Silke
17.01.2001, 19:50
...hat so Gerede langen Einfluß ????
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O'Neill für Steuersenkungen in USA und starken Dollar
Washington, 17. Januar (Reuters) - Der designierte US-Finanzminister Paul O'Neill hat sich am Mittwoch klar für die Steuersenkungspläne des künftigen US-Präsidenten George Bush und für Politik des starken Dollar ausgesprochen. "Ich unterstütze entschieden die Grundsätze der Bush-Pläne: Steuersenkungen, Schuldenabbau, mehr Anreize für Ersparnisse und Investitionen und ein sicheres Sozialsystem", sagte O'Neill in Washington bei seiner Anhörung vor dem Finanzausschuss des US-Senats. Zur künftigen Währungspolitik der Regierung Bush sagte er: "Ich favorisiere einen starken Dollar." Der Euro rutschte nach O'Neills Äußerungen rund einen halben US-Cent auf Kurse um 0,93 Dollar ab. Die richtungweisende 30-jährige US-Staatsanleihe legte dagegen um mehr als einen vollen Punkt zu.
Im Anschluss an die Anhörung muss der Ausschuss O'Neill offiziell bestätigen. Die Zustimmung gilt jedoch als sicher.
Der künftige republikanische US-Präsident Bush plant, die Steuern in den USA um insgesamt 1,3 Milliarden Dollar zu senken. Einige Senatoren hatten zuvor wegen möglicher negativer Auswirkungen auf den US-Haushalt Bedenken gegen diese Steuersenkungspläne geäußert. "Es besteht Raum, einige Steuern bereits früher als von Bush geplant zu senken. Allerdings hat Bush bisher noch keine in diese Richtung weisende Entscheidung getroffen", sagte O'Neill. Die Bush-Regierung werde jedoch innerhalb der kommenden sechs Wochen einen Gesetzesentwurf zu ihrem geplanten Steuerentlastungsprogramm beim Kongress vorlegen. Er wies jedoch zugleich darauf hin, dass es wichtig sei, die US-Staatsverschuldung von gegenwärtig 5,6 Milliarden Dollar weiter abzubauen. Die Inflationsrate müsse außerdem auf niedrigem Niveau gehalten werden.
O'Neill sprach sich bei der Anhörung auch klar für die Fortsetzung der Politik des starken Dollar aus. "Ich kann mir nicht vorstellen, warum jemand das Gegenteil glauben könnte", sagte der 65-Jährige. Damit trat der ehemalige Chef des Aluminiumkonzerns Alcoa Zweifeln der Finanzmärkte entgegen, ob er angesichts seiner Nähe zur Exportwirtschaft die von Bush favorisierte Politik des starken Dollar umsetzen werde. Viele exportorientierte US-Unternehmen hatten in den vergangenen Jahren im Zuge der auch von Bill Clinton verfolgten Politk des starken Dollar Preisnachteile am Weltmarkt hinzunehmen.
Eindeutig äußerte sich O'Neill zur derzeitigen Abkühlung der US-Konjunktur. "Es gibt keinen Zweifel, wir erleben gegenwärtig eine Verlangsamung." Dieser wirtschaftlichen Schwäche müsse vor allem mit der richtigen Geldpolitik begegnet werden. Auch eine zeitlich gut abgestimmte Steuersenkung könne helfen, fügte er hinzu. Steuersenkungen seien zwar nicht "das" Instrument gegen eine Rezession, aber "ein zusätzliches Instrument", für das es derzeit Spielraum gebe. Niedrigere Steuern würden den US-Bürgern helfen, ihre im vergangenen halben Jahr deutlich gestiegenen Schulden abzubauen. Das stütze den privaten Konsum und damit auch die US-Konjunktur.
Hinsichtlich der wesentlichen Ziele seiner Vorgänger wie die Beibehaltung der Haushaltsdisziplin, die Förderung der Produktivität und der internationalen Zusammenarbeit, sagte O'Neill: "Ich teile diese Ziele und verspreche, dass ich alles tun werde, um sie zu erreichen."
Der Euro verlor nach O'Neills Äußerungen rund einen halben US-Cent auf Kurse um 0,93 Dollar, nachdem er schon vorher Händlern zufolge wegen neuer US-Konjunkturdaten nachgegeben hatte. Die US-Kreditmärkte reagierten dagegen wegen des stärkeren Dollar mit Kursgewinnen. Die richtungweisende 30-jährige US-Staatsanleihe konnte mehr als einen vollen Punkt zulegen.
