Gast_B
08.03.2001, 02:44
Diese Frage stellt sich oft beim Daytraden, deshalb will ich hier mal ein bisserl auf das Thema eingehen, in der Hoffnung auf einen regen Meinungsaustausch ;)
Waxie hat zu dem Thema ein schönes Statement geschrieben, das ich hier nicht reinkopieren darf, aber kurz beschreiben will. Die alten Hasen unter den Tradern handeln sicherlich eh danach, aber für Newbies ist es vielleicht interessant.
Die erste Regel besagt... gehe nie long in ein Gap Up... und gehe nie short in ein Gap Down. Sicher, Ausnahmen bestätigen die Regel und manchmal würde das schon funktionieren. Aber meist ist es so, dass bad News bereits zu Börsenbeginn im Gap Down eingepreist sind... und umgekehrt good News im Gap Up bereits eingepreist sind. Bis Börsenbeginn laufen so viele Orders auf, die erst mal alle ausgeführt werden müssen, so dass sich das Gap im Nachhinein meist als Überreaktion erweist... die tiefen Kurse beim Gap Down und die hohen Kurse beim Gap Up werden oft im gesamten Handelsverlauf nicht mehr gesehen.
Also was tun? In den allermeisten Fällen tritt kurz nach Börsenbeginn eine Gegenbewegung ein... sobald die vor Börsenbeginn aufgelaufenen Orders alle ausgeführt sind. Manchmal ist diese Gegenbewegung eher klein (beispielsweise wird das Gap nur zur Hälfte geschlossen)... aber sehr sehr oft ist die Bewegung auch größer (das Gap wird vollständig geschlossen und es läuft noch weiter). Unter Zuhilfenahme von Level II um den Kauf-/Verkaufsdruck abschätzen zu können, kann man also meist sehr gut verdienen, wenn man Gap Downs long tradet und Gap Ups shortet. Immer mit Stops natürlich! Das funktioniert auch alleine deswegen schon so gut, weil das eine weitverbreitete Taktik unter den Tradern ist.
Soweit zur ersten Regel. Dann gibt es natürlich auch noch den Fall, dass z.B. eine supergute News vor Börsenbeginn veröffentlicht wurde... der Markt legt ein Gap Up hin... und ich will unbedingt long gehen, weil ich mir ein noch höheres Plus erwarte. Obige Regel besagt, dass man in ein Gap Up nicht long gehen darf! Was nu?
Für diesen Fall (umgekehrt natürlich auch wenn ich nach einem Gap Down unbedingt shorten will) gibt es folgende Regel... Waxie nennt sie die „10 am Rule“. Bevor ich meine Long-Position – um beim obigen Beispiel zu bleiben – eingehe, warte ich bis 10 am Amizeit ab. Nur wenn nach 10 Uhr die Aktie neue Tageshochs erklimmen sollte, dann gehe ich long, und nur dann. Sollte also die Aktie erst z.B. um die Mittagszeit ein neues Tageshoch machen, gehe ich erst um die Mittagszeit long. Dass die Aktie nach 10 Uhr noch neue Hochs macht zeigt mir, dass trotz des Gap Ups immer noch weiteres Kaufinteresse an der Aktie herrscht, und vermindert damit mein Risiko eines Fehltrades. Ohne neue Hochs kann man davon ausgehen, dass die good News bereits im Gap Up eingepreist war, und zumindest für diese Sitzung nichts mehr zu erwarten ist.
So, das war`s dann erstmal zu dem Thema. Vielleicht fällt ja Euch noch etwas dazu ein :)
Grüße
Brigitte
Waxie hat zu dem Thema ein schönes Statement geschrieben, das ich hier nicht reinkopieren darf, aber kurz beschreiben will. Die alten Hasen unter den Tradern handeln sicherlich eh danach, aber für Newbies ist es vielleicht interessant.
Die erste Regel besagt... gehe nie long in ein Gap Up... und gehe nie short in ein Gap Down. Sicher, Ausnahmen bestätigen die Regel und manchmal würde das schon funktionieren. Aber meist ist es so, dass bad News bereits zu Börsenbeginn im Gap Down eingepreist sind... und umgekehrt good News im Gap Up bereits eingepreist sind. Bis Börsenbeginn laufen so viele Orders auf, die erst mal alle ausgeführt werden müssen, so dass sich das Gap im Nachhinein meist als Überreaktion erweist... die tiefen Kurse beim Gap Down und die hohen Kurse beim Gap Up werden oft im gesamten Handelsverlauf nicht mehr gesehen.
Also was tun? In den allermeisten Fällen tritt kurz nach Börsenbeginn eine Gegenbewegung ein... sobald die vor Börsenbeginn aufgelaufenen Orders alle ausgeführt sind. Manchmal ist diese Gegenbewegung eher klein (beispielsweise wird das Gap nur zur Hälfte geschlossen)... aber sehr sehr oft ist die Bewegung auch größer (das Gap wird vollständig geschlossen und es läuft noch weiter). Unter Zuhilfenahme von Level II um den Kauf-/Verkaufsdruck abschätzen zu können, kann man also meist sehr gut verdienen, wenn man Gap Downs long tradet und Gap Ups shortet. Immer mit Stops natürlich! Das funktioniert auch alleine deswegen schon so gut, weil das eine weitverbreitete Taktik unter den Tradern ist.
Soweit zur ersten Regel. Dann gibt es natürlich auch noch den Fall, dass z.B. eine supergute News vor Börsenbeginn veröffentlicht wurde... der Markt legt ein Gap Up hin... und ich will unbedingt long gehen, weil ich mir ein noch höheres Plus erwarte. Obige Regel besagt, dass man in ein Gap Up nicht long gehen darf! Was nu?
Für diesen Fall (umgekehrt natürlich auch wenn ich nach einem Gap Down unbedingt shorten will) gibt es folgende Regel... Waxie nennt sie die „10 am Rule“. Bevor ich meine Long-Position – um beim obigen Beispiel zu bleiben – eingehe, warte ich bis 10 am Amizeit ab. Nur wenn nach 10 Uhr die Aktie neue Tageshochs erklimmen sollte, dann gehe ich long, und nur dann. Sollte also die Aktie erst z.B. um die Mittagszeit ein neues Tageshoch machen, gehe ich erst um die Mittagszeit long. Dass die Aktie nach 10 Uhr noch neue Hochs macht zeigt mir, dass trotz des Gap Ups immer noch weiteres Kaufinteresse an der Aktie herrscht, und vermindert damit mein Risiko eines Fehltrades. Ohne neue Hochs kann man davon ausgehen, dass die good News bereits im Gap Up eingepreist war, und zumindest für diese Sitzung nichts mehr zu erwarten ist.
So, das war`s dann erstmal zu dem Thema. Vielleicht fällt ja Euch noch etwas dazu ein :)
Grüße
Brigitte