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Gert
26.11.2000, 22:26
Online-Händler hoffen Weihnachten auf die große Bescherung
Von Joachim Zepelin, San Francisco

Die Weihnachtszeit stellt in diesem Jahr die Nagelprobe für den E-Commerce in den USA dar. Vor allem Web-Dienste, die nicht als Handelsplattformen für Geschäftstreibende auftreten, sondern sich an Endverbraucher richten, hatten zuletzt mit herben Problemen zu kämpfen.


Financial Times Deutschland

Matze
26.11.2000, 23:30
Wie an anderers Stelle schon mal gesagt, glaube ich nicht an ein konsumorietiertes Weihnachten, dafür ist alles zu teuer geworden und zu wenig Geld im Volk unterwegs!

Matze

Matze
27.11.2000, 03:49
Hier ein weitere Grund, warum das Weihnachtsgeschäft dieses Jahr wohl eines der brisantesten werden könnte, denn auch in der e-commerce Welt machen sich die Gewerkschaften breit. Nicht das ich was gegen Gewerkschaften habe (bin selber noch immer Miglied!), aber für ein Unternehmen wie Amazon.com kann dassicherlich zur Existenzgefahr werden in der aktuellen Situation, wo man ohne wirklichen Gewinn auskommen muß. Hier die Meldung
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Trebuchet MS, Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica">Zitat:</font><HR>(24.11.00) Gerade rechtzeitig zur geschäftigsten Zeit des Jahres, zum Beginn der von Wall Street-Analysten mit Spannung erwarteten Weihnachtssaison, machen bei Amazon die Gewerkschaften mobil. Aktivisten starteten ihre Initiative – komplett mit eigener Web-Site ( http://www.washtech.org/day2/index.html ) – für bessere Arbeitsbedingungen in Seattle und schließen nun ein Bündnis mit Amazon-Lagerarbeitern in Deutschland und Frankreich, berichtet das eZine „The Standard“. Details einer möglichen Zusammenarbeit gab die Washington Alliance of Technology Workers (Wash Tech) mit Sitz in Seattle im US-Bundesstaat Washington bekannt. Die Aktivisten fordern höhere Löhne, da die den Mitarbeitern gewährten Aktien die Hälfte ihres Wertes verloren haben. Zudem werden die Angestellten regelmäßig zu Mehrarbeit gezwungen und müssen an Feiertagen wie Thanksgiving und Weihnachten arbeiten.

„Wir nennen uns 'Day2@Amazon.com', weil Bezos uns immer erzählt: 'Dies ist der Beginn, der erste Tag, wir können uns keine Pausen leisten'. Aber fünf Jahre 'Day One' sind genug," meint Zach Works auf der Wash Tech-Site. Er ist Kundendienstmitarbeiter bei Amazon.com. Erst kürzlich hatte CEO Jeff Bezos seine US-Mitarbeiter wie ein Feldherr für die Weihnachtsschlacht eingeschworen (wir berichteten).

Wash Tech will die 400 Kundendienstmitarbeiter in der Amazon-Zentrale in Seattle organisieren. Unterstützung erhalten die Aktivisten von der unabhängigen Gewerkschaftsorganisation Prewitt Organizing Fund aus Washington D.C, die rund 5.000 US-amerikanische, französische und deutsche Amazon-Angestellte vertritt. Und auch niederländische Mitarbeiter diskutieren derzeit, ob sie sich an den Aktionen beteiligen wollen. Nicht überraschend ist, daß CEO Jeff Bezos meint, Amazon brauche keine Gewerkschaftsvertreter. "Jeder Mitarbeiter ist Miteigentümer, da jeder Anteile am Unternehmen hält," so Bezos. Zudem könnten Mitarbeiter ihre Beschwerden jederzeit dem Management unterbreiten.

In Frankreich werden die Aktivisten von der Gewerkschaft SUD unterstützt. "Wir beteiligen uns, es ist eine Frage der Solidarität," sagte Luc Lecornu, eine Sprecher von SUD. Erste Aktion war eine Pressekonferenz vor dem Amazon-Distributionscenter in Boigny-sur-Bionne in der Nähe von Orleans. Sollten die Aktivisten in Seattle eine eigene Gewerkschaft gründen, will SUD dasselbe bei Amazon in Frankreich tun. In Deutschland war in dieser Woche eine ähnliche Aktion in Bad Hersfeld geplant, wo 500 Voll- und Teilzeitkräfte arbeiten. Hans Ries, Sprecher des Projekts Logistik, daß von den Gewerkschaften HBV, DPG, DAG und ÖTV initiierte wurde, sagte, deutsche Mitarbeiter seien die ersten gewesen, die einer Gewerkschaft beigetreten sind. Die meisten Beschwerden der deutschen Amazon-Mitarbeiter drehen sich um die Gehälter. Deutsche Amazon-Lagerarbeiter verdienen rund 16 Mark/Stunde und liegen damit unter der Durchschnitt von rund 18 Mark. Deutsche Mitarbeiter bekommen auch je 500 Amazon-Anteile, die ihnen derzeit aber keinen Profit bringen. In den USA verlor Amazon am Dienstag mehr als sechs Prozent und stand bei 24,25 US-Dollar. Am Mittwoch (die Märkte sind aufgrund von Thanksgiving heute geschlossen) schloß das Papier an der Nasdaq mit 25,18 US-Dollar. (mdl)[/quote]
Quelle: InternetWorld.de

Wenn diese Aktion bei Amazon erfolg haben sollte, dürften weitere Unternehmen aus der Branche bald ein ähnliches Problem (sofern man es so nennen kann http://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif ) bekommen!

Matze