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Vollständige Version anzeigen : Vielleicht sind Zinssenkungen gar nicht das probate Mittel !!!


Ralph
20.12.2000, 20:44
Hallo Leute,

heute habe ich mit unserer sehr geschätzen MaryMeeker darüber gesprochen, dass Zinssenkungen diesem Markt vielleicht gar nicht die erhofften Impulse geben werden. Wieso könnte dies so sein ? Um dies zu erläutern, habe ich mich mal an meine vier Semester Volkswirtschaft zurückerinnert, wo es mal um die Auswirkung von Inflation und Deflation gegangen ist !

Das Ende von Inflation und der Beginn von Deflation

Es ist ein weit verbreiteter Glaube, dass jeder General seinen letzten Krieg kämpft. Dies übertragen, glauben wir, dass die Strategien und Taktiken aus dem letzten Krieg auch in kommenden Kriegen Erfolg versprechen werden (man möge mir meine martialische Darstellungsweise verzeihen http://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif ). Und in den meisten Fällen, für den grössten Teil der Weltgeschichte, ist das auch so gewesen.
Aber dann ..... plötzlich entwickelt jemand eine neue Waffe, der Feind entwickelt eine neue Strategie und plötzlich ändert sich alles (na, fällt jetzt der Groschen ? http://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif ). Im allgemeinen ist dies ein Disaster für den General, da er nicht auf die geänderten Rahmenbedingungen vorbereitet ist.

Seit 60 Jahren müssen sich die Investoren in den USA, fast weltweit- mit einem Problem herumärgern ..... Inflation. In letzter Zeit ist die Inflation jedoch drastisch zurückgegangen. Volkswirte und Analysten haben den Term "Disinflation" entwickelt, der eine Periode von Inflation bezeichnet, in welcher die Zuwachsrate aber nachlässt.

Ich bin überzeugt, dass dies der "letzte Krieg " sein wird ! In den USA hat es schon früher bedeutsame Deflations-Perioden gegeben .... einige dieser waren sogar sehr gewinnbringend für die Gesellschaft. Die letzte Periode war in den 20ern und 30ern dieses Jahrhunderts. Die Deflation der 20er war eigentlich alles andere als schlecht, bis dann die Politik der US-Regierung dem ganzen den Garaus machte und letztlich den Crash von 1929 und eine nachfolgende Depression verursachte !

Es gab aber Perioden, in denen Deflation herrschte, die Wirtschaft und die Menschen trotzdem prosperierten (z.B. 1869 - 1898 ..... jetzt sagt Ihr vermutlich, der Typ hat ein Rad ab, 130 Jahre zurückzugehen ! .... könnt Ihr gerne tun ! http://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif ). Zu dieser Zeit fiel der Grossahdnelspreisindex um 50% (zwischen 1870 und 1896). Dies bedeutete, dass die Preise für Brot, Transport, Kleidung etc. um fast 50% gefallen sind. Wäre dies nicht wunderbar für jemanden, der festverzinste Einkommen bezieht ? Und während dieser Zeit wuchs die Wirtschaft um über 4% pro Jahr und der private Verbrauch legte um 5% pro Jahr zu ! Was wiedrum bedeutete, dass sich der Lebensstil in dieser Zeit dramatisch verbesserte.

Klar, den Farmern, die es nicht verstanden, ihre Produktiviität zu verbessern, erging es schlecht, denn nur über die Produktivität konnten noch Ertragszuwächse erzielt werden (na, klingelt's irgednwo ? http://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif ). Dies waren dann die Loser. Aber noch grösser waren die Loser, in Zeiten von Inflation, in denen es Unternehmen nicht ermöglicht wurde, die Preise so schnell anzuheben, wie es die steigenden Kosten eigentlich erforderten.

Ich behaupte nicht, dass Deflation eine Rezept für ein wirtschaftliches Nirwana ist. In einer idealen Welt sollte Deflation eigentlich die Norm sein. In der Theorie werden wettbewerbsfähige Unternehmen immer produktiver und immer besser in die Lage versetzt mehr zu geringeren Kosten zu produzieren. Die Preise fallen allmählich und wir alle bekommen mehr für unser Geld. Ein übertriebenes Beispiel hierfür ist der Computer. Wir alle konnten Zeuge sein, wie die Preise der Computer extremst verfallen sind, gleichezitig dadurch abe reine Lawine von Produktivitätswachstum erzeilt worden ist. Wenn man mal die Dollar-Veränderungen ausser Acht lässt, dann stellt man fest, dass die Preise für viele "Commodities" gefallen sind, infolge der gewaltigen Zunahme an Produktivität.

