Gast_B
31.01.2001, 00:34
NASDAQ Schluss: Unverändert - Unsicherheit und Zurückhaltung vor Zinsschritt
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Technologiebörse NASDAQ hat einen Tag vor der lange ersehnten und erwarteten Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) nach richtungslosem Handel unverändert geschlossen. Der NASDAQ-Composite-Index legte minimale 0,01 Punkte zu und beendete die Sitzung mit 2.838,35 Zähler. Der alle Werte umfassende der Wachstumsbörse umfassende Index hatte im Tagesverlauf zwischen einem Tief von 2.817,13 und einem Hoch 2.861,71 Zählern geschwankt. Der Blue-Chip-Index NASDAQ 100 fiel um 0,31% auf 2.686,14 Punkte.
Der Markt habe eine Senkung der Leitzinsen um 50 Basispunkte vollständig eingepreist, sagte ein New Yorker Analyst. Daher stelle sich nun die Frage wie der Markt auf das Faktum am morgigen Mittwoch reagieren werde. Eine Reihe von Beobachtern würden davon ausgehen, dass nach den starken Kursgewinnen seit Jahresbeginn nun eine Konsolidierungsphase einsetzen könnte, hieß es. Daher hätten Investoren auch vorsorglich einige Positionen glatt gestellt und Kursgewi nne gesichert.
Die Wahrscheinlichkeit einer drastischen Senkung um einen halben Prozentpunkte sei durch die am Vormittag veröffentlichten Verbraucher-Vertrauens-Daten auf nahezu 100% gestiegen, sagte ein Händler. Fed-Chef Alan Greenspan habe in der vergangenen Woche vor dem US-Senat bekräftigt, dass er für eine Zinssenkung vor allem auf das Verbraucher-Vertrauen schauen werde; welches auf den tiefsten Stand seit vier Jahren gefallen war und deutlich schwächer als erwartet ausgefallen war.
Intel drehten nach anfänglichen Gewinnen leicht ins Minus. Der Chip-Riese stellte am Dienstag zwei neue Prozessoren mit fortgeschrittener Energiespartechnologie vor. Die beiden Chips, ein 500 MHz Pentium III und ein Celeron 550 MHz, seien vor allem für das stark wachsende Mobil-Computer-Segment entworfen worden, hieß es. Die Intel-Aktie schloss mit 37,00 USD 0,17% schwächer. Die Anteilsscheine von Konkurrent AMD gewannen hingegen 4,43% auf 24,02 USD. Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, mit dem Telekomausrüster Lucent Technologies einen dreijährigen Zulieferervertrag abgeschlossen zu haben.
Gateway fielen um 3,14% auf 20,98 USD. Nach Millionen-Verlusten bildete der PC-Direktverkäufer seine Führungsspitze um. Der Gateway-Gründer und bisherige Verwaltungsratsvorsitzende Ted Waitt wurde zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Zuvor war Jeff Weitzen als Vorstandsvorsitzender von Gateway zurückgetreten. Im Internetsektor kletterten Terra Lycos um 6,40% auf 16,63 USD. Das an der NASDAQ notierte spanische Unternehmen gab die Akquisition des Online-Finanzdienstes Raging Bull von AltaVista bekannt. CMGI gewannen 5,80% auf 6,84 USD. Das Unternehmen hält die Mehrheit der Anteile an AltaVista.
Deutliche Verluste verzeichneten hingegen Amazon.com . Die Aktien des Online-Versandhauses gaben vor Bekanntgabe der Quartalszahlen um 5,90% auf 18,94 USD nach. Analysten rechnen mit einen Verlust je Aktie im vierten Quartal von 26 Cent, nach 55 Cent im Vorjahr.
