PDA

Vollständige Version anzeigen : Biotechnologie: ..... -- Infothread --


Ralph
12.02.2001, 21:14
Ich möchte hier einen Thread eröffnen, in dem ich -zusammen mit Euch- Informationen (News, Analystenmeinungen, Ratings, Einschätzungen etc.) zu Unternehmen aus dem Biotechnologiesektor sammeln möchte.

Los geht's ! http://www.stock-channel.net/Board/smilies/smile.gif

Biotechs: Neue Erkenntnisse beleben das Geschäft


Der Mensch hat deutlich weniger Gene als bisher angenommen. Diese neue Erkenntnis kann in der Biotech- und Pharma-Branche einiges verändern. Experten sehen eine verschärfte Wettbewerbssituation bei den Biotech-Unternehmen.

Die Nachricht von der Entschlüsselung des menschlichen Genoms wirbelte bereits vor acht Monaten durch alle Medien und führte bei einigen Biotech-Unternehmen zu Kursexplosionen. Allerdings sind die damals gefeierten Erkenntnisse erst jetzt vollendet und druckreif: Noch in dieser Woche werden die Wissenschafts-Zeitschriften „Science“ und „Nature“ die Daten zum menschlichen Erbgut veröffentlichen.

Bereits im Vorfeld dieser Veröffentlichung sorgt eine neue Erkenntnis für Aufsehen: Der Mensch besitzt lediglich zwischen 26.000 und 40.000 Gene – das sind gerade mal doppelt so viele Gene wie bei einer Fliege. Zuvor waren Forscher davon ausgegangen, dass der Mensch mehr als 100.000 Gene in sich trägt.

Die geringere Anzahl der Gene sollte allerdings nicht zu dem Trugschluss führen, dass die Arbeit für Wissenschaftler zukünftig leichter wird. Wahrscheinlich wird alles sogar bedeutend schwieriger. Die Komplexität des Menschen bei nur so wenig Genen legt den Schluss nahe, dass ein Gen viel mehr verschiedene Aufgaben erfüllt als bisher angenommen. Außerdem nehmen das Zusammenspiel verschiedener Gene sowie die Wechselwirkung zwischen Gen und Proteinen eine größere Bedeutung an.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass nur etwa 10% aller Gene sogenannte “Targets“ (Ziele für eine medikamentöse Behandlung) liefern. Vor allem für Biopharmahersteller könnte das eine schlechte Nachricht sein. Eine Vielzahl von kleinen Firmen bis hin zu den Branchenführern wie Amgen, Genentech, Immunex und Biogen arbeiten daran, geeignete Medikamente für solche Targets zu entwickeln. Da es aber bedeutend weniger Targets gibt als bisher angenommen, wird der Konkurrenzkampf bedeutend größer. Zukünftig werden Forscher unter enormem Zeitdruck arbeiten, um Gene für ihre Unternehmen patentieren zu lassen, so dass man bei der Medikamentenentwicklung Vorrang hat.

Das Bioinformatik-Unternehmen Celera Genomics, das stolz von sich behauptet für die Entschlüsselung des Genoms verantwortlich zu sein, erlebt zur Feier des Tages einen sprunghaften Kursanstieg auf dem Parkett. Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass Celera sein Ziel mit der Entschlüsselung des Genoms erreicht hat und hinterfragen, wie das Unternehmen zukünftig Umsatz machen will. Einige Experten sehen bei Proteonomics-Firmen, die auf die Erforschung der Proteine im menschlichen Organismus spezialisiert sind, größeres Zukunftspotenzial. Dennoch ist Celera weiterhin im Besitz wertvoller Informationen, mit denen sich mit etwas Geschick sicherlich noch viel anfangen lässt.

An den US-Börsen sind Biotech-Werte der Renner des Tages. Es ist beachtlich, was für bedeutende Erkenntnisse in dieser Branche in den letzten Jahren errungen worden sind. Experten warnen trotzdem, dass die Identifikation des Erbguts nur ein kleiner Schritt ist. Weitere Erkenntnisse daraus zu entwickeln und danach wiederum Ansatzpunkte zur Behandlung zu finden, stellt immer noch eine riesige Herausforderung für die Unternehmen dar. Bis zu „Wundermedikamenten“ ist es also noch ein weiter Weg.
===========================================================

Ralph

Ralph
25.02.2001, 18:47
Die PERFORMAXX-BIOTECH-KOLUMNE: Quo vadis Biotech?

