Vollständige Version anzeigen : Daimler
Hi Leute,
ist gerade im Radio gekommen, Daimler stößt seine Tochter Chrysler ab.
Kann es sein?
Oder war es Verarschung?
Gert
Warscheinlich falsch zugehört:
Hab diese Meldung gefunden.
DaimlerChrysler: Trennung von weiteren Chrysler-Managern
DaimlerChrysler hat sich als Konsequenz aus der schlechten Ertragslage bei Chrysler von weiteren Topmanagern der US-Sparte getrennt.
Ein Sprecher des Konzerns bestätigte am Montag in Stuttgart, Vertriebschef Theodor Cunningham, Verwaltungschefin Kathleen Oswald und Kommunikationschef Tony Cervone würden das Unternehmen verlassen. Cervone wird nach Angaben aus Firmenkreisen durch Ken Levy, einen früheren Sprecher des Autokonzerns General Motors, ersetzt. Der Kurs der DaimlerChrysler-Aktie sackte wegen der Unsicherheit über die weitere Entwicklung bei Chrysler zeitweise auf ein neues Rekordtief ab.
Schrempp berät mit Führungskräften
Unterdessen lehnte DaimlerChrysler einen Kommentar zu Presseberichten ab, wonach auch 2001 hohe Verluste bei Chrysler zu erwarten seien. Noch im Verlauf des Montag wollte sich die neue Chrysler-Führung per Videoübertragung an die 128.000 Beschäftigten von Chrysler wenden. Konzernchef Jürgen Schrempp und der neue Chrysler-Chef Dieter Zetsche waren nach Angaben aus Firmenkreisen zum Chrysler-Sitz nach Auburn Hills gereist, um dort vor mehreren hundert Führungskräften über das weitere Vorgehen zu sprechen.
DaimlerChrysler hatte am Freitag die Führung bei der US-Tochter Chrysler ausgewechselt und angekündigt, die Ergebnisse von Chrysler würden schlechter ausfallen als bisher erwartet. Ursprünglich war geplant gewesen, dass Chrysler nach einem Verlust von 579 Mio. Euro im dritten Quartal im Schlussquartal des Jahres wieder Gewinne erreichen würde. Nach Angaben aus Firmenkreisen wurde der bisherigen Führung vorgeworfen, mehrfach zu optimistische Prognosen gemacht und zu wenig zur Beseitigung der Probleme getan zu haben.
Neues Kurstief
Der Kurs der DaimlerChrysler-Aktie sackte zwischenzeitlich auf 46,90 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit der Gründung des Konzerns im November 1998 ab. Am Abend wurde die Aktie für 47,53 Euro gehandelt, 4,6 Prozent weniger als bei Börsenschluss am Freitag. Die Aktie litt unter anderem unter einer Herabstufung der US-Investmentbank Lehman Brothers, die das Kursziel für die Aktie auf 39 von zuvor 43 Euro senkte. Mit den derzeitigen Kursen ist die DaimlerChrysler-Aktie nur noch etwa so viel wert wie die Aktie des Vorgänger-Unternehmens Daimler-Benz im November 1996. Seit Frühjahr 1999 hat die DaimlerChrysler-Aktie etwa die Hälfte an Wert verloren.
Die Analysten der Investmentbank Lehman Brothers begründeten ihre Herabsetzung des Kursziels damit, dass die schwierigen Zeiten für den Konzern nun erst begännen. Zuvor hatten bereits die Investmentbanken Goldman Sachs, Merrill Lynch und Schroder Salomon Smith Barney ihre Kursziele und Gewinnschätzungen für DaimlerChrysler gesenkt.
Deutsche Bank korrigiert Gewinnprognose
Auch die Analysten der Deutschen Bank korrigierten am Montag ihre Gewinnprognosen für den Stuttgarter Konzern für dieses und die kommenden beiden Jahre nach unten. Für das laufende Jahr werde nun mit einem Gewinn je Aktie von 4,50 Euro statt bisher erwarteter 4,80 Euro gerechnet. Für 2001 werde ein Gewinn je Aktie von 3,70 (zuvor 4,70) Euro und für 2002 ebenfalls von 3,70 (5,20) Euro erwartet, hieß es. Die Wurzel für die Probleme bei Chrysler liege in dem insgesamt sinkenden Marktanteil auf dem US-Markt für Geländewagen, Großraumlimousinen und so genannten Pick-up-Lastwagen, der den überwiegenden Teil des Geschäfts von Chrysler ausmacht.
