur die stärksten überleben. Der Rest, und das wird die Mehrheit sein, wird sich ausbeuten lassen müssen um wenigstens was zum beissen organisiert zu kriegen. Wer das Geld hat hat die Macht... wer die Macht hat das Recht?
vollkaskodenken und die begehrlichkeit ansprüche zu stellen, reiten das land
in die krise. sorry leute, bei allem verständniss versteh ich euch nicht. :ne
Die Politik reitet das Land in die Krise. Unternehmern die Gurkel zudrehen, Unternehmensstandort Deutschland unattraktiv machen... SPD, die Partei des kleinen Mannes eben :hihi
germanasti
06.08.2004, 16:09
Ihr wollt es alle nicht kapieren :cry
die politik macht gar nix in deutschland. die sind auch nur handlanger. und die
wollen angst schören, was wunderbar klappt. somit ist der schwarzer peter
wieder bei euch :hihi
@ brigitte
#48 :rolleyes:
Yep, der schwarze Peter ist bei uns, weil die Mehrheit von uns diese Partei gewählt hat :dumm Das war's dann aber auch...
Förster komm mir net mit 2.000 Euro in einer Viertelstunde :hihi Dafür musste auch im Wassergeschäft erstmal tausend Telefonate oder Besuche abhalten, bis es zum Abschluss kommt.
Original geschrieben von carlo
Der Irrsinn ist doch:
Nachdem die Regierung bis vor kurzem mehr (finanzielle) Eigenverantwortung in der Lebensplanung ihrer Bürger forderte, verabschiedet sie sich angesichts bedrohlich leerer Staatskassen nun sogleich wieder von diesem, an sich richtigen Grundsatz. Wer sich in guter Absicht Konsumverzicht auferlegte, um beispielsweise Geld für seine Kinder oder seinen eigenen Lebensabend beiseite zu legen, den zwingt der Staat, umgehend mittellos zu werden, ehe es finanzielle Unterstützung gibt.
Und:
Wer 20 Jahre in Lohn und Brot stand und somit zwangsweise in die ALV einzahlte, wird mit HARTZ IV kalt enteignet, denn die Anwartschaften gelten nur noch für 12 Monate. Das ist dann ungefähr so, als wenn der Rentenversicherer dem Rentner trotz jahrelanger Beitragszahlungen mal kurz die garantierte Laufzeit halbiert.
.........
Korrekt. Ein Fall für's Bundesverfassungsgericht.
Die Gesetze müssen so konzipiert und aufeinander abgestimmt sein, dass der Bürger längerfristig seine Lebensplanung danach ausrichten kann. Hartz IV hat voraussichtlich keine Chance, wenn genug Gegenwehr entsteht.
Ein toter Fisch stinkt am Kopf zuerst. Ich kann nur hoffen, dass die Bürger die nächste Wahl reichlich überdenken. Wir reiten uns nämlich selbst in den Abgrund.
Es gibt genug Modelle, die in anderen Ländern nachweislich funktionieren. Nur wir Deutsche wollen grundsätzlich erst mit dem Kopf durch die Wand.
Original geschrieben von Brigitte
Förster komm mir net mit 2.000 Euro in einer Viertelstunde :hihi Dafür musste auch im Wassergeschäft erstmal tausend Telefonate oder Besuche abhalten, bis es zum Abschluss kommt.
ich hab von wasser garnix gesagt :rolleyes:
einfache frage,einfache antwort!
kannste dir vorstellen mit ner viertelstunde arbeit 2000,- euro zu verdienen?
Jo hat's alles schon gegeben, beim Traden halt... sowohl mit Plus als auch mit Minus-Vorzeichen :rofl
Du Förster, ich bin für sowas nicht der richtige Ansprechpartner. Natürlich gibt's das, alles gibt's. Das ist aber nicht für jeden was, irgendwelchen Leuten irgendwas andrehen/verkaufen oder sonst irgendwelche dollen Dinger zu drehen. Wir reden hier von ganz normalen Jobs :)
Ich gehe mal bissle was Schaffen, bis später mal :winke:
fisherman
06.08.2004, 17:31
Ich kann nur hoffen, dass die Bürger die nächste Wahl reichlich überdenken. Wir reiten uns nämlich selbst in den Abgrund.