MÜNCHEN (Performaxx) - Immer öfter werden wir gefragt, wie es denn weitergeht mit der Biotechnologie. Wann wieder einmal ein anhaltender Aufwärtstrend kommt. Wie tief der Kurs eines bestimmten Biotech-Untenehmens noch fallen kann. Und ob die Branche immer noch überbewertet ist.
Die Antwort ist ziemlich einfach, aber dafür um so unbefriedigender: Die Biotechnologie ist eine Wachstumsbranche und an der fundamentalen Entwicklung gibt es nichts zu beklagen. Von einer allgemeinen Überbewertung kann man spätestens seit dem Kursverfall von Millennium nicht mehr sprechen. Womit die Biotechbranche allerdings zu kämpfen hat, ist zum einen eine hohe Volatilität, die sowohl Medikamentenentwickler als auch Dienstleister und Technologieentwickler trifft, zum anderen die allgemeine Verunsicherung des Marktes.

Die hohe Volatität hat es in diesem Sektor immer schon gegeben und wird es auch in Zukunft weiter geben. Mit zunehmender Reife der Unternehmen und ihrer Produkte sowie einem unvermeidlichen Ausleseprozeß, etwas höflicher auch als Konsolidierung bezeichnet, werden diese Schwankungen jedoch langfristig an Intensität verlieren. In diesem Gebiet wird die USA dieses Jahr wieder mal eine wichtige Vorreiterrolle einnehmen.

Wann allerdings das Vertrauen der Anleger wieder zurückkommt, ist schwer zu sagen. Vertrauen bedeutet, daß ein Anleger bereit ist, investiert zu bleiben und nicht beim ersten kleinen Kursanstieg Gewinne realisiert. Hier wird in Zukunft der institutionelle Anleger, vor allem der Fondsmanager, eine zentrale Rolle einnehmen. Die Investition in einen Biotech-Fonds erspart dem Privatanleger nicht nur Zeit und Nerven, sondern kann auch verlorenes Vertrauen zurückbringen - dann wird es auch wieder Spaß machen, Teilbeträge in ausgewählte Biotech-Unternehmen zu investieren.

Die Biotech-Branche ist so stark wie nie zuvor: fundamental gesehen. Mit der Gerichtsentscheidung im Januar dieses Jahres zugunsten des Epogen Patents von Amgen wurde ein wichtiges Signal für die Branche gesetzt. Die Bekanntgabe der Entschlüsselung des menschlichen Genoms mit seinen etwa 30.000 Genen hat nun wohl auch den letzten Zweifler davon überzeugt, das jetzt das Zeitalter des Verstehens des genetischen Codes angebrochen ist. Das freut besonders Technologieführer wie z.B. Oxford GlycoSciences , CuraGen , Celera , aber auch Deutsche Unternehmen wie Evotec , GPC oder Lion (nur eine Auswahl). "HUGO (Human Genom Organisation) ist out, es lebe HUPO (Human Proteom Organisation)."

Und dann wäre da noch die starke Produktpipeline. Leider weisen hier die deutschen Unternehmen noch einen kleinen Rückstand auf, bis auf ein paar Ausnahmen wie z.B. Medigene. Aber allein in diesem Jahr stehen 26 potentielle Medikamente aus der Pipeline der Biotech-Unternehmen in den USA bei der FDA zur Prüfung an. Diese Produkte haben die klinische Testphasen schon bestanden. Von diesen 26 Medikamenten haben zwei bereits ihre Zulassung erhalten: "PEG-Intron" von Enzon /Schering Plough gegen Hepatitis C und "Remicade" von Centocor, ein Antiköper zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis. Drei Produkte wurden nicht zugelassen (sie stammen von den Unternehmen Maxime Pharmaceuticals , Aronex Pharmaceuticals und Curis /Stryker ). Weitere interessante Produkte versprechen dieses Jahr z.B. von Corixa (Antikörper), Aviron (Grippeimpfstoff), Praecis (Prostata Krebs) oder Genentech / Tanox (Asthma) am Markt eingeführt zu werden. Zum erstenmal wird über die Hälfte aller Neuzulassungen Proteine (überwiegend Antikörper) sein.

