Gert
29.10.2000, 01:55
Im Zuge der Börsenerholung sind Höchstkurse wieder in Sicht
Die
Aktie des Automobilkonzerns BMW (WKN: 519 000) macht seinen
Anlegern derzeit wieder sehr viel Freude. Das Papier hat
Anfang Oktober ein neues Allzeithoch bei 41 Euro markiert
und sich in der Konsolidierungsphase des DAX sehr gut
behauptet. Nun, im Rahmen der allgemeinen Erholung, schwingt sich
die BMW-Aktie zu neuen Höhen auf und gehört vor
dem Wochenende bei einem Kurs von annähernd 39 Euro
zu den Tagesgewinnern unter den 30 DAX-notierten Werten.
Inzwischen hat
der Autohersteller eine Marktkapitalisierung von 25,12 Mrd. Euro erreicht,
da sich die Aktie im Jahresvergleich um mehr als
40 Prozent nach oben arbeiten konnte. Im Vergleich dazu
kommt der große Volkswagen-Konzern nur auf eine Marktkapitalisierung von
22,568 Mrd. Euro. Die VW-Aktie notiert beinahe auf Vorjahresniveau.
BMW
überzeugt vor allem durch seine Verkaufszahlen. Allein in den
ersten neun Monaten des Jahres 2000 brachte BMW rund
616.000 Fahrzeuge "unter das Volk" (VW-Vergleichszahl: 3,8 Mio.), konnte
dabei besonders auf dem hart umkämpften US-Markt deutlich an
Boden gewinnen. In die USA wurden bislang 96.310 Pkw
importiert, in den ersten acht Monaten des Jahres aber
wurden bereits stolze 120.763 verkauft. Das entspricht einer Steigerung
im Jahresvergleich von 14,3 Prozent. Die Steigerungsraten für die
einzelnen Monate sprechen gleichfalls eine deutliche Sprache. Legte BMW
im US-Pkw-Verkauf im August "nur" um 17,5 Prozent zu,
so überzeugten die Münchner im September mit einem Plus
von sogar 30,3 Prozent. Die Anleger freut es, die
BMW-Aktie ist beliebt.
Gar nicht auszudenken, um wie viel höher
die Sympathiewerte ausfallen würden, wenn die verlustreiche Rover-Tochter schon
eher vom BMW-Konzern abgestoßen worden wäre. Die jahrelangen Verluste
des Rover-Konzerns schmälerten die Performance der Muttergesellschaft. Doch auch
nach dem Rover-Verkauf an das Phönix-Konsortium ist das Kapitel
noch nicht beendet. Seit wenigen Tagen fordert das Phönix-Konsortium
nun unter Berufung eine Nachzahlung von Seiten des deutschen
Fahrzeugherstellers in Höhe von 100 Mio. Euro, die ein
BMW-Sprecher gegenüber wallstreet :online nicht bestätigen wollte. Doch da ist
das letzte Wort nicht gesprochen. BMW widerspricht dem Vorstoß
der Briten und beruft sich auf die ordnungsgemäße Übergabe
von Rechten und Pflichten am 9. Mai dieses Jahres.
Die Schlussbilanz wurde von BMW erstellt und übergeben. "Wir
haben einen gültigen Vertrag. Wenn Phönix nicht einlenkt muss
sich eventuell ein Schlichter mit dem Fall befassen", heißt
es aus dem Hause BMW.
Sowohl die Diskussion um
Nachzahlungen als auch das Klagebegehren von rund 100 Roverhändlern
in Deutschland, die sich durch das Verhalten der BMW-Führung
vor dem Rover-Verkauf geschädigt fühlen, schwebt noch über BMW.
"Nach der Klageankündigung haben wir weder von der Gruppe
der Händler noch von deren Anwalt etwas gehört. Uns
liegt zu diesem Thema nichts mehr vor".
Und dennoch, das
Unternehmen wird nach den jüngsten Zahlen künftig deutlich besser
dastehen. Ab 2001 wird BMW regelmäßig nicht mehr nur
seine Absatzzahlen, sondern ganze Quartalsergebnisse veröffentlichen, um noch mehr
Transparenz in die positive Unternehmensentwicklung zu bringen.
