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Vollständige Version anzeigen : Ist das der Beginn des großen Falls Teil IV ???


germanasti
03.05.2001, 20:07
Aus dem Bauch raus würde ich sagen, JA!

Alles spricht dafür, das nun der größte Rutsch der aktuellen Baisse erfolgt (mehr dazu später).

Doch helft mir, warum sind die Umsätze so extrem hoch heute ????
Zwei solche Tage und ein nur "moderates" Minus und der Markt wäre wieder bereinigt.

Ist das nur die von vielen erwartete Konsolidierung ???

Droppel
03.05.2001, 20:20
Ich denke ich kann reinen Herzens sagen: Nein!

Warum sollte es dazu kommen??? Hast Du die Sache Chartechnisch betrachtet oder mit Indikatoren (Rohstoffe etc.)?


Grüsse aus HRO!

paule2
03.05.2001, 20:22
Gibt es ein Board auf dem man vor dir sicher ist?

paule2

Droppel
03.05.2001, 20:24
Hallo Paule2!

Vor wem? Vor mir oder germanasti???


:confused: :confused: :confused:


Grüsse aus HRO!

paule2
03.05.2001, 20:39
Hallo Droppel,

freut mich dich kennen zu lernen. Reicht dir das als Antwort?

Selbstverständlich war mein Freund nasti gemeint.

gruss paule2

Ralph
03.05.2001, 20:41
Paule2,

das hier ist nicht WO ..... bitte denke daran ! ;)

@Germanasti

Die Bullen haben ihren Run erstmal gehabt .... der alte Trick mit den abgesenkten Erwartungen und den letztlich besser als angekündigten Geschäftszahlen hat glänzend funktioniert .... ist aber letztlich zu wenig, um dauerhaft Schützenhilfe leisten zu können.
Ausserdem sehe ich im Moment schon wieder Feuerbeschuss vom Rentenmarkt (bitte das Posting im Daytrading-Forum lesen), der den Aktienmarkt evtl. belasten wird.

Es hat sich aber fundamental noch nichts verbessert, ausser dass die Hoffnung etwas Blüten getragen hat. Es gibt sogar Beispiele dafür, dass Aktien, die reduzierte Erwartungen getroffen haben, später wieder unter dem Level noteirt haben, wie vor der Bekanntgabe ..... INTEL ist da so ein Fall.

Wer glaubt, dass sich 1999 wiederholt (ich tue es nicht) - also erwartete Wachstumsraten von 50% per annum- der kann bedenkenlos in die Highflyer investieren, die jetzt teilweise schon wieder bis zur Perfektion gepreist sind. Wer dies nicht glaubt, der nimmt einige Gewinne mit und nutzt die Zeit der Konsolidierung, um sein Portfolio zu entstauben ..... denn in der Bewegung sollte klar geworden sein, was funktioniert bzw. nicht funktioniert.

Ralph

PS: Paule2, ich/wir sind sehr gespannt auf Deine Meinung ! ;)

germanasti
03.05.2001, 20:43
Paule:

Das ist das netteste und informativste Board das ich jemals kennengelernt habe.
Hier wird nur ernsthaft gepostet. :)



Droppel:

Mir drängt sich mehr und mehr der Verdacht auf, das wir die USMärkte lurz vor der Wiederholung des 87er-Crashes stehen.
Es gibt einige Indizies & vor allem ein Fakt: Greenspan hat in den letzten Wochen viel künstliche Liquidität in die Märkte gepumpt. Er muss die irgendwann wieder rausholen.

Vor zwei Wochen habe ich dazu in einem anderen Board bereits eine Diskussion begonnen.

http://www.wallstreet-online.de/ws/community/board/thread.php?fid=0&tid=386554&what=2&k=germanasti&offset=0&tpl=&frame=

Dies soll aber keine Werbung für das Board sein !!!

Ralph
03.05.2001, 20:52
Germanasti,

schön dass Du das so siehst :) .... das soll auch so bleiben. :)

Da du den Crash von 1987 ansprichst, möchte ich dich noch etwas vertrösten, denn ich sitze gerade an einem Posting zum US-Rentenmarkt (Du weisst, Intermarketanalyse schreibe ich ganz gross), der mittelfristig den Aktien gehörig Probleme bereiten könnte.

Für alle, die es interessiert, hier schon mal den Link !

30 Jahre-Longbond (http://www.stock-channel.net/stock-board/showthread.php3?threadid=2586&goto=lastpost)

Bis dann

Ralph

germanasti
03.05.2001, 21:07
Mit Ralph habe ich endlich jemanden gefunden der meine Ansicht voll und ganz teilt. :)

Übrigens ist Paule2 ein noch größerer Bär als wir beide miteiner erstaunlich hohen Trefferquote !!!


Ob ein Crash kommt? Ich hoffe es nicht & kann es mir eigentlich auch nicht vorstellen.
Eher ein heftiger Einbruch, der meine Zielzonen für Anfang/Mitte Juni erreichen könnte:
Nasdaq100 850 - 950 P.
DOW 7400 - 8200 P.
DAX 4500 - 4800 P.

Es klingt momentan irrsinnig, doch kann sich das schnell bestätigen.

Die letzte Rallye war, insbesondere beim DOW viel zu heftig!

Ralph
03.05.2001, 21:33
Germanasti,

"nicht voll und ganz" :hihi ...... ich diskutiere sehr gerne das Pro und Contra auf absoluter sachlicher Ebene; ich denke dazu gibt es hier im Board genügend Stoff zum Diskutieren.

Übrigens, Dein Ziel von NASDAQ-100 kann ich persönlich nachvollziehen (allerdings im Moment nur mit einer fundamentalen Rechnung); mich würde mal interessieren, wie Du die Marke festmachst (absolut sachlich, denn so kann man am ehesten feststellen, ob man emotional beeinflusst ist oder vielleicht zu schlimm denkt).