Aber warum in die Ferne schweifen, wenn sich auch am heimischen Markt derzeit zahlreiche Investmentgelegenheiten bieten. Evotec weist nur noch eine Marktkapitalisierung von etwa 600 Mio. Euro auf, November ist mit 120 Mio. Euro bewertet, Medigene mit 390 Mio. Euro. Auch Genescan ist mit aktuell rund 135 Mio. Euro günstig bewertet und GPC ist mit 280 Mio. Euro weit entfernt von den Höchstbewertungen. Und am wichtigsten: Keiner dieser Werte zeigt fundamentale Schwächen.

Es gibt also derzeit keine rationale Begründung für ein weiteres Absinken der Kurse. Die Biotechnologie ist erst am Beginn ihrer Entwicklung. Es gilt daher das Vertrauen zu behalten und die Geduld aufzubringen, die ein Investment in die Biotechbranche benötigt.

--- Olaf Stuhldreier, Biotechnologie Analyst bei Performaxx, Krefeld/München ---

Die Performaxx-Biotech-Kolumne ist ein Service der Performaxx AG, Anbieter von unabhängigem Aktienresearch mit Schwerpunkt New Economy. Hauptprodukte von Performaxx sind Research-Studien im Auftrag institutioneller Kunden sowie die Website www.performaxx.de. (http://www.performaxx.de.) Performaxx ist allein für die Inhalte der Kolumne verantwortlich. Informationen zu einzelnen Unternehmen stellen keine Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Aktien dar. Die Kolumne erscheint in Zusammenarbeit mit dpa-AFX.
===========================================================

Ralph

Ralph
05.06.2001, 19:28
Die Genforschung macht weiter Fortschritte ! :)

Heute hat Myriad Gentics bekanntgegeben, dass man das Gen entdeckt hat, das für den Cholesterin-Level und Lipoprotein-Level bei Leuten verantwortlich ist, die in jüngeren Jahren einen Herzanfall erlitten haben.

Grund genug um bei MYGN eine Rakete zu zünden ! :)

Ralph

Gert
05.06.2001, 20:57
ich setzt mal den Chart rein, der sich aktualisiert!

http://iqc.go2net.com/magic/chart?cs=0&i3=3&i2=6&i1=4&i0=1&time=60m&period=120&compare=&chart1=bb&chart=candle&symbol=MYGN&lotemp=&s=linear

Gert

Gert
05.06.2001, 21:33
Analyst Franklin Berger von J. P. Morgan hat sich positiv zur Biotechnologie-Branche geäußert: Seiner Meinung nach wird die momentane Rückkehr der Anleger in den Genetik-Sektor auf mittelfristige Sicht anhalten. Die Herstellung von Biopharmaka habe sich in der Vergangenheit als zuverlässiger Wachstumsmotor erwiesen, der den Unternehmen eine solide Gewinnentwicklung sichere.

Diese Aussagen verfehlen ihre Wirkung nicht: Der Amex-Biotechnology-Index erreicht mit einem Plus von 4,9% ganze 673 Punkte und damit den höchsten Stand seit einem halben Jahr. Viele an den US-Börsen Nasdaq und Nyse gehandelte Einzelwerte ziehen kräftig an. Zu den Top-Gewinnern gehört Myriad Genetics. Die Aktie steigt um 7,7%, nachdem das Unternehmen die Entdeckung eines menschlichen Gens verkündet, das mit einem hohen Cholesterinspiegel in Verbindung gebracht wird.

