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Vollständige Version anzeigen : Umweltkatastrophe Perfekt: P-36 vollständig gesunken


Silke
20.03.2001, 18:35
Es ist doch zum :bad wie die Menschheit sich selbst vernichtet:

Dienstag 20. März 2001, 17:24 Uhr


P-36 im Atlantik versunken
Die vor der Küste Brasiliens leck geschlagene Ölförderplattform P-36 ist am Dienstag vollständig gesunken. Dies teilte die staatliche Erdölgesellschaft Petrobras mit. Damit droht vor der Küste des südamerikanischen Landes eine Ölpest. Neun noch vermisste Arbeiter konnten nicht mehr geborgen werden.

Die gigantische Anlage, mit fast 35.000 Tonnen Gewicht die größte der Welt, war am vergangenen Donnerstag nach mehreren Explosionen leck geschlagen. Seither hatten sich brasilianische und niederländische Experten vergeblich bemüht, die schwimmende Insel wieder flott zu machen. Nun drohen 1,5 Mio. Liter Öl und 1.200 Kubikmeter Diesel ins Meer zu laufen.

Die Ursache der Explosionsserie auf der 350 Mio. US-Dollar (knapp 760 Mio. DM) teuren Anlage ist noch immer unklar. Die Gewerkschaften der Ölarbeiter hatten für mehr Sicherheit auf den Öl-Förderinseln im Campos-Becken protestiert. Sie kündigten an, dass auf den 50 Bohrinseln des Beckens nur jene Arbeiter blieben, die unbedingt benötigt würden.
:bad

Sascha
22.03.2001, 07:59
Immer mehr Diesel läuft in den Atlantik

Die Angst vor einer Umweltkatastrophe vor der Küste Brasiliens wächst. Denn die gesunkene, weltgrößte Ölplattform hält nicht dicht. Zwei Ölteppiche sind bereits entdeckt worden.

Rio de Janeiro - Der Vorsitzende des staatlichen Ölkonzerns Petrobras, Henri Philippe Reichstul, prophezeite, die Ölcontainer an Bord der Plattform würden durch den Druck in über 1300 Metern Tiefe bersten. Auf der Insel waren nach seinen Angaben 1,2 Millionen Liter Dieselöl und 300.000 Liter Rohöl gelagert.
Nach dem Unglück 120 Kilometer vor der Küste hielt Petrobras elf Schiffe mit schwimmenden Barrieren und Öl auflösenden Chemikalien bereit. Während die Schiffe noch um einen ersten Ölteppich, der wenige Stunden nach dem Untergang auftauchte, die Barrieren auslegten, wurde bereits ein zweiter Ölfilm gesichtet. Experten hielten es für zweifelhaft, ob die Barrieren den Ölteppich bei starkem Seegang aufhalten könnten.

Auf der Bohrinsel P-36 war am Donnerstag nach einigen Explosionen ein Stützpfeiler weggebrochen. Alle Bemühungen, die Plattform zu stabilisieren, scheiterten, die Insel sank am Dienstag binnen zehn Minuten. Bei dem Unglück kamen zehn Arbeiter ums Leben.

Auf Antrag von Angehörigen der acht noch vermissten Arbeiter forderte ein Gericht in Rio de Janeiro das Unternehmen per einstweiliger Verfügung auf, die Leichen zu bergen. Falls der Konzern dem innerhalb von 24 Stunden nicht nachkomme, drohe ihm laut der Nachrichtenagentur Estado eine Geldstrafe von 151.000 Real (rund 163.000 Mark) pro Tag. Petrobras teilte mit, die Bergung der Leichen sei angesichts der Tiefe fast unmöglich.

Ölfirma will Sorgen zerstreuen

Die Ölfirma versuchte unterdessen die Sorgen vor einer Umweltkatastrophe zu zerstreuen. Reichstul räumte zwar ein, das gesamte Öl an Bord der Plattform könne ins Meer gelangen, betonte aber, das Unternehmen sei wegen der Umwelt nicht allzu besorgt. Auch die brasilianische Umweltbehörde erklärte, da das Gebiet auf hoher See weit entfernt von der Küste liege, sei die Gefahr nicht allzu groß. Wissenschaftler vermuteten, das leichtere Dieselöl werde vermutlich innerhalb einiger Tage verdunsten. Das Rohöl werde sich dagegen aufspalten und teilweise zu Boden sinken. Ein Teil werde nach und nach an die Oberfläche kommen.

Nach Ansicht des deutschen Greenpeace-Experten Karsten Smid sind die Küstenwälder in Gefahr. Je nach Windrichtung werde das Öl auf die Küste zutreiben und die einzigartigen Mangrovenwälder bedrohen, sagte er im WDR.

P-36 vom italienischen TÜV geprüft

Nach Informationen des "Handelsblatts" ist die Plattform zuletzt im vergangenen Jahr vom italienischen Registro Italiano Navale, einer Art Schifffahrts-TÜV, technisch abgenommen worden. Sie habe nie spezielle Probleme verursacht.

Das Ölunternehmen steigerte im vergangenen Jahr seinen Gewinn auf fünf Milliarden Dollar (10,8 Milliarden Mark), baute aber gleichzeitig Arbeitsplätze ab. Ein Führungsmitglied des Ölarbeiterverbands sagte, Unfälle in dem Fördergebiet vor der brasilianischen Küste kämen regelmäßig vor.

gefunden in:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,123794,00.html

Na, irgendwie muß doch wohl dieser Planet kaputtzukriegen sein. Wollen wir nicht mal wieder mit dem guten alten Atom rumfummeln??? Ach ja, der Kram rollt bald wieder. Mal sehen..... Die UCK ist auch wieder am rumballern, die Talibanen sind nicht totzukriegen, die Amis steigen bei der CO²-Reduzierung aus usw. usw......ja, alles im allen schaffen wir es wohl. Das Leben ist schön! :bad

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