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Vollständige Version anzeigen : Asien heute


Gert
29.11.2000, 08:33
Anleger in Asien folgen dem Trend an den amerikanischen Märkten: Sie verkaufen ihre Aktien und finden Käufer nur zu niedrigeren Kursen. Nachdem die Nasdaq
gestern ihren tiefsten Punktestand seit 13 Monaten erreicht hat, ziehen insbesondere Technologie- und Telekom-Aktien die Märkte nach unten.

Hongkong

Alle Indizes geben deutlich nach. Hang Seng und Gem-Index verlieren beide 2%. Der Hang Seng steht bei 14.245,39 Punkten, der Gem bei 328,46 Punkten. Der
Midcap 50 verliert 1,9% auf 659,52 Punkte. Im Red-Chips zeigt sich ein Minus von 2,8% auf 1.057,23 Punkte. Am deutlichsten fällt mit 5,1% der H-Shares-Index.
Er notiert bei 372,11 Punkten.

Hongkongs Börsenbetreiber, Hong Kong Exchanges&Clearing hat sich zum Ziel gesetzt, mehr chinesische Unternehmen zu einem Börsenlisting in Hongkong zu
bewegen. Zu diesem Zweck wird Hong Kong! Exchanges Anfang nächsten Jahres ein Verbindungsbüro in Peking eröffnen. Das Büro soll Ansprechpartner für
interessierte chinesische Unternehmen sein. Beobachter werten den Schritt als Reaktion auf die geplante Eröffnung eines Wachstumssegments an der Börse in
Shenzhen und auf eine mögliche Fusion der Shenzhener Börse mit Shanghai.

Weiter abwärts geht es für Chinas Mobilfunk-Giganten China Mobile und China Unicom. China Mobile fällt 3,8% auf 40,30 HK-$, Unicom gibt 7,9% auf 10,55
HK-$ ab. Die beiden Unternehmen sind alleine für rund ein Drittel der Verluste im Hang Seng verantwortlich. Seit Montag letzter Woche hat China Mobile rund
20% verloren und China Unicom rund 30%. Die Unternehmen befinden sich in einer Vertrauenskrise, seit die chinesische Regierung erklärt hat, dass sie erwä! gt, die
Mobilfunk-Gebühren in China zu senken.

Schwach sehen auch andere Blue-Chips in Hongkong aus. HSBC verliert als meistgehandelte Aktie nach China Mobile 2,3% auf 107,50 HK-$. Hutchison
Whampoa fällt 3% auf 97 HK-$. Pacific Century CyberWorks (PCCW) fällt 3,7% auf 5,25 HK-$. Dies ist der tiefste Stand seit zwölf Monaten und rund 82%
weniger als der Höchststand vom Frühjahr diesen Jahres.

In Südkorea wird der Kospi von den beiden weltgrößten Herstellern von Computer-Speicherchips, Samsung Electronics und Hyundai Electronics nach unten
geführt. Samsung verliert 8% auf 162.000 Won. Hy! undai gibt 7,5% auf 7.030 Won ab. Der Preis für 64 Megabit DRam Speicherchips ist in den letzten beiden
Tagen um 7,3% gefallen, nachdem er zuvor erstmals seit drei Monaten wieder deutlich hatte zulegen können.

Auch in Taiwan sind es Aktien mit Computer-Bezug, die auf den Markt drücken. Taiwan Semiconductor verliert 2,2% auf 90,50 NT-$. Konkurrent United
Microelectronics fällt 2,8% auf 52,50 NT-$. Computer-Hersteller Acer gibt 3,3% auf 20,70 NT-$ ab. Für wallstreethttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/redface.gifnline aus Kuala Lumpur, Malaysia


Quelle: WO

Gert
01.12.2000, 08:08
Hongkong und Taiwan dominieren auf der positiven Seite, während die Philippinen und Malaysia deutlich verlieren.