Ich mach Dir mal meine Rechnung auf:

Der NAS-100 hat im Moment auf Basis der Gewinne für das Gesamtjahr 2001 ein P/E von knapp 100. Um zu sehen, ob ein solches P/E gerechtfertig ist, muss das zukünftige Gewinnwachstum berücksichtigt werden !

Wie stark steigen die Gewinne der NAS-100 Unternehmen in 2001 ? ....... sie dürften so gut wie überhaupt nicht wachsen, denn FirstCall geht davon aus, dass sie für die am schwersten gewichteten Aktien im NAS-100 um 7% fallen werden.

Aber langsam ihr Bären ...... der Markt hat einen Diskontierungsmechanismus, was bedeutet, dass er zukünftige Veränderungen bereits heute eskomptiert ! .......

Die Analystengilde erwartet für 2002 ein Gewinnwachstum von sage und schreibe 60% (von aktuell $19 in 2001 auf $31 in 2002), was sich erstmal sehr gut anhört. Aber wie ist denn der NAS-100 bei einem Gewinnwachstum von 60% bewertet ? ..... ganz einfach, der NAS-100 war bei 1950 Punkten auf Basis der 2002er Gewinne mit einem KGV von etwas über 60 bewertet ...... auch wiederum nicht schlecht.

Bedeutet das jetzt, dass der markt womöglich fair bewertet ist ?

ja und nein ..... ja, nämlich dann, wenn die Gewinne wirklich so stark wachsen, wie die Analysten dies erwarten (plus 60%)

Nein, weil die Analysten in den letzten Monaten permanent danebengelegen haben; 60% ist weitaus zuviel ...... aber um dem Basiseffekt etwas deutlicher Rechnung Rechnung zu tragen, nehmen wir mal einen Mittelwert aus 2001 und 2002, dies wären $25 bei den NAS-100 Unternehmen.

Jetzt nehmen wir unseren NAS-100 (1950) her, der bei $25 eine KGV von 78 hätte ..... die 78 bedeuten, dass die Gewinne um 78% steigen müssten, um die heutigen Kurse zu rechtfertigen ..... ich bin ehrlich, einige Unternehmen schaffen dies vielleicht mit allen möglichen Tricks; der Grossteil wird an dieser Hürde sehr weit davor scheitern.

Wie war es denn in der Boomphase des Tech-Kondratieffs ?

Damals sind in dieser Phase die Profite zwischen 25 und 30% gestiegen ... wohlgemerkt, in der abslouten Boomphase.

Es dürfte also klar sein, dass diese Erwartungen, die jetzt bereits eingepreist sind, nicht zu treffen sind ...... bei einem KGV von 40 oder 50 würde sich der Index immer noch annähernd halbieren, um diese Wachstumserwartung zu reflektieren. Und es gibt immer noch einige Analysten, die mit noch grösseren Problemen rechnen.

Das Thema Infaltion wird aber Gegenstand eines anderen Threads sein.

So, Germa .... das ist mein Rechnung .... now, it's up to you ! :)

Ralph

germanasti
03.05.2001, 22:25
Naja, nach KGVs und ähnlichem habe ich mich nicht orientiert. Warum auch? Die Nasdaq befindet sich nicht nur in einer Korrektur, sondern es ist defintiv ein Hypew zuende gegangen. Da die Börsenhistorie lehrt, das niemals ein Sektor zweimal nacheinander rennt, und im Nasdaq so gut wie alles gerannt ist, fehlen nun neue Stützen. Ob die in den nächsten 2-3 Jahren aufgebaut werden?

Seis drum, zu Jahresbeginn habe ich ein Szenario für die erste Jahreshälfte entworfen, das rein auf der Psychologie und ein wenig Charttechnik basiert (auch wenns blöd klingt).
2800 P. war der Start, Korrektur bis 2000 P. und danach runter auf 1500 oder 1350 P., dann knapp 50% hoch und abschliessend ein vorläufiger finaler Sturz mit einer glatten Halbierung innerhalb von 4-6 Wochen.
Hat soweit alles gepasst. Das Hoch war zwar mit 2000 P. rund 200 P. höher als erwartet, doch käme eine abschliessende Halbierung ungefähr aufs gleiche raus.

Die 850 P. lassen sich mittlerweile auch psychologisch erklären:

NIEMAND rechnet mehr mit neuen Tiefstständen.
Ergo werden die 1600 und 1420/1470 P. zum Nachkauf genutzt.
Fällt es dann trotzdem, kommt bei 1350 P. die Nervosität auf und bei 1250 P., mit dem Verlassen der letzten Unterstützungen die Panik. 25-30% kostete bislang der finale Ausverkauf bei einem Index mit dieser Volalität und oha, da sind die 850 P. :)

Ca. 850 P. kämen dann einem Stand von 1300 P. im Composite gleich. Dies ist eine sehr große Unterstützung.

Klingt vll. alles etwas verwirrend, doch so handele ich momentan. :)))

Wenn Du mich direkt nach der fairen Bewertung fragst, die sehe ich irgendwo bei 500 P. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Der Herbst wird zeigen, ob die Us-Wirtschaft tatsächlich zusammenbrechen wird.

Ralph
04.05.2001, 23:38
Hi Germanasti,

ich habe in diesem Thread schon ein Posting angedeutet, was sich mit einem Bärenmarkt am Bondmarkt beschäftigt.

Das Teil steht jetzt ..... hier der Link

US-Bondmarkt ..... ein Bärenmarkt droht ! (http://www.stock-channel.net/stock-board/showthread.php3?postid=17195#post17195)

Da der Markt als Ganzes nur dann gesund sind, wenn sich die verschiedenen Teilmärkte parallel in dieselbe Richtung entwicken, kann davon ausgegangen werden, dass die sich im Bondmarkt etwas beginnt sich zuzuspitzen, was den Aktien und der US-Wirtschaft nicht schmecken wird.

