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Vollständige Version anzeigen : Es gibt anonymes Surfen.....


Christian
22.11.2000, 18:22
"Ich bin drin", so einfach geht es. Dann los: Klick zur Suchmaschine. Klick zum Newsportal. Klick zum Buchhändler. Klick zur privaten Homepage. Wer meint, dass niemand diese Klicks verfolgt, täuscht sich.

Von wegen anonym: Beim Surfen übermittelt der Internet-Nutzer zahlreiche Daten...

Cookies registrieren Klicks, wissen welche Internetadressen zuletzt kommen. Sie merken sich, von welcher IP-Nummer aus der Nutzer sich ins Netz eingeklinkt hat.

Wer genau wissen will, was Online-Anbieter mit persönlichen Daten anstellen, muss sich bislang mühsam, oft in Fremdsprachen, durch Kleingedrucktes quälen. Das World Wide Web Consortium (W3C) erarbeitete deshalb einen neuen Standard, der mehr Transparenz in Sachen Datenschutz ermöglicht: Die Plattform für Datenschutzpräferenzen P3P (Platform for Privacy Preferences).

Mitgearbeitet haben über 30 Unternehmen wie Microsoft, AOL oder AT&T, aber auch europäische Datenschutzbeauftragte. Mit P3P können Surfer künftig ihre persönlichen Einstellungen im Browser vornehmen. Schon heute können Cookies über eine Browseroption abgeblockt werden.


Mit P3P können künftig ganze Websites hinsichtlich ihrer Datenschutzpolitik beurteilt werden, da sie XML-basiert ihre "Politik", das heißt, ihre Richtlinien für den Umgang mit Kundendaten, in die Seiten programmieren. Nutzer können schnell feststellen, ob ihre Daten nach europäischem Datenschutzrecht behandelt werden. Sie können sich dann entscheiden, ob sie ihre Daten dieser Website anvertrauen wollen. Ob die Firma sich tatsächlich an ihre Angaben hält, überprüft die Software nicht. Hier greifen dann gesetzgeberische Maßnahmen.

Derzeit schlachten Anbieter die Nutzerdaten nach Lust und Laune aus: Microsoft sammelte zum Beispiel in allen Word- und Excel-Dateien GUID-Nummern. Der "Globally Unique Identifier" (GUID) ist die Seriennummer, die aus der Netzwerkkarte ausgelesen werden kann. Der Musik-Player Realjukebox übertrug sogar unbemerkt die GUID mit zahlreichen anderen Informationen wie der Anzahl und der Formate der auf dem Rechner gespeicherten Musiktitel.

Die führende Internet-Marketingfima Double-Click tauscht mit anderen Online-Agenturen Informationen über Nutzer aus. Ziel des Werbenetzwerks ist es, jedem einzelnen Nutzer das passende Werbebanner zu präsentieren. Die Suchmaschinen Altavista und Yahoo kooperieren mit der Werbefirma - deshalb braucht sich niemand zu wundern, wenn nach einer Suchanfrage passende Werbebanner im Browser angezeigt werden.


Zusätzliche Informationen liefern kleine Webkäfer, unsichtbare Bilder in der Größe von 1x1 Pixel. Sie senden IP-Adressen, die Internet-Adresse der besuchten Website, Browsertyp und Cookie-Informationen an den Server der Marketingfirma. Sie erst sorgen dafür, dass Informationen über verschiedene Sites hinweg miteinander verknüpft werden können.

Der US-amerikanische Datenschützer Richard Smith fand heraus, dass an Double-Click so nicht nur E-Mail-Adressen, Namen, Postanschriften und Telefonnummern, sondern auch Transaktionsdaten und Suchbegriffe übermittelt werden. Datenbanken verarbeiteten diese Informationen und erstellen individuelle Nutzerprofile.

Dass diese Daten unbemerkt erhoben werden, missfällt vielen Nutzern. Nur wenige Angebote wie zum Beispiel der Webdienst Firefly setzen allerdings auf die ausdrückliche Zustimmung des Nutzers. Andere Dienste wie Free von der kanadischen Firma Zero-Knowledge-Systems ermöglichen es Internet-Nutzern über diverse anonymisierende und verschlüsselnde Server, so genannte Mixe, verschiedene Internet-Dienste anonym zu nutzen.

Anders als beim Anonymizer werden bei Free die Daten nicht über einen zentralen Rechner geleitet. Auch könnte der Betreiber nicht wie der pseudonyme E-Mail-Dienst anon.penet.fi von der Scientology-Sekte per Gericht zur Aufdeckung von Pseudonymen gezwungen werden.

Identitätsmanager


Anonymes Surfen gerät jedoch dann an Grenzen, wenn Anonymität nichts mehr nützt. So muss man spätestens beim Online-Kauf die Lieferadresse angeben. Vorwiegend für solche Fälle entwickeln Firmen derzeit verschiedene Tools, die auf P3P aufsetzen.

