Silke
06.03.2001, 13:52
Also Leute,
Ich mußte zweimal auf das DATUM schaun bei dem nachfolgenden Artikel. Irgendwie scheint es, als ob manche Artikel bei den Analysten inder "Wiedervorlage" liegen - und dementsprechend gezückt werden!!!
SPIEGEL ONLINE - 26. Juni 2000, 11:56
Amazon
Das Geld geht aus
Der Kurs von Amazon ist an der Nasdaq dramatisch eingebrochen. Neben den hektischen Verkäufen der Amazon-Aktionäre wird in den USA nun auch bezweifelt, ob der Internet-Buchhändler noch kreditwürdig ist.
New York - Die Internet-Analystin Mary Meeker von Morgan Stanley Dean Witter brachte den Stein ins Rollen. Sie hatte in einer internen Brokerrunde geäußert, dass der Umsatz des Internet-Buchhändlers Amazon im zweiten und dritten Quartal nicht wachsen, sondern sinken könnte.
In der Folge sackte der Aktienkurs des virtuellen Kaufhauses ab: Er fiel um 19 Prozent auf 33,88 Dollar. Gut 51 Millionen Amazon-Aktien wechselten die Besitzer - damit war der Titel am Freitag das meistgehandelte Papier an den US-Börsen. Amazon zog weitere amerikanische Business-to-Consumer-Titel in den Strudel, darunter Drugstore.com, HomeGrocer.com, NextCart und Pets.com: Ihre Papiere brachen ein.
In den USA wurde damit eine Lawine von Spekulationen losgetreten. Wird Amazon möglicherweise den heißen Herbst nicht überleben? Traditionell müssen die Unternehmen, die sich an Endkonsumenten wenden, im Herbst massiv in Werbung investieren, um im lukrativen Weihnachtsgeschäft viel Geld einzunehmen. Die Etats können jedoch nur dann bewilligt werden, wenn bereits im Sommer genug Geld im Unternehmen vorhanden ist.
Ravi Suria, ein führender Analyst von Lehman Brothers, glaubt, dass dies bei Amazon nicht der Fall sein wird. Das Unternehmen habe seit 1997 fast drei Milliarden Dollar an Finanzmitteln erhalten, kritisiert Suria, aber in der Phase nicht einmal einen Umsatz von drei Milliarden Dollar erwirtschaftet. Die Aktionäre würden sich ein solches Missverhältnis nicht länger bieten lassen und ihr Geld anderswo investieren. Amazon weise überdies finanzielle Charakteristika auf, die schon unzählige Einzelhändler ins "Desaster" getrieben hätten, sagte Suria. Vor allem den massiven negativen Cashflow von Amazon betrachtet der Analyst als Problem.
Anthony Noto von Goldman Sachs ist weniger pessimistisch. Er glaubt, dass die Amazon-Aktie in zwölf Monaten 95 Dollar wert sein wird. Langfristig orientierte Anleger würden sich von dem gegenwärtigen Stimmungstief nicht beeinflussen lassen, meint Noto: "Die sehen Amazon jetzt als günstige Kaufgelegenheit."
Amazon-Sprecher Bill Curry legt sich jedenfalls gewaltig ins Zeug, um Optimismus zu verbreiten. Die pessimistischen Aussagen von Lehman-Analyst Suria bezeichnete er schon einmal als "reines Gewäsch". Amazon habe im ersten Quartal mehr als eine Milliarde Dollar an Cash eingenommen, verkündet Curry, und werde bald auch richtig Geld in die Kasse bekommen: Amazon wird für den Rest des Jahres einen positiven Cashflow aufweisen, kündigte der Sprecher an.
Ich mußte zweimal auf das DATUM schaun bei dem nachfolgenden Artikel. Irgendwie scheint es, als ob manche Artikel bei den Analysten inder "Wiedervorlage" liegen - und dementsprechend gezückt werden!!!
SPIEGEL ONLINE - 26. Juni 2000, 11:56
Amazon
Das Geld geht aus
Der Kurs von Amazon ist an der Nasdaq dramatisch eingebrochen. Neben den hektischen Verkäufen der Amazon-Aktionäre wird in den USA nun auch bezweifelt, ob der Internet-Buchhändler noch kreditwürdig ist.
New York - Die Internet-Analystin Mary Meeker von Morgan Stanley Dean Witter brachte den Stein ins Rollen. Sie hatte in einer internen Brokerrunde geäußert, dass der Umsatz des Internet-Buchhändlers Amazon im zweiten und dritten Quartal nicht wachsen, sondern sinken könnte.
In der Folge sackte der Aktienkurs des virtuellen Kaufhauses ab: Er fiel um 19 Prozent auf 33,88 Dollar. Gut 51 Millionen Amazon-Aktien wechselten die Besitzer - damit war der Titel am Freitag das meistgehandelte Papier an den US-Börsen. Amazon zog weitere amerikanische Business-to-Consumer-Titel in den Strudel, darunter Drugstore.com, HomeGrocer.com, NextCart und Pets.com: Ihre Papiere brachen ein.
In den USA wurde damit eine Lawine von Spekulationen losgetreten. Wird Amazon möglicherweise den heißen Herbst nicht überleben? Traditionell müssen die Unternehmen, die sich an Endkonsumenten wenden, im Herbst massiv in Werbung investieren, um im lukrativen Weihnachtsgeschäft viel Geld einzunehmen. Die Etats können jedoch nur dann bewilligt werden, wenn bereits im Sommer genug Geld im Unternehmen vorhanden ist.
Ravi Suria, ein führender Analyst von Lehman Brothers, glaubt, dass dies bei Amazon nicht der Fall sein wird. Das Unternehmen habe seit 1997 fast drei Milliarden Dollar an Finanzmitteln erhalten, kritisiert Suria, aber in der Phase nicht einmal einen Umsatz von drei Milliarden Dollar erwirtschaftet. Die Aktionäre würden sich ein solches Missverhältnis nicht länger bieten lassen und ihr Geld anderswo investieren. Amazon weise überdies finanzielle Charakteristika auf, die schon unzählige Einzelhändler ins "Desaster" getrieben hätten, sagte Suria. Vor allem den massiven negativen Cashflow von Amazon betrachtet der Analyst als Problem.
Anthony Noto von Goldman Sachs ist weniger pessimistisch. Er glaubt, dass die Amazon-Aktie in zwölf Monaten 95 Dollar wert sein wird. Langfristig orientierte Anleger würden sich von dem gegenwärtigen Stimmungstief nicht beeinflussen lassen, meint Noto: "Die sehen Amazon jetzt als günstige Kaufgelegenheit."
Amazon-Sprecher Bill Curry legt sich jedenfalls gewaltig ins Zeug, um Optimismus zu verbreiten. Die pessimistischen Aussagen von Lehman-Analyst Suria bezeichnete er schon einmal als "reines Gewäsch". Amazon habe im ersten Quartal mehr als eine Milliarde Dollar an Cash eingenommen, verkündet Curry, und werde bald auch richtig Geld in die Kasse bekommen: Amazon wird für den Rest des Jahres einen positiven Cashflow aufweisen, kündigte der Sprecher an.