Zu Presseberichten über angebliche weitere Verluste bei Chrysler sagte ein Konzernsprecher, zu Spekulationen gebe er keinen Kommentar ab. Sicher sei Chrysler in einer schwierigen Situation, jedoch müsse diese erst einmal genau untersucht werden. DaimlerChrysler hatte angekündigt, die neue Führung werde nach einer gründlichen Analyse im ersten Quartal 2001 ihr Konzept für eine grundlegende Neuausrichtung von Chrysler vorlegen. Das "Wall Street Journal Europe" berichtete, im vierten Quartal könne der Verlust durchaus höher ausfallen als im vorherigen Quartal, und für 2001 gingen interne Schätzungen von Verlusten bis zu einigen Milliarden $ aus.
© 2000 Reuters Limited. Nutzerbeschränkungen
Kerkorian klagt gegen DaimlerChrysler
Der Milliardär und Investor Kirk Kerkorian hat den deutsch-amerikanischen Autobauer DaimlerChrysler auf neun Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt. In einer am Montag dem US-Bezirksgericht eingereichten Klage wirft Kerkorian DaimlerChrysler Irreführung der Chrysler-Aktionäre bei der Fusion im Jahre 1998 vor. Durch die Vorstellung der Fusion als "Zusammenschluss unter Gleichen" habe DaimlerChrysler "wissentlich" Aktionäre getäuscht, heißt es in der Klage weiter. DaimlerChrysler gewann trotz dieser Meldung 3 Prozent oder 1,02 auf 41,25 Dollar.
Quelle: www.instock.de (http://www.instock.de)
Was geht da ab? Normalerweise sind Klagevorwürfe eher bedrohend für den Kurs. Oder wird hier schon die Freude über die Trennung von Chrysler vorweggenommen? Das kommt bestimmt noch bitter!
Joerg
Morgengruß aus Köln
Daimler wurde Gestern sogar lt. NTV kurzfristig aus dem Handel genommen. Der Typ soll ein Großaktionär mit knapp 20% Anteilen an Daimler sein.
In Amiland ist alles möglich auch wenn die Klageschrift lächerlich erscheint. Wer sich zu so großen Teilen an einem Unternehmen beteiligt, sollte wissen daß es mit enormen Risiko behaftet ist. Das ist Amerika live - kann man nur sagen.
Allerdings sehe ich es kurz- bis mittelfristig ähnlich brisant. Einer Klage werden sich Wohl oder Übel eine Menge Klagen von Kleinaktionären anschließen. Mich würde es nicht verwundern - wenn es ab Heut auch eine Interessengemeinschaft in Deutschland gibt die sich ebenso dieser Sammelklage anschließt!
Dem Daimler Kurs wird es weiterhin nicht gut tun. Frage ist nur: Was will der Typ bezwecken? Als Ziel den Schadensersatzanspruch? das kann ich nicht so ganz glauben. Ich denke hier eher an eine künstliche Manipulation nach unten um evtl. eine Übernahme vorzubereiten. Auch einige Broker an der FFM Börse hegten bereits letzte Woche Verdacht, daß der Kurs jetzt reif wäre für eine feindliche Übernahme! Und da nicht der 1.4. ist - denke ich es war Ernst gemeint! http://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif
bye
MM
Christian
28.11.2000, 11:16
Habe mal etwas über die Vita 'Jungspundes' Kirk Kerkorian gefunden. Scheint eine schillernde Persönlichkeit zu sein:
Was er anfasst, wird zu Geld
Kirk Kerkorian ist eine schillernde Persönlichkeit. Er gilt als einer der Gründer des Spielerparadieses Las Vegas.
<IMG SRC="http://www.spiegel.de/img/0,1020,75560,00.jpg" border=0>
Kirk Kerkorian: schillerndes Multi-Talent
New York - Der Sohn armenischer Einwanderer wurde am 6. Juni 1917 im kalifornischen Fresno geboren. Das große Geld ist noch nicht in Reichweite, als er sich zunächst noch mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser hält und im Wesentlichen fürs Boxen begeistert.
