Christian
08.12.2000, 11:40
Lauschangriff: Erst Holland - dann Deutschland
Die Niederländer sind Vorreiter in Europa was die Überwachung des Internets betrifft. Ab April 2001 müssen alle Internet Service Provider (ISP) entsprechende Hard- und Software installiert haben, damit die Behörden per Abhör-Equipment Kriminellen auf die Spur kommen können.
Die großen ISP in Holland sind bereits weit mit den Investitionen und der Installation der Technik. Die kleineren müssen wohl einen Endspurt einlegen, um das Ziel zu schaffen, oder aber das Handtuch werfen. Vielen wird vermutlich das Geld knapp werden, so dass sie die Investitionsschwelle nicht aus eigener Kraft überspringen können.
Für die Internet-Nutzer wird sich der Lauschangriff mit Mehrkosten von bis zu 25 Prozent niederschlagen. Eine beachtliche Summe, die nur fällig wird, um die gesetzlichen Vorgaben des Den Haager Telekomwet zu erfüllen. Dabei handelt es sich exakt um die Richtlinien, die der Europäische Rat in seiner 24. Version der Cybercrime Konvention festgeschrieben hat.
Das, was bald die niederländischen Internet-Surfern an Mehrkosten und vermutlich zudem an Traffic-Bremsen erwartet, steht auch den deutschen Online-Kunden bevor. Die Richtlinien müssen nämlich alle EU-Staaten in nationales Recht übernehmen.
Während Ordnungspolitiker und Ermittlungsbehörden sich freuen, nun die Überwachung auch im Internet voranzutreiben, gibt es eine Gruppe Bürokraten, die die Maßnahmen für überzogen halten: die Datenschützer. Sie sehen die flächendeckende Aufzeichnung der Online-Aktivitäten aller Kunden als weit überzogen an, stehen aber auf verlorenem Posten.
Den Internet-Freaks läuft es kalt den Rücken hinunter, denken sie an Big Brother, der mit seinem großen Lauschangriff Europa flächendeckend überziehen will. Wird sonst bei jedem Stolperstein im World Wide Web geklagt, der Zug in die Zukunft werde verpasst, sind sich die Fahnder rund um den Globus eins, soviel Überwachung in Form von riesigen Speichern und Horchleitungen sei nötig.
Wie immer: Die Zeche zahlt erst einmal der Verbraucher.
------------------
Christian - - - www.stock-channel.net (http://www.stock-channel.net)
Die Niederländer sind Vorreiter in Europa was die Überwachung des Internets betrifft. Ab April 2001 müssen alle Internet Service Provider (ISP) entsprechende Hard- und Software installiert haben, damit die Behörden per Abhör-Equipment Kriminellen auf die Spur kommen können.
Die großen ISP in Holland sind bereits weit mit den Investitionen und der Installation der Technik. Die kleineren müssen wohl einen Endspurt einlegen, um das Ziel zu schaffen, oder aber das Handtuch werfen. Vielen wird vermutlich das Geld knapp werden, so dass sie die Investitionsschwelle nicht aus eigener Kraft überspringen können.
Für die Internet-Nutzer wird sich der Lauschangriff mit Mehrkosten von bis zu 25 Prozent niederschlagen. Eine beachtliche Summe, die nur fällig wird, um die gesetzlichen Vorgaben des Den Haager Telekomwet zu erfüllen. Dabei handelt es sich exakt um die Richtlinien, die der Europäische Rat in seiner 24. Version der Cybercrime Konvention festgeschrieben hat.
Das, was bald die niederländischen Internet-Surfern an Mehrkosten und vermutlich zudem an Traffic-Bremsen erwartet, steht auch den deutschen Online-Kunden bevor. Die Richtlinien müssen nämlich alle EU-Staaten in nationales Recht übernehmen.
Während Ordnungspolitiker und Ermittlungsbehörden sich freuen, nun die Überwachung auch im Internet voranzutreiben, gibt es eine Gruppe Bürokraten, die die Maßnahmen für überzogen halten: die Datenschützer. Sie sehen die flächendeckende Aufzeichnung der Online-Aktivitäten aller Kunden als weit überzogen an, stehen aber auf verlorenem Posten.
Den Internet-Freaks läuft es kalt den Rücken hinunter, denken sie an Big Brother, der mit seinem großen Lauschangriff Europa flächendeckend überziehen will. Wird sonst bei jedem Stolperstein im World Wide Web geklagt, der Zug in die Zukunft werde verpasst, sind sich die Fahnder rund um den Globus eins, soviel Überwachung in Form von riesigen Speichern und Horchleitungen sei nötig.
Wie immer: Die Zeche zahlt erst einmal der Verbraucher.
------------------
Christian - - - www.stock-channel.net (http://www.stock-channel.net)