Wie üblich e! mpfiehlt J. P. Morgan den Anlegern Papiere von Unternehmen zum Kauf, die bereits Produkte auf dem Markt haben oder kurz vor ersten Markteinführungen stehen. Das garantiert steigende Umsätze und meist auch Profitabilität. Das Risiko, mit den kostenintensiven Forschungsarbeiten Fehlschläge zu erleiden, was in der Branche häufig der Fall ist, kann nur durch umsatzstarke Produkte kompensiert werden.

Neben dem Biotech-Riesen Genentech sieht Analyst Berger noch die Aktien der kleineren Konkurrenten Celgene, Gilead Sciences, Medicines Co. und Alkermes als interessant an. Außerdem hebt er seine Empfehlung für Human Genome Sciences und Celgene von „long term buy“ auf „buy“ an. Berger erwartet positive Nachrichten von den beiden Unternehmen, die am Mittwoch bzw. am Donnerstag Analysten-Konferenzen abhalten.

Obwohl Human Genome in naher Zukunft noch keine Produkte auf den Markt bringen wird, zeigt sich der Anaylst von der Produkt-Pipeline und der finanziellen Situation des Unternehmens beeindruckt. Human Genome Sciences gewinnt 3,6%. Die Aufstufung von Celgene begründet Berger mit neuer Hoffnung bezüglich des Krebs-Medikaments Thalomid. In Verbindung mit anderen Produkten seien erhebliche Entwicklungsfortschritte zu erwarten. Das Celgene-Papier legt um 5,8% zu.
Quelle:WO

Gert

Gert
14.06.2001, 21:24
Qiagen Genomics,
eine Tochtergesellschaft des Biotechnologie-Unternehmens Qiagen N.V., hat ein Lizenzabkommen mit der Life Science Group von Shimadzu abgeschlossen. Wie die am Neuen Markt notierte Firma am Donnerstag mitteilt, erteilt sie im Rahmen der Vereinbarung Shimadzu die Lizenz für ihre ’Masscode’-Technologie und unterstützt das japanische Traditionsunternehmen im ersten Jahr durch Schulung der Mitarbeiter und Kundendienstleistungen. Shimadzu verpflichtet sich im Gegenzug dazu, Chemikalien und Instrumente zur Forschung bei Qiagen Genomics zu ordern.

Der finanzielle Umfang dieser Übereinkunft wurde nicht genannt. Beide Unternehmen wollen an dem stark wachsenden Markt der Genomforschung in Japan teilhaben. Genom-Analysen, speziell der Bereich Single Nucleotide Polymorphism (SNP), wird als Schlüsseltechnologie für maßgeschneiderte Therapien und Medizin angesehen, um ! dem Endnutzer die optimale Wirkung der Impfstoffe zu gewährleisten.

Zusätzlich teilt das Unternehmen mit, im Rahmen der 1999 gegründeten ’pAlliance’ einen DNA basierten HIV-Impfstoff erforschen bzw. entwickeln zu wollen. Der Kooperation gehören neben Qiagen noch DSM Biologics, Valentis und American Home Products an.

Gert
12.07.2001, 16:05
Nachdem die Aktie des Biotech-Unternehmens Medigene am Vortag das 52-Wochentief getestet hat, geht es nun rasant in die entgegengesetzte Richtung. Aktuell
liegt der Anteilsschein mehr als 16% im Plus. Zeitweise fiel der Zugewinn noch deutlicher aus.

Medigene hat bekannt gegeben, dass die US-Company Atrix Laboratories die letzte Phase der klinischen Studien zu Leuprogel in der Dreimonatsdosierung
abgeschlossen habe. Die Company plane, dafür noch im laufenden Jahr die Zulassung bei der zuständigen US-Behörde FDA einzureichen. Medigene besitzt für das
Mittel, das bei der Behandlung von Prostatakrebs eingesetzt werden soll, die exklusiven europäischen Vermarktungsrechte. 2003 soll nach den bisherigen Planungen die
Markteinführung erfolgen, Analysten schätzen das Umsatzpotenzial auf mehr als 50 Mio. Euro pro Jahr.

