Matze
06.11.2000, 12:00
Zur Auftragslage im September
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Trebuchet MS, Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica">Zitat:</font><HR>Deutsche Industrie verzeichnet im September Auftragsrückgang
Berlin, 06. Nov (Reuters) - Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland hat im September gegenüber dem Vormonat einen Rückgang bei den Aufträgen verzeichnet. Der Auftragseingang ging preis- und saisonbereinigt von August bis September um 4,6 Prozent zurück, nachdem er im August noch um revidert 2,0 Prozent zugelegt hatte, wie das Bundesfinanzministerium am Montag in Berlin mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten nur mit einem leichten Auftragsrückgang um 0,6 Prozent im Vergleich zum August gerechnet. "Für eine konjunkturelle Beurteilung sollte ein einzelnes Monatsergebnis nicht überbewertet werden", teilte das Ministerium mit.
Die Zahl der Aufträge hat sich den Angaben zufolge damit zum ersten Mal in diesem Jahr seit Februar verringert. Im Unterschied zu den vergangenen Jahren habe es im September 2000 weniger Großaufträge gegeben. Im Zweimonatsvergleich, der zufallsbedingte Schwankungen ausgleiche, sei der Rückgang im August/September gegenüber Juni/Juli mit 0,4 Prozent moderater ausgefallen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnete die Industrie in den beiden Monaten dagegen ein Plus von 7,0 Prozent
[/quote]
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Trebuchet MS, Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica">Zitat:</font><HR>SPOTANALYSE - Volkswirte zum deutschen Auftragseingang
Berlin, 06. Nov (Reuters) - Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland hat im September gegenüber dem Vormonat einen Rückgang bei den Aufträgen verzeichnet. Der Auftragseingang ging preis- und saisonbereinigt von August bis September um 4,6 Prozent zurück, nachdem er im August noch um revidert 2,0 Prozent zugelegt hatte, wie das Bundesfinanzministerium am Montag in Berlin mitteilte. Volkswirte sagten dazu in ersten Reaktionen:
ELKE HEINLE, BHF-BANK, FRANKFURT:
"Wir hatten einen stärkeren Rückgang erwartet. Darauf war schon vom Ifo-Index im September zu schließen. Bislang waren die Auftragseingänge aber sehr kräftig, so dass man von einer Beruhigung auf hohem Niveau sprechen kann. Für die Konjunktur zeigt das, dass sich die Dynamik im zweiten Halbjahr abschwächt. Wir rechnen für das Gesamtjahr in Deutschland mit einem Wachstum von 3,0 Prozent in 2000 und in der Euro-Zone mit 3,4 Prozent.
Aus konjunktureller Sicht ist unserer Meinung nach kein Zinsschritt in der Euro-Zone mehr erforderlich. Dafür sprechen auch die Daten zum Auftragseingang. Es ist allerdings möglich, dass auf die Interventionen zur Stützung des Euro ein Zinsschritt folgt. Das halten wir aber für unwahrscheinlich.
ULLA KOCHWASSER, INDUSTRIAL BANK OF JAPAN, FRANKFURT:
"Die Daten sind ziemlich schwach. Bisher waren es nur Umfragedaten, die einen Rückgang zeigten, jetzt sind es reale Daten. Im dritten Quartal gibt es einen deutlichen Rückgang (der Wirtschaftsentwicklung). Die Inlandsnachfrage wird eindeutig nicht den erwarteten Rückgang von Aufträgen aus dem Ausland, der eine Folge der Abschwächung der globalen Nachfrage ist, ausgleichen.
Zum Teil ist es eine Korrektur der starken August-Daten. Aber sie zeigen, dass wir im zweiten Quartal den Höhepunkt gesehen haben. Die Daten sind ein weiterer Grund für die EZB, weitere Daten abzuwarten und die Zinsen unverändert zu lassen."
HANS-JÜRGEN MELZER, DEUTSCHE BANK RESEARCH
"Die Zahlen sind eindeutig schlechter als erwartet. Das Finanzministerium erwähnt vor allem den Rückgang der Großaufträge. Damit war irgendwann trotz der Euro-Schwäche zu rechnen. In diesem Monat haben wir mit diesem starken Rückgang allerdings nicht gerchnet. Die Zahlen spiegeln nicht die wirtschaftliche Realität wieder, die sich im Ifo-Index gezeigt hat. Wir haben eine ganz leichte Abschwächung der Wirtschaft und nicht einen markanten Rückgang. Aufschlussreicher ist auch der Jahresvergleich: im August/September hatten wir gegenüber dem Vorjahr ein Plus von sieben Prozent."
[/quote]
Dazu sei zu bemerken, daß auch die britische Industrieproduktion einen deutlichen Rückgang verbuchen mußte http://www.stock-channel.net/Board/smilies/frown.gif.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Trebuchet MS, Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica">Zitat:</font><HR>Großbritannien ist im September 2000 im Vergleich zum Vormonat
um 1,1 Prozent gesunken. Das Nationale Statistikamt (ONS)
veröffentlichte am Montag in London folgende saisonbereinigte
Daten:
SEP 2000 AUG 2000
INDUSTRIEPRODUKTION
Monatsveränderungsrate - 1,1 vH + 0,4
(rev. v. + 0,6)
Jahresveränderungsrate + 0,8 vH + 1,6 vH
PRODUKTION VERARBEITENDES
GEWERBE
Monatsveränderungsrate - 0,4 vH + 0,6 vH
(rev. v. + 0,8)
Jahresveränderungsrate + 0,6 vH + 1,1 vH[/quote]
Arbeitsmarktdaten
Ab morgen dann die Daten für den Oktober http://www.stock-channel.net/Board/smilies/rolleyes.gif
Matze
[Dieser Beitrag wurde von Matze am 06.11.2000 editiert.]