Ralph

germanasti
05.05.2001, 09:58
Hi Ralph,

ich habe es eben gelesen. Hut ab! :)

Vor allem das mit Greenspan sehe ich genauso. Er war 14 Jahre lang der Gott der Aktienmärkte und wird trotzdem als der mit Abstand schlechteste Notenbankchef der Geschichte eingehen. Mittlerweile ist greenspan in der Phase wo es kein zurück mehr gibt. Er kann nur noch weiter pumpen und Zinsen senken. Solange bis auch der letzte merkt das kein neuer Aufschwung kommt. Dann boomt nur noch eines, das Gold!

Die Frage ist die, wann der momentane Aktienboom vorbei ist?
In den nächsten Tagen, oder erst im Herbst? Im Herbst wäre es wohl ein Drama (Märkte völlig überheizt, Zinssenkungen ausgereizt und die Wirtschaft läuft entgegen aller Erwartungen nicht mehr an)

paule2
05.05.2001, 11:39
@Ralph, da germanasti so freundlich geantwortet hat und mein Smilie auch entsprechend war, kannst du davon ausgehen, daß der Beitrag nicht ganz ernst gemeint war.

@germanasti, du bist also schon bei Teil 4. Ich bleibe dabei, auch wenn zeitlich betrachtet, der Salami-Crash Teil 3 nach einem Monat Bärenrallye durchaus als beendet betrachtet werden kann. Da ich auch mal ganz gern falsch liege, bleibt mein Teil 3 bis zu einem Kursziel von 1.450 Punkten im Composite bestehen. Sollte wirklich alles den Bach runter gehen, dann kommst du bis zu Teil 7, während ich bei Teil 6 zuende wäre.

Zu der Rallye gestern. Da Greenspan die bubble als Notenbankziel ausgegeben hatte, bekommt er jetzt was er wollte. Eine nur durch die nächste Notenbanksitzung initiierte Rallye. Auch wenn Greenspan die jetzt eingepreisten 50 Basispunkte senkt, wird nach der Notenbanksitzung bei vermutlich steigender Inflation die Phantasie endgültig raus sein.

Ein kleines kümmerliches Pfeilchen muss unser liebster Alan ja wohl noch im Köcher behalten.

Die Nasdaq ist immer noch unter 2.250 Punkten. Irgendwann muss mal wieder ein Test der GD-200 erfolgen. Allerdings gehe ich davon aus, daß dies erst auf einem Niveau von ca. 1.400 bis 1.600 Punkten im Composite erfolgen wird. Da der Dow vom KGV her immer teurer wird, vermute ich, daß ein kräftiger Rutsch unmittelbar bevorsteht. Irgendeine schlechte Nachricht von General Electric, Microsoft oder IBM könnte der Auslöser sein.
Mit Intel oder Cisco läßt sich in der jetzigen Bubble kein Hund mehr hinter dem Ofen hervorholen. (Die jetzigen Bewertungen der beiden sind vor dem momentanen wirtschaftlichen Hintergrund eh jenseits von Gut und Böse.)


Greenspan kam praktisch mit dem 87-er Crash. Er wird mit dem 2001er oder 2002er Crash seinen Hut nehmen.

gruss paule2

P.S an Andy, onstock scheint wohl ziemlich tot zu sein.

germanasti
05.05.2001, 17:11
Was sagt die Historie der letzten 15 Monate?

http://members.tripod.de/breaker99/nasdaq_2jahre_050501.gif

Bislang gab es drei Abwärtsbewegungen, wobei jede Bewegung von einer noch steileren abgelöst wurde.
Entsprechend zum Verfall war auch die technische Zwischenreaktion nach oben, die bis fast genau an den ehemaligen Abwärtstrend führte.
Selbes Spiel nun wieder?
Nach oben wäre zwar noch Platz bis ca. 2040/2050 P., ehe dieses Szenario zerschlagen ist, doch erfolgte bereits der Bruch des kurzfr. Aufwärtstrends! Sollte sich diese Vision bewahrheiten, hätte der 4. Abwärtstrend im 2-Jahres-Chart einen fast senkrechten Fall und würde einen Punkteverlust von genau 1000 P. innerhalb der nächsten 4-6 Wochen bedeuten.



PS: Wie kann man hier einen Chart direkt einfügen?

paule2
06.05.2001, 14:27
Germansti, ich glaube nicht an den großen Rutsch. Wenn es wieder runter geht, wird beim 1998er-Tief wieder schluß sein. Allerdings könnte der Dow im gleichen Maße bluten wie die Nasdaq. Ansonsten wird es vermutlich wieder so grausam wie im Spätherbst. Es geht runter, aber immer nur ein bischen, nie zuviel um die Hoffnung nicht zu verlieren.
Im letzten Frühjahr waren die boards voll von Blutbadthreads. Obwohl der nächste Rutsch viel grausamer war, blieben diese threads aus. Jeden Tag zwischen 1 und 2 Prozent im Schnitt machen auf Sicht von einem Monat auch eine brutale Rutschbahn.
Wann kommt die erste brutale Gewinnwarnung eines Dow-Dickschiffes? Für mich wird immer mehr General Electric zum Schüssel.
Es ist zwar nur ein Bauchgefühl, jedoch gibt es bei GE den Spruch, daß man sie immer zu teuer kauft. Wenn dieser Spruch im wahrsten Sinne des Wortes wahr wird und Microsoft aus Solidarität (70$ sind eine Menge Holz) mit nach unten geht, dann haben wir den Salat.