Zuletzt war Medigene im Zuge der allgemei! nen Marktschwäche unter Druck geraten. Dazu hat die Herabstufung der Aktie durch die
Landesbank-Baden-Württemberg ihren Teil beigetragen. Die Empfehlung, die Aktie zu reduzieren, geht auf mögliche Konsequenzen durch Patentstreitigkeiten und die
relativ hohe Bewertung im internationalen Vergleich zurück. Für das laufenden Geschäftsjahr wird ein Umsatz in Höhe von 11,76 Mio. Euro prognostiziert.
Demgegenüber soll sich der Netto-Verlust auf 96,68 Mio. Euro belaufen, wofür allerdings hauptsächlich die nicht Cash-wirksame Übernahme der Neurovir
verantwortlich zeichnet.

Unverändert positiv wird die gefüllte vorklinische und klinische Pipeline des Biopharma-Unternehmens gesehen. Diese wird stetig verbreitert und erhält damit
zunehmend eine für die mit hohen Risiken behaftete Branche nötige Diversifizierung.

http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=MDG.ETR&hist=4&dbrushwidth=&charttype=&gd1=&gd2=&benchmark=&infos=&indtype1=&indtype2=&volumen=

Jacket
12.07.2001, 17:32
Medigene ist mein Favorit am Neuen Markt ! :-)

Gert
16.07.2001, 07:12
Aus der FTD vom 16.7.2001 www.ftd.de/china-biotech (http://www.ftd.de/china-biotech)

Biotechnologie: Piraterie im Genpool
Von Mark Böschen und Ole Döring, Hamburg

Biotechnologie auf Chinesisch lockt viele westliche Genetik-Unternehmen. Sie nutzen das Reich der Mitte als billiges Testlabor - ohne sich dort um die zu Hause geltenden Schutzbestimmungen scheren zu müssen.


Financial Times Deutschland

Gert
26.07.2001, 23:23
Der Biotech-Konzern weist für das zweite Quartal einen rückläufigen Gewinn aus, während der Umsatz weiter angewachsen ist. Im gesamten Geschäftsjahr soll der Gewinn jedoch höher ausfallen als bisher vorausgesagt.

Das Biotech-Unternehmen Chiron hat im zweiten Quartal einen rückläufigen Gewinn bei steigendem Umsatz erzielt. Der Pro-forma-Gewinn ist um rund 30 Prozent auf 40 Mio. Dollar gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Gewinn pro Aktie liegt mit 21 Cent knapp oberhalb der Konsens-Schätzungen der Analysten, die im Schnitt 20 Cent prognostiziert hatten.

Der Umsatz ist um 8 Prozent auf 261 Mio. Dollar gestiegen. Der Löwenanteil von 173,7 Mio. Dollar stammt aus Produktverkäufen. Der Rest ist auf Lizenzzahlungen, Royalties und Einkünfte aus Kooperationen zurückzuführen.

Die drei zentralen Geschäftsbereiche des Unt! ernehmens haben eine unterschiedliche Entwicklung genommen. Das Segment Impfstoffe ist um 19 Prozent auf 75 Mio. Dollar an Umsätzen zurück gegangen. Das liegt vor allem an einem Einmalauftrag im Vorjahresquartal. Dagegen haben die biopharmazeutischen Produktverkäufe um 35 Prozent auf 95 Mio. Dollar zugelegt.

Auch der dritte Bereich, Bluttests, ist gewachsen: Hier beträgt die Steigerung rund 23 Prozent auf 43 Mio. Dollar. Zuletzt hatte es hier Probleme mit der Zulassung eines neuen Systems gegeben. Dabei handelt es sich um eine hochsensitiven Test, der Viren nachweisen kann, darunter auch HIV und Hepatitis. Die Verantwortlichen des Unternehmens bekräftigen ihr Ziel, die Zulassung für die Procleix-Tests noch in diesem Jahr zu erreichen.

Für gute Stimmung sorgt dagegen ein Auftrag für die Lieferung von Impfstoffen nach Kanada. Dieser hat ein Volumen von rund 50 Mio. Dollar und ist der Grund für die Anhebung der Planzahlen für das gesamte ! Geschäftsjahr. Demnach soll der Gewinn pro Aktie zwischen 90 und 95 Cent liegen, deutlich höher als die bisher angenommenen 85 Cent. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, hätte Chiron beim aktuellen Kurs von 42,06 Dollar ein Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2001 zwischen 44,3e und 46,7e.