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Trebuchet MS, Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica">Zitat:</font><HR>Deutsche Industrie verzeichnet im September Auftragsrückgang
Berlin, 06. Nov (Reuters) - Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland hat im September gegenüber dem Vormonat einen Rückgang bei den Aufträgen verzeichnet. Der Auftragseingang ging preis- und saisonbereinigt von August bis September um 4,6 Prozent zurück, nachdem er im August noch um revidert 2,0 Prozent zugelegt hatte, wie das Bundesfinanzministerium am Montag in Berlin mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten nur mit einem leichten Auftragsrückgang um 0,6 Prozent im Vergleich zum August gerechnet. "Für eine konjunkturelle Beurteilung sollte ein einzelnes Monatsergebnis nicht überbewertet werden", teilte das Ministerium mit.
Die Zahl der Aufträge hat sich den Angaben zufolge damit zum ersten Mal in diesem Jahr seit Februar verringert. Im Unterschied zu den vergangenen Jahren habe es im September 2000 weniger Großaufträge gegeben. Im Zweimonatsvergleich, der zufallsbedingte Schwankungen ausgleiche, sei der Rückgang im August/September gegenüber Juni/Juli mit 0,4 Prozent moderater ausgefallen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnete die Industrie in den beiden Monaten dagegen ein Plus von 7,0 Prozent
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Trebuchet MS, Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica">Zitat:</font><HR>SPOTANALYSE - Volkswirte zum deutschen Auftragseingang
Berlin, 06. Nov (Reuters) - Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland hat im September gegenüber dem Vormonat einen Rückgang bei den Aufträgen verzeichnet. Der Auftragseingang ging preis- und saisonbereinigt von August bis September um 4,6 Prozent zurück, nachdem er im August noch um revidert 2,0 Prozent zugelegt hatte, wie das Bundesfinanzministerium am Montag in Berlin mitteilte. Volkswirte sagten dazu in ersten Reaktionen:
ELKE HEINLE, BHF-BANK, FRANKFURT:
"Wir hatten einen stärkeren Rückgang erwartet. Darauf war schon vom Ifo-Index im September zu schließen. Bislang waren die Auftragseingänge aber sehr kräftig, so dass man von einer Beruhigung auf hohem Niveau sprechen kann. Für die Konjunktur zeigt das, dass sich die Dynamik im zweiten Halbjahr abschwächt. Wir rechnen für das Gesamtjahr in Deutschland mit einem Wachstum von 3,0 Prozent in 2000 und in der Euro-Zone mit 3,4 Prozent.
Aus konjunktureller Sicht ist unserer Meinung nach kein Zinsschritt in der Euro-Zone mehr erforderlich. Dafür sprechen auch die Daten zum Auftragseingang. Es ist allerdings möglich, dass auf die Interventionen zur Stützung des Euro ein Zinsschritt folgt. Das halten wir aber für unwahrscheinlich.
ULLA KOCHWASSER, INDUSTRIAL BANK OF JAPAN, FRANKFURT:
"Die Daten sind ziemlich schwach. Bisher waren es nur Umfragedaten, die einen Rückgang zeigten, jetzt sind es reale Daten. Im dritten Quartal gibt es einen deutlichen Rückgang (der Wirtschaftsentwicklung). Die Inlandsnachfrage wird eindeutig nicht den erwarteten Rückgang von Aufträgen aus dem Ausland, der eine Folge der Abschwächung der globalen Nachfrage ist, ausgleichen.
Zum Teil ist es eine Korrektur der starken August-Daten. Aber sie zeigen, dass wir im zweiten Quartal den Höhepunkt gesehen haben. Die Daten sind ein weiterer Grund für die EZB, weitere Daten abzuwarten und die Zinsen unverändert zu lassen."
HANS-JÜRGEN MELZER, DEUTSCHE BANK RESEARCH
"Die Zahlen sind eindeutig schlechter als erwartet. Das Finanzministerium erwähnt vor allem den Rückgang der Großaufträge. Damit war irgendwann trotz der Euro-Schwäche zu rechnen. In diesem Monat haben wir mit diesem starken Rückgang allerdings nicht gerchnet. Die Zahlen spiegeln nicht die wirtschaftliche Realität wieder, die sich im Ifo-Index gezeigt hat. Wir haben eine ganz leichte Abschwächung der Wirtschaft und nicht einen markanten Rückgang. Aufschlussreicher ist auch der Jahresvergleich: im August/September hatten wir gegenüber dem Vorjahr ein Plus von sieben Prozent."
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Dazu sei zu bemerken, daß auch die britische Industrieproduktion einen deutlichen Rückgang verbuchen mußte http://www.stock-channel.net/Board/smilies/frown.gif.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Trebuchet MS, Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica">Zitat:</font><HR>Großbritannien ist im September 2000 im Vergleich zum Vormonat
um 1,1 Prozent gesunken. Das Nationale Statistikamt (ONS)
veröffentlichte am Montag in London folgende saisonbereinigte
Daten:
SEP 2000 AUG 2000
INDUSTRIEPRODUKTION
Monatsveränderungsrate - 1,1 vH + 0,4
(rev. v. + 0,6)
Jahresveränderungsrate + 0,8 vH + 1,6 vH
PRODUKTION VERARBEITENDES
GEWERBE
Monatsveränderungsrate - 0,4 vH + 0,6 vH
(rev. v. + 0,8)
Jahresveränderungsrate + 0,6 vH + 1,1 vH[/quote]
Arbeitsmarktdaten
Ab morgen dann die Daten für den Oktober http://www.stock-channel.net/Board/smilies/rolleyes.gif
Matze
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