Lisa, meinst Du, bei einer CDU-geführten Regierung würde es sozialer hergehen???
germanasti
06.08.2004, 17:39
Hartz IV ist genial & ihr wollt es nicht kapieren :(
fisherman
06.08.2004, 18:02
Leider betrifft Hartz IV nur diejenigen, die aus der Arbeitslosenhilfe kommen. Diejenigen, die bisher schon Sozialhilfe beziehen, werden nicht schlechter gestellt. Insofern besteht in der Tat eine Gerechtigkeitslücke. Wer gearbeitet hat, ist also wieder mal der Dumme....
:schaf:
Es geht uns alles noch viel zu gut. Insbesonders denjenigen die am lautesten schreien das denen von unten noch mehr weggenommen werden kann :D :D.
Original geschrieben von Brigitte
Jo hat's alles schon gegeben, beim Traden halt... sowohl mit Plus als auch mit Minus-Vorzeichen :rofl
Du Förster, ich bin für sowas nicht der richtige Ansprechpartner. Natürlich gibt's das, alles gibt's. Das ist aber nicht für jeden was, irgendwelchen Leuten irgendwas andrehen/verkaufen oder sonst irgendwelche dollen Dinger zu drehen. Wir reden hier von ganz normalen Jobs :)
Ich gehe mal bissle was Schaffen, bis später mal :winke:
mensch brigitte :( sag doch bitte einfach ja oder nein.
viele machen zu lange an dingen rum, die im grunde nicht da sind und suchen
ständig nach nachteile oder dingen die hinderlich sind. statt sich mal sein
hirn frei machen.
also, ja oder nein? :hihi
Original geschrieben von Matze
Es geht uns alles noch viel zu gut. Insbesonders denjenigen die am lautesten schreien das denen von unten noch mehr weggenommen werden kann :D :D.
am meisten wird doch denen was weggenommen, die in der tat arbeit haben, oder net? :rolleyes:
http://www.mainzelahr.de/smile/medien/ignore.gif
Original geschrieben von fisherman
Lisa, meinst Du, bei einer CDU-geführten Regierung würde es sozialer hergehen???
Nein. Die einen sind nicht minder bescheuerter als die anderen.
Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, aber Leistung wird nicht honoriert sondern bestraft.
Was heißt sozial gerecht überhaupt ?
-----------
Ich z.B. bin selbständig, muss für mich und die meinigen selber sorgen. Habe zwar 15 Jahre in die ALV eingezahlt, werde davon aber nie einen Pfennig sehen, solange ich selbständig bin, bzw. sofern ich keine Aufträge habe. Das eingezahlte Geld ist pfutsch. Damit werden andere Arbeitslose bezahlt. Soll ich jetzt deswegen wütend sein ?
Mir geht's nicht schlecht, aber ich habe auch eine 60 Stunden Woche, so gut wie keinen Urlaub und lege mich für jeden Euro krumm.
Warum wird die ALV nicht abgeschafft und jeder ist seines Glückes Schmied in Zukunft? :confused:
Das hätte wenigstens was mit Eigenverantwortlichkeit zu tun! Man müsste die "SCHULD" nicht mehr bei den Politikern suchen, wenns den Bach runter geht, sondern bei sich selbst. :o
wovon reden wir denn tabea :hihi
die Regierung sollte in Gaskammern investieren
Das hattest du noch mit keinem Wort erwähnt Förster!
Ich meine Eigenverantwortlichkeit für die Zukunft, ab JETZT! Und nicht Enteignung derer, die über Jahre umsonst in die ALV eingezahlt haben!!!!
Original geschrieben von Ibykus
die Regierung sollte in Gaskammern investieren
Iby, aber nur für den eigenen Suizid :D
Original geschrieben von Tabea
Warum wird die ALV nicht abgeschafft und jeder ist seines Glückes Schmied in Zukunft? :confused:
Das hätte wenigstens was mit Eigenverantwortlichkeit zu tun! Man müsste die "SCHULD" nicht mehr bei den Politikern suchen, wenns den Bach runter geht, sondern bei sich selbst. :o
erst eindämmen, dann kürzen und dann ist der laden eh pleite.
Förster, irgendwie komme ich mit dir nicht auf einen Nenner. Wir reden aneinander vorbei. Lassen wir es gut sein! :cool:
es läuft doch alles auf eigenversorgung hinaus. halt über ein paar umwege.
