Sascha
19.03.2001, 19:19
Internet aus der Steckdose: Siemens zieht sich zurück
(sueddeutsche.de/dpa) - Der Siemens-Konzern hat sich überraschend aus der Powerline Technologie für das Internet aus der Steckdose zurückgezogen. Die Rahmenbedingungen für die neue Technologie seien bislang zu ungewiss, sagte ein Konzernsprecher am Montag in München.
Siemens hatte bei dem Projekt mit dem Stromversorger Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) kooperiert. Die EnBW will nach eigenen Angaben auch ohne Siemens noch in diesem Sommer in Ellwangen mit Powerline starten.
Wer hat die Hoheit?
Die Regulierungsbehörde muss erst einmal klären, wer in Deutschland die Hoheit für die Technologie haben wird, sagte der Konzernsprecher. Erst dann würde Siemens einen Wiedereinstieg in Erwägung ziehen.
Als das Unternehmen vor mehr als einem Jahr die Kooperation mit der EnBW eingegangen sei, habe man mit einer deutlich schnelleren Marktöffnung gerechnet. Aber es gibt bisher noch immer keine klaren Richtlinien. Die Entscheidung zum Rückzug aus dem Projekt sei in der vergangenen Woche gefallen.
Noch keine Serienfertigung
Als Kooperationspartner der EnBW hatte Siemens die notwendigen Geräte zum Empfang der Daten aus Stromleitungen geliefert. Die Geräte seien aber bislang noch nicht in Serie gefertigt worden.
Die EnBW kündigte an, die Geräte künftig von dem Schweizer Unternehmen Ascom zu beziehen. Das Unternehmen habe bereits umfangreiche Erfahrungen mit der Powerline-Technologie und erfülle die technischen Anforderungen.
Im Sommer will die EnBW das Internet aus der Steckdose zunächst für rund 7.500 Haushalte in Ellwangen verfügbar machen. Auch andere Energieanbieter, darunter der Mannheimer Energieversorger (MVV), arbeiten bereits seit langem an der Powerline-Technologie.
20 Mal so schnell wie bei ISDN
Bei dieser Technologie kommt das Internet direkt aus der Steckdose: Powerline Communication (PLC) nutzt die Stromleitung, um Daten zu übertragen. Die Geschwindigkeit ist dabei 20 Mal so schnell wie bei ISDN.
gefunden in:
http://www.sueddeutsche.de/cgi-bin/w/w-ttt.pl?id=4292&
:ne Wenn das mal kein Omen ist. Na ja, das Projekt basiert ja zum Glück nicht nur auf Siemens. Als (vernünftige) Alternative zur Telekom (und natürlich als Innovationstechnologie :D ) sollte das nun wirklich nicht an gesetzlichen Richtlinien scheitern....
Exor
(sueddeutsche.de/dpa) - Der Siemens-Konzern hat sich überraschend aus der Powerline Technologie für das Internet aus der Steckdose zurückgezogen. Die Rahmenbedingungen für die neue Technologie seien bislang zu ungewiss, sagte ein Konzernsprecher am Montag in München.
Siemens hatte bei dem Projekt mit dem Stromversorger Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) kooperiert. Die EnBW will nach eigenen Angaben auch ohne Siemens noch in diesem Sommer in Ellwangen mit Powerline starten.
Wer hat die Hoheit?
Die Regulierungsbehörde muss erst einmal klären, wer in Deutschland die Hoheit für die Technologie haben wird, sagte der Konzernsprecher. Erst dann würde Siemens einen Wiedereinstieg in Erwägung ziehen.
Als das Unternehmen vor mehr als einem Jahr die Kooperation mit der EnBW eingegangen sei, habe man mit einer deutlich schnelleren Marktöffnung gerechnet. Aber es gibt bisher noch immer keine klaren Richtlinien. Die Entscheidung zum Rückzug aus dem Projekt sei in der vergangenen Woche gefallen.
Noch keine Serienfertigung
Als Kooperationspartner der EnBW hatte Siemens die notwendigen Geräte zum Empfang der Daten aus Stromleitungen geliefert. Die Geräte seien aber bislang noch nicht in Serie gefertigt worden.
Die EnBW kündigte an, die Geräte künftig von dem Schweizer Unternehmen Ascom zu beziehen. Das Unternehmen habe bereits umfangreiche Erfahrungen mit der Powerline-Technologie und erfülle die technischen Anforderungen.
Im Sommer will die EnBW das Internet aus der Steckdose zunächst für rund 7.500 Haushalte in Ellwangen verfügbar machen. Auch andere Energieanbieter, darunter der Mannheimer Energieversorger (MVV), arbeiten bereits seit langem an der Powerline-Technologie.
20 Mal so schnell wie bei ISDN
Bei dieser Technologie kommt das Internet direkt aus der Steckdose: Powerline Communication (PLC) nutzt die Stromleitung, um Daten zu übertragen. Die Geschwindigkeit ist dabei 20 Mal so schnell wie bei ISDN.
gefunden in:
http://www.sueddeutsche.de/cgi-bin/w/w-ttt.pl?id=4292&
:ne Wenn das mal kein Omen ist. Na ja, das Projekt basiert ja zum Glück nicht nur auf Siemens. Als (vernünftige) Alternative zur Telekom (und natürlich als Innovationstechnologie :D ) sollte das nun wirklich nicht an gesetzlichen Richtlinien scheitern....
Exor