Eine Art Identitätsmanager soll sich merken, welche Informationen man unter welchen Bedingungen herausgegeben hat. Wer kann sich schließlich nach einem Jahr noch erinnern, was er an wen herausgegeben hat? Und welche Paßwörter er dafür eingerichtet hat? Auch zu Beweiszwecken kann eine solche Software herangezogen werden. Ein solcher Manager könnte zudem verschiedene Pseudonyme verwalten, die ein Nutzer verwendet.

Die Datenschutzexperten Markt Köhntopp vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein und Andreas Pfitzmann von der Technischen Universität Dresden schlagen sogar vor, dass der Identitätsmanager Schnittstellen zu allen möglichen Anwendungen vorsehen kann. Eine neue Chipkarte oder ein neues Gerät sei dann nicht mehr für jede neue Anwendung nötig. Schließlich läßt sich der schlaue ID-Manager nicht nur in PCs, sondern auch in intelligente Handys oder Handhelds integrieren.


Quelle: Spiegel Online

Mein Tip: ANONYMITY 4 PROXY 2.5

Ein kleiner aber feiner lokaler Proxy-Server, welcher einfach installiert, sich über unzählige anonyme Proxy-Server in aller Welt einloggt. Unumgänglich, wenn man ein wenig Privatspäre und Datensicherheit im Internet geniessen möchte.....

So long.... Chris

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Christian - - - www.stock-channel.net (http://www.stock-channel.net)

Matze
22.11.2000, 18:39
Dann probiere doch mal bitte mit dem Anonymizer auf meine Webseiten zu gelangen, eigentlich habe ich bei denen alle Server die über mich in irgeneiner Form registriert wurden, sperren lassen, d.h. der Zugriff über den Anonymizer auch auf stock-channel sollte nicht funktionieren und zwar aus dem einfachen Grund: Es gibt nichts zu verstecken und Daten werden auch nicht weitergegeben, auch nicht über die eingeblendeten Werbebanner oder gar Cookies. Ich muß schließlich auch als Betreiber die Karten auf den Tisch legen und das gleiche kann ich auch von Besucher erwarten. Wenn ich in einen Laden gehe wird mein Gesicht ja auch gesehen und genausoetwas ist auch die IP Adresse, nur ein wenig unpersönlicher...

Ausserdem habe ich einmal probiert von einem Idioten über den Anonymizer die Daten zu bekommen, da der Service in England weilt, ist das ein fast unbmögliches Unterfangen ohne teure rechtliche Hilfestellung und ich will Idioten nicht die geringste Möglichkeit geben, schaden anzurichten ohne daür bestraft zu werden!

Matze

hoppel
22.11.2000, 19:07
Hallo,

bin ganz Deiner Meinung Matze.


Wer einmal ein Web Angebot Online gestellt hat, der wird wissen warum er/sie diese Server Sperren muß!

Warum? Drohungen, Rasistische Postings in Boards, Beschimpfungen bis hin zu Droh E-mails stehen auf der Tagesordnung! Es ist einfach notwendig in diesem Fall sich selber und alle auf den Seiten befindlichen User zu schützen!


Wenn es jemand nicht glaubt, daß soetwas vorkommt, der möge mal selber ein Web Angebot hochziehen. Ich habe jedenfalls alles selber erlebt!

Steffen
(PS.: Ich betreue momentan 7 eigene Domains!)

Gert
23.11.2000, 17:06
Hi Matze,

was ist mit dem www.rewebber.de (http://www.rewebber.de)

Gert

Gert
23.11.2000, 17:15
Hi Matze,

ich habe mir alles mit dem Rewebber angeschaut!!!

Dauert zwar, aber es geht!!


Gruß
Gerthttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif

Matze
23.11.2000, 17:58
Ein weitere Dienst den ich sperren muß http://www.stock-channel.net/Board/smilies/frown.gif

Aber gegen diese Art von anonymität habe ich etwas! Es gibt noch weitere Möglickeiten, um sich zu verstecken, daß ist allerdings nicht ganz so einfach, aber wer das will soll sich schon ein wenig auskennen müssenhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif

Matze

Matze
23.11.2000, 18:06
Ich hoffe mal für die, das die kooperativ sind, sonst gibt es knallhart ein virtuelles Hausverbot.

Matze

Gert
23.11.2000, 18:21
Hi Matze,

funzt es echt, das Du mich nicht erkennst?

Superhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif, da kann ich ja richtig Schabernack mit dir anstellen und Du weißt nicht wer es isthttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif


Gerthttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif

Matze
23.11.2000, 19:02
Warte es mal ab, ich denke, die werden in den nächsten Tagen antworten... aber solange kann ich nur gegen den Rewebber vorgehen sofern etwas passiert und bevor die Schaden zahlen, werden die bestimmt auch Userdaten rausgeben.