Oder, schaut euch die Autobranche an. Wer hätte es vor jahren möglich gehalten, dass man eines Tages die verrücktesten "Incentive-Programme" starten muss, um überhaupt noch ein Auto verkafuen zu können (fragt mal Chrysler !).
Greenspan's nagende Sorgen über Inflation sind einfach übertrieben, die Realität zeigt klar, dass es keine Anzeichen von ansteigener Inflation gibt. Die Inflation ist im Moment bei etwas über 2%, wobei der Grossteil infolge von Öl- und Tabakpreisen verursacht wird. Ohne diese Faktoren gäbe es keine Inflation.

Jetzt kommt's !

Für viele ist jedoch der Gedanke an Deflation ein ziemlich unheimlicher. Dies vor allem, weil wir das Gespenst Deflation immer wieder im Zusammenhang mit der Depression Anfang des Jahrhunderts hören. Wir haben gelernt mit dem "Dämon Inflation" zu leben. Wir wissen dass er "böse" ist, aber wir können damit leben.
Inflation erodiert den Wert von Ersparnissen. Wenn man nicht bereit gewsen ist, gewisse Risiken einzugehen, ist es schwierig gewesen, überhaupot einen Zuwachs zu erzielen. Aber in einem deflationären Umfeld hat man nach zehn jahren eine höhere Kaufkraft als in Zeiten von Inflation.
Aktien müssen in einem deflationären Umfeld nicht zweistellig wachsen um Schritt zu halten. Wir wir sehen werden, werden sich die Regeln ändern. Wer in der Lage ist, sich daran anzupassen, wird zukünftig profitieren, wenn sich die Inflation langsam zurückzieht. Wer dies nicht schafft, wird zu den Losern zählen.

Was verursacht(e) den Wechsel von Disinflation zu Deflation ? Nachfolgend stehen die 13 Hautpgründe dafür (einige liegen in der Vergangenheit, andere noch vor uns)

1) Das Ende des Kalten Krieges führte weltweit zu Kürzungen in den Verteidungungsausgaben (exzessive Regierungsausgaben führten letztlich zu hoher Inflation)

2) Die Staatsausgaben und -defizite sind im Sinken begriffen

3) Die Zentralbanken kämpfen den "letzten Krieg" .... Inflation (solange diese "Jungs" nur Inflation sehen, sind wir auf dem "besten" Wege zur Deflation. Dies ist nicht schlecht, solange man dies rechtzeitig erkennt ..... hoffentlich)

4) Die zunehmende Anzahl von Personen in den G7-Ländern, die in Ruhestand gehen, wird zu verlangsamten Wachstum der Einkommen und Ausgaben führen.

5) Die Restrukturierung in den G7-Ländern wird weiter vorangetrieben

6) Technology kürzt Kosten und fördert die Produktivität

7) Information via Internet verstärkt den Wettbewerb (dadurch niedrigere Kosten)

8) Der Massenvertrieb an die Kunden reduziert Kosten und Preise

9) Zunehmende Deregulierung kürzt die Preise

10) Globales Outsourcing

11) Die globale Zunahme marktwirtschaftlichen Denkens wird das globale Angebot erhöhen

12) Die Finanz- und Wirtschaftsprobleme in Asien werden weltweit für sinkende Preis sorgen

13) Die US-Verbraucher werden dazu übergehen, zu sparen, anstatt zu konsumieren !!!!

Man könnte Kapital über jedes dieser Merkmal schreiben, aber es genügt, dadurch zu realisieren, dass wir uns auf dem Weg zu einer deflationären Periode befinden. Dies bedeutet, dass wir unsere Investmentstile und die Erwartungen hieraus ÄNDERN MÜSSEN !!!

Was funktioniert bzw. funktioniert nicht in einer solchen Umgebung ?