Aber viel zu radikal! :o
Denkst du im Ernst, die Regierung möchte auf die ALV verzichten??? Nenene :o
Original geschrieben von Förster
am meisten wird doch denen was weggenommen, die in der tat arbeit haben, oder net? :rolleyes:
Da hast du verdammt recht, aber es kommt leider viel zu wenig von dem eingenommen da an wo es hingehört. Siehe hierzu den Bericht vom Bund der Steuerzahler, siehe den neuen Verwaltungskostenrekord der Krankenkassen, siehe die ganzen Prunktbauten der öffentlichen Institutionen, es muss auch ein Audi A8 sein, obwohl die ganze Bande viel besser und umweltfreundlicher in einem VW Bulli transportiert werden könnte.
Was ich meine ich das die Diskussion viel zu schmal wird. Wir können den Karren nur gemeinsam aus dem Dreck ziehen. Jeder muss von seinem Sockel herunter, aber zur Zeit findet in dieser Republik eine Besitzstandssicherung statt die Sondergleichen sucht. Und wenn es nicht gegen die SPD ginge, wären die Buchstaben auf der Blödzeitung auch nicht so gross :rofl. Ist alles irgendwo Taktik, freut euch schon auf Merkel & Stoiber :bad, eventuell wird auch noch der Westerwelle unterkommen, wahrscheinlich als Familienminister und dann als Frau Westerwelle :rofl :rofl.... ;).
Original geschrieben von Tabea
Aber viel zu radikal! :o
Denkst du im Ernst, die Regierung möchte auf die ALV verzichten??? Nenene :o
Wenn du Spass dran hast, dann such mal was diese Behörde kostet ;). Wer 1+1 zusammenzählen kann weiss das sich diese Behörde nicht rechnet ;).
Matze
Original geschrieben von LISA
1. Nein. Die einen sind nicht minder bescheuerter als die anderen.
2. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, aber Leistung wird nicht honoriert sondern bestraft.
3. Was heißt sozial gerecht überhaupt ?
-----------
zu 1.
Da bin ich anderer Meinung.
Daß die CDU wesentlich unternehmerfreundlichere und damit sozialere, weil arbeitsplatzerzeugende Politik als die SPD betreibt, beweisen Wirtschaftskraft, Verschuldung und letztendlich Arbeitslosenquoten in den einzelnen Bundesländern.
Bayern, Baden-Würtemberg mit schwarzen Regierungen seit Jahrzehnten vorn, Nordrhein-Westfalen und Stadtstaaten unter Sozi-Ägide genausolange hinten. Das soll nicht heißen, daß konservativ geführte Regierungen immer alles richtig machen, ganz im Gegenteil, da agieren auch nur Menschen, die sich manchmal genauso gierig und ungesetzlich verhalten, wie ihre linksorientierten Kameraden. ;)
Aber, und das ist in meinen Augen das ganz große Dilemma der Schröder-Regierungsgeneration von Sozis - sie haben einfach keinen Plan!
Im Gegensatz zu ihren großen Vorbildern Brandt und Schmidt lernten sie immer nur, "dagegen zu sein", quasi Opposition aus Ideologie heraus, ohne Rücksicht auf den Inhalt bei gleichzeitiger, finanzieller "Optimierung" der eigenen Lebenssituation, man könnte auch schreiben:
Links reden und rechts leben
Ungekrönter König bleibt Oskar Lafontaine (wer erinnert sich noch an seine Doppel-Pension, Rotlichtaffäre etc.?), der die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat so schamlos ausnutzte, daß die, über alle Parteigrenzen hinweg geforderten, dringend nötigen und im Bundestag bereits abgesegneten Reformen des Steuer- und Rentensystems 1996 am inszenierten Veto der SPD-Ministerpräsidenten scheiterten. Heute unterschreiben 9 von 10 Leutchen die Aussage, daß Kohl schuld sei... :rolleyes:
Anderes Beispiel:
Als die Kohl-Regierung 1982 angesichts zunehmender Staatsverschuldung Reformen und Leistungskürzungen im Sozialsystem vornahm, sahen SPD-Sozialexperten wie Rudolf Dressler und Ottmar Schreiner das Ende des Sozialstaates direkt an die Tür klopfen. In leidenschaftlichen Reden warnten sie vor schweren Störungen des Sozialfriedens, drohten mit der Macht der Gewerkschaften und kündigten massiven Druck von der Straße an. Heute suchen die Funktionäre der gleichen Partei ihr Heil in den wohl massivsten Leistungskürzungen des BRD-Sozialstaates aller Zeiten, und ihr ehemals überaus oppositioneller Kanzler sagt: "Ich kann nur diese Politik."
