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Vollständige Version anzeigen : Linux hat mit der Mineralöl-Gesellschaft Shell einen neuen potenten Kunden gewonnen.


Gert
12.12.2000, 23:13
Das frei zugängliche Betriebssystem Linux hat mit der Mineralöl-Gesellschaft Shell einen neuen potenten Kunden gewonnen. Der englisch-holländische Öl-Multi will den weltweit größten Computer auf Linux-Basis schon in Kürze bei der Suche nach neuen Ölfeldern einsetzen. Damit setzt Linux seinen Feldzug gegen den Erzrivalen Windows von Microsoft erfolgreich fort.

Der Supercomputer basiert auf 1.024 Servern der X-Serie von IBM, das sich seit längerem darum bemüht, Linux in der Geschäftswelt hoffähig zu machen. Die Serversammlung hat die Aufgabe, enorme Mengen geophysikalischer Daten zu sammeln und zu analysieren.

Dass Shell nun dazu gebracht werden konnte, Linux in großem Stil einzusetzen, ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, mehr Anteile in dem riesigen Markt für Be! triebssysteme im Geschäftsbereich zu erringen. Bislang ist Microsoft mit seinen Systemen Windows und NT unangefochtener Marktführer. Doch es ist nicht mehr selbstverständlich, dass Firmen ihre Computer ohne nachzudenken von dem Softwareriesen ausstatten lassen.

Linux ist von dem Finnen Linus Torvalds entwickelt worden mit der Vision, frei zugängliche Software zu haben, die von allen interessierten Fachleuten weiter entwickelt werden kann. Mit Linux haben Firmen die Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit neue Software oder auch neue Computer zu installieren, ohne Probleme mit den dazugehörigen Lizenzen zu bekommen. In den vergangenen Jahren wurde das Systems im Business-Bereich getestet und für stabil befunden.

Der Marktanteil von Linux ist zwar noch bescheiden, wächst aber kontinuierlich an. Davon werden Firmen profitieren, die als Distributoren von Linux tätig sind. Dazu gehören unter anderem Red Hat und Va Linux. Beide Werte gewinnen am Dienstag mehr als 10%.

Jüngst hat das schwedische Telekom-Unternehmen Telia mitgeteilt, man werde die bestehenden Server von Sun Microsystems durch Linux-Großrechner ersetzen. Auch Musicland Stores will seine Server künftig auf Linux-Basis arbeiten lassen.

Quelle: WO

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