Gert
10.01.2001, 14:11
td.de, Mi, 10.1.2001, 10:54
Unfälle mit Uran-Munition in Deutschland
Auf dem US-Truppenübungsplatz im oberpfälzischen Grafenwöhr ist es in der Vergangenheit zu
Unfällen mit der umstrittenen Uran-Munition gekommen.
Im Jahr 1987 sei einmal irrtümlich die so genannte DU-Munition verschossen worden, sagte ein Sprecher
des Heidelberger Hauptquartiers der US-Armee. Ein Jahr später sei ein mit den uranhaltigen Geschossen
beladener Panzer ausgebrannt.
Noch am Dienstag hatte die US-Armee bestritten, dass bei Übungen die Uranwaffen verwendet worden
seien. Bei beiden Zwischenfällen in der Oberpfalz sei die Uranmunition versehentlich in Panzern
eingesetzt worden, erklärte Sprecher Michael Baldermann von der US-Armee am Mittwoch.
Nach dem Unfall von 1987 sei das Geschoss samt dem umliegenden Erdreich sofort entfernt worden.
Zudem seien Proben zu Laboruntersuchungen in die USA gebracht worden. Auch bei dem Panzerbrand
von 1988 sei keine Radioaktivität freigesetzt worden. "Die Ummantelung der Munition wurde bei dem
Feuer nicht beschädigt", sagte der Militärsprecher.
Kein Einsatz bei Bodentruppen
Nach Angaben Baldermanns wird normalerweise die Uranmunition nicht bei Übungen von Bodentruppen
eingesetzt. Die DU-Geschosse würden allerdings in der Bundesrepublik für den Ernstfall zur Verfügung
gehalten. "Wo die Munition gelagert wird, darüber geben wir aus Sicherheitsgründen aber keine
Auskunft."
Ein Sprecher der US-Luftstreitkräfte wies am Mittwoch Darstellungen zurück, dass die Uranmunition zu
Übungszwecken in Deutschland von Flugzeugen abgeschossen wurde. Das Landratsamt Kelheim hatte
am Dienstag Untersuchungen verlangt, ob die Geschosse an einem Bombenabwurfplatz beim
niederbayerischen Siegenburg verschossen worden sind.
Bei Übungsflügen werde nur Munition eingesetzt, die statt eines Uran-Kerns einen Blei-Kern habe,
erklärte Wolfgang Hofmann von der US-Air-Force im rheinland-pfälzischen Ramstein. "Die Uranmunition ist
extrem teuer", sagte Hofmann. Schon aus diesen Gründen werde sie bei der Ausbildung nicht verwendet.
© dpa
Unfälle mit Uran-Munition in Deutschland
Auf dem US-Truppenübungsplatz im oberpfälzischen Grafenwöhr ist es in der Vergangenheit zu
Unfällen mit der umstrittenen Uran-Munition gekommen.
Im Jahr 1987 sei einmal irrtümlich die so genannte DU-Munition verschossen worden, sagte ein Sprecher
des Heidelberger Hauptquartiers der US-Armee. Ein Jahr später sei ein mit den uranhaltigen Geschossen
beladener Panzer ausgebrannt.
Noch am Dienstag hatte die US-Armee bestritten, dass bei Übungen die Uranwaffen verwendet worden
seien. Bei beiden Zwischenfällen in der Oberpfalz sei die Uranmunition versehentlich in Panzern
eingesetzt worden, erklärte Sprecher Michael Baldermann von der US-Armee am Mittwoch.
Nach dem Unfall von 1987 sei das Geschoss samt dem umliegenden Erdreich sofort entfernt worden.
Zudem seien Proben zu Laboruntersuchungen in die USA gebracht worden. Auch bei dem Panzerbrand
von 1988 sei keine Radioaktivität freigesetzt worden. "Die Ummantelung der Munition wurde bei dem
Feuer nicht beschädigt", sagte der Militärsprecher.
Kein Einsatz bei Bodentruppen
Nach Angaben Baldermanns wird normalerweise die Uranmunition nicht bei Übungen von Bodentruppen
eingesetzt. Die DU-Geschosse würden allerdings in der Bundesrepublik für den Ernstfall zur Verfügung
gehalten. "Wo die Munition gelagert wird, darüber geben wir aus Sicherheitsgründen aber keine
Auskunft."
Ein Sprecher der US-Luftstreitkräfte wies am Mittwoch Darstellungen zurück, dass die Uranmunition zu
Übungszwecken in Deutschland von Flugzeugen abgeschossen wurde. Das Landratsamt Kelheim hatte
am Dienstag Untersuchungen verlangt, ob die Geschosse an einem Bombenabwurfplatz beim
niederbayerischen Siegenburg verschossen worden sind.
Bei Übungsflügen werde nur Munition eingesetzt, die statt eines Uran-Kerns einen Blei-Kern habe,
erklärte Wolfgang Hofmann von der US-Air-Force im rheinland-pfälzischen Ramstein. "Die Uranmunition ist
extrem teuer", sagte Hofmann. Schon aus diesen Gründen werde sie bei der Ausbildung nicht verwendet.
© dpa