Für mich wird dieser Crash erst im nächsten Frühjahr bis Sommer enden.
Dann wird das KGV im Dow, S&P 500 und Nasdaq unter 10 liegen. Das dürfte dann auf dem Niveau einer Baisse liegen. Zumindest wenn man den S&P Composite Stock Price Index seit 1881 als Vergleichsmaßstab nimmt.

Die Frage ist doch, wer die börsennotierten Firmen im Durchschnitt richtig bewertet hat. Ein Investor zwischen 1880 und 1995 (Kurzzeitiger Aussetzer ab 1928 :D), oder ein Investor zwischen 1995 und 2001.

Quelle des S&P Composite Stock Price Index: "Irrationaler Überschwang" von Robert. J. Shiller S. 22, Chart des KGV

Sollte sich mal jemand in eine Buchhandlung verirren, kann man auch noch Seite 20 aufschlagen, dort gibt es den Kurs des inflationsbereinigten Index im Vergleich mit den Unternehmensgewinnen.

Fahnenstangen erscheinen da im Vergleich etwas kurz geraten. :D

gruss paule2

germanasti
06.05.2001, 18:05
Paule:

Der DOW stünde bei einem KGV von 10 irgendwo bei 3.000 P. :)

Mag sein das er irgendwann auf dieses Level fällt.
Doch ich sehe eine Baisse über 10-12 Jahre. Nicht nur bis nächstes Jahr.

Silke
07.05.2001, 08:59
Es wird wohl so aussehen, daß wir über Jahre in eine Baisse reinlaufen.....Sägezahnmarkt mit tendenzieller Abwärtsbewegung..immer schön zermürbend.

Denn die Wirtschaftsdaten, Handlungsweise der FED und die Energiekosten lassen mich genau zu dem Resultat kommen welches auch Germanasti sieht.

Dies sind Faktoren die zwar erkannt wurden, aber falsch entgegengewirkt wird...sodaß einer Erholung keine Chance gegeben wird.

Es wird jahrelang dauern diesen Schaden zu beheben.

Und mit ein bißchen Wochenend-Abstand betrachtet ist diese momentane Bullenrally im Bärenmarkt doch auch durchaus logo. Denn es gibt keine Abwärtsbewegung ohne Gegentrend. Noch nichtmal in Asien!


:)
silke

germanasti
07.05.2001, 12:46
Hi Silke,

das mit dem jahrelangen Sägezahnmarkt wird schon so kommen. Doch dazu muss es erstmal beginnen richtig zu fallen, vor allem beim DOW!

Ich könnte mir vorstellen das sich demnächst die Meinung breit macht, die Börsen werden doch nicht weiter steigen und alle wollen gleichzeitig raus.
Ist nur die Frage wann. Heute schon? Morgen? Oder erst nächsten Monat?

Profitieren wird davon das Gold. :)

McStock
07.05.2001, 16:31
Hat jemand von Euch das Buch Crash.com von Michael Mandel gelesen?? Da geht es auch darum, wie man seiner Ansicht nach die New Economy wieder auf Trab bringen kann und wo die Unterschiede zu der Old Economy liegen. Und eben auch die Fehler, welche aus einer Rezession eine Depression machen können...Sehr interessant!

McStock

Silke
07.05.2001, 17:12
Hi germanasti´,

ich hab mich vor 2 Jahren ausführlich mit dem Gold beschäftigt und war sogar VOR dem damaligen Hype investiert. Aber dies nicht aus Wissen wie sich im nachhinein rausgestellt hatte sondern es war reines Glück.

Ähnl. wie Du dachte ich damals bei fallenden Aktienmärkte beginnt die Flucht in sichere Anlagen...dies dann in das altgewohnte Gold.

Die Rechnung ging auf. Doch es stellte sich als reines Massel raus. DENN der damalige Goldanstieg war nicht den Gründen zu verdanken die ich dachte sondern es waren die Gründe, daß Versteigerungen der Engl. Notenbank die Gründe waren und der Goldpreis zufällig extrem hoch getrieben wurde weil sich die eigenen Goldminen gehedgt haben.

Und Ashanti stand z.Bsp. damals sehr vor der Pleite!

Ich habe mich dann mit der Materie Gold versucht näher zu beschäftigen. Es ist so, daß gerade in Gold von den Nationalbanken künstlich niedrig gehalten wird. Sie manipulieren öffentlich und von jeden erlaubt wie sie gerade wollen. Verkaufen leer nöcher und nöcher. Normalerweise müßte die Unze Gold zur Zeit bei Glaube ich 500$ stehen...dies wenn ein fairer offener Handel stattfinden würde.Tut es aber nicht.

Ein Pokerspiel auf einzelne Goldminen ist äußerst riskant denn auch diese haben teilweise mehr verkauft als sie eigentl. die nächsten Jahre gedenken abzubauen. Ein klitzekleiner Funke und eine Goldmine in die ich gerade investiere geht hops. Von der Ausbeute der Neger mal ganz abgesehen. Wer in Gold investiert sollte u.a. auch wissen das er in Sklaverei investiert. Gerade in den Billignationen die als Invest interessant erscheinen verdienen die Arbeiter bei extrem schlechten Sicherheitsbedingungen weniger als 1$ pro Tag.

Wer sich also in anderen Threads über die Ärmsten der Armen in der 3. Welt Gedanken macht - sollte dies nicht durch Aktienkauf sprich einer Beteiligung an solch Unternehmen unterstützen!

Also wenn Gold dann höchstens direkt auf den Index...oder in australische Goldminen die allerdings nicht so lukrativ für einen Anleger sind! Da die Lohnkosten zuviel vom Gewinn des Unternehmens verschlingen!

Allerdings ist der Index in Form von OS auch wieder uninteressant da der Spread teilweise 50% entfernt liegt!

so meine kurzen Eindrücke
silke, abschweifend!

