Gert
05.04.2001, 16:07
Bank von England senkt Leitzinsen
Die Bank von England hat am Donnerstag den britischen Leitzins um 0,25 Punkte auf 5,50 Prozent
gesenkt.
Sie begründete dies mit der verschlechterten globalen Konjunkturlage, den Einbrüchen an den
Aktienbörsen und der Maul- und Klauenseuche in Großbritannien. All diese Faktoren könnten das
Verbrauchervertrauen negativ beeinflusst haben, obwohl sich eine Konjunkturabschwächung in
Großbritannien bisher nicht feststellen lasse.
Die britische Industrie zeigte sich erfreut über die Entscheidung. "Dies wird uns helfen, das Vertrauen in
der Wirtschaft wieder zu stärken", sagte Ian Fletcher, Chefökonom der Industrie- und Handelskammern.
"Aber vor dem Hintergrund eines vernünftigen Haushalts und einer Inflationsrate, die seit fast zwei
Jahren unter der Zielvorgabe liegt, konnte die Bank auch kaum etwas anderes tun." Der Generalsekretär
der Gewerkschaft TUC, John Monks, bezeichnete die Zinssenkung als den "einzig vernünftigen Schritt".
Sobald klar sei, dass sich das Wachstum auch in der Eurozone deutlich abschwäche, müsse die Bank die
Zinsen weiter senken, zumal der Pfundkurs immer noch hoch sei.
Bis zu 150.000 Stellen fallen weg
Die britische Wirtschaft ist von den Folgen des konjunkturellen Einbruchs in den USA bisher noch
weitgehend verschont geblieben. Die Arbeitslosenzahl sank im Februar sogar erstmals seit 1975 wieder
auf unter eine Million. Großbritannien werde aber keine Insel der Seligen bleiben, warnte kürzlich einer
der größten Arbeitgeberverbände: Dieses Jahr könnten in der Industrie bis zu 150.000 Stellen
verschwinden. Ein extrem schlechtes Jahr befürchtet auf Grund der Maul- und Klauenseuche die
Tourismusbranche. Viele Naturgebiete sind wegen der Epidemie gesperrt, die Besucher bleiben weg.
© 2001 Reuters Limited
Die Bank von England hat am Donnerstag den britischen Leitzins um 0,25 Punkte auf 5,50 Prozent
gesenkt.
Sie begründete dies mit der verschlechterten globalen Konjunkturlage, den Einbrüchen an den
Aktienbörsen und der Maul- und Klauenseuche in Großbritannien. All diese Faktoren könnten das
Verbrauchervertrauen negativ beeinflusst haben, obwohl sich eine Konjunkturabschwächung in
Großbritannien bisher nicht feststellen lasse.
Die britische Industrie zeigte sich erfreut über die Entscheidung. "Dies wird uns helfen, das Vertrauen in
der Wirtschaft wieder zu stärken", sagte Ian Fletcher, Chefökonom der Industrie- und Handelskammern.
"Aber vor dem Hintergrund eines vernünftigen Haushalts und einer Inflationsrate, die seit fast zwei
Jahren unter der Zielvorgabe liegt, konnte die Bank auch kaum etwas anderes tun." Der Generalsekretär
der Gewerkschaft TUC, John Monks, bezeichnete die Zinssenkung als den "einzig vernünftigen Schritt".
Sobald klar sei, dass sich das Wachstum auch in der Eurozone deutlich abschwäche, müsse die Bank die
Zinsen weiter senken, zumal der Pfundkurs immer noch hoch sei.
Bis zu 150.000 Stellen fallen weg
Die britische Wirtschaft ist von den Folgen des konjunkturellen Einbruchs in den USA bisher noch
weitgehend verschont geblieben. Die Arbeitslosenzahl sank im Februar sogar erstmals seit 1975 wieder
auf unter eine Million. Großbritannien werde aber keine Insel der Seligen bleiben, warnte kürzlich einer
der größten Arbeitgeberverbände: Dieses Jahr könnten in der Industrie bis zu 150.000 Stellen
verschwinden. Ein extrem schlechtes Jahr befürchtet auf Grund der Maul- und Klauenseuche die
Tourismusbranche. Viele Naturgebiete sind wegen der Epidemie gesperrt, die Besucher bleiben weg.
© 2001 Reuters Limited