Quelle: WO
Gert ;)
Die
Aktie des Automobilkonzerns BMW (WKN: 519 000) macht seinen
Anlegern derzeit wieder sehr viel Freude. Das Papier hat
Anfang Oktober ein neues Allzeithoch bei 41 Euro markiert
und sich in der Konsolidierungsphase des DAX sehr gut
behauptet. Nun, im Rahmen der allgemeinen Erholung, schwingt sich
die BMW-Aktie zu neuen Höhen auf und gehört vor
dem Wochenende bei einem Kurs von annähernd 39 Euro
zu den Tagesgewinnern unter den 30 DAX-notierten Werten.
Inzwischen hat
der Autohersteller eine Marktkapitalisierung von 25,12 Mrd. Euro erreicht,
da sich die Aktie im Jahresvergleich um mehr als
40 Prozent nach oben arbeiten konnte. Im Vergleich dazu
kommt der große Volkswagen-Konzern nur auf eine Marktkapitalisierung von
22,568 Mrd. Euro. Die VW-Aktie notiert beinahe auf Vorjahresniveau.
BMW
überzeugt vor allem durch seine Verkaufszahlen. Allein in den
ersten neun Monaten des Jahres 2000 brachte BMW rund
616.000 Fahrzeuge "unter das Volk" (VW-Vergleichszahl: 3,8 Mio.), konnte
dabei besonders auf dem hart umkämpften US-Markt deutlich an
Boden gewinnen. In die USA wurden bislang 96.310 Pkw
importiert, in den ersten acht Monaten des Jahres aber
wurden bereits stolze 120.763 verkauft. Das entspricht einer Steigerung
im Jahresvergleich von 14,3 Prozent. Die Steigerungsraten für die
einzelnen Monate sprechen gleichfalls eine deutliche Sprache. Legte BMW
im US-Pkw-Verkauf im August "nur" um 17,5 Prozent zu,
so überzeugten die Münchner im September mit einem Plus
von sogar 30,3 Prozent. Die Anleger freut es, die
BMW-Aktie ist beliebt.
Gar nicht auszudenken, um wie viel höher
die Sympathiewerte ausfallen würden, wenn die verlustreiche Rover-Tochter schon
eher vom BMW-Konzern abgestoßen worden wäre. Die jahrelangen Verluste
des Rover-Konzerns schmälerten die Performance der Muttergesellschaft. Doch auch
nach dem Rover-Verkauf an das Phönix-Konsortium ist das Kapitel
noch nicht beendet. Seit wenigen Tagen fordert das Phönix-Konsortium
nun unter Berufung eine Nachzahlung von Seiten des deutschen
Fahrzeugherstellers in Höhe von 100 Mio. Euro, die ein
BMW-Sprecher gegenüber wallstreet :online nicht bestätigen wollte. Doch da ist
das letzte Wort nicht gesprochen. BMW widerspricht dem Vorstoß
der Briten und beruft sich auf die ordnungsgemäße Übergabe
von Rechten und Pflichten am 9. Mai dieses Jahres.
Die Schlussbilanz wurde von BMW erstellt und übergeben. "Wir
haben einen gültigen Vertrag. Wenn Phönix nicht einlenkt muss
sich eventuell ein Schlichter mit dem Fall befassen", heißt
es aus dem Hause BMW.
Sowohl die Diskussion um
Nachzahlungen als auch das Klagebegehren von rund 100 Roverhändlern
in Deutschland, die sich durch das Verhalten der BMW-Führung
vor dem Rover-Verkauf geschädigt fühlen, schwebt noch über BMW.
"Nach der Klageankündigung haben wir weder von der Gruppe
der Händler noch von deren Anwalt etwas gehört. Uns
liegt zu diesem Thema nichts mehr vor".
Und dennoch, das
Unternehmen wird nach den jüngsten Zahlen künftig deutlich besser
dastehen. Ab 2001 wird BMW regelmäßig nicht mehr nur
seine Absatzzahlen, sondern ganze Quartalsergebnisse veröffentlichen, um noch mehr
Transparenz in die positive Unternehmensentwicklung zu bringen.
Quelle: WO
Gert ;)