KA111
07.05.2001, 18:12
Erbitte Ross und Reiter. wenn Du schon so (unsachgemäß) abschweifst.

Wer sich also in anderen Threads über die Ärmsten der Armen in der 3. Welt Gedanken macht - sollte dies nicht durch Aktienkauf sprich einer Beteiligung an solch Unternehmen unterstützen!

Gruß
KA111

germanasti
07.05.2001, 18:20
Hallo Silke,

naja, 1999 war der Goldboom noch etwas anderes. Da waren aktien DER Renner und gar kein größerer blick für andere Anlagemöglichkeiten da.

Jetzt, sobald sich herausstellt das aktien defintiv out sind und die steigende inflation ihr übriges dazu tut, könnte ich mir gut vorstellen das Gold DER neue Boom der nächsten Jahre sein wird.

Ich kaufe übrigens nur Calls aufs Gold, keine Goldminen. Die kann ich nicht beurteilen.

Silke
07.05.2001, 18:34
Hi KA,

was bitte ist daran unsachgemäß? Das ich vor Augen führe....wie es dort zugeht??? Neee oder?? Oder wollen wir das unter den Tisch kehren ...oder einfach wegkucken...? Oder befassen wir uns hier nur mit nicht boardübergreifenden Themen?

Schau Dir mal die Vorschriften im zivilisierten Bergbau an....beispielsweise die in Australien..das hat nichts mit unfachmännisch zu tun....! Es sei denn es hat sich binnen zwei Jahren so viel in Sachen Gwerkschaft und Farbigen getan! Da müßte ich allerdings staunen den die Apartheit gibt es nur begrenzt :ek . Lasse mich aber gerne eines Bessern belehrn!

@germanasti,

verrätst Du mir Deine Calls? Notfalls über PM?

danke
silke

KA111
07.05.2001, 19:24
Die Antwort, Silke, erfolgt auf pM.

Gruß
KA111:)

Trüffelschwein
08.05.2001, 00:58
Hallo Silke,

wir liegen ja oft verquer, aber dieses Mal hast Du meine volle Unterstützung!

Ciao, Trüffelschwein

germanasti
08.05.2001, 07:38
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Wie am Montag bekannt wurde, wuchs die Neuverschuldung der US-Konsumenten im März weitaus weniger stark an als in den Vormonaten- und auch geringer als Experten dies erwartet hatten.

Die FED-Bank berichtete am Montag, daß die Summe der Verbraucherverschuldung, die sich unter anderem aus Autovermietung, Studentenleihen und Schulden aus Kreditkarten zusammensetze, im März um 6,16 Milliarden $ angestiegen ist und damit den geringsten Anstieg seit Oktober 1999 verzeichnete. Damals waren die Schulden um 5,33 Milliarden $ geklettert.

Im Februar diesen Jahres lag der Zuwachs noch bei 13,36 Milliarden $.

In Prozentzahlen ausgedrückt wuchsen die Konsumentenschulden zuletzt um 4,7% im März, im Februar waren es 10,4% gewesen.
Experten hatten mit einem März-Zuwachs von 9,4 Milliarden $ gerechnet.

Ökonomen deuten die Zahlen dahingehend, daß die Verbraucher sich angesichts der Konjunkturschwäche genauer überlegen würden, wofür sie ihr Geld ausgeben und so einige Investments zurückstellten. Vor allem im Automobilsektor spüre man die Ausgabenreduzierung deutlich, so die Experten.

Andere wiederum verweisen auf Einmaleffekte im März und warnen davor, die Zahlen zu überinterpretieren. Im April werde es schon wieder ganz anders aussehen, so ihr Credo.

© GodmodeTrader.de
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Das ist der helle Wahnsinn !!!
Da explodiert die Neuverschuldung bei eh schon negativer Sparquote immer weiter und die Experten sind negativ gestimmt, da es nur eine ca. 5%ige Steigerung war.

Schuldenabbau, nicht weiterer Aufbau sollte eigentlich die Devise sein !!!

Die Amis könnten ihre Kredite nie mehr zurückzahlen, wenn die US-Börsen endgültig zusammenklappen würden.
Doch wie sollen die steigen, wenn die immer weiter nachlassende Bereitschaft zu Neuinvestitionen die Firmengewinne schrumpfen lässt ???
Die USA haben das größte Kredit-Bubble aller Zeiten, das wohl sehr bald platzt. :(

germanasti
10.05.2001, 12:08
Am Neuen Markt fallen nun die "blue-chips" teilweise im 2stelligen-Prozentbereich. Gar nicht gut!

Ich habe mehr und mehr das Gefühl das die Rallye schon lange vorbei ist und ein crashartiger Verfall unmittelbar bevorsteht.

Auch wenn der Vergleich nicht 1:1 möglicvh ist:
Sowohl charttechnisch als auch pschologisch ist 1987 nicht weit weg

germanasti
17.05.2001, 23:02
Auch heute zeigten einige Aktien, wie z.B. Microsoft sehr merkwürdige Kursverläufe.

Trotzdem scheint der Aufschwung beschlossene Sache: Auf N-TV riet vorhin ein Herr zum breiten Einstieg in die Märkte, da nun eine neue Hausse beginnt.

