PDA

Vollständige Version anzeigen : GEHE AG ..... MDAX-Wert mit Potential ?!?


Ralph
09.03.2001, 10:09
Der Chart von GEHE sieht absolut nicht schlecht aus. Was meint Ihr dazu ?

http://chart.finanztreff.de/kurse/create_chart.gfx?SPRACHE=uk&SERVER=de&HERKUNFT=1&BOERSE=2&STRING=GEH&WKN=585800&TAGE=240&D1=38&D2=200&SIZE=0

Als MDAX-Wert könnten die evtl. interessant werden.

Helft mir mal ein paar Fundamentdaten zusammenzutragen ! .... bisher kenne ich das Unternehmen nur vom Namen her.

Ralph

foxy
09.03.2001, 15:54
hier ralph kannste haben, ist von www.deutsche-boerse.com
leider fehlen die daten für 2000, ich schaue mal, was ich da noch finden kann....

Die GEHE AG ist neben dem IPSO-Verbund (u.a. die Sanacorp AG) und der Unternehmensgruppe Merkle (Phoenix Pharmahandel AG) einer der drei Großen des europäischen Pharmagroßhandels. Dabei hat das Unternehmen in den lukrativsten Märkten eine führende Stellung. Über die französische OCP-Gruppe, die im Jahre 1993 übernommen worden war, ist GEHE in Frankreich die Nummer eins. In England hatte sich GEHE die Spitzenposition 1995 mit dem Kauf der AAH plc. erkämpft. 1997 konnte diese Marktstellung sogar noch ausgebaut werden. Gegen heftige Konkurrenz von seiten der britischen Firma Unichem (IPSO) erwarb GEHE zu Beginn des Jahres 1997 die Lloyds Chemists plc., die in England Platz vier einnahm. Durch diese Transaktion wurde GEHE zugleich zum Betreiber der größten britischen Apothekerkette. Mit dem Erwerb von 36 bislang kommunalen Apotheken in Italien und mit der Übernahme der INPHARMA mit 14 Apotheken in Tschechien wurde 1999 der Sprung in den kontinentaleuropäischen Apothekeneinzelhandel geschafft.

Im Rahmen der Strategie, eine europaweite Präsenz im Pharma-Großhandel aufzubauen, hat die GEHE zu Beginn des Geschäftsjahres 2000 die österreichische Herba Chemosan Apotheker-AG mehrheitlich übernommen. Dieser Transaktion war ein monatelanger Übernahmekampf mit der zum IPSO-Verbund gehörenden Sanacorp vorausgegangen. Herba Chemosan ist mit einem Marktanteil von rund 50% Marktführer in Österreich. Aufgrund der gewachsenen historischen Verbindungen Österreichs und der Herba Chemosan zu den osteuropäischen Nachbarmärkten, geht die GEHE davon aus, daß dieser Erwerb auch bei der Expansion in Osteuropa nützlich sein wird.

Gleichzeitig hat die GEHE 1999 ihre Konzentration auf die Kernaktivitäten, die gesamte Breite der Pharmadistribution, forciert. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen den Geschäftsbereich Versandhandel für Büro-, Lager- und Betriebseinrichtungen abgespalten. Mit Wirkung zum 30. Juni 1999 wurde aus diesem Bereich eine neue selbständige Gesellschaft mit Namen TAKKT AG. Am 15. September 1999 wurde diese Gesellschaft an die Börse gebracht. Im Zuge der Konzentration hat sich GEHE darüber hinaus vom Geschäftsbereich Gesundheitsdienste getrennt.

