Ralph
19.12.2000, 22:11
Clinton droht mit Handelskrieg
Kurz vor der Entscheidung über den Super-Airbus A3XX hat US-Präsident Bill Clinton die EU aufgefordert, die Subventionen für den Boeing-Rivalen einzustellen. Andernfalls könnte es einen neuen Handelskrieg geben.
Washington - Clinton äußerte am Montag "große Besorgnis" über geplante EU-Gelder für das europäische Vorzeigeprojekt A3XX. Auf dem letzten EU/USA-Gipfeltreffen seiner Amtszeit unterstrich der US-Präsident, dass Kredite für den Super-Jumbo nicht zu Sonderkonditionen gegeben werden dürften.
"Wir haben ihnen klar gemacht, dass die Finanzierung auf einer kommerziellen Basis erfolgen muss," sagte die US-Handelsbeauftragte Charlene Barshefsky. "Angesichts der Finanzkraft des Konzerns sollte der A3XX nicht zusätzlich subventioniert werden", sagte ihre Stellvertreterin Susan Esserman. "Wir müssen dringend zu einer Abmachung kommen, wenn wir einen Konflikt vermeiden wollen."
Die US-Regierung stellt sich damit hinter den amerikanischen Flugzeugbauer Boeing, der sich wiederholt über die staatliche Unterstützung des europäischen Rivalen beschwert hat. Den Angaben zufolge überlegt die Regierung auch, den Streit vor die Welthandelsorganisation (WTO) zu bringen.
Ein Sprecher der EU-Kommission wies die Darstellung der US-Regierung mit Entschiedenheit zurück. Bei den Milliardengeldern für den A3XX handele es sich nicht um Subventionen, sondern um rückzahlbare Kredite. Diese würden nach Marktkonditionen vergeben und stünden im Einklang mit dem Abkommen zur Flugzeugproduktion, das die EU 1994 mit den USA geschlossen habe. Die EU verstoße auch nicht gegen die Regeln der WTO. Dass die USA den Boeing-Konkurrenten genau beobachten, sei nicht verwunderlich.
Startschuss zum Baubeginn
Heute wird die Bekanntgabe des Baustarts für den A3XX erwartet. Nach bisher 50 eingegangenen Aufträgen gibt es kaum noch Zweifel an der Umsetzung des 12,1 Milliarden Euro teuren Projektes. Nach inoffiziellen Berichten wollen die Airbus-Anteilseigner BAe Systems und EADS heute in einer Aufsichtsratssitzung den Bau des größten Serienflugzeuges aller Zeiten beschließen. Für den frühen Nachmittag ist eine Pressekonferenz in Toulouse einberaumt worden.
Airbus will die ersten Jets ab dem Jahr 2006 ausliefern. Der Erstflug in Toulouse ist für 2004 geplant. Dort sind bereits die Vorbereitungen für die Serienfertigung angelaufen. In Hamburg will Airbus seine Werke für die Produktion des Großflugzeugs kräftig erweitern. Das muss jedoch noch gerichtlich genehmigt werden. Zwei Naturschutzverbände, die gegen den Ausbau protestieren, haben zunächst einen Teilerfolg errungen. Bis 2020 will Airbus 1500 A3XX-Jets verkaufen.
Jaja, die Amis, drohen können sie am besten ! .... ach, wenn sich Europa nur einig wäre, dann wäre der Nabel der Börsenwelt sicherlich nicht New York ! .... ja, wenn nur ...
Ralph
Kurz vor der Entscheidung über den Super-Airbus A3XX hat US-Präsident Bill Clinton die EU aufgefordert, die Subventionen für den Boeing-Rivalen einzustellen. Andernfalls könnte es einen neuen Handelskrieg geben.
Washington - Clinton äußerte am Montag "große Besorgnis" über geplante EU-Gelder für das europäische Vorzeigeprojekt A3XX. Auf dem letzten EU/USA-Gipfeltreffen seiner Amtszeit unterstrich der US-Präsident, dass Kredite für den Super-Jumbo nicht zu Sonderkonditionen gegeben werden dürften.
"Wir haben ihnen klar gemacht, dass die Finanzierung auf einer kommerziellen Basis erfolgen muss," sagte die US-Handelsbeauftragte Charlene Barshefsky. "Angesichts der Finanzkraft des Konzerns sollte der A3XX nicht zusätzlich subventioniert werden", sagte ihre Stellvertreterin Susan Esserman. "Wir müssen dringend zu einer Abmachung kommen, wenn wir einen Konflikt vermeiden wollen."
Die US-Regierung stellt sich damit hinter den amerikanischen Flugzeugbauer Boeing, der sich wiederholt über die staatliche Unterstützung des europäischen Rivalen beschwert hat. Den Angaben zufolge überlegt die Regierung auch, den Streit vor die Welthandelsorganisation (WTO) zu bringen.
Ein Sprecher der EU-Kommission wies die Darstellung der US-Regierung mit Entschiedenheit zurück. Bei den Milliardengeldern für den A3XX handele es sich nicht um Subventionen, sondern um rückzahlbare Kredite. Diese würden nach Marktkonditionen vergeben und stünden im Einklang mit dem Abkommen zur Flugzeugproduktion, das die EU 1994 mit den USA geschlossen habe. Die EU verstoße auch nicht gegen die Regeln der WTO. Dass die USA den Boeing-Konkurrenten genau beobachten, sei nicht verwunderlich.
Startschuss zum Baubeginn
Heute wird die Bekanntgabe des Baustarts für den A3XX erwartet. Nach bisher 50 eingegangenen Aufträgen gibt es kaum noch Zweifel an der Umsetzung des 12,1 Milliarden Euro teuren Projektes. Nach inoffiziellen Berichten wollen die Airbus-Anteilseigner BAe Systems und EADS heute in einer Aufsichtsratssitzung den Bau des größten Serienflugzeuges aller Zeiten beschließen. Für den frühen Nachmittag ist eine Pressekonferenz in Toulouse einberaumt worden.
Airbus will die ersten Jets ab dem Jahr 2006 ausliefern. Der Erstflug in Toulouse ist für 2004 geplant. Dort sind bereits die Vorbereitungen für die Serienfertigung angelaufen. In Hamburg will Airbus seine Werke für die Produktion des Großflugzeugs kräftig erweitern. Das muss jedoch noch gerichtlich genehmigt werden. Zwei Naturschutzverbände, die gegen den Ausbau protestieren, haben zunächst einen Teilerfolg errungen. Bis 2020 will Airbus 1500 A3XX-Jets verkaufen.
Jaja, die Amis, drohen können sie am besten ! .... ach, wenn sich Europa nur einig wäre, dann wäre der Nabel der Börsenwelt sicherlich nicht New York ! .... ja, wenn nur ...
Ralph