Es wird euch sicherlich weniger interessieren, wenn ich sage, dass der Bond-Investor mit am deutlichsten davon profitieren dürfte ..... noch deutlich vor dem Aktieninvestor. Investmentstile, die auf der historischen Beziehung von Aktienpreisen und Indikatoren, die durch Inflation beeinflusst werden, könnten zu den grossen Losern zählen. Als Beispiel seien genannt, die Beziehungen zwischen Zinsen und den Akteinmärkten oder Aktienmärkten und Geldmengen zur Vorhersage der Aktienmärkte.

Ich bin mir nicht sicher, dass diese Beziehungen in einer deflationären Phase die gleichen sind ..... will heissen, dass niedrigere Zinsen in einer solchen Phase nicht unbedingt das probate Mittel sind, um den Aktien auf die Sprünge zu helfen (Beispiel "Japan" ..... ohne hier jetzt aber die USA huete mit Japan vo

reg
20.12.2000, 20:44

Ralph
01.03.2001, 18:44
Meine Meinung habe ich oben dargelegt. Dass trotz der zuletzt bekanntgegeben CPI-Daten, noch einige andere -von mir sehr angesehene Börsenteilnehmer, James C. Cramer und Don Luskin- so sehen, will ich euch nicht vorenthalten.

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Defining Deflation: Why Cash Is King

By Don Luskin
Special to TheStreet.com
3/1/01 9:51 AM ET

I haven't agreed very often with Jim Cramer lately. But I thought his column Wednesday, The Looming Threat of Deflation, was deadly accurate. And all the more valuable because it hit a critical target that no one else is even aiming at.

You're right, Cramer. No one is talking about deflation. And yet deflation is the menace that is stalking the economy and the markets. It's deflation that the Fed has to cure by cutting interest rates. And yet Alan Greenspan, all of the professional economists and all of the pundits talk about nothing but inflation.

It's as though an entire mighty army's guns have been aimed on a target in the north, when all the while the enemy has been attacking from the south.

Understanding the Menace

What is deflation, anyway? Why can no one see the deflation menace? How can I say there's deflation when the consumer price index is rising? How is deflation destroying the economy and the markets? And what can the Fed do about it?

Each of these is a big question. I'll take them all on in a series of commentaries, beginning here and now. And I anticipate I'll get lots of questions because it's very unfamiliar territory for most investors -- so keep those cards and letters coming in.

Deflation is the opposite of inflation. And you know what inflation is.

Inflation is when the central bank (in our country, the Federal Reserve) prints too much money. When that happens, the price of everything eventually rises because an excess of money is suddenly available in relation to same amount of goods. Suppose someone clipped half of the precious metal out of the gold coins he was paying you with. You'd demand twice as many coins for the same merchandise, wouldn't you? That's inflation.

Deflation is the same process in reverse. It happens when the central bank prints too little money. Eventually the price of everything falls because too little money is available to buy the same amount of goods. Suppose someone crammed twice as much precious metal into the gold coins she was paying you with. You'd accept only half as many coins. That's deflation.

Nobody talks about deflation because it's so rare that no one is trained to notice it when it's happening.

Imperfect Lessons

We've been taught that from time immemorial, from the very invention of money itself, that the king will always clip the gold out of the coins and inflate the currency to make the government's budget go further, and to make the kingdom's exports seem cheaper in world markets. Inflation, we are taught, is inevitable.

And we're also taught that deflation is impossible. What king would ever add extra gold to the coins? He'd have to be nuts. Can't happen. So we deny deflation even when we see it, as we might convince ourselves that we didn't really see that flying saucer in the sky (even if there's really one there).

We are taught to not only expect inflation, but to fear it like Howard Hughes feared germs. Burned into our collective consciousness are those terrifying photographs of Germany between the World Wars, showing miserable people carting around wheelbarrows of worthless inflated currency to buy a single loaf of bread.

So if inflation is so bad, and if deflation is the opposite of inflation, then deflation must be good. Right? Wrong!

These Opposites Don't Attract -- Anyone

Yes, deflation is the opposite of inflation. But only in the sense that getting poked in your left eye is the opposite of being poked in your right eye. Yes, it's bad to be poked in your left eye. But it's just as bad to be poked in your right eye.

How can deflation be bad? Wouldn't it be great to get twice as much gold in your coins? Sure, that sounds great. But I can make inflation sound good, too. Wouldn't you like to get twice as many gold coins when you see the same amount of merchandise?

