Lokomotive
20.10.2000, 08:08
Ich habe mir einmal Gedanken darüber gemacht,wie es auf Sicht von ca. 12 Monaten an den US-Märkten aussehen könnte.Dabei komme ich eher zu einem ernüchternden Ergebnis.Ich sehe zudem starke Veränderungen in der Wirtschaft,besonders was das Gewinnwachstum der Unternehmen angeht.
Das Jahr 2000 ist für viele bislang eher enttäuschend verlaufen.Nach einer völlig überbordenden Euphorie an den Börsen in den ersten Monaten des Jahres,und einem sich anschliessenden Salamicrash bei vielen Wachstumsaktien,welcher durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst wurde(Todeslisten,Zinsanstieg,Ölpreisanstieg,Unternehmenspleiten und deutlich nachlassendes Wachstum und vielfach gedämpfte Zukunftsaussichten der Unternehmen),stellt sich nun die Frage wie es zukünftig weitergehen wird.
Die Unternehmensergebnisse,welche diese Tage bekanntgegeben worden sind,sind sehr gemischt zu sehen.Viele Unternehmen haben Gewinnwarnungen abgegeben,andere haben schlechte Zukunftsaussichten gemeldet,und nur ein Teil der Unternehmen sprachen von guten weiteren Aussichten.
Das nun einige Unternehmen die Erwartungen geschlagen habn liegt daran,daß die Gewinnschätzungen deutlich nach unten korrigiert worden sind,wobei die Analysten wahrscheinlich bewußt tiefe Erwartungen angesetzt haben,damit die Erwartungen erfüllt werden,und das sich daraufhin die Märkte erholen.Es liegt im Interesse der großen Brokerhäuser,daß die Märkte stabil bleiben,stellen diese doch deren Geschäftsgrundlage dar.
Zur Euphorie gibt es deshalb keinen Grund,man sollte der Sache realistisch ins Auge sehen.
Da es nach der Earningssaison an neuen Marktimpulsen fehlen könnte,halte ich einen liquiditätsgetrieben Anstieg der Börsen bis über die Jahreswende für möglich.
Langfristig sehe ich hingegen düster in die Zukunft.Sollte es bei diesem starken Dollar bleiben,könnten die Unternehmensergebnise der großen Konzerne weiter leiden,gleiches gilt für den Ölpreis.In Europa kühlt sich hingegen die Konjunktur laut IFO Geschäftsklimaindex ebenfalls ab.Ein steigender Euro dürfte in diesem Falle sehr unwahrscheinlich sein,vielmehr seh ich ihn noch weiter fallen.
Es wäre daher möglich,daß wir im nächsten Jahr in eine Rezzision steuern,die Zinsen müssten gesenkt werden.Derzeit kann man jedoch noch nicht alles genau absehen,wahrscheinlich geben die Jahresergebnisse und die Zahlen für das erste Quartal 2001 genauen Aufschluß darüber.
Ein großes Problem exisiert weiterhin..steigende Preise bei gleichzeitig abschächender Konjunktur.Solange die Produktivetät hoch bleibt,mag es gut gehen..aber auch das kann sich ändern.
Nasdaqkurse von 5000 dürften wohl so scnell nicht wiederkommn,das absolute bullish Szenario sehe ich bei 4200.
Grüße
Rolf(Lokomotive)
Das Jahr 2000 ist für viele bislang eher enttäuschend verlaufen.Nach einer völlig überbordenden Euphorie an den Börsen in den ersten Monaten des Jahres,und einem sich anschliessenden Salamicrash bei vielen Wachstumsaktien,welcher durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst wurde(Todeslisten,Zinsanstieg,Ölpreisanstieg,Unternehmenspleiten und deutlich nachlassendes Wachstum und vielfach gedämpfte Zukunftsaussichten der Unternehmen),stellt sich nun die Frage wie es zukünftig weitergehen wird.
Die Unternehmensergebnisse,welche diese Tage bekanntgegeben worden sind,sind sehr gemischt zu sehen.Viele Unternehmen haben Gewinnwarnungen abgegeben,andere haben schlechte Zukunftsaussichten gemeldet,und nur ein Teil der Unternehmen sprachen von guten weiteren Aussichten.
Das nun einige Unternehmen die Erwartungen geschlagen habn liegt daran,daß die Gewinnschätzungen deutlich nach unten korrigiert worden sind,wobei die Analysten wahrscheinlich bewußt tiefe Erwartungen angesetzt haben,damit die Erwartungen erfüllt werden,und das sich daraufhin die Märkte erholen.Es liegt im Interesse der großen Brokerhäuser,daß die Märkte stabil bleiben,stellen diese doch deren Geschäftsgrundlage dar.
Zur Euphorie gibt es deshalb keinen Grund,man sollte der Sache realistisch ins Auge sehen.
Da es nach der Earningssaison an neuen Marktimpulsen fehlen könnte,halte ich einen liquiditätsgetrieben Anstieg der Börsen bis über die Jahreswende für möglich.
Langfristig sehe ich hingegen düster in die Zukunft.Sollte es bei diesem starken Dollar bleiben,könnten die Unternehmensergebnise der großen Konzerne weiter leiden,gleiches gilt für den Ölpreis.In Europa kühlt sich hingegen die Konjunktur laut IFO Geschäftsklimaindex ebenfalls ab.Ein steigender Euro dürfte in diesem Falle sehr unwahrscheinlich sein,vielmehr seh ich ihn noch weiter fallen.
Es wäre daher möglich,daß wir im nächsten Jahr in eine Rezzision steuern,die Zinsen müssten gesenkt werden.Derzeit kann man jedoch noch nicht alles genau absehen,wahrscheinlich geben die Jahresergebnisse und die Zahlen für das erste Quartal 2001 genauen Aufschluß darüber.
Ein großes Problem exisiert weiterhin..steigende Preise bei gleichzeitig abschächender Konjunktur.Solange die Produktivetät hoch bleibt,mag es gut gehen..aber auch das kann sich ändern.
Nasdaqkurse von 5000 dürften wohl so scnell nicht wiederkommn,das absolute bullish Szenario sehe ich bei 4200.
Grüße
Rolf(Lokomotive)