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Tabea
25.01.2005, 08:25
Grippe: Deutschland
unzureichend vorbereitet

Beratungen der
Länderminister erst im Juni

Die Deutschen sind unzureichend auf eine Grippepandemie vorbereitet. Zu diesem Ergebnis kommt sowohl das für den nationalen Pandemieplan zuständige Robert-Koch-Institut als auch die Weltgesundheitsbehörde WHO.

Die einschlägigen Vorhersagen für den möglichen Fall sind eindeutig: "Wir müssen mit 90.000 Toten in Deutschland innerhalb von vier bis sechs Wochen rechnen", sagte der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Professor Reinhard Kurth. "Wir gehen davon aus, dass bei der nächsten Pandemie mindestens zwei bis sieben Millionen Menschen sterben werden", befürchtet Doktor Klaus Stöhr von der WHO mit Blick auf die Weltbevölkerung.

Eine Pandemie würde höchstwahrscheinlich in zwei Wellen kommen. Die Produktion eines geeigneten Impfstoffes dauert mindesten drei bis sechs Monate, so dass gegen die erste Welle nur ein so genannter Neuraminidasehemmer wirkt. Doch davon gibt es weltweit viel zuwenig. Fast ein Monopol hat die Schweizer Firma Roche mit ihrem Medikament "Tamiflu".

Keine Bestellung aus Deutschland
Während andere Länder wie die Niederlande, Irland und Norwegen genug Vorräte angesammelt haben und weitere Länder wie Belgien, die Schweiz und Österreich bereits in Verhandlungen mit dem Schweizer Unternehmen stehen, liegen aus Deutschland, so Theo Leuenberger (Roche), keine Bestellungen vor.

Das könnte bei Ausbruch einer Pandemie fatale Folgen haben. Denn: "Im Ernstfall gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst", so der Pharmasprecher weiter. Eine kurzfristige Aufstockung der Produktionsmenge scheint kaum möglich. Roche produziere bereits am Limit.

Beratungen im Juni :gomad:gomad:gomad:gomad:gomad
Eine mögliche Ursache könnte ein Streit zwischen Bund und Ländern um die Finanzierung sein. Erst am 30. Juni wollen die Gesundheitsminister der Länder beraten, wie der nationale Notfallplan, der zu Beginn des Jahres veröffentlicht wurde, umgesetzt werden soll. :kopf:

"Es ist noch zu früh, um jetzt schon über Mengen und Einzelheiten zu sprechen. Wir sollten Vorsorge ernst nehmen, aber nicht Panik ausbrechen lassen", sagt Werner Schnappauf, Landesgesundheitsminister Bayern.

Quelle (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,2253272,00.html)

TYYYpisch Deutschland, typisch :mad:

2003
09.02.2005, 11:59
bist'e erkältet?? :eek:

http://www.b-recette.be/image/pudding-estival.jpg