Hongkong

Meistgehandelte Aktien sind China Mobile und China Unicom. Die Aktien können sich nach den massiven Verlusten der letzten zwei Wochen deutlich erholen.
Die chinesische Regierung hat erklärt, dass es keine Gebührensenkungen für einkommende Anrufe auf Mobiltelefonen in den kommenden ein bis zwei Jahren geben
werde. Diesbezügliche Spekulationen haben für den Einbruch der Aktie gesorgt. China Mobile gewinnt 6,1% auf 45,20 HK-$. Unicom legt sogar 14,9% auf 12,75
HK-$ zu.

Pacific Century CyberWorks (PCCW) gewinnt 5,2% auf 5,10 HK-$. Das ! Unternehmen meldet, dass 78,9% der Aktionäre von der Möglichkeit Gebrauch
gemacht haben, Bezugsrechten für neue PCCW-Aktien zu zeichnen. Mit dem Bezugsrecht erhalten Eigentümer für jeweils 1.000 gehaltene Aktien das Recht, 30
weitere Aktien zum Preis von 6,50 HK-$ pro Stück zu erwerben. Insgesamt haben die Bezugsrechte einen Wert von 532 Mio$. Zu den Aktionären, die ihre
Möglichkeit Bezugsrechte zu erhalten, voll ausgeschöpft haben, zählen die Topmanager des Unternehmens und Chairman Richard Li. Lis Anteil an CyberWorks
wird sich dementsprechend von 38,2% auf 38,8% erhöhen.

Sun Hung Kai Properties notiert unverändert bei 1,30 HK-$. Cheung Kong legt 0,3% auf 88 HK-$ zu. Zu den Hauptgeschäftsfeldern der Unternehmen gehört
der Immobilienbereich. Sun Hung Kai zeigt sich nun optimistisch, ! dass die Immobilienpreise in Hongkong in Kürze wieder anziehen werden. Derzeit befinden sich
die Preise auf dem niedrigsten Niveau seit 1992. Sun Hung Kai erwartet, dass bei nachlassender Deflation, sinkenden Zinssätzen und guten Aussichten für die
Wirtschaft Hongkongs die Bedingungen für eine Verbesserung der Immobilienpreise gut seien. Während andere Unternehmen kürzlich noch Preissenkungen
vorgenommen haben, wird Sun Hung Kai die Preise für lehrstehende Immobilien in Kürze um 3% anheben.

In China will die Börsenaufsicht ausländischen Eigentümern von nichtgelisteten B-Aktien den Handel mit den Papieren an der Börse in Shenzhen ermöglichen. Es
wird allerdings erwartet, dass nur wenige Anteilseigner von dem Angebot Gebrauch machen werden. B-Aktien dürfen von ausländischen Investoren gehalten
werden. Bisher war der Handel mit nichtgelisteten B-Aktie verboten.

Südkorea

SK Telecom legt 2,5% auf 250.000 Won zu. Die Versteigerung eines 30%-Anteils an Powercomm durch die staatliche Korea Electric Power (Kepco) könnte
sich bis Anfang nächsten Jahres verzögern, dadurch aber Vorteile für SK Telecom bringen. Powercomm betreibt ein landesweites Glasfaserkabel-Netzwerk. In
einer früheren Auktion hat SK Telecom bereits einen Anteil von 5% an Powercomm erworben. Derzeit streiten sich das Industrie-Ministerium und das
Informations-Ministerium darüber, ob die zweite Auktion für jeden zugänglich sein oder auf Telekom-Konzerne beschränkt werden soll. Im zweiten Fall wäre SK
Telecom der derzeit einzige Bieter für den Anteil.

Hyundai Engineering & Construction steigt 1,5% auf 1.665 Won. Das Unternehmen hat die Korea Exchange Bank, ihren größten Kreditgeber, ermächtigt,
die Unternehmenszentrale in Seoul zu verkaufen. Der Verkauf ist Teil einer Restrukturierung um! den angeschlagenen Konzern zu retten. Zuvor scheiterte der
Versuch von Hyundai Engineering die Zentrale an ein anderes Unternehmen aus der Hyundai-Gruppe zu verkaufen. Die Zentrale hat einen geschätzten Wert von 160
bis 170 Mrd. Won (133,1 Mio. $ bis 141,4 Mio. $). Die Aktie von Korea Exchange verliert 0,7% auf 1.510 Won.