Im Geschäftsjahr 1999 hat die GEHE AG ihren Konzernumsatz kräftig um 7,4% auf 13,9 Mrd. Euro gesteigert. Im Einzelnen hat sich der Pharmagroßhandelsumsatz der vorwiegend in Deutschland aktiven GEHE-Gruppe um auf 3,03 (i.V. 2,80) Mrd. Euro erhöht. Dies bedeutete im Inland einen Marktanteil von unverändert 20%. Die OCP-Gruppe erzielte einen Umsatzanstieg auf 6,27 (5,82) Mrd. Euro. Wichtigster Markt ist Frankreich, wo die OCP mit einem Marktanteil von 41% unangefochten an erster Stelle steht. Mit den Pharmagroßhandelsaktivitäten der AAH-Gruppe wurde ein Umsatz von 2,85 (2,44) Mrd. Euro realisiert. Die seit 1997 als eigenständiger Bereich auftretenden Apotheken und Einzelhandelsgeschäfte (Ende 1999: 1289 Apotheken allein in Großbritannien sowie weitere Standorte in Italien und Tschechien) erreichten einen Umsatz von 1,46 (1,18) Mrd. Euro. Die Sparten Gesundheitsdienste (Umsatz 1998: 154 Mill. Euro) und Versandhandel (Umsatz 1998: 537 Mill. Euro) wurden 1999 verkauft bzw. an die Börse gebracht.

Im Hinblick auf die Ertragsentwicklung waren die deutschen GEHE-Aktivitäten aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität mit einem Ergebnis vor Steuern von 47 (51) Mill. Euro leicht rückläufig. Das im Sog des scharfen Wettbewerbs deutlich erhöhte Rabattniveau konnte laut GEHE durch ein striktes Kostenmanagement nur teilweise kompensiert werden. Auch habe sich GEHE nicht an jeder, von einzelnen Wettbewerbern angezettelten Rabattschlacht, beteiligt. Die OCP-Gruppe kam auf 87 (79) Mill. Euro voran. Bei der AAH hielt der aufwärts gerichtete Ergebnistrend mit 65 (47) Mill. Euro an. Das Arbeitsgebiet Apotheken/Einzelhandel steuerte 31 (23) Mill. Euro zum Ergebnis bei.

Insgesamt erhöhte sich das Konzernergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 3,5% auf 260,9 Mill. Euro. Das Ergebnis nach Ertragssteuern belief sich auf 163,7 (155,8) Mill. Euro. Nach Steuern wird ein ao. Ergebnis von insgesamt 301 Mill. Euro ausgewiesen, das sich wie folgt zusammensetzt: aufgedeckte stille Reserven des Geschäftsbereiches Versandhandel (281 Mill. Euro) - damit wurde TAKKT im Zuge der Abspaltung als Eigenkapital ausgestattet - , Ertrag aus dem Verkauf des Geschäftsbereiches Gesundheitsdienste (3 Mill. Euro) und Ertrag aus der Rückerstattung von Gewerbesteuerumlagen (17 Mill. Euro).

Wie das Unternehmen weiter erklärt, ist GEHE in die gewerbesteuerliche Organschaft des Großaktionärs Haniel eingebunden und profitiere so von Steuervorteilen in der Haniel-Gruppe. Einem Urteil des Bundesgerichtshofes folgend, sei die organschaftliche Umlagevereinbarung angepaßt worden. GEHE habe danach eine Rückerstattung von Gewerbesteuerumlagen für die Jahre vor 1996 erhalten. Dieser Betrag wird im ao. Ergebnis der GEHE AG und des GEHE-Konzerns ausgewiesen. Aus dem ao. Ergebnis verbleibt GEHE nach der Abspaltung des Geschäftsbereiches Versandhandel ein Betrag von 20 Mill. Euro. Vor diesem Hintergrund stellte sich der Jahresüberschuß des Konzerns nach Anteilen Dritter auf 182,4 (154,9) Mill. Euro.

Beim Überschuß 1996 ist ein positives ao. Ergebnis von 459 Mill. DM zu berücksichtigen, das vor allem aus dem Verkauf der Unternehmen des Bereichs Pharmaproduktion herrührte. (AfU


Bilanzierungswährung: DEM in Mio. GuV 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993
Umsatz 27231.0 25360.0 25036.0 21425.0 19156.0 15201.0 10176.0
Abschreibungen 156.0 192.0 176.0 204.0 192.0 177.0 146.0
Beteiligungsergebnis 13.6 7.0 12.0 4.0 -1.0 0.0 -1.0
Zinsergebnis -162.0 -174.0 -198.0 -95.0 -95.0 -65.0 -77.0
Erg. gew. Geschäftstätigkeit 510.0 493.0 453.0 389.0 336.0 235.0 184.0
Jahresüberschuß 357.0 303.0 281.0 435.0 204.0 136.0 89.0
Ergebnis je Aktie in DM brutto 7.0 6.76 6.21 5.33 4.6 4.02 3.16
Ergebnis je Aktie in DM netto 4.89 4.16 3.85 5.97 2.8 2.33 1.53
Ausschüttungssumme 110.0 95.0 95.0 95.0 66.0 58.0 34.0
Dividende in DM St. 1.51 1.3 1.3 1.3 1.0 1.0 0.7

