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Vollständige Version anzeigen : Exporteure halten den Nikkei hoch!!


Gert
05.01.2001, 09:25
Genau genommen ist es der schwache Yen, der Japans Börse nach vier Tagen mit Verlusten schließlich zu einer positiven Entwicklung verhilft. Die Währungsschwäche kommt Nippons Exporteuren zu Gute, was der Markt mit Kursgewinnen für deren Aktien honoriert. Die Anteilsscheine von Unternehmen wie Toyota und Sony notieren dementsprechend deutlich fester. Für den Nikkei 225 bedeutet das einen Schlussstand von 13.867,6 Punkten, 1,3% höher als gestern. Auch der Topix-Index aller in Tokio notierten Aktien schließt behauptet. Sein Stand von 1.297 Punkten weist ebenfalls 1,3% Gewinn zum Vortag auf. Kleinere und stärker von der Inlandswirtschaft abhängige Unternehmen setzen den Abwärtstrend hingegen fort. Dies spiegelt sich in dem 0,7%-igen Verlust des OTC-Average wieder, der bei 1.230,3 Punkten schließt. Der Jasdaq gibt 0,8% auf 53,76 Punkte ab.

Dabei zeigt sich der Yen in der Tat schwach: Das aktuelle Kursniveau von 116,40$ ist das ! niedrigste seit 17 Monaten und bedeutet für den Yen einen Verfall von 2,3% gegenüber dem Kurs, der gestern zu Marktschluss in Tokio aktuell war. Der Euro hat sich hingegen problemlos von der zinssenkungsbedingten Korrektur erholen können und strebt weiter nach oben. Er wird in Tokio mit 0,9580$ gehandelt.

Toyota konnte sich gestern gegen den Trend behaupten und legt heute mit dem Trend 2,4% auf 3.810Yen zu. Das Unternehmen erzielt bedeutende Teile seiner Umsätze in den USA und kann von der Zinssenkung daher besonders profitieren. Ähnliches gilt für die weltgrößten Hersteller von Unterhaltungselektronik, Matsushita und Sony. Matsushita schließt 3,9% höher bei 2.800Yen. Sony steigt 4,5% auf 8.600Ye! n. Kamera-Hersteller Nikon ist sogar Tagesgewinner im Nikkei.

NEC steigt 3,5% auf 2.195Yen. Das Unternehmen plant den Verkauf ausländischer Produktionsstätten. NEC ist an 20 solcher Produktionsstätten beteiligt und hält an acht Stätten die Mehrheit. Verkauft werden sollen einige oder alle der acht Mehrheitsbeteiligungen. Hinter dem Vorhaben steht die Absicht, die Geschäftsaktivitäten zunehmend weniger auf die Produktion und zunehmend mehr auf die Entwicklung von Telekommunikations- und Chiptechnologie zu konzentrieren. Darüber hinaus führt NEC Kostenargumente zur Begründung an. Umgesetzt werden soll das Vorhaben im Laufe der kommenden zwei Jahre. Analysten bewerten den Plan positiv.

Problemkind Bridgestone verliert hingegen auch heute 1,7% auf 1.066Yen. Der Reifenhersteller sieht sich nun auch noch zwei Gerichtsverfahren aus Reihen der eigenen Aktionäre ausgesetzt. Anteilseigner aus den USA werfen dem Unternehmen vor, seine Investoren durch die Zurückhaltung von Informationen in die Irre geführt zu haben. Dabei geht es erneut um die Probleme mit Reifen der Konzernmarke Firestone in den USA. Das Versagen der Reifen wird für zahlreiche Unfälle verantwortlich gemacht, die zu insgesamt 148 Toten geführt haben. Firestone musste daher 6,5 Mio. Reifen zurückrufen und sieht sich mit hohen Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen konfrontiert.

Quelle: WO

Gert