Inflation and deflation are both bad because they are both -- equally and opposite -- forms of monetary instability. They are both different ways to corrupt and destroy the value of a nation's money, its sacred contract of trust with all who had the faith to accept it in the first place. When money is tampered with in either direction -- inflation or deflation -- someone always gets hurt.

Inflation hurts anyone who makes a long-term contract to get paid money in the future. If you're a bank that's made a loan, an investor who's bought a bond or a widow who's stashed her nest egg in the bank, you don't want to get paid back in money that won't buy as much as when you first made the loan. If you're an opera singer who has agreed to a series of performances over several years for a prenegotiated fee, you don't want the opera house to pay you in worthless money years down the line.

Inflation also hurts people who need to buy things in the future that they can't afford today. How many young people have seen the dream of owning their own home get further and further away from them as inflation makes the price of houses increasingly unattainable?

Deflation hurts anyone who makes a long-term contract to pay for things in the future. If you are a borrower who took out a bank loan or a company that issued a bond, you don't want to have to pay it back in money that can buy more than it could have when you first borrowed it. If you're the opera house, you don't want to pay the singer in money that gets increasingly precious over the years.

And deflation hurts people who hold things that they expect to sell in the future. If you're a farmer spending money today to plant a crop of wheat and expecting to sell it in the future at today's prices, you could be wiped out if deflation has lowered the price of wheat when your crop is ready to come to market.

The Rulers and the Rules

In an inflation, things and assets become precious and money becomes expendable. An inflationary spiral is set in motion when people bid up prices -- for food, cars, houses, jewelry, stocks, whatever -- stockpiling and hoarding in an attempt to get out of money and into things. The more the prices of things go up, the more urgent it is to spend your money on them before it's too late. The thing is king.

In a deflation, cash is king. Money becomes precious, while things and assets become expendable. A deflationary spiral, like the one we're in now, is set in motion when people start selling things to get into precious cash. The more the prices of things go down, the more urgently we want to get out of them.

But for most of us, it's not as easy to sell things as it is to buy things. How many of us are in a position to sell, say, the food in our cupboards? So to get more into cash, we tend to buy less of things. And that slows down the economy.

And at the same time, we sell the things we can -- like stocks.

Starting to sound frighteningly familiar?

More on deflation in my next commentary.
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Das o.g erhält meine uneingeschränkte Zustimmung.

Ralph

<font size=1>[Dieser Beitrag wurde von Ralph am 01.03.2001 editiert.]</font>

Ralph
01.03.2001, 19:16
Was wir im Moment im Tech-Sektor erleben, könnte zweierlei sein:

1) Überkapazität

2) Nicht genug Geld im System um das alles zu KAUFEN, was VERKAUFT wird

Aber für welche Begründung man sich entscheidet, ändert letztlich die Sichtweise, die man selbst einnimmt.

Eine Sichtweise könnte die folgende sein:

Eine montäre Deflation hat negative Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft, wobei sich alle Sektoren in "Überkapazität" befinden. Und zwar in einr Art und Weise, die sich begründen lässt, mit der Tatsache, dass die Leute nicht alles kaufen wollen/können, was die Unternehmen verkaufen müssen.

Wie sonst lassen sich die gewaltigen Discount-Angebote erklären ?

Eine Menge Leute sind mit Tech-Aktien gesaltig geschädigt worden, so dass es jetzt relativ einfach ist, mit dem Knüppel auf diese Werte drauf zu hauen.

Das ist "schön", lenkt aber vom tatsächlichen Problem ab !

Die Amerikaner scheinen ein grundsätzliches Problem in ihrem System zu haben ..... und nicht nur überbewertete Dot.com(post) oder Überkapazitäten.

Es könnten bereits die erten Ausläufer von "Deflation" sein .... und dies hat negative Auswirkungen, sowohl auf den Farmer als auch auf die Firmen in Silicon Valley.

Sagt nicht, ohr hättet es nicht gewusst, wenn es so kommt !

Ralph

Ralph
01.03.2001, 19:23
Um mich mal selbst zu widerlegen, stelle ich eine andere These in den Raum.

Nicht die gesamte Wirtschaft hat ein Problem mit "Überkapazitäten", sondern nur die Tech-Unternehmen.