Bilanz 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993
liquide Mittel 22.0 10.0 23.0 11.0 23.0 176.0 53.0
Eigenkapital 2198.0 2147.0 2233.0 2031.0 1916.0 1215.0 1124.0
– davon gez. Kapital 365.0 365.0 365.0 365.0 365.0 292.0 292.0
Verbindlichkeiten 5547.0 5095.0 5103.0 2813.0 3603.0 2943.0 2858.0
– davon geg. Kreditinstitute 1901.0 2120.0 2371.0 458.0 1480.0 1280.0 1168.0
Bilanzsumme 8513.0 8047.0 8240.0 5670.0 6200.0 4802.0 4561.0
Mitarbeiter 21048.0 23033.0 23755.0 15909.0 18764.0 11313.0 11890.0

Kennzahlen 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993
Bruttorendite in Prozent 1.9 1.9 1.8 1.8 1.8 1.5 1.8
Nettorendite in Prozent 1.3 1.2 1.1 2.0 1.1 0.9 0.9
Eigenkapitalquote in Prozent 25.8 26.7 27.1 35.8 30.9 25.3 24.6

Gezeichnetes Kapital 186,62 Mio. EUR
Aktiennennwert Stückaktien zu 2.56
Aktionärsstruktur Mitarbeiter (1.2%)
Franz Haniel & Cie. GmbH (57.8%)
AXA Colonia Konzern AG (10.0%)
Institutionelle Investoren (31.0%)


sicher kein highflyer, aber langsam,stetig erfolgreich.gehe scheint für die zukunft gut positioniert zu sein.daten für 2000 bzw. aktuelle news folgen.
foxy ;)

Ralph
09.03.2001, 18:25
Danke Foxy,

bin gespannt auf Deine Informationen. Hast Du die GEHE AG ? .... oder nur dran interessiert ?

Ralph

foxy
10.03.2001, 00:03
hi ralph,
nein bin derzeit kein gehe aktionär, bin aber auf der suche nach qualtitativ hochwertigen aktien, welche meine defensivabteilung in zukunft darstellen sollen, und die guten findet man ja nicht auf der straße.....
denke werde am we mal was wühlen, vielleicht hat ja jemand anderes auch ein paar infos ;)
bis dahin
foxy

artistin
11.03.2001, 15:05
Hi Ralph,

Gehe wurde in der BörsenOnline im Oktober empfohlen (konservative Empfehlungen) mit einem KZ von 55-60 Euro,
und zwar aus fundamentaler wie aus chartechnischer Sicht.
Damals wurde der Widerstand bei 42 geknackt, was als Kaufsignal gewertet wurde. Das KGV lag bei rund 70 für 2001.

Ein paar anderer Value-Werte werden in der neuen Telebörse Print beschrieben, darunter Masterflex, Kampa-Haus,
Phoenix (Autozulieferer), Babcock-Borsig und damit in Zusammenhang Balcke-Dürr. Zu dieser Kombination gibt es
auch im letzten Bernecker-Brief eine Meldung. Hast Du den gerade griffbereit?

Kann erst später mehr dazu schreiben, muß erst noch ein bißchen designen... ;)

grüsse
artistin :)

Ralph
11.03.2001, 16:23
Ups, ..... KGV bei 70 für 2001 ! :ek

... wie sind denn die Wachstumsaussichten von GEHE bei dieser Bewertung ?

Ralph

foxy
11.03.2001, 17:16
yep ralph,
mehr habe ich aktuelles auch nicht gefunden, analysten kommentare habe ich mir gespart.aktuelles kgv 54, cashflow 11.5. buchwert je aktie -0,1 ( daten bo )
nach sicht der gesamtfundamentaldaten bietet sich ein investment wohl kaum an, da gibt es andere aktien....
fuchsi :D

artistin
13.03.2001, 15:36
Paßt zwar nicht mehr zu Gehe, trotzdem möchte ich das noch ergänzen zu meinem Posting.

