PDA

Vollständige Version anzeigen : Gigabell - was bleibt ist mindestens...


Matze
12.10.2000, 06:49
ein ramponiertes Image! Finnland, übernehmen Sie!
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Trebuchet MS, Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica">Zitat:</font><HR>Gigabell AG sichert Zwischenfinanzierung

Die Gigabell AG (ISIN DE 000 625 170 5), Multiservice-Provider
(Internet, Telefonie, E-Commerce) meldet den Abschluß einer
Vereinbarung, die Gigabell kurzfristig DM 1 Mio. Liquidität
sichert. Im Rahmen dieser Vereinbarung übernimmt die finnische
Saunalahti Oyj, die wie bereits am 28. September gemeldet, mit
Herrn Daniel David einen Vertrag über die Übernahme der
Mehrheit der Aktien an der Gigabell AG geschlossen hat, vorab
Gigabells Anteile an den britischen Töchtern Gigabell UK Ltd,
Webleicester Ltd, und Net.Net Ltd. mit sofortiger Wirkung.

Mit Abschluß des Vertrags wurde ein weiterer Schritt für die
beabsichtigte Übernahme der Gigabell AG durch Saunalahti
vollzogen. Die britischen Beteiligungen sollen schnellstmöglich
in die Saunalahti Gruppe integriert und mit finanziellen
Mitteln zur Durchführung von Investitionen ausgestattet werden.

Gigabell erhält durch den Verkauf Barmittel, um die im
vorläufigen Insolvenzverfahren begonnene Restrukturierung der
Gesellschaft voranzutreiben. Gleichzeitig werden zur Zeit die
aufschiebenden Bedingungen des Hauptvertrags zwischen Herrn
Daniel David und Saunalahti sukzessive erarbeitet, damit diese
sobald als möglich erfüllt werden können.

Herausgeber:
Gigabell AG, Mainzer Landstr. 46, 60325 Frankfürt am Main;
Johannes Funke, Tel.: 069/17084-123; Fax 069/17084-201
ir@gigabell.net; www.gigabell.net (http://www.gigabell.net)
[/quote]

Matze

Matze
13.10.2000, 03:33
Welch ein Hickhack, hat er oder hat er nicht! DPA meldet verkauft, reuters den nächsten nein, nur drei britische Töchter verkauft... http://www.abt-edv.com/s-channel/Board/redface.gif, klasse diese Transparenz!

Auf alle Fälle sind bislang wirklich nur drei britische Töchterunternehmen verkauft worden sind. Über die 56& ige Übernahme will Johannisdahl bis ende Oktober entschieden haben. Er macht es wohl auch direkt damit abhängig, wieviel Schulden Gigabell abbaut bis dahin!

Auf alle Fälle räumt der Vorstand noch dazu seinen Stuhl:
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Trebuchet MS, Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica">Zitat:</font><HR>Ad hoc-Mitteilung verarbeitet und übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
------------------------------------------------------------------------------

Gigabell AG: Vorstandsvorsitzender David erklärt seinen
Rücktritt vom Amt

Frankfurt am Main, den 12. Oktober 2000

Die Gigabell AG (ISIN DE 000 625 170 5), Multiservice-Provider
(Internet, Telefonie, E-Commerce) meldet den Rücktritt Daniel
Davids von seinem Amt als Vorsitzender des Vorstandes der
Gigabell AG mit sofortiger Wirkung aus wichtigem Grund.

Er begründet dies damit, dass er sich derzeit mangels fehlendem
Aufsichtsrat nicht mehr in der Lage sieht, die Interessen der
Gesellschaft und der Anleger zu vertreten. In den letzten Tagen
und Wochen wurden Vorstandsbeschlüsse im Alleingang zwischen
den Vorstandsmitgliedern Funke und Stassen und teilweise mit
Genehmigung des vorläufigen Insolvenzverwalters, Herrn Pfeil,
getroffen. Sie fanden nicht in Absprache mit dem
Vorstandsvorsitzenden statt, der zunehmend gezielt von
Informationen abgeschnitten werde. Darüber hinaus werden seine
Entscheidungen verworfen und andere Entscheidungen gegen seinen
ausdrücklich erklärten Willen durchgesetzt. Da dies aber unter
Umständen zu erheblichen Schadensersatzfor-derungen durch die
Anleger führen könne, sei er nicht mehr bereit Verantwortung zu
tragen für Entscheidungen der Gigabell, an denen er in keinster
Weise beteiligt sei.
_______________________________________________________________[/quote]

Matze

[Dieser Beitrag wurde von Matze am 13.10.2000 editiert.]