Cisco Systems erholten sich von den Verlusten des Vortages und legten 2,01% auf 38,00 USD zu. Der Titel hatte am Montag unter Druck gestanden, nachdem Cisco-Chef John Chambers auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos den Januar für sein Unternehmen als "eine Herausforderung" bezeichnet hatte. Als Grund hatte Chambers die dramatisch gesunkene Investitionsbereitschaft der Kunden angeführt./rh/sk
info@dpa-AFX.de
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Technologiebörse NASDAQ hat einen Tag vor der lange ersehnten und erwarteten Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) nach richtungslosem Handel unverändert geschlossen. Der NASDAQ-Composite-Index legte minimale 0,01 Punkte zu und beendete die Sitzung mit 2.838,35 Zähler. Der alle Werte umfassende der Wachstumsbörse umfassende Index hatte im Tagesverlauf zwischen einem Tief von 2.817,13 und einem Hoch 2.861,71 Zählern geschwankt. Der Blue-Chip-Index NASDAQ 100 fiel um 0,31% auf 2.686,14 Punkte.
Der Markt habe eine Senkung der Leitzinsen um 50 Basispunkte vollständig eingepreist, sagte ein New Yorker Analyst. Daher stelle sich nun die Frage wie der Markt auf das Faktum am morgigen Mittwoch reagieren werde. Eine Reihe von Beobachtern würden davon ausgehen, dass nach den starken Kursgewinnen seit Jahresbeginn nun eine Konsolidierungsphase einsetzen könnte, hieß es. Daher hätten Investoren auch vorsorglich einige Positionen glatt gestellt und Kursgewi nne gesichert.
Die Wahrscheinlichkeit einer drastischen Senkung um einen halben Prozentpunkte sei durch die am Vormittag veröffentlichten Verbraucher-Vertrauens-Daten auf nahezu 100% gestiegen, sagte ein Händler. Fed-Chef Alan Greenspan habe in der vergangenen Woche vor dem US-Senat bekräftigt, dass er für eine Zinssenkung vor allem auf das Verbraucher-Vertrauen schauen werde; welches auf den tiefsten Stand seit vier Jahren gefallen war und deutlich schwächer als erwartet ausgefallen war.
Intel drehten nach anfänglichen Gewinnen leicht ins Minus. Der Chip-Riese stellte am Dienstag zwei neue Prozessoren mit fortgeschrittener Energiespartechnologie vor. Die beiden Chips, ein 500 MHz Pentium III und ein Celeron 550 MHz, seien vor allem für das stark wachsende Mobil-Computer-Segment entworfen worden, hieß es. Die Intel-Aktie schloss mit 37,00 USD 0,17% schwächer. Die Anteilsscheine von Konkurrent AMD gewannen hingegen 4,43% auf 24,02 USD. Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, mit dem Telekomausrüster Lucent Technologies einen dreijährigen Zulieferervertrag abgeschlossen zu haben.
Gateway fielen um 3,14% auf 20,98 USD. Nach Millionen-Verlusten bildete der PC-Direktverkäufer seine Führungsspitze um. Der Gateway-Gründer und bisherige Verwaltungsratsvorsitzende Ted Waitt wurde zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Zuvor war Jeff Weitzen als Vorstandsvorsitzender von Gateway zurückgetreten. Im Internetsektor kletterten Terra Lycos um 6,40% auf 16,63 USD. Das an der NASDAQ notierte spanische Unternehmen gab die Akquisition des Online-Finanzdienstes Raging Bull von AltaVista bekannt. CMGI gewannen 5,80% auf 6,84 USD. Das Unternehmen hält die Mehrheit der Anteile an AltaVista.
Deutliche Verluste verzeichneten hingegen Amazon.com . Die Aktien des Online-Versandhauses gaben vor Bekanntgabe der Quartalszahlen um 5,90% auf 18,94 USD nach. Analysten rechnen mit einen Verlust je Aktie im vierten Quartal von 26 Cent, nach 55 Cent im Vorjahr.
Cisco Systems erholten sich von den Verlusten des Vortages und legten 2,01% auf 38,00 USD zu. Der Titel hatte am Montag unter Druck gestanden, nachdem Cisco-Chef John Chambers auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos den Januar für sein Unternehmen als "eine Herausforderung" bezeichnet hatte. Als Grund hatte Chambers die dramatisch gesunkene Investitionsbereitschaft der Kunden angeführt./rh/sk
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