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O'Neill für Steuersenkungen in USA und starken Dollar
Washington, 17. Januar (Reuters) - Der designierte US-Finanzminister Paul O'Neill hat sich am Mittwoch klar für die Steuersenkungspläne des künftigen US-Präsidenten George Bush und für Politik des starken Dollar ausgesprochen. "Ich unterstütze entschieden die Grundsätze der Bush-Pläne: Steuersenkungen, Schuldenabbau, mehr Anreize für Ersparnisse und Investitionen und ein sicheres Sozialsystem", sagte O'Neill in Washington bei seiner Anhörung vor dem Finanzausschuss des US-Senats. Zur künftigen Währungspolitik der Regierung Bush sagte er: "Ich favorisiere einen starken Dollar." Der Euro rutschte nach O'Neills Äußerungen rund einen halben US-Cent auf Kurse um 0,93 Dollar ab. Die richtungweisende 30-jährige US-Staatsanleihe legte dagegen um mehr als einen vollen Punkt zu.
Im Anschluss an die Anhörung muss der Ausschuss O'Neill offiziell bestätigen. Die Zustimmung gilt jedoch als sicher.
Der künftige republikanische US-Präsident Bush plant, die Steuern in den USA um insgesamt 1,3 Milliarden Dollar zu senken. Einige Senatoren hatten zuvor wegen möglicher negativer Auswirkungen auf den US-Haushalt Bedenken gegen diese Steuersenkungspläne geäußert. "Es besteht Raum, einige Steuern bereits früher als von Bush geplant zu senken. Allerdings hat Bush bisher noch keine in diese Richtung weisende Entscheidung getroffen", sagte O'Neill. Die Bush-Regierung werde jedoch innerhalb der kommenden sechs Wochen einen Gesetzesentwurf zu ihrem geplanten Steuerentlastungsprogramm beim Kongress vorlegen. Er wies jedoch zugleich darauf hin, dass es wichtig sei, die US-Staatsverschuldung von gegenwärtig 5,6 Milliarden Dollar weiter abzubauen. Die Inflationsrate müsse außerdem auf niedrigem Niveau gehalten werden.
O'Neill sprach sich bei der Anhörung auch klar für die Fortsetzung der Politik des starken Dollar aus. "Ich kann mir nicht vorstellen, warum jemand das Gegenteil glauben könnte", sagte der 65-Jährige. Damit trat der ehemalige Chef des Aluminiumkonzerns Alcoa Zweifeln der Finanzmärkte entgegen, ob er angesichts seiner Nähe zur Exportwirtschaft die von Bush favorisierte Politik des starken Dollar umsetzen werde. Viele exportorientierte US-Unternehmen hatten in den vergangenen Jahren im Zuge der auch von Bill Clinton verfolgten Politk des starken Dollar Preisnachteile am Weltmarkt hinzunehmen.
Eindeutig äußerte sich O'Neill zur derzeitigen Abkühlung der US-Konjunktur. "Es gibt keinen Zweifel, wir erleben gegenwärtig eine Verlangsamung." Dieser wirtschaftlichen Schwäche müsse vor allem mit der richtigen Geldpolitik begegnet werden. Auch eine zeitlich gut abgestimmte Steuersenkung könne helfen, fügte er hinzu. Steuersenkungen seien zwar nicht "das" Instrument gegen eine Rezession, aber "ein zusätzliches Instrument", für das es derzeit Spielraum gebe. Niedrigere Steuern würden den US-Bürgern helfen, ihre im vergangenen halben Jahr deutlich gestiegenen Schulden abzubauen. Das stütze den privaten Konsum und damit auch die US-Konjunktur.
Hinsichtlich der wesentlichen Ziele seiner Vorgänger wie die Beibehaltung der Haushaltsdisziplin, die Förderung der Produktivität und der internationalen Zusammenarbeit, sagte O'Neill: "Ich teile diese Ziele und verspreche, dass ich alles tun werde, um sie zu erreichen."
Der Euro verlor nach O'Neills Äußerungen rund einen halben US-Cent auf Kurse um 0,93 Dollar, nachdem er schon vorher Händlern zufolge wegen neuer US-Konjunkturdaten nachgegeben hatte. Die US-Kreditmärkte reagierten dagegen wegen des stärkeren Dollar mit Kursgewinnen. Die richtungweisende 30-jährige US-Staatsanleihe konnte mehr als einen vollen Punkt zulegen.