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Vollständige Version anzeigen : Intershop .... Verlust kräftig erhöht !


Ralph
31.01.2001, 09:38
Intershop: Q4-Verlust steigt von 7,4 Mio. Euro auf 32,5 Mio. Euro


JENA (dpa-AFX) - Das Softwareunternehmen Intershop hat imvierten Quartal einen Nettoverlust von 32,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 7,4 Mio. Euro verzeichnet. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Jena mitteilte, enstpricht dies einem Verlust von 0,38 Euro je Aktie gegenüber 0,09 Euro im Vorjahresquartal. Damit liegt die im
NEMAX 50 gelistete Softwareschmiede leicht unter der eigenen Gewinnwarnung von Anfang Januar, als Intershop mit einem Nettoverlust zwischen 30 Mio. Euro und 32 Mio. Euro gerechnet hatte.

Der Umsatz kletterte im vierten Quartal des abgelaufenen Jahres auf 30,2 Mio. Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahresergebnis von 19,3 Mio. Euro, aber 14 Prozent unter dem Ergebnis vom dritten Quartal. Vor der Gewinnwarnung Anfang Januar rechnete Intershop mit einem Umsatz zwischen 40 Mio. Euro und 50 Mio. Euro. Der Umsatzrückgang sei vor allem auf Absatzprobleme in den USA zurückzuführen, heißt es in der Unternehmensmitteilung. Im vierten Quartal stieg der Umsatz in Europa um 22 Prozent auf 24,7 Mio. Euro. In Asien und USA war das Geschäft des deutschen Softwareunternehmens mit Sitz in den USA stark rückläufig.

Aus diesem Grund sollen "einige globale Funktionen" der Intershop AG von den Vereinigten Staaten nach Deutschland verlegt werden. Außerdem wurden im Januar weltweit rund 200 Stellen abgebaut, um im Jahr 2001 effizienter zu werden. Im Jahr 2000 stieg der Nettoverlust von 18,4 Mio. Euro auf 39,3 Mio. Euro. Dies entspricht einem Verlust von 0,47 Euro gegenüber 0,23 Euro im Vorjahr. Damit lag der Verlust im Rahmen der Gewinnwarnung von Anfang Januar. Beim Umsatz im Jahr 2000 konnte das Software-Unternehmen mit 123 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 46,30 Mio. Euro, die eigenen revidierten Prognosen von Anfang Januar ebenfalls erfüllen. Zuvor rechnete das Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 132,80 Mio. Euro und 142,80 Mio. Euro

Die Verlagerung einiger Geschäftsfelder nach Deutschland und der Personalabbau soll dem Unternehmen helfen, die Finanzziele zu erreichen, sagte Finanzvorstand Wilfried Beeck. Das Unternehmen wolle bis Ende des Jahres 2001 auf Quartalsbasis profitabel werden. Beim Umsatz strebe das Unternehmen eine Größenordnung zwischen 140 und 160 Mio. Euro an, wobei der Verlust auf dem Niveau des Jahres 2000 bleiben soll. In den USA und Asien rechnet Intershop aufgrund der aktuellen Probleme weiter mit einer geringen Umsatzdynamik./bz/js/ep/

Ralph

artistin
31.01.2001, 10:50
Hi,

die Kommentare dazu lesen / hören sich eindeutig an: Finger weg von diesem Wert.
Gründe:
1. Profitabilität in 2001 scheint nicht möglich
2. Das Wachstum wird in Europa forciert statt in Amerika
3. Liquiditätsengpäße spätestens in 6-8 Monaten

Derzeitiger Abschlag: ca. 25%

grüsse
artistin http://www.stock-channel.net/Board/smilies/smile.gif

Patrick
31.01.2001, 11:00
http://www.stock-channel.net/Board/smilies/mad.gif

...und da sieht man wieder, was passiert, wenn man sein vorhaben nicht in die tat umsetzt...hatte damals nach 2 Wochen schöne 20% (von 40 auf 48€) gemacht und wollte dann
mehr....jetzt sind es minus 80%, und bei den Aussichten ein weiterer Wert, den ich abschreiben kann.

Gruß
Patrick

Silke
31.01.2001, 11:01
ob dies Ergebnis auch den amerikanischen B2B Unternehmen nochmals zusetzen wird???

