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Vollständige Version anzeigen : Ein alter Bekannter ist noch klüger als gestern schon...


KA111
01.03.2001, 12:41
Kommentar vom 27.02.2001 von Steve Harmon

Wann beginnt die Schnäppchenjagd?

Vorherzusagen wann der NASDAQ endlich einen Boden findet, ist extrem schwierig, wenn auch nicht unmöglich. Eine Möglichkeit ist, die gegenwärtige Situation mit der Vergangenheit zu vergleichen und daraus Rückschlüsse zu ziehen. In den Jahren 1994 bis 1998 wurden viele Wachstumsaktien für das Zehn- oder 25-fache ihres Gewinns gehandelt. Bei den großen Technologiefirmen wie Intel [Nasdaq: INTC], Apple Computer [Nasdaq: AAPL] und Oracle [Nasdaq: ORCL] war dies vielleicht auch gerechtfertigt.
Trotz des Sell-Offs im Technologiesektor vom April 2000 ist das Kurs-/Gewinnverhältnis vieler Aktien immer noch recht hoch. Die durchschnittliche Aktie im technologielastigen Nasdaq 100 wird für etwa das 50-fache des Jahresgewinns gehandelt. Während sich aber der NASDAQ Composite wie ein Fähnlein im Winde dreht, sobald die US-Notenbank nur einmal mit der Wimper zuckt, stellt sich der Anleger immer wieder die eine Frage: Wann kaufe ich noch zu teuer und wann kann ich Schnäppchen schlagen?
Jedes Mal, wenn der Markt rauf und runter schwankt, lesen wir erneut Schlagzeilen wie: Kurse reagieren auf Schnäppchenjäger. Aber so ist es nicht, denn verglichen mit Durchschnittswerten aus der Vergangenheit sind derzeit noch keine Schnäppchen zu haben. Ein Beispiel: 10.000 Dollar, die Sie 1996 in Nasdaqwerte investiert haben, hätten im Frühjahr 2000 bei 42.197 Dollar ihr Rekordhoch erreicht.
Die gleichen 10.000 Dollar wären zu Handelsschluss am 23. Februar genau 20.327 Dollar wert gewesen, bei einem Stand des Nasdaq von 2.262 Punkten. Auf den ersten Blick nicht schlecht, aber hier gilt entgegen des Sprichworts: Wo Rauch ist, muss noch lange kein Feuer sein. Mir erscheint der Nasdaq – zumindest, wenn man sich an den vergangenen Zahlen orientiert – erst zwischen 2.000 bis 2.200 Punkten attraktiv. Hier beginnt der Bereich, den viele Investoren als "vernünftige" Spanne bezeichnen würden.
Das Wort "Schnäppchen" sollten wir also erst dann gebrauchen, wenn die Werte niedriger als in der Vergangenheit sind und sich der Nasdaq in einer Spanne zwischen 1.000 und 1.500 Punkten befindet. Bei einem Stand des Nasdaq zwischen 1.500 und 2.000 Punkten entfällt schon das Übermaß, das in den letzten beiden Jahren vorherrschte: Die Millionen von Online-Händler und kleinen Emissionszahlen verformen die Bewertungen nicht mehr und wir orientieren uns wieder verstärkt an den Aussichten der Unternehmen.
Immer noch fließt Geld aus dem Nasdaq ab. Daher glauben wir nicht, dass es bereits zu einer Bodenbildung gekommen ist. Und das wird es auch nicht, wenn nicht der Markt durch die Zinssenkungen der US-Notenbank gestützt wird. Die Unternehmen gewisser Sektoren könnten ihre Aktien wiederbeleben, wenn sie sich auf ihre digitalen Vermögenswerte konzentrierten. Denn diese sorgen für größere Gewinnspannen und schnelleres Wachstum. Auf diese Weise werden nicht die Zeiten, in denen Highflyer bis ins Unendliche abhoben, wiederkehren, sondern ein gesundes Wachstum Einzug halten.
Von einer solchen Grundlage könnten besonders die Bereiche Kommunikation, Breitband und eCommerce profitieren und mit neuem Auftrieb rechnen. Ich glaube nicht, dass der Nasdaq das Schlimmste schon überstanden hat. Wenn man aber alle vorliegenden Daten berücksichtigt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass ein Boden nahe ist – wenn die Fed weiterhin für einen stärkeren Kapitalfluss sorgt.


Na, das klingt anders als auch schon. Eben weitläufiger und gelassener. Richtig staatsmännisch die Spanne im Nasdaq zwischen 1000 und 2000. Na, ich denke, viel kann man da nicht mehr falsch machen. Aber für die Perspektive des Lesers ist es gut und wichtig, sich jetzt nicht gleich mit viel - unreflektiertem und - tapferem Todesmut ins Kampfgetümmel zu stürzen. Er starb für seine "Werte" und in der Überzeugung, die er immer schon hattte und wenn es noch so dick kam un die Granaten nur so pfiffen: "Der Boden ist gefunden. Jetzt geht es stürmisch himmelwärts."