Charttechnisch ist es nicht begründbar. Doch sagt mir mein Bauch, ein crashartiger Zusammenbruch steht unmittelbar bevor...

germanasti
18.05.2001, 17:40
Dr. Hans-Dieter Schulz

http://nachrichten.boerse.de/persbild.php3?id=19

Dow Jones: Dialektik der Indikatoren
Der bekannteste Aktienindex der Welt war als Sammelbecken für die größten Old Economy Werte vom Niedergang der überspekulierten Technologiemärkte nicht betroffen. Der Dow Jones Index hatte dadurch für Schlagzeilen gesorgt, dass eine zweijährige Diamantformation erkennbar war, die von Chartisten weltweit als obere Umkehrformation gedeutet wurde. Im März 2001 hatte sich die Diamantformation bestätigt, indem der Dow auf knapp 9400 Punkte fiel. Es bildete sich ein enges Doppel-Bottom heraus, das in Verbindung mit der zweiten außerplanmäßigen Zinssenkung der Fed die Kurse bis an den Abwärtstrend bei knapp 11000 Punkten stiegen ließ. In Folge der aktuellen Zinssenkung vom 15. Mai brach der Dow Jones aus seinem Abwärtstrend aus. Sind jetzt neue Höchststände zu erwarten?
Chart 1 zeigt den Dow Jones mit zwei technischen Indikatoren. Der als Trendfolgeindikator geltende MACD hat bereits seine Signallinie geschnitten und befindet sich bei ca. 200, was ein neuer absoluter Rekord für den Dow ist, aber nur eine notwendige Folge des nominal hohen Indexstands ist. In der jüngeren Vergangenheit bietet sich die Situation vom April 2000 als Vergleich. Auch damals war der MACD von extrem negativ nach extrem positiv geschwungen und hatte wie heute ein Verkaufsignal generiert. Die Marke bei 10300 hatte damals die folgende Abwärtsbewegung aufgefangen. Sämtliche im Chart eingezeichneten Senkrechten zeigen Verkaufsignale des MACD. Um mindestens 500 Punkte ist der Dow daraufhin immer gefallen, in zwei Fällen innerhalb eines Monats. Im Dezember 1999 allerdings ging es erst noch in die Höhe zum Allzeithoch bei knapp 10800 Punkten im Januar 2000. Dafür stand der Index dann drei Monate später 1500 Punkte tiefer.

http://nachrichten.boerse.de/marktbericht/dowmacd.gif

Diese obere Extension war vor allem mit der zusätzlichen Liquidität begründet, die die Fed zur Lösung des Y2K-Problems bereitstellte. Der Wirkung des vorletzten Zinsschrittes ist es zuzuschreiben, dass Anfang April ein ansonsten gut funktionierender Indikator versagte. Die Rede ist vom Put/Call-Ratio, dessen 10-tägiger gleitender Druchschnitt in Chart 2 dargestellt ist. Wie man leicht erkennt, waren Hochpunkte bei dieser Kennzahl stets mit lokalen Hochpunkten im Dow Jones verbunden. Die Zinssenkung setzte diesen Mechanismus außer Kraft. Mittlerweile hat das Put/Call-Ratio wieder neue Rekordhöhen erreicht und könnte erwartungsgemäß an der aufwärts gerichteten Verbindungslinie ein weiteres Top ausbilden, was normalerweise im Dow ebenfalls zu einem Top führen sollte.

http://nachrichten.boerse.de/marktbericht/Dowdow.gifDaß das Put/Call-Ratio eigentlich andersherum funktionieren sollte, soll hier nicht weiter stören. Als man die Wirkungsweiseweise dieses Indikators ursprünglich interpretierte, waren die Aktiven Teilnehmer am Terminmarkt die Käufer von Optionen. Heute ist es jedoch fast genauso verbreitet, Optionen im Sinne einer aktiven Strategie zu schreiben und das Hedging mit Optionen hat zugenommen. So werden etwa short puts in Optionen auf einzelne Aktien mit long puts auf den Index abgesichert, wenn z.B. ein Investor vom Steigen einer einzelnen Aktie überzeugt ist, sich aber gegen das allgemeine Marktrisiko über den Index absichert. Wie man auch immer den Indikator zu interpretieren versucht, jedenfalls hat er mit einer Ausnahme gut funktioniert.

Ein weiterer Indikator, dessen Erwähnung der Bedeutung der Terminmärkte gerecht wird, ist die implizite Volatilität. Sie misst die Abweichungen der Optionspreise von den harten Fakten der Black/Scholes-Formel. Diese Abweichungen sind vor allem psychologisch zu interpretieren. Eine zunehmende Volatilität und damit steigende Optionspreise signalisiert die wachsende Befürchtung der Marktteilnehmer, die Kurse könnten heftiger ausschlagen als bisher. Da Abwärtsbewegungen als mit heftigeren Ausschlägen verbunden wahrgenommen werden, steigt hier die implizite Volatilität stärker an als bei Aufwärtsbewegungen. Im Chart ist erkennbar, dass die implizite Vola vor großen Abwärtsbewegungen im Index jeweils Tiefstände aufwies. Aktuell ist die Vola des Dow Jones bei einem mehrmonatigen Aufwärtstrend angelangt, während sie gleichzeitig noch im kürzeren Abwärtstrend läuft. Es wird nicht mehr lange dauern bis in dieser Dreiecksformation eine Entscheidung fällt.

Im Volatilitätschart für den S&P 100 Index, der ganz ähnlich aussieht, beginnt sich ein Ausbruch nach unten anzudeuten. Dies auf den Dow übertragen würde freilich für noch weiter steigende Kurse sprechen. Eine Entwicklung wie im Dezember 1999 ist denkbar. Erinnern wir uns: das Verkaufsignal des MACD brauchte knapp drei Monate bis zu seiner Bestätigung, während der Dow Jones zwischenzeitlich ein neue Allzeithoch markierte. Ein erneutes Allzeithoch ist im Rahmen des Möglichen, wenn auch zunächst noch der Widerstand bei 11325 Punkten genommen werden müßte. Aber selbst wenn es so käme, zeigen die Indikatoren, daß die Kurse nicht dauerhaft steigen sollten und eine umso schärfere Korrektur folgen müßte, ähnlich wie die Anfang 2000.