Doch das ändert sich bald. Praktisch alles, was er anfasst, wird zum Erfolg. Im Zweiten Weltkrieg entdeckt er seine Leidenschaft fürs Fliegen und kauft 1947 eine kleine Chartergesellschaft. In Las Vegas erwirbt er Land, um es gleich wieder zu verkaufen. Mit Spekulationsgewinnen und nach dem Gang an die Börse steigt er in der Spielerstadt Las Vegas ins Kasinogeschäft ein. Auch im Filmgeschäft fasst Kerkorian Fuß: 1969 kauft er die MGM-Studios.
Weil er der Börsenaufsicht Informationen vorenthält und hoch verschuldet ist, muss Kerkorian zwischenzeitlich einen Teil seines Imperiums in Las Vegas verkaufen. Selbst sein Haus, seine Privatmaschine und seine Yacht kann er nicht halten.
Als er finanziell gesundet ist, stürzt er sich wieder in ein Großprojekt: In Las Vegas baut er das MGM-Grandhotel mit 5000 Zimmern und begründet damit seinen Ruf als einer der Väter des Spielerparadieses Las Vegas. Eine Leidenschaft entwickelt er auch für Chrysler. 1995 tut er sich mit Lee Iacocca zusammen, dem im Haus ein beinahe legendärer Ruf vorauseilt, der aber drei Jahre zuvor durch Robert Eaton ersetzt wurde.
Mit Iacocca startet er zur Überraschung der Geschäftswelt einen Börsenangriff auf den drittgrößten US-Automobilhersteller. Seine Investment-Gruppe nennt er Tracinda - zusammengesetzt aus den Vornamen seiner Töchter Tracy und Linda, die aus seiner zweiten Ehe mit einer Tänzerin aus Las Vegas stammen.
Nach monatelangen Scharmützeln schließt er einen Waffenstillstand mit Chrysler, bleibt aber mit 14 Prozent des Kapitals Hauptaktionär. Bei der Fusion mit Daimler-Benz beschert das seiner Tracinda-Investmentgruppe einen Geldsegen.
Aber nun muss der US-Milliardär ansehen, wie die Fusion des früheren US-Lieblingsunternehmens Chrysler mit den deutschen Automobilbauern von Daimler-Benz Misserfolge bringt. Mit 83 Jahren schleift er jetzt als Chef der Investment-Gruppe Tracinda den drittgrößten Automobilhersteller der Welt vor Gericht. Wenn er den Rechtsstreit gewinnen sollte, könnte er sei Vermögen verdoppeln.
Quelle: Spiegel Online
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Christian - - - www.stock-channel.net (http://www.stock-channel.net)
http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif Also in USA scheint ja wirklich alles möglich! Ein 83 (!!!) jähriger mischt jetzt einen Weltkonzern auf...das ist ja wirklich Wahnsinn. Ist eigentlich Ann-Nicole-Smith schon an ihm dran, wie damals an dem texanischen Öl-Multi?
Gruß
Patrick
Feuert den Schrempp! Das darf doch nicht wahr sein, daß der da immer noch sitzt. Erst die Schnauze so weit aufreißen und sich verplappern und dann noch nicht mal freiwillig gehen. Schickt den auf die Berufsschule. Da kann der den Kiddys seinen Müll erzählen
....sorry, mußte aber mal sein. Was für ein Idiot! http://www.stock-channel.net/Board/smilies/mad.gif
Exor
Sehr ruhig geworden. Hahaha! Der Schrempp geht bestimmt in den nächsten zwei Monaten. Ruhe ist immer das Anzeichen, daß der Katapult vorbereitet wird.http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif
Exor
Zur Schrempp-Ironie.
In der heutigen Ausgabe der Zeit gibt es einen Leitartikel mit dem Titel: "Schrempp in der Klemme". Hier nimmt der Autor das Schicksal Schrempps bereits vorweg. Schuld an der Misere sei das Versprechen, die Anleger schnell zufrieden zu stellen. Dieses zu erfüllen, sei bei der erreichten Fusionsgröße nicht durchführbar! Auf lange Sicht, damit ist der Zeitraum von ca. zehn Jahren gemeint, wird sich die Umstrukturierung zu einem global player, der vom Billig-Auto über die Luxuslimousine bis zum Fünfzigtonner alles anbietet, allerdings auszahlen.