Was ist der Blüm (CDU) vor knapp 10 Jahren von den Sozis ausgebuht worden, als er die Einführung des demografischen Faktors bei der Berechnung der zukünftigen Rentenhöhe verkündete. Vertrauensmißbrauch, Abzocke und das sprichwörtliche Tante Lieschen wurden bemüht, um die unermeßlich große Benachteiligung des zukünftigen deutschen Rentners bildlich darzustellen. Nachdem Schröder vor der Wahl ´98 versprach, diese "unsittliche" Regelung sofort zurückzunehmen, hat er vor wenigen Monaten im Bundestag öffentlich erklärt, daß die Rücknahme ein Fehler gewesen sei und man unter Berücksichtigung der Alterspyramide den demografischen Faktor wieder einführen müsse... :dumm
Stichwort PISA:
Es waren die SPD-geführten Länder,
die in den 70ern Leistungsanforderungen in den Schulen für gestrig, überzogen und teilweise, durch das Dritte Reich geprägt, für faschistoid hielten. Im Ergebnis gab es dort in den unteren Klassen keine Noten mehr, später die Möglichkeit, bestimmte (ungeliebte ;) ) Fächer abzuwählen, das fast schon verlangte Duzen und auf Klassenfahrten die gemeinsame "Tüte" mit dem Lehrer. Heute verlangt die ehemalige StamoKap-Funktionärin und heutige SPD-Bildungsministerin Buhlmahn plötzlich, daß wieder mehr geleistet werden müßte und die Ganztagesschule dem Rechnung trägt. Kommt es von ungefähr, daß ein 15jähriger, bayrischer Migrationsschüler laut PISA besser deutsch liest, schreibt und spricht als sein gleichaltriger, gebürtig deutscher Klassenkamerad in Nordrhein-Westfalen? :rolleyes:
Schwerpunkt Kriminalität und Verbrechen:
Wann immer christlich-demokratische Politiker darauf aufmerksam machten, daß etwa 60% der Schwerkriminalität (Raub, Mord etc.) von ausländischen Straftätern begangen werden, stellten sie linksdemokratische Gutmenschen als ausländerfeindlich an den Pranger. Der derzeitige Innenminister, Otto Schily, verteidigte mit Host Mahler RAF-Terroristen, sammelte Geld für salvadorianische Freiheitskämpfer und beschwor in Kreuzberger Hinterzimmern die Revolution gegen den "Fascho-Staat". Heute tritt er für Asylbewerber-Sammellager in Nordafrika ein und hält "Law and Order" für sozialdemokratische Grundwerte. :rolleyes:
Diese "Sammlung" ließe sich beliebig fortsetzen, für meine Begriffe zeigt sie jedoch zumindest, daß Menschen schlußendlich mit zielführender Anforderung besser umgehen können, als vermeintlich notwendiger "Schonung" und "Bewahrung" vor den Niederungen des Lebens... :)
zu 2.
D´accord, Begründung vorstehend...
zu 3.
Die Sozis definieren das wahrscheinlich tagtäglich neu :lach
Allerdings müßte, um das Thema sinnvoll diskutieren zu können, wohl ein Bekenntnis zum Leistungsgedanken vorangestellt werden, und das könnte kurzfristig noch schwierig werden... :rolleyes:
N8 allerseits! :zz
Viele korrekte dinge schreibst du carlo, insbesonders historisch gesehen.
Ich muss allerdings eingestehen, das mich Geschichte nicht sonderlich interessiert und ich mich nicht so gerne auf der Suche nacheinem Schuldigen beteilige. Es gibt jetzt eine Situation, die ist scheisse um es mit Verlaub zu sagen. Warum kann die nicht mal gemeinsam gelöst werden? Wenn zwischen den Parteien soviel Zwist herscht, dann sollte nicht eine von den beiden grossen Parteien da sein wo sie derzeit sind., das ist Kindergarteniveau, nur mit Geld im Hintergrund.
In erster Linie sind es Volksvertreter und keine Parteigenossen.
#89 "Bayern, Baden-Würtemberg mit schwarzen Regierungen seit Jahrzehnten vorn"
zu Thema MP Teufel, BaWü.
das ist ein sturer, alter, seniler Schwachkopf, der endlich von der Bildfläche verjagt gehört :o
auja matze, westerwelle als Familienminister :respekt
:rofl :supi
oder frauenbeauftragter :rofl
:dumm :lol
Original geschrieben von Förster
auja matze, westerwelle als Familienminister :respekt
:rofl :supi
wenn schon, dann FAMILIENMINISTERIN :hihi
oder lieber doch nicht :ne
http://www.stromboli-de.com/Politik/Westerwelle-18-Kinder.jpg
http://www.stern.de/_content/52/78/527872/heft_33_2004_162.jpg
http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/meldungen/index.html?id=527926&nv=ma_ct
Sozialstaat
Schlechte Rendite
Wo die Milliarden bleiben, die in die Arbeitslosenversicherung gezahlt werden.