Aktuell sind viele Bären ins bullische Lager zurückgewechselt. Es ist bei den Sentiment-Befragungen durchaus Luft für noch größeren Optimismus und somit steigende Kurse, wenn auch der Anteil der Bullen bei einzelnen Befragungen deutlich über 50% liegt. So zu beobachten bei den amerikanischen Kleinanlegern, die ja auch nach Anteilsrückgaben im Februar und März seit April wieder in gewohnter Weise Fondsanteile erwerben. Dieser Umstand sorgt für Liquidität an den Märkten, in gleicher Weise wie der hohe Investitionsgrad in Geldmarktfonds, in der Vergangenheit gute Indikatoren für steigende Aktienkurse. Wer schließlich für die deutlichsten monetären Impulse sorgt, ist die amerikanische Zentralbank, die seit Jahresanfang in Rekordgeschwindigkeit die Zinsen senkt.

Dennoch gab es in der ereignisreichen Finanzgeschichte des vergangenen zwei Jahrhunderte Situationen, in denen monetäre Impulse der gleichen Art wie sie heute von der amerikanischen Fed erzeugt werden, nicht die gewünschte Wirkung zeitigten. Solche Situationen hatten überbewertete Aktienmärkte gemein sowie in Jahren billigen Kredits geschaffene Überkapazitäten in weiten Teilen der Wirtschaft. Heute ist die Lage in den USA ähnlich. Langfristig steigende Aktienkurse sind vor einer deutlichen Bereinigung solcher realwirtschaftlicher Mißstände nicht zu erwarten.

Fazit: Alle hier untersuchten technischen Indikatoren lassen den Aktienmärkten noch etwas Luft nach oben. Dennoch, so heftig wie Bear-Market-Rallies sind, so abrupt enden sie. Bleibt abzuwarten, durch welchen Auslöser diesmal der Taumel beendet wird. Realwirtschaftlich sind langfristig steigende Aktienkurse nicht mehr untermauert.

Dr. H.-D. Schulz/Felix Pieplow

18.05.2001

KA111
18.05.2001, 18:25
Merci, Germanasti für den Blick über den Zaun. Wie siehst Du denn die nächsten drei Wochen? Tapfer und charaktervoll unverändert?

Immer wieder interessant, der " Börsendoktor", eine feststehende Einrichtung beim allerzeit und allerseits so beliebten NTV.

Die Renaissance des XAU ( GoldminenIndex) hat Schulz übrigens gut gesehen.

Toll, worin man alles so seinen Doktor machen und dann praktizierend ausüben kann.

Lisa, ich gebe Dir völlig Recht, was Deine gestrigen Anmerkungen zu NTV betrifft.
Aber sind die amerikanischen TV-Sender mit ihren mitunter m.E. ziemlich ominösen Gastreferenten wirklich so viel besser?

Gruß
KA:)

germanasti
18.05.2001, 19:31
KAA:

Ich sage es ganz deutlich, so wie schon seit Wochen:
Spätestens Anfang juni sehe ich Sondersendungen im Fernsehen. Thema "Das Ende der Börse"

Gold explodiert heute. Dies war monatelang meine These: Sobald Gold explodiert, haben die aktien verloren.


we will see...

Chris
19.05.2001, 14:15
Hallo ihr kleinen Bären,

ich beteilige mich eigentlich ungern an solchen Beiträgen, weil sie wenig zielführend sind und man mit einer solchen Einstellung kein Geld verdienen kann.

Ich möchte nur auf den Beitrag von dem lieben NT-V Doc eingehen, weil er etwas oberflächlich und von bearisher Einstellung geprägt ist.

http://suntrade.bluebull.com/mm_files/charts/2224-indu0.gif

Zuerst einmal die Fortsetzung des MACD Charts, der sich als klassisches Fehlsignal erwies. Mir ist es zudem schleierhaft, wie man als Techniker in einer Seitwärtsbwegung einen trendfolgenden Indikator einsetzt, aber das ist ja Geschmacksache. ;)

http://suntrade.bluebull.com/mm_files/charts/2222-indu1.gif

Nun zur Vola, ich habe hier den $VIX .X gewählt, da er nachvollzehbar ist.
Im Chart sind die Besonderheiten dieses Indikators eingezeichnet.

Die Marktvolatilität als Frühindikator für mögliche Tops

In der Regel bildet die Volatilität vor dem Basiswert den Boden aus und beginnt wieder zu steigen.

Die Markvolatilität als Bottom Indikator
Ein Boden benötigt in der Regel immer eine Bestätigung (Confirmation), diese erkennt man im Chart oft an einem doppelten Boden, in der Vola bilden sich in der Regel immer zwei Peaks.

Fazit
Wir können im Moment noch kein Anzeichen einer Topbildung erkennen und insofern besteht auch recht wenig Anlass in Puts zu investieren/den Shortie raushängen zu lassen. Es mag sein, das der Index vor einem Break der 11300 weiter konsolidiert oder in einer (eventuell) schmaleren Trandingrangerange verweilt bevor ein Ausbruch (nach oben oder unten) erfolgt. Diese Bewegung lohnt es sich im Moment aufgrund der abnehmenden Vola kaum zu traden.

In dem Moment, wo sich ein Trendwechsel oder eine Korrektur anbahnt, profitiert man bei richtigem Timing durch den Kauf von Puts doppelt; Fallende Kurse und steigende Vola, im Moment verliert man leider doppelt.

