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Vollständige Version anzeigen : Die starken Hände vor der Panik. Der Skalp der longen Scalper.


KA111
05.03.2001, 10:32
Das hätte ich doch gemerkt, wenn starke Hände die letzte Woche die Nasdaq hoch gekauft hätten. Sie können gerade nicht. Die BIGs sitzen auf ihnen, den starken Händen, lauern beobachten, schauen zu, schonen ihre Cash-Bestände und verdienen letzten Endes ihr sattes Job-Salär so: Sie warten auf eine Ratz-Fatz- Kapitulation der schwachen Hände, die jetzt das Geschehen seit einer Woche bestimmen.


Greenspan hat mit seinen 75 einen extrem harten Job. Was immer er tut, er macht es falsch. Senkt er den Zins forciert, treibt er die Inflation hoch. Was ist noch weit schlimmer? Deutlich reduzierte US-Zinsen bringen den D o l l a r stark unter Druck und lösen währungsbedingt einen Run der A u s l ä n d e r aus der Wallstreet aus. Das aber gibt der Börse einen letzten Rest.

Amerikanische Privatanleger, Noch-Buy-and-Holder müßten den Aktien-Part der Ausländer übernehmen. Das aber tun sie nicht. Seit 1500 Punkten sind sie unentwegt auf Bodensuche und haben bis zum Rand ihrer finanziellen Mittel und ihrer psychischen Kraft verbilligt bis "zum- geht-nicht- mehr".

Szenario brutal?
Die Odd-Lotter, die vielen Kleinanleger, spielen heute und morgen als Bottomsucher auf eine Erholung der NASDAQ. Oben aber stehen frohe Fonds und geben mit starker Hand. Die Massen der Kleinen verkaufen ihrerseits panikartig und lösen einen sell-off-ähnlichen Kursrutsch aus und schmeißen die Postionen, die sie bisher noch als schwache Hände mit großer Zähigkeit und unerschütterlichem Vertrauen auf die FED durchgehalten haben. Unten am Fuße des Abhangs aber stehen die BIGs und Fonds und betreiben auf ulimativem Krusniveau smartes Stockpicking.

Schwache Börse>> schwache Wirtschaft. Rezessive Wirtschaft>> Schwache Börse. Verflixter Hexenkreis.

Kommt Hilfe und Erlösung von außen? Japan als einer der Exportmärkte der USA und der Tigerländer ( deren Exportziel USA, Japan und Euroland) befindet sich mitten in einer Rezession, am Rande der Deflation und unmittelbar vor einer tiefgreifenden Polit-Krise mit einem unmittelbaren Rücktritt von Mori und ist angesichts einer Staatsverschuldung von 130 % des Bruttosozialproduktes und einem erneuten Bankendebakel faktisch handlungsunfähig und ist der schliddernde Koloß. Euroland hängt am Börsentropf von Wallstreet und Tokio, da es auf intakte Exporte in die übrige Welt angewiesen ist.

Aller Augen lasten auf Greenspan. Jubilar, was nun? Trotzdem oder gerade drum, er braucht es so sehr und wir alle: " Herzlichen Glückwunsch!"

Was gibts auf der Party denn zu trinken? Coca-Cola wird es nicht sein. Der CEO ( Vorstandsvorsitzender) ist jäh zurückgetreten. Hmhmhm Value-Werte des DOWs fallen jetzt aus der Diamatanfassung oder was sonst?

Preisfrage an den verwirrten Leser: Wie jetzt agieren? Hier hilft die Kraft des Sprichwortes weiter.

"Lieber das Kapital in der Tasche, als Trading-Gewinne im Bach“.


Gruß
KA111

Silke
05.03.2001, 13:49
Unser Greenspan hat Morgen Geburtstag...oder??

Na vielleicht packt die Börse ihn dazu ein wunderbares Geschenk zu machen.

Gibt es eigentl. in der Geschichte auch "schwarze" Dienstage????

MM, bisserl gehässig http://www.stock-channel.net/Board/smilies/smile.gif