Matze
16.10.2000, 18:49
Und jetzt kommt auch noch der Staatsanwalt, wie zuvor bei Infomatec :eek: :eek:

<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Trebuchet MS, Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica">Zitat:</font><HR>Der Konkurs der Frankfurter Gigabell AG beschäftigt jetzt auch die Staatsanwaltschaft in Frankfurt. Wie der Insolvenzverwalter des Unternehmens berichtete, werde wegen möglicher Insolvenzverschleppung und des Verdachts auf Insiderhandel ermittelt. Damit ist nach Infomatec erneut ein am Neuen Markt in Frankfurt notiertes Unternehmen in staatsanwaltliche Ermittlungen verwickelt.

Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte den Vorgang indirekt gegenüber INTERNET WORLD. Womöglich handle es sich tatsächlich um Insolvenzverschleppung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Daniel David, sagte Simone Blank. Heftige Kritik äußerte der Insolvenzverwalter an dem mittlerweile zurückgetretenen Vorstandschef Daniel David. Dieser habe sich offenbar vor allem darum gekümmert, seine Aktien Gewinn bringend zu verkaufen, meldet die dpa. Daniel hat nach Bericht des Verwalters in der Gigabell-Zentrale ein Chaos hinterlassen. Akten seien möglicherweise verschwunden.

Die Zukunft des Frankfurter Telekommunikationsunternehmen ist nach Auffassung des Insolvenzverwalters ungewiß. Die Verbindlichkeiten beliefen sich auf rund 50 Millionen Mark. Weitere Verpflichtungen aus laufenden Verträgen summierten sich auf weitere zehn Millionen Mark. Völlig unklar sei die Zahl der Mitarbeiter und die aktuelle Geschäftslage. Der Insolvenzverwalter schätzt die Zahl auf 200 Beschäftigte, die im Oktober noch mit ihrem Gehalt rechnen könnten.
Die Gigabell AG hatte als erstes Unternehmen am Neuen Markt bereits am 15. September Insolvenz beantragt (wir berichteten mehrfach). Der finnische Multiservice-Provider Saunalahti Oyj vereinbarte Ende September unter dem Vorbehalt einer erfolgreichen Gigabell-Sanierung die Übernahme des Unternehmens. Außerdem erwarb Saunalahti Anteile an britischen Gigabell-Töchtern (wir berichteten). Damit erhielt Gigabell frische Liquidität. (pk)
[/quote]Quelle: [InternetWorld.de (http://www.internetworld.de/index_8051.html)

Wie, die wissen noch nicht einmal wieviel Mitarbeiter die haben? :confused:, naja, wenn es nicht mehr als 200 sind reicht es ja noch für das Oktobergehalt bei allen, aber für mich sind das die allerletzten Atemzüge, da hilft auch derRettungsring aus Finnland nicht mehr viel, das Mutterschiff ist wohl doch zu schwer :(

------------------
Matze
Stock-channel.net (http://www.stock-channel.net)

Matze
02.11.2000, 11:39
Jetzt hat sich das Thema wohl ganz erledigt, werden die Aktien noch gehandelt?
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Trebuchet MS, Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica">Zitat:</font><HR>Insolvenzverfahren für Gigabell eröffnet

Das Insolvenzverfahren für den Frankfurter Mulitservice-Provider Gigabell ist am Mittwoch eröffnet worden. Das Unternehmen gab einen entsprechenden Gerichtsbeschluss des Amtsgerichtes Frankfurt am gestrigen Abend bekannt. Damit ist Gigabell das erste am Neuen Markt notierte Unternehmen, für das ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Zum Insolvenzverwalter wurde Dirk Pfeil bestellt. Pfeil fungiert schon seit Gigabells Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens als vorläufiger Insolvenzverwalter.

Für die Dauer des Verfahrens kann die Gigabell nicht über das Firmenvermögen verfügen. Derzeit ist es äußerst fraglich, ob Gigabell nach Beendigung des Insolvenzverfahrens noch als Provider weiter tätig sein wird. Das finnische Internet-Unternehmen Jippii, das sich anfangs an einer Übernahme von Gigabell interessiert zeigte, wird nur die Kunden, Belegschaft und die Hardware übernehmen. Vor allem an den hohen Schulden von Gigabell – Pfeil beziffert diese bislang auf rund 50 Millionen Mark – sind die Finnen überhaupt nicht interessiert[/quote]
Quelle: C'T (http://www.heise.de/newsticker/data/chr-02.11.00-000/)

Matze