MM

Patrick
31.01.2001, 14:11
Sowas nennt sich Analyst! Der liest praktisch nur die ad-hoc vor...nach 80% Kursverlust kommen die mit der Abstufung...Respekt...

STUTTGART (dpa-AFX) - Die WGZ-Bank hat die Aktien des Thüringer Softwareherstellers Intershop nach der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr 2000 von "Marketperformer" auf "Underperformer" heruntergestuft. In einem Gespräch mit dpa-AFX sagte Analyst Paul Sibianu am Mittwoch, dass die Zahlen "wie erwartet schlecht ausgefallen sind". Überraschend sei allerdings der überaus negative Ausblick. Demnach wolle Intershop im laufenden Jahr den Umsatz nur um gut 20 Prozent steigern und der Verlust solle ungefähr gleich bleiben.

Bisher ist Analyst Sibianu bei Intershop von einem Break Even bereits im vergangenen Jahr ausgegangen. "Jetzt wird das Unternehmen das Ziel nicht einmal in 2001 schaffen", sagte er. Außerdem werde sich das Amerikageschäft von Intershop schwächer als erwartet entwickeln.

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Gruß
Patrick

Matze
31.01.2001, 14:18
Ein ehemaliger highflyer, der sich langsam in den Boden schraubt? Erst der gehypte gang nach Amerika, nun bleibt in meinen Augen nur noch der traurige Rückzug, besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Ich bin gespannt über den weiteren Verlauf dieses "vorzeigeobjektes" des dt. Unternehmerkult's http://www.stock-channel.net/Board/smilies/newlaugh.gif...

Matze

Joerg
04.02.2001, 17:00
Neue Strategien seitens Schambach? Ich weiß nicht so recht ...


aus: ftd.de, So, 4.2.2001, 15:07

Intershop will mit Produktverbesserung in Gewinnzone

Der Softwareanbieter Intershop will mit einer Wertsteigerung seiner E-Commerce-Software "Enfinity" im vierten Quartal 2001 die Gewinnzone erreichen.

"Demnächst werden wir auf der Cebit neue Zusatzprodukte (zu "Enfinity") anbieten", sagte Intershop-Chef Stephan Schambach der "Berliner Zeitung". Im Laufe des Jahres würden dann weitere Module hinzukommen. Damit würden sich die Funktionalitäten für den Anwender verbessern. Die Kunden würden dann auch bereit sein, mehr Geld dafür auszugeben. Das neue Produkt solle noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Der Schwerpunkt der Aktivitäten werde in Europa liegen, sagte Schambach weiter. "Hier sehen die Konjunkturprognosen für die nächsten Monate ja auch besser aus als für die USA".

Im vierten Quartal 2000 habe sich das schwache Ergebnis in den USA negativ auf die wirtschaftliche Situation des gesamten Unternehmens ausgewirkt, Schambach. Intershop hatte im vierten Quartal 2000 einen Nettoverlust von 39,3 Mio. Euro und damit mehr als von Analysten erwartet verzeichnet.

"Wir sind aber dabei, die Probleme zu analysieren und arbeiten schon wieder mit allen Kräften daran, die Dinge in den Griff zu bekommen", sagte Schambach. Neben dem bereits angekündigten Abbau von 200 Stellen werde das Unternehmen auch an anderem Gebiet rationalisieren. "Zum Beispiel könnten Marketing-Operationen zusammengelegt werden."


Zur Entwicklung des eins mit bis zu 130 Euro gehandelten Intershop-Aktienkurses, der am Freitag mit 7,79 Euro nur knapp über dem am 31. Januar verzeichneten Rekordtief von 7,16 Euro lag, sagte Schambach, der Kurs setzte sich zwar aus vielen Faktoren zusammen, die das Unternehmen nicht alle beeinflussen könne. "Es wird aber sicherlich stark darauf ankommen, wie wir uns in den nächsten beiden Quartalen schlagen. Im vierten Quartal wollen wir dann die Gewinnzone erreichen." Er zeigte sich überzeugt, dass es nach wie vor einen fundamental wachsenden Bedarf an E-Commerce-Software gebe. "Wir werden (aber) ein bisschen konservativer planen müssen", sagte Schambach.

Gruß Joerg