In gewissem Masse unterliegen die ja auch den Gesetzen für Teledienste, es gilt meiner Meinung also dasselbe Recht wie für einen Provider in D! http://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif

Einerseits überlegen sich unsere Herren, wie man Angebote besser vor der Jugend schützen kann, aber wie die Anbieter geschützt werden können, darüber macht sich scheinbar keiner Gedanken, da muß man dann wieder selber ran, einfach unglaublich...

Matze

Matze
24.11.2000, 09:33
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Trebuchet MS, Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica">Zitat:</font><HR>ich habe ihr Bitte um Sperrung erhalten und an unsere Technik weitergegeben.
MfG
Das Rewebber-Team [/quote]

Das ist doch mal ein schneller Service http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif Kannst es ja beizeiten nochmals probieren!

Matze

Gert
24.11.2000, 11:18
Hi Matze,

das ist aber gemein!!!http://www.stock-channel.net/Board/smilies/mad.gif http://www.stock-channel.net/Board/smilies/madgo.gif

http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif http://www.stock-channel.net/Board/smilies/tongue.gif


Gerthttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif

Matze
24.11.2000, 12:32
Gehst du auch vermummt einkaufen http://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif ?????

Matze

Gert
24.11.2000, 12:54
Hi Matze,

da ich immer verschleiert rumlaufe, ist das kein Problem.http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif


Gerti-Fatma-Maushttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif

Matze
24.11.2000, 13:02
<IMG SRC="http://www.stock-channel.net/Board/icons/icon14.gif" border=0>

Matze

Matze
24.11.2000, 23:32
Jetzt sollte der Rewebber auch nicht mehr fuktionieren http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif

Danke an die Technikabteilung von denen für den schnellen Service http://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif!

Matze

Matze
25.11.2000, 01:45
Zum Thema Privatsphäre im Netz und Schutz der Anonymität im Internet.

<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Trebuchet MS, Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica">Zitat:</font><HR>24.11.00) Sollten Nutzer, die Inhaber öffentlicher Ämter mit anonymen Postings im Internet kritisieren, unerkannt bleiben dürfen? Wenn es nach dem US-Richter R. Stanton Wettick Jr. aus dem Bundesstaat Pennsylvania geht, müssen sie ihre Namen auch in Zukunft nicht bekannt geben, berichtet das eZine „The Standard“. Im Streit um anonyme Meinungsäußerungen im Internet, der in den USA entbrannt ist, wurde in dieser Woche ein bedeutender Meilenstein erreicht: Richter Stanton Wettick Jr. entschied, daß Inhaber öffentlicher Ämter und andere Personen keine Verleumdungsklagen anstrengen können, um die Identität ihrer Kritiker herauszufinden. Von dem halben Dutzend Fällen, die in den USA vor dem Kadi landeten, ist der Fall aus Pennsylvania der erste, in dem ein Richter eine detaillierte Beurteilung verfaßt hat, die das Recht auf anonyme und kritische Postings aufrecht erhält.

Der Großteil der Fälle gelangt nie vor die Gerichte, weil ISPs den Namen des Urhebers entweder meist schon aufgrund einer Vorladung veröffentlicht haben oder der Angeklagte nicht früh genug von seinem ISP benachrichtigt wurde, um sich einen Anwalt nehmen zu können. "Das Pennsylvania-Urteil sollte ISPs klar machen, daß sie sich in Gefahr begeben, wenn sie ihre Nutzer nicht früh genug über gegen sie laufenden Verfahren informieren," sagte Chris Hansen, Anwalt der Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU). Die Entscheidung kläre, welche Rechte anonyme Internet-Nutzer haben und sorge dafür, daß die Gerichte sich ähnlich gelagerter Fälle früher annähmen, meint Mark Rothenberg vom Electronic Privacy Information Center. "Die Anzahl dieser Fälle explodiert in letzter Zeit und wir benötigen unbedingt juristische Richtlinien, um die frühe Herausgabe von Nutzernamen durch ISPs zu stoppen," sagt Rothenberg.

In seinem Urteil führt Richter Stanton Wettick Jr. aus, wie wichtig es ist, anonyme Meinungsäußerungen im Internet zu schützen. Einzelne Nutzer seien in einer sehr viel schwächeren Position als Medienfirmen, da sie nicht über dieselben finanziellen Ressourcen und gesellschaftlichen Einfluß verfügten. "Ohne den Schutz von Nicknames, werden User weniger bereit sein, kontroverse Meinungen zu äußern." Das Urteil legt zudem fest, daß die identität des Nutzers in den frühen Phasen eines Gerichtsverfahrens besonders schützenswert ist und daß Kläger in den USA den "Schleier der Anonymität" erst lüften können, wenn als bewiesen gilt, daß die anonymen Äußerungen falsch und verleumderisch sind.
[/quote]
Quelle: Internet World.de (http://www.internetworld.de/index_9986.html)

Matze