Gert
11.01.2001, 20:34
Unternehmen im Business-to-Business-Sektor haben ein ernüchterndes Jahr hinter sich. Noch im Sommer wurden die beiden Marktführer Ariba und Commerce One in den Himmel gelobt. Weltumspannende Marktplätze im Internet sollten für nie versiegende Gewinnquellen sorgen. Die dort aktiven Firmen geben nämlich einen bestimmten Teil ihrer Umsätze an die Architekten eben dieser Marktplätze ab.
Doch die Erwartungen waren zu hoch gesteckt. In der Folge hat Ariba fast 80%, Commerce One sogar noch etwas mehr von den Höchstständen abgeben müssen. Ganz zu schweigen von B2B-Werten aus der zweiten Reihe wie VerticalNet, die von knapp 150$ auf jämmerliche 3,50$ geschrumpft sind.
Aber auch nach unten! hat der Markt überreagiert. Ariba bringt am Donnerstag nachbörslich Zahlen zum 1. Geschäftsquartal 2001, die, glaubt man den Analysten, die Prognosen mindestens treffen, wenn nicht gar übersteigen werden. Das Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von immer noch 10,7 Mrd.$ soll einen Umsatz von 156 Mio.$ erwirtschaftet haben und einen Gewinn von 2 Cent pro Aktie einfahren. Damit rechnen auch die meist gut informierten Flüsterschätzungen. Das hätte Signalwirkung, denn damit wäre Arriba eine der wenigen Firmen im B2B-Bereich, die die Gewinnzone erreicht hat.
Commerce One veröffentlicht die Bilanz zum abgelaufenen Vierteljahr am 18. Januar. Dort steht Schätzungen zufolge noch ein Verlust von 7 Cent pro Aktie an, drei Cent weniger als im vergleichbaren Quartal des Vorjahres. Die Flüsterschätzungen bestätigen das. Aber noch in diesem Jahr soll auch das kalifornische High Tech-Unternehmen schwarze Zahlen schreiben. Der Umsatz dürfte für das 4. Quartal 2000 b! ei 175 Mio.$ liegen.
Die Umsätze jedoch können auch zum Problem werden. Denn die gewaltigen Zuwächse in den vergangenen Quartalen von übers Jahr gerechnet teilweise über 1.000% gehören zumindest bei den Marktführern der Vergangenheit an. Es wird künftig vor allem darauf ankommen, durch vernünftige Konzepte auf lange Sicht gute Gewinne einzufahren. Dabei spielt auch eine große Rolle, wie viele Neukunden generiert werden können. Ariba hat alleine im 3. Quartal 2000 114 neue Geschäftskunden gewonnen, Commerce One 96.
Auch der Preisdruck wird härter. Mittlerweile stoßen vermehrt kleinere Unternehmen auf den Markt und bieten die Software zu Discount-Preisen an. Dafür fehlt hier die Erfahrung und das Know-how, große Marktplätze im Netz sicher und zügig zu installieren. Selbst Commerce One programmiert viele Monate, bis eine ausgetüftelte Plattform steht.
Langfristig sind die meisten Analysten für den B2B-Sektor aber bullisc! h. Ihrer Meinung nach stehen die virtuellen Marktplätze erst am Anfang, viele Industriebereiche haben sich mit den Möglichkeiten, via Internet mit Zulieferern und Händlern in Kontakt zu treten, kaum befasst. Das Potenzial ist dementsprechend groß. Die Übertreibungen in den Aktienkursen sowohl nach oben als auch nach unten sollten bald ein Ende haben und einer realistischen Sicht weichen.
Quelle: WO
Gert
Doch die Erwartungen waren zu hoch gesteckt. In der Folge hat Ariba fast 80%, Commerce One sogar noch etwas mehr von den Höchstständen abgeben müssen. Ganz zu schweigen von B2B-Werten aus der zweiten Reihe wie VerticalNet, die von knapp 150$ auf jämmerliche 3,50$ geschrumpft sind.
Aber auch nach unten! hat der Markt überreagiert. Ariba bringt am Donnerstag nachbörslich Zahlen zum 1. Geschäftsquartal 2001, die, glaubt man den Analysten, die Prognosen mindestens treffen, wenn nicht gar übersteigen werden. Das Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von immer noch 10,7 Mrd.$ soll einen Umsatz von 156 Mio.$ erwirtschaftet haben und einen Gewinn von 2 Cent pro Aktie einfahren. Damit rechnen auch die meist gut informierten Flüsterschätzungen. Das hätte Signalwirkung, denn damit wäre Arriba eine der wenigen Firmen im B2B-Bereich, die die Gewinnzone erreicht hat.
Commerce One veröffentlicht die Bilanz zum abgelaufenen Vierteljahr am 18. Januar. Dort steht Schätzungen zufolge noch ein Verlust von 7 Cent pro Aktie an, drei Cent weniger als im vergleichbaren Quartal des Vorjahres. Die Flüsterschätzungen bestätigen das. Aber noch in diesem Jahr soll auch das kalifornische High Tech-Unternehmen schwarze Zahlen schreiben. Der Umsatz dürfte für das 4. Quartal 2000 b! ei 175 Mio.$ liegen.
Die Umsätze jedoch können auch zum Problem werden. Denn die gewaltigen Zuwächse in den vergangenen Quartalen von übers Jahr gerechnet teilweise über 1.000% gehören zumindest bei den Marktführern der Vergangenheit an. Es wird künftig vor allem darauf ankommen, durch vernünftige Konzepte auf lange Sicht gute Gewinne einzufahren. Dabei spielt auch eine große Rolle, wie viele Neukunden generiert werden können. Ariba hat alleine im 3. Quartal 2000 114 neue Geschäftskunden gewonnen, Commerce One 96.
Auch der Preisdruck wird härter. Mittlerweile stoßen vermehrt kleinere Unternehmen auf den Markt und bieten die Software zu Discount-Preisen an. Dafür fehlt hier die Erfahrung und das Know-how, große Marktplätze im Netz sicher und zügig zu installieren. Selbst Commerce One programmiert viele Monate, bis eine ausgetüftelte Plattform steht.
Langfristig sind die meisten Analysten für den B2B-Sektor aber bullisc! h. Ihrer Meinung nach stehen die virtuellen Marktplätze erst am Anfang, viele Industriebereiche haben sich mit den Möglichkeiten, via Internet mit Zulieferern und Händlern in Kontakt zu treten, kaum befasst. Das Potenzial ist dementsprechend groß. Die Übertreibungen in den Aktienkursen sowohl nach oben als auch nach unten sollten bald ein Ende haben und einer realistischen Sicht weichen.
Quelle: WO
Gert