Das Paradox widerspiegelt sich in der Möglichkeit, daß der "großsprecherische Macher" wohl erst gehen muß, bevor "die Ernte eingefahren werden kann".
Joerg
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Grüsse aus dem Pott
Christian
08.12.2000, 12:50
Es war ja abzusehen und meiner Meinung nach unausweichlich. Jetzt geht es den Zulieferern an den Kragen:
D A I M L E R C H R Y S L E R: Zetsche schockt die Zulieferer
Chrysler-Chef Dieter Zetsche setzt seinen Notfallplan in Gang. Als erste Maßnahme sollen in den kommenden zwei Jahren die Kosten für Zuliefererteile um sechs Milliarden Dollar gesenkt werden.
Auburn Hills -Die US-Tochter des DaimlerChrysler-Konzerns stellte entsprechende Pläne, die Einsparungen von rund 15 Prozent bedeuten würden, am Donnerstagabend (Ortszeit) in Michigan vor. Vor Vertretern und Zulieferern in Detroit sagte Chrysler-Chef Dieter Zetsche: "Wir sind in einer schwierigen Lage." Er plädierte für eine gute Zusammenarbeit mit den Lieferanten. "Der wahre Test einer starken Beziehung wird an Zeiten wie diesen gemessen", erklärte er.
Den Angaben zufolge sollen in einem ersten Schritt die Zulieferer des Unternehmens von 2001 bis 2003 ihre Preise für Autoteile und Dienstleistungen um fünf Prozent oder insgesamt zwei Milliarden US-Dollar reduzieren. Pro Jahr gibt Chrysler eigenen Angaben zufolge rund 40 Milliarden Dollar bei insgesamt 900 Zulieferern aus.
In einem weiteren Schritt sollen in Zusammenarbeit mit den Zulieferern Einsparungsmöglichkeiten in Höhe von zehn Prozent oder vier Milliarden US-Dollar ausgearbeitet und umgesetzt werden, teilte Chrysler weiter mit.
Chrysler hatte im dritten Quartal einen Verlust von 512 Millionen Dollar erwirtschaftet und es drohen weitere rote Zahlen. Dabei war die US-Tochter von DaimlerChrysler einst gemessen am Gewinn je Auto die Nummer eins unter den amerikanischen Autoherstellern. Das Unternehmen leidet aber zur Zeit unter rückläufigen Absatzzahlen und kostspieligen Verkaufshilfen. Der US-Absatz war im November um 5,5 Prozent gefallen.
Die Zulieferbetriebe reagierten geschockt auf die Ankündigungen Zetsches. Viele werden durch die Forderungen weiter in Bedrängnis geraten. US-Autoteile-Produzenten wie Visteon, Dana, TRW und Lear haben wegen der schwachen Autokonjunktur bereits Gewinnwarnungen abgegeben.
Quelle: Spiegel Online
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Heißaßa,
jetzt werden neue Plattformen gegründet. Große Synergiegedanken, kennen wir doch von Volkswagen:
S A N I E R U N G
MitsuChrysler?
Mitsubishi und Chrysler werden angeblich baugleiche Modelle entwickeln. Mit Hilfe dieser Zusammenarbeit wollen beide Unternehmen aus der Verlustzone kommen.
© AP
In Zukunft werden beim Chrysler-Händler die gleichen Modelle stehen wie bei Mitsubishi
Frankfurt am Main - DaimlerChrysler will enger mit dem japanischen Autohersteller kooperieren. Das berichtet die "Financial Times" und beruft sich dabei auf einen hochrangigen Manager. Die beiden Autokonzerne wollen baugleiche Modelle produzieren und gemeinsame Plattformen für unterschiedliche Modelle verwenden. "Die Synergien zwischen Mitsubishi und Chrysler werden viel größer sein als zwischen Chrysler und Mercedes: Sie werden weit über den Austausch von Komponenten wie Motoren und Getriebe hinausgehen", erklärt der Manager. Nach dem Prinzip des "Badge Engineering" sollen baugleiche Autos unter beiden Markennamen verkauft werden.
