Gert
08.01.2001, 19:34
500 Mio.US$ sind sehr viel Geld. Wenige Unternehmen am Neuen Markt haben im vergangenen Jahr einen Umsatz dieser Größenordnung erzielt. Software-Riese Microsoft will genau diese Summe für eine Werbekampagne investieren, welche die Markteinführung eines einzigen Produktes begleiten soll: die X-Box.
Das Engagement von Microsoft im Bereich der Spielekonsolen hat für Aufregung gesorgt. Dabei stand bislang besonders die Konkurrenzsituation zu etablierten Anbietern wie Sony oder Sega im Fokus des Interesses. Zunächst einmal mutet es in der Tat etwas merkwürdig an, dass die Software-Firma schlechthin ein Hardware-Produkt auf den Markt wirft. Auf den zweiten Blick entpuppt sich das Enga! gement als harmonisches Element im Vergleich zu den bisherigen Produkten aus dem Hause Gates.
Sony hat bislang vor allem damit zu kämpfen, die trotz des hohen Preises große Nachfrage zu bedienen: Lieferschwierigkeiten verärgern die Schar der potenziellen Käufer, die auf später vertröstet werden. Das zeigt, wie groß das Potenzial der Konsolen-Sparte ist. Für Microsoft bietet die X-Box allerdings noch weitere Vorteile. Das Gerät soll als Betriebssystem eine spezielle Version von Windows erhalten. Microsoft erweitert auf diese Weise das Einsatzfeld für seine Software, die bislang auf den PC beschränkt war.
Software-Angebot entscheidend
Es ist bereits mehrfach darauf hingewiesen worden, dass Spiele-Entwickler geradezu sehnsüchtig auf die Einführung der neuen Spielkonsolen gewartet haben. Nach dem schlechten Jahr 2000 soll sich die Software jetzt wieder besser verkaufen. Die Abhängigkeit ist allerdings keineswegs einseitig: Ohne entsprechende Software würde sich niemand zum Kauf von Microsofts X-Box hinreißen lassen. Daher ist es extrem wichtig, dass Branchengröße Electronic Arts angekündigt hat, seine beliebten Sport-Spiele für die X-Box zu entwickeln.
Da der Kaufanreiz von der Software ausgeht, wäre es günstig, wenn es namhafte Spiele gäbe, die exklusiv für die Microsoft-Hardware programmiert würden. In diesem Zusammenhang steht die kürzlich erfolgte Übernahme des Spiele-Entwicklers Digital Anvil. Damit kommt Microsoft nicht nur in den Besitz eines der aussichtsreichsten Weltraum-Spiel-Titels des laufe! nden Jahres; ein geheimer X-Box-Titel mit Science-Fiction-Hintergrund wird von dem einverleibten Team außerdem hergestellt.
Eigenentwicklungen vorteilhaft
Microsoft mischt mittlerweile kräftig im Spiele-Bereich mit. Vier Unternehmen wurden vollständig übernommen, zahlreiche Beteiligungen eingegangen. Hier winkt neben saftigen Wachstumsraten auch der Ausbau des lukrativen Online-Spiel-Geschäfts. Gerade Simulationen und 3D-Action-Spiele werden zunehmend für breite Massen als Internet-Games interessant.
Außerdem wirkt es sich bei Eigenproduktionen, die auf die X-Box zugeschnitten sind, günstig aus, dass mit Windows eine Verbindung zwischen Spiele-Konsole und PC besteht. Damit wird eine Programmierung für beide Instrumente wesentlich erleichtert. Man darf gespannt sein, wie viele freie Entwickler der Versuchung nachgeben, aus Kosten- und Zeitgründen nur noch für PC und X-Box zu optimieren.