QUELLE ist übrigens Stock-world.de

Gruß

KA111

KA111
01.03.2001, 16:38
Noch einer.(


GoingPublic) - Retter in der Not. Das ist die Rolle, die Alan Greenspan zugesprochen wird. Helfen soll er, wenn es an der Börse brennt. Daß diese Zwangsbesetzung auch Gefahren birgt, wird jedoch gern übersehen.
Es ist zweifellos eine schöne Vorstellung, keine Frage. Gleichzeitig aber so paradox wie ein Spielcasino mit Null-Risiko. Ganze Volkswirtschaften spekulieren nach Herzenslust drauflos, spekulieren gegen Währungen, investieren in hochriskante Hedgefonds, um noch das letzte Tröpfchen Rendite aus ihrem Vermögen herauszupressen. Und wenn der "Spieltisch" Weltfinanzmarkt einmal in Schieflage gerät, dann wird eben Greenspan gerufen, um alles wieder ins Lot zubringen. So zumindest - etwas überspitzt dargestellt - die gängige Meinung.

Bisher hat es auf diese Weise auch immer funktioniert. Wenn es richtig brenzlig wurde, hat es Alan Greenspan, Chef der US-Notenbank, noch jedesmal geschafft, den Finanzmärkten das verlorene Vertrauen zurückzugeben. Ein Übervater sozusagen, auf den Verlaß ist. Doch die Sache hat einen entscheidenden Haken.

Eine Notenbank ist nicht primär zuständig für die Stabilisierung der Finanzmärkte, sondern zur Sicherung der Geldwertstabilität und damit zur Steuerung der Wirtschaft. Das Problem an der Sache ist nur, daß sich die Wechselwirkung von Börse und Wirtschaft in den letzten Jahren verstärkt, um nicht zu sagen, umgekehrt hat. Früher beeinflußte der Unternehmensgewinn den Aktienkurs. Heute ist es der Börsenkurs, der mittelbar über die Unternehmensentwicklung entscheidet. Ein treffliches Beispiel dafür ist die Informations- und Kommunikationsindustrie.

Die von Vertretern dieser jungen Branche angebotene Technologie stieß auf eine riesige Nachfrage, konnten auf diese Weise doch immense Produktivitätszuwächse realisiert werden. Die "New Economy" boomte, und so auch ihre Aktien. Die wiederum bescherten ihren Aktionären sagenhafte Gewinne, die Kaufkraft stieg und damit wiederum die Gewinne der Unternehmen. So schaukelte eins das andere auf, bis - ja, bis sich der Prozeß auf die gleiche Weise ins Gegenteil verkehrte.

Die Börsen sind nachhaltig und auf breiter Front eingebrochen. Die Kurse sind abgesackt, und der vermeintliche Reichtum der Anleger hat sich förmlich in Luft aufgelöst - mit folgenschweren Konsequenzen für die Wirtschaft. Nicht nur, daß die Zeit für Investitionen nun vorbei ist, auch die Kaufkraft der Haushalte ist kaum mehr vorhanden, denn die Anleger sitzen momentan auf einem Berg fast wertloser Firmenanteile. Es hat sich auskonsumiert - womit insbesondere der amerikanischen Wirtschaft einer ihrer größten Triebfedern fehlt.

So kommt es also, daß Greenspan nicht die Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft über die Geldmenge reguliert, sondern durch Zinsänderungen Einfluß auf die Entwicklung der Börse und damit auf die Kaufkraft der Konsumenten nimmt. Das aber funktioniert nur solange, wie die Mehrheit der Marktteilnehmer an diesen Mechanismus glaubt. Sollte das Vertrauen in die Allmacht Greenspans einmal zu bröckeln beginnen, könnte das zu einem bösen Erwachen führen.

Gruß

KA111

Silke
01.03.2001, 16:51
Hi KA111,

jetzt hab auch ich kapiert unter welchen Namen Du noch schreibt http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif !!

Freu mich auch - und : Sag mal haste nicht Lust am Samstag zu unseren Börsenstammtisch nach FFM zu kommen? Näheres findest Du im Chili???


Würd mich freun
MM

KA111
01.03.2001, 17:22
Danke, MM!
Lust schon und wie! Aber ich wohne in Lüneburg. Nen bisserl weit, nö?

Gruß

KA111

Silke
01.03.2001, 18:33
Kommt nicht matze auch irgendwo aus Deiner Gegend - der hätte glaube ich noch im Auto Platz!

Ansonsten - müßte es Dir doch wert sein - eine solche Anfahrtsstrecke in Kauf zu nehmen http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif !!

....aber ich verstehe es auch wenn es nicht geht http://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif

bye
MM

Matze
01.03.2001, 18:37
Man, jetzt hab ich aber mal eine Idee:

Lüneburg - Ibbenbüren 264 KM - Dauer ca. 3h
Ibbenbüren - Ralph 363,1 km - Dauer ca. 4h

Rückweg in der Nacht dann oder aber wir kommen irgendwo unter in der Nacht http://www.stock-channel.net/Board/smilies/rolleyes.gif

Machst de mit???

Matze

Gert
01.03.2001, 18:43
Mensch Matze,
super Idee, dann über München zur Artistin, dann zu mir nach Stuttgarthttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif mit Umweg über Göppingen( Apropo Göppingen,
kommt da net der Holger her?
Der kann, wenn er will mit uns mitfahren!

Gerthttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif

artistin
03.03.2001, 15:18
Oh Mann,
ein Abholservice in München, das wäre noch klasse gewesen.... :-))
Für KA111 wäre ein Flug HH-FFM wohl einfacher http://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif Vielleicht geht das beim April-Termin??
Würde mich freuen!!

grüsse
artistin http://www.stock-channel.net/Board/smilies/smile.gif

Silke
04.03.2001, 10:22
Hi Artistin un KA;

den nächsten Stammtisch h aben wir für den 7. April in FFM festgehalten.

Vielleicht läßt es sich da terminlich für Euch einrichten!!

Wir würden uns alle riesig freun http://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif

cu
MM