Zuletzt hat die Herabstufung des Unternehmens durch Michael King, Jr., Analyst bei Robertson Stevens, den Kurs von Chiron kräftig unter Druck gebracht. Der Experte hat seine Gewinn-Schätzung auf 79 Cent für 2001 reduziert. Zwischen der Experten-Einschätzung und den Prognosen des Unternehmen klafft nun eine deutliche Lücke von 11 bis 16 Cent je Aktie. Möglicherweise werden die kommenden Quartalszahlen erste Hinweise darauf geben, wessen Einschätzung die realistischere ist.

Ralph
03.08.2001, 14:56
Lehman Brothers haben heute die Umsatzerwartung für Protein Design Labs nach unten gesetzt.

=============================
Lehman Cuts Outlook for Protein Design

NEW YORK (Reuters) - Lehman Bros. on Friday cut its earnings outlook for biotechnology company Protein Design Labs Inc. (NasdaqNM:PDLI - news) for both 2001 and 2002.

Lehman cut its estimate for 2001 earnings per share from 11 cents to 5 cents, and cut 2002 from 14 cents to 13 cents.

``Given that fees and milestone payments ... are difficult to predict, we are taking operating revenues this year down from $48.0 million to $43.9 million,'' analyst M. Wood wrote in a research report.

Shares of Protein Design closed at $54.41 on Thursday on the Nasdaq before the company reported lower second-quarter earnings.
=============================

http://www.stock-channel.net/usergfx/ralph/Stocks/PDLI_d020801.gif

Ralph

Mr. KnowItAll
22.01.2002, 23:34
x

McGaudes
24.01.2002, 21:58
Abend,

wer von euch hat sich schon mal mit Orchid Biociences (ORCH) auseinandergesetzt ?Ich persönl. bin langfristig recht bullish für den Wert und würde gern mal ein paar Meinungen dazu hören.

Mc

Ralph
24.01.2002, 23:02
McGaudes,

ORCH ist einer der spekulativsten Biotech-Werte überhaupt ..... was natürlich nichts über die Qualität aussagt .... Fakt ist, dass das Geschäft von Orchid ich meine auf nur einer Produktausrichtung basiert ..... nämlich der Nutzung von SNP ! ... das bewirkt ein hohes Risiko, was das Geschäft selbst angeht.

Gleichzeitig gibt es aber auch hohe Risiken hinsichtlich der Finanzkraft von Orchid ...... kaum Umsätze bei sehr hohem Verlust ..... was natürlich vielen Biotech-Unternehmen eigen ist, aber man nicht immer akzeptieren sollte.

Ich wage mich nicht, hier eine Bewertung abzugeben, aber potentiellen Chancen stehe hohe Risiken gegenüber, zumal mit dem Fall IMCLONE jetzt auch die SEC und der Kongress auf die Machenschaften von so manchem Bitech-Laden gekommen ist.

Mit einer gewissen Vorsicht würde ich auf jeden Fall agieren !

Ralph

McGaudes
25.01.2002, 19:58
Abend Ralph,

danke für deine Einschätzung. Ich gebe dir recht ORCH ist spekulativ und die Cash-Burn Rate noch sehr hoch. Habe meine Anteile vor einer Woche auch wieder verkauft. In den letzten Tagen ging es ja wieder ein ganzes Stück nach unten, ist sicher ein wenig Angst für Q.-Zahlen. Umsatzmäßig will die Company ja dieses Jahr durchstarten (ca. 50Mio.) . Mal sehen was nach den Q-Zahlen passiert.


Gruß
Mc

Ralph
25.01.2002, 20:13
Ich möchte dich auf einen sehr informativen Thread zum Thema Biotech aufmerksam machen (haste bestimmt aber schon selbst gesehen)

Imclone .... vom Handel ausgesetzt (http://www.stock-channel.net/stock-board/showthread.php3?threadid=6416)

Dort geht es um IMCL und die Implikationen für die gesamte Bio-und Pharmabranche ......

Ralph