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Vollständige Version anzeigen : Langeweile De Luxe


Förster
27.10.2004, 08:25
http://www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,325137,00.html

MOTORSPORT

Formel-1-Gegenserie soll 2008 starten

BMW, DaimlerChrysler, Ferrari und Renault haben einer Marketingfirma den Auftrag erteilt, die operative und kommerzielle Basis für eine eigene WM-Serie aufzubauen, die spätestens 2008 in Konkurrenz zur Formel 1 steht. Sie soll das "Nonplusultra des weltweiten Motorsports" werden.

London - Ende 2007 läuft das so genannte Concorde Agreement aus, in dem sich die in der Formel 1 vereinten Teams bisher zu gemeinsamen Grundlinien bekannt haben. Die Pläne einer Konkurrenzserie zur Formel 1 mit dem allmächtigen Herrscher Bernie Ecclestone sind nicht neu - so weit wie jetzt waren sie aber noch nie gediehen. Die Konkurrenz-WM soll das "Nonplusultra des weltweiten Motorsports" werden und "nicht später" als 2008 starten. Sie soll laut der Grand Prix World Championship (GPWC), in der BMW, DaimlerChrysler, Ferrari und Renault vereint sind, "die Stärken der Formel 1 bewahren und ihre Schwächen beseitigen". Die GPWC erteilte heute dem Marketingunternehmen International Sports and Entertainment AG (iSe) den Auftrag, die operative und kommerzielle Basis für eine entsprechende Rennserie aufzubauen.

Die GPWC hatte von Ecclestone einen höheren Anteil an den Vermarktungseinnahmen als bisher sowie ein ihrer Meinung nach demokratischeres Management gefordert. "Wir haben mit dem derzeitigen Management und der Führung der Formel 1 viel Geduld gehabt", erklärte der GPWC-Vorsitzende Jürgen Hubbert. "Doch die jüngsten Entwicklungen haben gezeigt, dass der Sport eine Struktur braucht, die ihm eine stabile und blühende Zukunft garantiert."

Die GPWC sei froh, ein weltweit führendes Sport-Marketing- und Management-Unternehmen gewonnen zu haben. "iSe ist deshalb als Partner unsere erste Wahl", sagte Hubbert. Sein Kollege George Taylor, der Präsident und Vorstandsvorsitzenden von iSe, bekräftigte die hohen Ansprüche und Ziele: "Wir wollen eine Rennserie schaffen, die die Erwartungen der Fans, Teilnehmer und Geschäftspartner noch übertrifft."

Die GPWC wurde im Mai 2001 gegründet. Ursprünglich gehörte der Vereinigung als fünfter Automobilhersteller auch Ford an. Mit seinem Rückzug aus der Formel 1 zum Ende dieser Saison hat das US-Unternehmen seine Anteile aber an die vier GPWC-Partner übertragen.

Seit über drei Jahren stand das Konkurrenzunternehmen in Verhandlungen mit der Formel 1 und speziell mit der F1-Vermarktungs-Holding SLEC. Die drei Banken BayernLB, JP Morgan und Lehman Brothers verfügen über 75 Prozent der SLEC, die sie sich im Zuge des Zusammenbruchs des Kirch-Imperiums gesichert hatten. Die restlichen 25 Prozent liegen bei dem Briten Ecclestone und seiner Familie.

Im April 2004 brachen die Automobilhersteller die Gespräche ab und trieben die Pläne für eine eigene Grand-Prix-Serie wieder voran.

Förster
29.11.2004, 11:04
http://www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,330101,00.html

SPÄTZÜNDER

Schumacher muss 2005 in altem Ferrari starten

Weltmeister Michael Schumacher wird die neue Saison im Ferrari der abgelaufenen Saison beginnen. Die neue Version des Boliden wird wahrscheinlich erst zum Auftakt der Europa-Saison rennfähig sein.

Maranello - Ferrari wird in Melbourne als einziges Team nicht mit einem neuen Auto die Saison 2005 beginnen. Michael Schumacher wird zunächst mit dem F2004 fahren, der dem neuen Reglement entsprechend angepasst wird.

Dabei wird der Bolide zwar den Motor der vergangenen Saison erhalten, welcher jedoch überarbeitet wird, damit er die erforderliche Laufzeit von zwei kompletten Rennwochenenden leisten kann. Übernommen wird auch das Getriebe aus dem F2004, das Monocoque wird überarbeitet, um auch hier den verschärften Anforderungen gerecht zu werden.

"Wir sind nicht in Eile, da wir die Forschung und das Design vertiefen wollen", erklärte Chefdesigner Rory Byrne, "so dass das Auto bei seinem Debüt nahe an der Perfektion ist. Wir gehen davon aus, dass dies zwischen dem dritten und fünften Rennen der Fall sein wird."

Schumacher hatte bereits die Saison 2003 nicht mit einem neuen Dienstwagen begonnen, sondern war mit dem Vorgängermodell in die Saison gegangen. Nach einem vierten Platz zum Auftakt in Australien, einem sechsten in Malaysia und einem Ausfall in Brasilien folgte erst beim vierten Rennen in San Marino der erste Sieg. Mit dem neuen F2003-GA ließ Schumacher dann in Spanien, dem fünften Grand-Prix der Saison, die Konkurrenz endgültig hinter sich.

Förster
04.01.2005, 17:09
http://www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,335479,00.html

FORMEL 1

Alle Kokain-Proben negativ

Die Vorwürfe waren schwerwiegend. Vergangene Woche behauptete der ehemalige Ferrari-Teamarzt Benigno Bartoletti, dass jeder dritte Formel-1-Pilot Kokain konsumiere. Die Ergebnisse der jüngsten Dopingproben stützen diese These jedoch nicht. In der vorigen Saison wurde kein Fahrer positiv getestet.

Hamburg - "Bei den Motorsportrennen geht Kokain herum, in der Formel 1 könnte es ungefähr sogar jeder dritte Pilot nehmen", hatte Bartoletti dem italienischen Motorsportmagazin "Quattroruote" gesagt. Von 1972 bis 1992 war der heute 68-Jährige als Teamarzt bei Ferrari tätig. Kokain gebe den Piloten das Gefühl, allmächtig zu sein, so Bartoletti.

Bei den ingesamt 51 in der Saison 2004 vom Weltverband Fia durchgeführten Dopingtests wurde jedoch keinem Fahrer Kokainmissbrauch nachgewiesen, berichtet die "Sport Bild". So wurde Weltmeister Michael Schumacher zweimal getestet. Beide Proben fielen negativ aus. Auch bei den beiden anderen deutschen Fahrern Nick Heidfeld (Jordan, derzeit vertragslos) und Ralf Schumacher (BMW-Williams, künftig Toyota) gab es keine Beanstandungen.

Die Überprüfungen waren Bestandteil der turnusmäßigen Dopingtests, die die Fia jeweils samstags nach den Qualifyings zu den 18 Grands Prix durchgeführt hatte. Die überprüften Fahrer waren jeweils ausgelost worden. Generell wird der Sieger eines Rennens auf die Vewendung verbotener Substanzen getestet.