Wenn es irgendwo fette Gewinnspannen zu holen gibt, dann fliesst solange Geld in etwas hinein, bis die Kapazität und der Wettbewerb die hohe Profitabilität abwürgen.

Es könnte sein, dass wir uns jetzt in der "Würgephase" befinden. Die nächste Phase könnte die "Fluchtphase" sein, in der das Geld diesen Sektor verlässt, und sich eine andere "Cash-Cow" sucht.

Was haltet Ihr davon ? .... für jeden was dabei !

Ralph

KA111
01.03.2001, 19:41
Hört Ihr es gummeln dort im Tal ? Nach Angst macht sich H a ß und T r a u e r, Wut und Scham breit und tätige Reue löst den Fluchtimpuls.

Blick zurück im Zorn.

Alle Daten sprechen von einer massiven Kapitalverlagerung aus der Nasdaq in andere Anlagemedien.

Der lange Zug der Emigranten aus zerstörten Städten und Gemeinden. Future für Performance? Da? Nie! Das alles gehört zur Phase der psychologischen Bewältigung in einem radikal korrigierenden Markt.

Gruß
KA111

<font size=1>[Dieser Beitrag wurde von KA111 am 01.03.2001 editiert.]</font>

Ralph
01.03.2001, 20:04
Hi KA111,

Du hast Recht .... wenn alles woanders auch so rosig wäre, ausser in Tech, dann muss man mir die Frage beantworten, wieso der Gesamtmarkt seit zehn Tagen so lausig ist.

Der Markt -der Gesamtmarkt- schaut voraus. Und er schaut nicht auf ein paar angestaubte Statistiken von vor zwei Monaten, die anzeigen, dass die KAtastrophe nicht ganz so schlimm ist, wie ein paar "Blinde" im Dezember gefürchtet haben.

Der MArkt sendet ein Signal aus, indem ein "Geräusch" versteckt ist. Aber es gibt auch noch eine andere Dynamik im Markt, und es zahlt sich aus, diese versuchen zu fassen.

Der Markt ist nur ein Warnsystem, in dem Sinne, wie ein Feueralarm ein Warnsystem ist. Wenn dieser losgeht, kann man das Feuer löschen, bevor die Hütte abgefackelt ist. Wer das tut, der kann hinterher sagen, dass der Alarm falsch war, weil die Hütte eben nicht abgefackelt ist.

Das kann man aber nur, weil man hingehört hat, als der Alarm losging.

So gibt einem der Markt -so gut wie er kann- einen unvoreingenommenen, wenn auch nicht perfekten Konsens über den gegenwärtigen Wert des zukünftigen Geldflusses von der Kapitalbasis der Wirtschaft

All die verwirrenden Sichtweise, die man täglich erfahren mus, sind Teil dieses dynamischen Konsenses, der sich hier bildet. Man wäre m.E. ein Narr, nicht auf diese Signale zu hören, nicht sklavisch sondern bewusst.

Wenn der Alarm losgeht, sollte man aus dem Bett aufsteigen. Gelegentlich wird es Fehlalarme geben. Aber es lohnt sich aus dem Bett zu gehen.

Ralph

Ralph
09.03.2001, 15:29
Gold handelt im Moment fast fünf Dollar höher, im frühen Future-Geschäft .... ausserdem flirtet es dort mit einem "Technischen Breakout". Gold ist ein klassischer Deflation/Inflations-Indikator.
Die Marktteilnehmr, die sich mehr um Deflation gesorgt haben, starrten wie das Kaninchen auf die Schlange, als der Goldpreis gefallen ist .... dass er jetzt ansteigt, ist eine gute Sache .... ich wiederhole "E-I-N-E G-U-T-E S-A-C-H-E !

Ich weiss, es ist ein barbarisches Metall und solche Sachen. Aber wie man so schön sagt "ignoriere es auch eigene Gefahr" !

Was man ignorieren SOLLTE, sind die Warnungen derjenigen, die jetzt behaupten, dass der Goldanstieg gefährlich inflationär ist. Wir BRAUCHEN ein BISSCHEN (ich wieder E-I-N B-I-S-S-C-H-E-N) Inflation, damit uns die Deflation nicht mit Haut und Haaren frisst.

Ralph