DaimlerChryler will mit dieser Allianz seinen amerikanischen Teil sanieren. Chrysler stecke zurzeit tief in den roten Zahlen, Mitsubishi rechnet in diesem Jahr mit Verlusten in Höhe von 2,8 Milliarden Mark. Momentan ist DaimlerChrysler zu 34 Prozent an Mitsubishi beteiligt. Chrysler machte Gewinne zuletzt nur mit Geländewagen und Vans. "Chrysler sollte die Zusammenarbeit mit Mitsubishi nutzen, um seine seit Jahren erfolglose Pkw-Sparte zu sanieren", sagte ein Analyst.
Grüsse
Joerg
Und nochmals etwas anders beleuchtet; neue Spartenaufteilung!
''Capital'': Schrempp will DaimlerChrysler Vier-Sparten-Struktur verpassen
KÖLN (dpa-AFX) - Der Chef der DaimlerChrysler AG , Jürgen Schrempp, will laut einem Pressebericht dem Automobilkonzern eine neue Struktur verpassen. Dies erfuhr das Wirtschaftsmagazin "Capital" (Ausgabe 26/2000) aus nicht genannten Quellen. Der Aufsichtsrat soll demnach im Februar 2001 einem von Konzernstratege Rüdiger Grube entwickelten Vier-Sparten-Konzept zustimmen. Zukünftig soll Daimler Chrysler danach in die Sparten "Luxusklasse", "Kompakt- und Kleinwagen", "Geländewagen und Mini-Vans" sowie die Sparte "Nutzfahrzeuge" aufgeteilt werden. Jedem Bereich stünde ein Vorstandsmitglied von DaimlerChrysler vor, so der Plan. Im Vertrieb plane Schrempp laut "Capital" schlankere Strukturen. Vertriebschef Eckhard Panka sei dabei, den Marken Mercedes-Benz, Smart, Chrysler ,Mitsubishi und Hyundai eine gemeinsame Vertriebs- und Serviceorganisation zu geben. Ende November waren die Verträge aller Chrysler-Händler in Deutschland gekündigt worden./js/so/sk
Joerg
Christian
18.12.2000, 16:42
Tja je später das Jahr um so schlechter die Nachrichetn:
DaimlerChrysler: Halbierung des Konzerngewinns
Die DaimlerChrysler AG wird ihre Aktionäre über die derzeitige Lage informieren und wegen der Probleme bei Chrysler eine Halbierung des Konzernbetriebsgewinns ankündigen. Ein Konzernsprecher sagte, Firmenchef Jürgen Schrempp habe einen Brief an die Aktionäre verfasst.
Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete vorab, darin lege Schrempp dar, dass der operative Gewinn ohne Einmaleffekte in diesem Jahr auf 5 bis 5,5 Milliarden Euro nach 10,3 Milliarden Euro im Vorjahr sinken werde. Die US-Sparte Chrysler werde im vierten Quartal voraussichtlich einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro erzielen.
Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtete, im gesamten Jahr 2000 werde Chrysler durch den Verlust im vierten Quartal insgesamt nur noch einen geringen operativen Gewinn von etwa 500 Millionen Euro ausweisen. 1999 hatte Chrysler noch 5,2 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet. Die Zeitung berief sich in ihrem Bericht auf Angaben aus Frankfurter Finanzkreisen.
Der DaimlerChrysler-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu den in dem Zeitungsbericht genannten Ergebniszahlen ab, bestätigte aber, dass die Aktionäre ein Schreiben erhalten sollten. In dem Brief wird Schrempp auch um das Vertrauen der Aktionäre werben. Gleichzeitig werde DaimlerChrysler ankündigen, dass das kommende Jahr für den Konzern noch schwieriger sein werde.
Manager aus Deutschland soll es richten
Die Chrysler-Sparte leidet durch Kosten für mehrere Modellwechsel und Rabatte für auslaufende Modellreihen besonders stark unter dem immer schärferen Wettbewerb auf dem US-Markt. Im dritten Quartal hatte die Sparte einen Verlust von 579 Millionen Euro ausgewiesen. Mitte November hatte DaimlerChrysler-Chef Schrempp daraufhin die Führung von Chrysler ausgewechselt. Zum neuen Chrysler-Chef wurde damals der bisherige Nutzfahrzeug-Vorstand Dieter Zetsche ernannt, der nun bis Februar ein Konzept zur grundlegenden Neuausrichtung von Chrysler vorlegen soll.
