Christian
07.12.2000, 18:31
....sondern auch im Sport sorgt METABOX für traurige Meldungen:
Weg für neue Rettungsversuche frei - Metabox will kein "Verhinderer" sein
BRAUNSCHWEIG. Der Ausstieg von TV-Internet-Unternehmen Metabox Hildesheim beim Braunschweiger Basketball-Bundesligisten Mittwochabend nach fünfstündigem Sitzungsmarathon kam für Insider nicht mehr überraschend, nachdem am Tag zuvor der Zahlungsfluss gestoppt worden war. Durch den vom Metabox-Vorstandsvorsitzenden Stefan Domeyer beschlosssenen Rückzug ist jetzt der Weg frei für neue Rettungsversuche.
Die bislang geleisteten Zahlungen von zwei Millionen Mark werden in eine Sponsorleistung über drei Jahre umgewandelt. Die Metabox-Sportmarketing AG, eine hundertprozentige Tochter der Metabox AG, verkaufte ihre 80 Prozent Anteile an der Metabox GmbH an Geschäftsführer Dr. Klaus-Peter Klewe, der nun Alleingesellschafter ist, für den symbolischen Wert von einer Mark. Eine Namensänderung ist möglich geworden.
"Offenbar war Metabox selbst ein Hinderungsgrund für viele potentielle Sponsoren, sich für den Basketball zu engagieren. Wir wollen nicht der Verhinderer sein und steigen auch deswegen aus. Denn unser Ziel ist unverändert, in Braunschweig erstklassigen Basketball zu ermöglichen", erläuterte Stefan Domeyer die Konsequenz. Von 158 angesprochenen Unternehmen winkten 148 ab. Lediglich zehn Unternehmen sagten ein Sponsoring zu, ohne jedoch bis heute zu bezahlen, keß es. "Metabox und die Zuschauer haben als einzige ihren Beitrag geleistet", meinte Domeyer enttäuscht.
Die finanziellen Belastungen für die am neuen Markt gebeutelte und kritisch beäugte Aktiengesellschaft waren nicht mehr zu vertreten, weil eine kalkulierte Teil-Refinanzierung des garantierten 4,5-Millionen-Mark-Etats nicht in Gang kommen wollte und die Kosten für die Saison mittlerweile bereits auf 5,5 Millionen Mark hochgerechnet wurden. "Wer auch immer jetzt Geld geben will, er muss den schmerzlichen Weg nicht mehr gehen. Metabox hat den Umzug in die neue Arena letztlich gut geschafft. Die Organisation steht, wir haben einen klasse Trainer und eine gute Mannschaft. Wir haben nichts falsch gemacht, müssen aber konstatieren, dass es ohne weitere Sponsoren nicht weiter geht", sagte der Metabox-Vorstandsvorsitzende weiter.
GmbH-Geschäftsführer Dr. Klaus-Peter Klewe hofft, "dass sich jetzt Türen öffnen werden und die Reserviertheit bei der regionalen Wirtschaft abnimmt." Er stellte heraus: "Ohne Metabox wäre der Basketball in Braunschweig im Sommer tot gewesen. Das Unternehmen ist weit über das hinaus gegangen, was üblich ist. Ich denke, der jetzige Schritt muss auch als Schutz für die Aktionäre und Mitarbeiter der Metabox AG gewertet werden." Um den Spielbetrieb aufrecht erhalten zu können, müssen bereits in der nächsten Woche Gelder fließen, ansonsten droht der Konkurs.
"Wir wollen Braunschweig als Bundesliga-Standort unbedingt erhalten. Die VW-Halle wurde auch wegen der Möglichkeit, attraktiven Hallensport einem großen Publikum präsentieren zu können, gebaut. Wir wollen im Sinne der Hauptgeldgeber die Arena auch weiter mit Basketball-Leben erfüllen", kommentierte Franz Matthies, Stadtsportbund-Präsident Braunschweigs.
Er warb bereits in Gesprächen um Unterstützung "in dieser besonderen Situation". Wilhelm Schmidt, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD im Bundestag und Bezirksportbund-Vorsitzender, sagte zu, durch seine Beziehungen Kontakte herzustellen.