Sein ganzes Arbeitnehmerleben zahlt der normale Malocher in die Arbeitslosenversicherung. 6,5 Prozent vom Bruttogehalt - manchmal 30 Jahre und länger. Ein schöner Batzen Geld kommt da zusammen. Doch wer seinen Job verliert, für den reicht es gerade mal für ein Jahr Arbeitslosengeld. Da kann doch was nicht stimmen. Wo bleibt das viele Geld?
Die Begründung für die schlechte Rendite ist die Solidarität. Wer gut ausgebildet ist oder in einem gesunden Unternehmen arbeitet, hat ein niedriges Risiko, den Job zu verlieren, und zahlt für schlecht ausgebildete Kollegen oder solche in Krisenbranchen mit. Doch der Solidarausgleich ist nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Mehr als ein Drittel des Haushalts der Bundesagentur für Arbeit (36,7 Prozent) wird nämlich gar nicht für das Arbeitslosengeld verwendet, sondern für Politik. "Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen" heißt das im Amtsdeutsch: Umschulung, Fortbildung und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. 20,9 Milliarden Euro gaben die Arbeitsagenturen dafür im vergangenen Jahr aus. Das entspricht ungefähr den Haushalten der Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt zusammen. Aber leider, leider: In diversen Studien haben Wissenschaftler inzwischen nachgewiesen, dass die Teilnehmer an solchen Maßnahmen danach schlechter einen Job finden als vorher. Die vielen Milliarden nützen also nicht nur nichts. Sie schaden. Würden sie ersatzlos gestrichen, wofür sich viele Arbeitsmarktexperten aussprechen, könnte der Beitrag für alle um 2,4 Prozentpunkte gesenkt werden.
Das nächste Kapitel in der Geschichte von der wundersamen Geldvernichtung betrifft die "versicherungsfremden Leistungen". Nur Arbeitnehmer zahlen in die Arbeitslosenversicherung, Beamte und Selbstständige nicht. Mit den Beiträgen werden aber auch Aufgaben der gesamten Gesellschaft finanziert, wie die Berufsberatung für Schüler. Würde die Arbeitslosenversicherung von solchen "versicherungsfremden" Aufgaben befreit, könnten knapp sieben Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden; macht 0,7 Prozentpunkte weniger. Also: Ohne Arbeitsmarktprojekte (minus 2,4) und ohne versicherungsfremde Leistungen (minus 0,7) würde der Beitrag von 6,5 Prozent auf 3,4 Prozent fast halbiert.
Natürlich ist auch die Wiedervereinigung eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft und müsste daher aus der Steuerkasse finanziert werden. Nirgendwo ist die Umverteilung zwischen Ost und West aber so dramatisch wie in der Arbeitslosenversicherung. 2003 nahmen die Arbeitsagenturen den Arbeitnehmern im Westen 47,5 Milliarden Euro ab. Ausgezahlt wurden im Westen aber nur 38,4 Milliarden. Die Differenz, 9,1 Milliarden, wurde in den Osten überwiesen. Dort zahlten alle Arbeitnehmer zusammen 3,2 Milliarden Euro Beiträge. Die Ausgaben betrugen im Osten hingegen 18,5 Milliarden Euro.
Für einen Arbeitnehmer im Westen bedeutet das: Statt der 3,4 Prozent "echtem Versicherungsbeitrag" müsste er nur 2,7 Prozent Beitrag zahlen und hätte denselben Versicherungsschutz wie heute mit 6,5 Prozent. In Euro ausgedrückt: Für einen Durchschnittsverdiener im Westen mit einem Bruttogehalt von 2.000 Euro im Monat könnte der Beitrag von heute 130 Euro auf 54 Euro gesenkt werden.
Walter Wüllenweber
ALMA_Advice
07.08.2004, 16:12
Links reden und rechts leben
Das gefällt mir :rofl
Es gab schon im Berlin der 20er Jahre eine Bezeichnung für jene species:
Salon-Sozialisten
:lach ;)
ALMA_Advice
07.08.2004, 20:32
Auch nett :)
Ist doch eigentlich egal wie die heissen, in die falsche Tasche geht es meistens :D
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