In ersten Maßnahmen hatte die neue Chrysler-Führung in mehreren Schritten einige Werke kurzzeitig stillgelegt, um den hohen Bestand an bereits gefertigten Fahrzeugen zu reduzieren und so auch den Zwang zu Preisnachlässen zu verringern. Zudem hat Chrysler angekündigt, in Zusammenarbeit mit den Zulieferern binnen zweier Jahre die Materialkosten um rund 15 Prozent senken zu wollen, was eine jährliche Einsparung von dann sechs Milliarden Dollar bedeuten würde. Darüber hinaus zieht DaimlerChrysler zur Kosteneinsparung eine enge Kooperation von Chrysler mit dem japanischen Autohersteller Mitsubishi Motors in Betracht, an dem DaimlerChrysler mit 34 Prozent beteiligt ist.
Nach ursprünglichen Plänen des Stuttgarter Konzerns hätte Chrysler nach dem Verlust im dritten Quartal im Schlussquartal des Jahres bereits wieder schwarze Zahlen schreiben sollen. Im Rahmen dieser Prognose hatte DaimlerChrysler einen Rückgang des operativen Gewinns des Gesamtkonzerns ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten auf etwa sieben Milliarden Euro in diesem Jahr angekündigt. Bei der Ernennung Zetsches vor vier Wochen hatte DaimlerChrysler dann aber angekündigt, die Ergebnisse von Chrysler würden unter der vorherigen Prognose liegen, was sich auch auf das Konzernergebnis auswirken werde.
DaimlerChrysler-Aktie lief gegen den Trend und verlor
An der Frankfurter Börse gehörte die DaimlerChrysler-Aktie am Montag in einem insgesamt festeren Markt zu den wenigen Verlierern bei den Standardwerten. Das Papier gab bis zum frühen Nachmittag um fast zwei Prozent auf 47,10 Euro nach.
Die Milliarden-Klage des amerikanischen Großaktionärs Kirk Kerkorian wegen angeblicher falscher Informationen im Zusammenhang mit der Fusion von Daimler-Benz und Chrysler im Jahr 1998 nannten Schrempp und sein Finanzchef Manfred Gentz sachlich und rechtlich völlig unbegründet. „Wir sind sicher, dass wir die gegenwärtige schwierige Übergangsphase auf Grund unserer starken finanziellen Position überwinden werden“, hieß es in dem Aktionärsbrief.
Quelle: WIWO
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An einem solchen Tag mal eine interessante Meldung aus der Forschung:
DaimlerChrysler liefert erstes Brennstoffzellen-Auto an Hermes
STUTTGART (dpa-AFX) - Das erste DaimlerChrysler-Fahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb geht an den Hermes Versand Service. Der Kleinlaster der baureihe Mercedes-Benz Sprinter werde im Laufe des Jahres an den Hamburger Paketdienst ausgeliefert, teilte DaimlerChrysler am Dienstag in Stuttgart mit. Bei der Tochter des Otto-Versands solle er zunächst zwei Jahre lang getestet werden. Der DaimlerChrysler-Transporter erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern. Die Brennstoffzelle muss nach jeweils 150 Kilometern Fahrt neu geladen werden. Bis zum Jahr 2004 plant DaimlerChrysler nach früheren Angaben die Serienreife für Pkw mit Brennstoffzellen-Antrieb und will bis dahin rund 1 Mrd. Euro (2 Mrd. DM) in die Technologie investieren. Der japanische Autokonzern Toyota will laut einem Zeitungsbericht gemeinsam mit dem US-Autoriesen General Motors und dem Ölkonzern Exxon Mobil bis 2003 gemeinsame Brennstoffzellen-Autos auf den Markt bringen. Durch Brennstoffzellen angetriebene Autos verursachen keine schädlichen Abgase. In einer chemischen Zelle wird durch die Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie erzeugt./DP/as/mr
Quelle: gatrixx.de
Gruß
Joerg
<font size=1>[Dieser Beitrag wurde von Joerg am 02.01.2001 editiert.]</font>
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