Quelle: dpa
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Weg für neue Rettungsversuche frei - Metabox will kein "Verhinderer" sein
BRAUNSCHWEIG. Der Ausstieg von TV-Internet-Unternehmen Metabox Hildesheim beim Braunschweiger Basketball-Bundesligisten Mittwochabend nach fünfstündigem Sitzungsmarathon kam für Insider nicht mehr überraschend, nachdem am Tag zuvor der Zahlungsfluss gestoppt worden war. Durch den vom Metabox-Vorstandsvorsitzenden Stefan Domeyer beschlosssenen Rückzug ist jetzt der Weg frei für neue Rettungsversuche.
Die bislang geleisteten Zahlungen von zwei Millionen Mark werden in eine Sponsorleistung über drei Jahre umgewandelt. Die Metabox-Sportmarketing AG, eine hundertprozentige Tochter der Metabox AG, verkaufte ihre 80 Prozent Anteile an der Metabox GmbH an Geschäftsführer Dr. Klaus-Peter Klewe, der nun Alleingesellschafter ist, für den symbolischen Wert von einer Mark. Eine Namensänderung ist möglich geworden.
"Offenbar war Metabox selbst ein Hinderungsgrund für viele potentielle Sponsoren, sich für den Basketball zu engagieren. Wir wollen nicht der Verhinderer sein und steigen auch deswegen aus. Denn unser Ziel ist unverändert, in Braunschweig erstklassigen Basketball zu ermöglichen", erläuterte Stefan Domeyer die Konsequenz. Von 158 angesprochenen Unternehmen winkten 148 ab. Lediglich zehn Unternehmen sagten ein Sponsoring zu, ohne jedoch bis heute zu bezahlen, keß es. "Metabox und die Zuschauer haben als einzige ihren Beitrag geleistet", meinte Domeyer enttäuscht.
Die finanziellen Belastungen für die am neuen Markt gebeutelte und kritisch beäugte Aktiengesellschaft waren nicht mehr zu vertreten, weil eine kalkulierte Teil-Refinanzierung des garantierten 4,5-Millionen-Mark-Etats nicht in Gang kommen wollte und die Kosten für die Saison mittlerweile bereits auf 5,5 Millionen Mark hochgerechnet wurden. "Wer auch immer jetzt Geld geben will, er muss den schmerzlichen Weg nicht mehr gehen. Metabox hat den Umzug in die neue Arena letztlich gut geschafft. Die Organisation steht, wir haben einen klasse Trainer und eine gute Mannschaft. Wir haben nichts falsch gemacht, müssen aber konstatieren, dass es ohne weitere Sponsoren nicht weiter geht", sagte der Metabox-Vorstandsvorsitzende weiter.
GmbH-Geschäftsführer Dr. Klaus-Peter Klewe hofft, "dass sich jetzt Türen öffnen werden und die Reserviertheit bei der regionalen Wirtschaft abnimmt." Er stellte heraus: "Ohne Metabox wäre der Basketball in Braunschweig im Sommer tot gewesen. Das Unternehmen ist weit über das hinaus gegangen, was üblich ist. Ich denke, der jetzige Schritt muss auch als Schutz für die Aktionäre und Mitarbeiter der Metabox AG gewertet werden." Um den Spielbetrieb aufrecht erhalten zu können, müssen bereits in der nächsten Woche Gelder fließen, ansonsten droht der Konkurs.
"Wir wollen Braunschweig als Bundesliga-Standort unbedingt erhalten. Die VW-Halle wurde auch wegen der Möglichkeit, attraktiven Hallensport einem großen Publikum präsentieren zu können, gebaut. Wir wollen im Sinne der Hauptgeldgeber die Arena auch weiter mit Basketball-Leben erfüllen", kommentierte Franz Matthies, Stadtsportbund-Präsident Braunschweigs.
Er warb bereits in Gesprächen um Unterstützung "in dieser besonderen Situation". Wilhelm Schmidt, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD im Bundestag und Bezirksportbund-Vorsitzender, sagte zu, durch seine Beziehungen Kontakte herzustellen.
Quelle: dpa
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