Aus dem Bernecker-Brief vom 9.3.
Interessante Chance auch bei BDAG Balcke Dürr nebst Konzernmutter Babcock Borsig:
Gegen Ende des Monats läuft das Bookbuilding für die Windkraftanlagentochter Nordex, an
der Balcke Dürr 80,5 % hält. Der Börsengang wird die krasse Unterbewertung der
Unternehmen noch einmal ersichtlich machen, verbunden mit einem Schubeeffekt in Mutter
und Tochter. Also auch kurzfristig interessant. Bitte vorsichtig kaufen wegen der niedrigen
Umsätze.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

Hans A. Bernecker

foxy
28.03.2001, 15:39
Stuttgart (Reuters) - Der Stuttgarter Pharmahändler Gehe AG hat im vergangenen Geschäftsjahr mehr umgesetzt und verdient als erwartet. Der Umsatz des Konzerns sei im ersten Jahr als reiner Pharmahändler um 12,8 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro gewachsen, teilte der Konzern am Mittwoch in Stuttgart mit. Der Jahresüberschuss habe sogar um 17,4 Prozent auf 171,5 Millionen Euro zugenommen. Erwartet hatte Gehe zuletzt ein um rund zehn Prozent steigenden Umsatz und eine Verbesserung des Ertrags von über zehn Prozent. Nach Markteintritt in zwei weitere europäische Länder seit Jahresbeginn strebe Gehe weitere internationale Zukäufe an.

Zur Ertragsentwicklung teilte Gehe weiter mit, das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) sei um 13,9 Prozent auf 439,5 Millionen Euro gestiegen. Durch das über den Erwartungen liegende operative Ergebnis sei auch der Jahresüberschuss stärker gewachsen als erwartet, erläuterte Finanzvorstand Meister. Zudem habe die in einigen europäischen Ländern gesunkene Steuerquote zu der kräftigen Gewinnsteigerung nach Steuern beigetragen. Außerdem habe sich der Auslandanteil am Umsatz um zwei Prozentpunkte auf 80 Prozent erhöht, was die zu bezahlenden Steuersätze weiter verbessert habe.

Das über den Planungen liegende Umsatzwachstum begründete Meister mit einem besser als erhofften vierten Quartal. Wegen staatlich verordneter Preissenkungen für Pharmaprodukte in Frankreich und Großbritannien habe Gehe im Schlussquartal eigentlich mit einer schwächeren Wachstumsdynamik gerechnet. "Mit diesen Maßnahmen konnten wir aber besser umgehen als erwartet", führte Meister aus.

Nach dem im Jahr 2000 erfolgten Markteintritt in Italien und Österreich sei Gehe seit Jahresbeginn auch durch den Kauf von Apothekenketten in den norwegischen und niederländischen Markt vorgedrungen. In Norwegen habe der Konzern rund 20 Apotheken erworben, in den Niederlanden bisher "einige wenige", sagte Meister. In beiden Konzernsparten - Einzelhandel und Großhandel - strebe Gehe weiteres internationales Wachstum auch durch Zukäufe an. Mit einem Marktanteil von rund 22 Prozent sei Gehe nach wie vor der führende Pharmahändler in Europa.

Im Jahr 2001 rechne Gehe mit einem Marktwachstum in Europa von fünf bis sechs Prozent, sagte Meister. Für eine Umsatz- und Ertragsprognose sei es aber noch zu früh. Allerdings habe sich Gehe zum Ziel gesetzt, in den nächsten fünf Jahren im Durchschnitt ein Wachstum von acht bis zehn Prozent beim Umsatz und von über zehn Prozent beim Gewinn zu erreichen.

Analysten zeigten sich positiv überrascht über die Kennzahlen des Stuttgarter Unternehmens. Insbesondere die Gewinnsteigerung habe deutlich über den Schätzungen gelegen, sagte Andreas Schmidt von Merill Lynch. Der Aktienkurs des im MDax notierten Unternehmens stieg am Mittwochmorgen an der Frankfurter Börse gegen den Markttrend um 1,30 Prozent auf 39 Euro.

Mr. KnowItAll
17.05.2001, 11:07
x