Gert
11.12.2000, 22:59
Die amerikanische Wall Street legt am zweiten Tag in Folge deutlich zu. Vor allem Technologie-Werte sind bei Investoren stark gefragt. Die Schwergewichte Microsoft und Cisco profitieren davon mit enormen Zuwächsen. Unterdessen berät das Oberste Gericht der USA, ob die Stimmenauszählung per Hand in Florida fortgeführt werden soll. Wenn nicht, ist George Bush neuer Präsident.
Der Nasdaq Composite schließt mit 3.015 Punkten. Das sind 97 Punkte bzw. 3,3% mehr als am Freitag. Der Dow Jones beendet den Handel mit 10.727 Zählern, einem Plus von 14 Punkten oder 0,1%.
„Zumindest kurzfristig ist das Schlimmste vorbei“, sagt Howard Kornblue vom Pilgrim America Magna Cap-Fond, „niedrigere Gewinnerwartungen sind weitgehend eingepreist, das gibt den Leuten einen vernünftigen Grund, einzusteigen“.
In der Tat sind die Kurse in den vergangenen Monaten so weit in den Keller gefallen, dass die voraussichtlich niedri! geren Gewinne kein Hindernis mehr darstellen, Aktien zu kaufen. Dazu kommt, dass eventuell noch am Montag Abend der neue Präsident der USA feststeht. Das Supreme Court, der Oberste Gerichtshof der Staaten, befindet zur Zeit darüber, ob die manuelle Stimmenauszählung in einigen Wahlbezirken Floridas weitergeführt werden darf oder nicht. Erlauben die Richter die Zählung per Hand, bleibt weiter alles offen. Wenn nicht, steht der Republikaner Bush als Präsident fest.
Davon unbeeinträchtigt kaufen Investoren Techno-Aktien. Microsoft legt um 7% zu. Der Softwareriese dürfte von einem Sieg Bushs profitieren, denn die Republikaner haben sich wiederholt gegen eine Zerschlagung des Konzerns ausgesprochen. Die Schwergewichte Cisco und Intel steigen um 5 bzw. gar 10% und zeigen damit, dass der Aufschwung auf soliden Füßen steht. Intel will noch am Montag Abend Details zu seinen neuen Transistoren vorstellen, die extrem klein, die Übertragungs-Geschwindigkeiten innerhalb von 5 Jahren versechsfachen können.
Viele Analysten sehen die Kurse zur Zeit eindeutig als günstige Einstiegsmöglichkeiten, denn mittel- und langfristig gelten die Aussichten für die New Economy immer noch als außergewöhnlich gut. Es ist allerdings übertrieben, wenn man den Augenblick als „einen der besten in den vergangenen 20 Jahren“ zum Aktienkauf preist, wie das das Bankhaus UBS Warburg in einem Bericht an seine Kunden tut. Zuviel Euphorie schlägt schnell ins Gegenteil um.
Der Einzelhandelssektor gehört zu den wenigen Verlieren in New York. Credit Suisse First Boston sieht hier in einem Bericht die Umsätze für das kommende Jahr geringer ausfallen als erwartet. Das führt am Mo! ntag zu Kursverlusten bei Wal-Mart und Home Depot zwischen 4,2 und 5,4%.
Der Pharmabereich zieht in Erwartung eines Sieges von Bush an. Pfizer steigt um 1,6%, Kurse geht um knapp 1% nach oben.
Quelle: WO
Gerthttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif
Der Nasdaq Composite schließt mit 3.015 Punkten. Das sind 97 Punkte bzw. 3,3% mehr als am Freitag. Der Dow Jones beendet den Handel mit 10.727 Zählern, einem Plus von 14 Punkten oder 0,1%.
„Zumindest kurzfristig ist das Schlimmste vorbei“, sagt Howard Kornblue vom Pilgrim America Magna Cap-Fond, „niedrigere Gewinnerwartungen sind weitgehend eingepreist, das gibt den Leuten einen vernünftigen Grund, einzusteigen“.
In der Tat sind die Kurse in den vergangenen Monaten so weit in den Keller gefallen, dass die voraussichtlich niedri! geren Gewinne kein Hindernis mehr darstellen, Aktien zu kaufen. Dazu kommt, dass eventuell noch am Montag Abend der neue Präsident der USA feststeht. Das Supreme Court, der Oberste Gerichtshof der Staaten, befindet zur Zeit darüber, ob die manuelle Stimmenauszählung in einigen Wahlbezirken Floridas weitergeführt werden darf oder nicht. Erlauben die Richter die Zählung per Hand, bleibt weiter alles offen. Wenn nicht, steht der Republikaner Bush als Präsident fest.
Davon unbeeinträchtigt kaufen Investoren Techno-Aktien. Microsoft legt um 7% zu. Der Softwareriese dürfte von einem Sieg Bushs profitieren, denn die Republikaner haben sich wiederholt gegen eine Zerschlagung des Konzerns ausgesprochen. Die Schwergewichte Cisco und Intel steigen um 5 bzw. gar 10% und zeigen damit, dass der Aufschwung auf soliden Füßen steht. Intel will noch am Montag Abend Details zu seinen neuen Transistoren vorstellen, die extrem klein, die Übertragungs-Geschwindigkeiten innerhalb von 5 Jahren versechsfachen können.
Viele Analysten sehen die Kurse zur Zeit eindeutig als günstige Einstiegsmöglichkeiten, denn mittel- und langfristig gelten die Aussichten für die New Economy immer noch als außergewöhnlich gut. Es ist allerdings übertrieben, wenn man den Augenblick als „einen der besten in den vergangenen 20 Jahren“ zum Aktienkauf preist, wie das das Bankhaus UBS Warburg in einem Bericht an seine Kunden tut. Zuviel Euphorie schlägt schnell ins Gegenteil um.
Der Einzelhandelssektor gehört zu den wenigen Verlieren in New York. Credit Suisse First Boston sieht hier in einem Bericht die Umsätze für das kommende Jahr geringer ausfallen als erwartet. Das führt am Mo! ntag zu Kursverlusten bei Wal-Mart und Home Depot zwischen 4,2 und 5,4%.
Der Pharmabereich zieht in Erwartung eines Sieges von Bush an. Pfizer steigt um 1,6%, Kurse geht um knapp 1% nach oben.
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