Gert
15.12.2000, 16:09
Der Stoff, aus dem die Nachricht ist, wird knapp:
Um den Allerweltsartikel Papier in ein heißer Verteilungskampf entbrannt. Die Zeitungsrotationen laufen zwar immer noch auf Hochtouren, dennoch müssen sich deutsche Verleger mit Lieferengpässen und Preissprüngen herumschlagen. Papierproduzenten freuen sich.
Nachdem die eigenen Reserven weitgehend aufgebraucht sind, ist gutes Papier teuer. Glücklich schätzen kann sich nur der jenige, der sich seinen Jahresbedarf frühzeitig vertraglich gesichert hat. Denn nachträglich fehlende Mengen auf dem freien Markt zu kaufen, kostet nicht nur ein Heidengeld sondern ist angesichts des leergefegten Marktes oft auch gar nicht mehr möglich. Produktionssteigerungen sind kaum noch drin, da die Papierfabriken bereits am oberen Ende ihrer Kapazitäten arbeiten. Auf (billigere) Hersteller in Osteuropa kann und will die Zeitungsbranche wegen der mangelnden Qualität aber nicht zurückgreifen.
Dafür, dass es zu einem solchen Papiermangel gekommen ist, gibt es mehrere Gründe. Einerseits konkurrieren erheblich mehr Zeitungs- und Zeitschriftentitel als vor Jahresfrist am Markt. Dazu haben die meisten Tagesszeitungen seit dem Beginn des Aktienfiebers in Deutschland ihre Wirtschafts- und Finanzteile ausgebaut. Andererseits hat der Anzeigenboom im Bereich Print einen zuvor nie gekannten Umfang erreicht. So sind mehrseitige Anzeigenkampagnen - früher eher die Ausnahme – inzwischen zum Standard geworden. Obendrein gehen die wenigen, zumeist skandinavischen Papierhersteller - darunter die Großkonzerne UPM-Kymmene aus Finnland und Stora-Enso aus Schweden - immer mehr dazu über, ihre Ware in den USA anzubieten, wo der Preis um 40% höher liegt als in Europa.
Quelle: WO
Gert
Um den Allerweltsartikel Papier in ein heißer Verteilungskampf entbrannt. Die Zeitungsrotationen laufen zwar immer noch auf Hochtouren, dennoch müssen sich deutsche Verleger mit Lieferengpässen und Preissprüngen herumschlagen. Papierproduzenten freuen sich.
Nachdem die eigenen Reserven weitgehend aufgebraucht sind, ist gutes Papier teuer. Glücklich schätzen kann sich nur der jenige, der sich seinen Jahresbedarf frühzeitig vertraglich gesichert hat. Denn nachträglich fehlende Mengen auf dem freien Markt zu kaufen, kostet nicht nur ein Heidengeld sondern ist angesichts des leergefegten Marktes oft auch gar nicht mehr möglich. Produktionssteigerungen sind kaum noch drin, da die Papierfabriken bereits am oberen Ende ihrer Kapazitäten arbeiten. Auf (billigere) Hersteller in Osteuropa kann und will die Zeitungsbranche wegen der mangelnden Qualität aber nicht zurückgreifen.
Dafür, dass es zu einem solchen Papiermangel gekommen ist, gibt es mehrere Gründe. Einerseits konkurrieren erheblich mehr Zeitungs- und Zeitschriftentitel als vor Jahresfrist am Markt. Dazu haben die meisten Tagesszeitungen seit dem Beginn des Aktienfiebers in Deutschland ihre Wirtschafts- und Finanzteile ausgebaut. Andererseits hat der Anzeigenboom im Bereich Print einen zuvor nie gekannten Umfang erreicht. So sind mehrseitige Anzeigenkampagnen - früher eher die Ausnahme – inzwischen zum Standard geworden. Obendrein gehen die wenigen, zumeist skandinavischen Papierhersteller - darunter die Großkonzerne UPM-Kymmene aus Finnland und Stora-Enso aus Schweden - immer mehr dazu über, ihre Ware in den USA anzubieten, wo der Preis um 40% höher liegt als in Europa.
Quelle: WO
Gert