Damit schließt sich der Kreis. Das Engagement im Hardwarebereich soll bei Microsoft zu prächtigen Synergie-Effekten führen. Ein Spielzeug ist die X-Box damit nicht: Das wäre beim zielgerichteten Erfolgshun! ger von Bill Gates auch ein Wunder gewesen. 500 Mio.$ sind bei den potenziellen Vorteilen vielleicht auch nicht mehr so viel Geld
Quelle:WO
Gert
Das Engagement von Microsoft im Bereich der Spielekonsolen hat für Aufregung gesorgt. Dabei stand bislang besonders die Konkurrenzsituation zu etablierten Anbietern wie Sony oder Sega im Fokus des Interesses. Zunächst einmal mutet es in der Tat etwas merkwürdig an, dass die Software-Firma schlechthin ein Hardware-Produkt auf den Markt wirft. Auf den zweiten Blick entpuppt sich das Enga! gement als harmonisches Element im Vergleich zu den bisherigen Produkten aus dem Hause Gates.
Sony hat bislang vor allem damit zu kämpfen, die trotz des hohen Preises große Nachfrage zu bedienen: Lieferschwierigkeiten verärgern die Schar der potenziellen Käufer, die auf später vertröstet werden. Das zeigt, wie groß das Potenzial der Konsolen-Sparte ist. Für Microsoft bietet die X-Box allerdings noch weitere Vorteile. Das Gerät soll als Betriebssystem eine spezielle Version von Windows erhalten. Microsoft erweitert auf diese Weise das Einsatzfeld für seine Software, die bislang auf den PC beschränkt war.
Software-Angebot entscheidend
Es ist bereits mehrfach darauf hingewiesen worden, dass Spiele-Entwickler geradezu sehnsüchtig auf die Einführung der neuen Spielkonsolen gewartet haben. Nach dem schlechten Jahr 2000 soll sich die Software jetzt wieder besser verkaufen. Die Abhängigkeit ist allerdings keineswegs einseitig: Ohne entsprechende Software würde sich niemand zum Kauf von Microsofts X-Box hinreißen lassen. Daher ist es extrem wichtig, dass Branchengröße Electronic Arts angekündigt hat, seine beliebten Sport-Spiele für die X-Box zu entwickeln.
Da der Kaufanreiz von der Software ausgeht, wäre es günstig, wenn es namhafte Spiele gäbe, die exklusiv für die Microsoft-Hardware programmiert würden. In diesem Zusammenhang steht die kürzlich erfolgte Übernahme des Spiele-Entwicklers Digital Anvil. Damit kommt Microsoft nicht nur in den Besitz eines der aussichtsreichsten Weltraum-Spiel-Titels des laufe! nden Jahres; ein geheimer X-Box-Titel mit Science-Fiction-Hintergrund wird von dem einverleibten Team außerdem hergestellt.
Eigenentwicklungen vorteilhaft
Microsoft mischt mittlerweile kräftig im Spiele-Bereich mit. Vier Unternehmen wurden vollständig übernommen, zahlreiche Beteiligungen eingegangen. Hier winkt neben saftigen Wachstumsraten auch der Ausbau des lukrativen Online-Spiel-Geschäfts. Gerade Simulationen und 3D-Action-Spiele werden zunehmend für breite Massen als Internet-Games interessant.
Außerdem wirkt es sich bei Eigenproduktionen, die auf die X-Box zugeschnitten sind, günstig aus, dass mit Windows eine Verbindung zwischen Spiele-Konsole und PC besteht. Damit wird eine Programmierung für beide Instrumente wesentlich erleichtert. Man darf gespannt sein, wie viele freie Entwickler der Versuchung nachgeben, aus Kosten- und Zeitgründen nur noch für PC und X-Box zu optimieren.
Damit schließt sich der Kreis. Das Engagement im Hardwarebereich soll bei Microsoft zu prächtigen Synergie-Effekten führen. Ein Spielzeug ist die X-Box damit nicht: Das wäre beim zielgerichteten Erfolgshun! ger von Bill Gates auch ein Wunder gewesen. 500 Mio.$ sind bei den potenziellen Vorteilen vielleicht auch nicht mehr so viel Geld
Quelle:WO
Gert