Und, weil ich ein alter Bulle bin auch gleich noch einen provokanten Chart, der das enorme Aufwärtspotential des Dow Jones zeigt:

http://suntrade.bluebull.com/mm_files/charts/2223-indu.gif

Der Dow Jones wird im Moment durch smart money gestützt, ob das fundamental gerechtfertigt ist oder nicht, möchte ich hier einmal dahingestellt lassen. An der Börse sollte man den Trend auf der richtigen Seite mitmachen und nicht aus Trotz oder weil man ein Bär ist gegen den Trend arbeiten oder investieren. Genauso teuer ist wohl gewesen, Human Genome oder andere Bios zu shorten. Die Börse bestimmt den Preis und es schadet zwar nicht, sich über fundamentale Gedanken zu machen, doch wer sich zuviel Gedanken macht, verdient dadurch nicht unbedingt Geld.

Don't fight the trend :)

;)

P.S.
Der Dow wird bestimmt noch einmal korrigieren, das steht ausser Frage. Vielleicht rappelt es schon Montag, wer weiß. Im Moment spricht noch recht wenig dafür. Wartet mit den Puts/dem shorten lieber solange, bis es sich auch lohnt ;)

ehniente
20.05.2001, 16:17
Wie kommst Du darauf, daß das "smart money" die Preise hochtreiben würde? Ich hab da was ganz anderes gelesen:

"Without doubt many fund managers are excited, but excitement is not limited to institutions, and funds. For instance, yesterday the Dow had inflows of $517 million from trades of less than 10,000 shares, and a mere $137 million in inflows from larger transactions (Birinyi Associates). This differential is highly abnormal, and tells us that individual investors were largely responsible for the move higher. Whether or not the so-called 'smart money' intends to sell during the next volume pit stop remains to be seen. "

http://www.fallstreet.com/ , 17.05.2001

Ralph
20.05.2001, 17:29
Hi Gold-Bugs,

im nachfolgenden Links steht etwas zu der Einschätzung zum Gold ..... das "Smart Money" ist seit dieser Woche darin "netto-short" !

Smart Money und Gold ...... (http://www.stock-channel.net/stock-board/showthread.php3?postid=18306#post18306)

Die Einschätzung zum S&P500 und NASDAQ-100 hat sich aber auch verschlechtert ! ..... alleine bei DJIA geht das "Smart Money" weiter "long", was zwangsläufig zur Stützung beiträgt.

Ralph

Chris
20.05.2001, 20:34
@ebniente,

wie man den letzten CBOT Reports bereits entnehmen konnte, war die Commercials beim Dow massiv long und man sollte nicht so naiv sein zu glauben, das die Marke von 11000 ohne diese Unterstützung hätte gebreakt werden können.

Und wie man auch in diesem Chart schön erkennt, findet die Korrektur selbst auf diesem hohen Niveau nur intraday statt.

http://suntrade.bluebull.com/mm_files/charts/2230-indu30.gif

Der Beitrag ist etwas provokativ, ich würde auch erst nach dem Break der 11300 neue long Poitionen eingehen, aber es ging mir halt um den Beitrag vom NT-V Doc, der in dieser Form zu einseitig ist.

@Ralph,

die CBOT Daten von Freitag haben leider einen ganz hässlichen Beigeschmack. Sie sind kompiliert am Freitag, die Daten stammen aber vom Mittwoch, an dem dieser gewaltige Ausbruch stattfand. Insofern sollte man ganz vorsichtig sein, was die Interpretation betrifft.

Meines Wissens haben seit Mittwoch einige größere Hedgfonds massiv Shortpositionen glattgestellt. ;)

Insofern muss man sich vielleicht noch etwas gedulden müssen, um die neue Einstellung der Commercials zu erfahren.

Gold und Euro und würde ich aber auch eher der short Seite zuordnen. :)

;)

KA111
20.05.2001, 20:46
Ich höre "Goldbugs". Ist doch nicht schlecht gelaufen, oder?http://www.securitytrader.com/bbshome/bbs_images/37096_HUI.gif http://www.securitytrader.com/bbshome/bbs_images/37097_xau.gif

Wenn smart money jetzt auf einen Pullback setzen, ist das ok. Goldminen sind immer sehr volatil.

Gold selbst hat sich von Dienstag - Auktion von etwa 650.000 Unzen durch die Bank von England von 267 in nur drei Tagen bis Freitag um etwa 20 USD auf 285,50 befestigt. Wie lange schauen die Engländer und andere Nationen eigentlich noch zu, wei ihtre Zentralbanken Volksvermögen verschleudern?
Die Inflation ist alles mögliche, aber so tot wie sie von offiziellen Stellen gesagt wird, ist sie mit Sicherheit nicht ! Ganz im Gegenteil. Öl, Gold und Bonds geben den entsprechenden Wink.

Mir fallen da die frühen siebziger Jahre ein. Damals stiegen nur Ölaktien ( wie heute) und Goldminen. Alles andere war das Trauerspiel pur.

Vergessen wir doch trotz aller Freude über Zinssenkungen nicht: das was der US-Durschnittshaushalt jetzt an Zinskosten einspart, muß er bei den stark gestiegenen Energiekosten wieder drauflegen.

Dieses traurige Ergebnis jedenfalls entspricht mit Sicherheit nicht dem, was Greenspan u.a. vor hatte, die Konsumbereitschaft und Ausgabefreudigkeit des Durchschnitts-Joes durch niedrigere Zinsen entsprechend zu stimulieren.

Gruß
KA111:)

germanasti
20.05.2001, 22:36
Mönsch Ralph :(

Es mag vll. richtig sein das die commercials in der letzten Woche in Gold short gegangen sind, doch fand die Explosion nach oben am Freitag abend statt.
Das wird in noch keiner Statistik sein & somit sollten die commercials, die letzte Woche short gegangen sind auf dem vollkommen falschen Fuss erwischt worden sein und haben den short-squeete womöglich ausgelöst.

Gold rockt! Und wenn dies über 300 Dollar geht, werden die aktien fallen wie faule Äpfel.

ehniente
21.05.2001, 00:44
An Chris:

Niemand glaubt, daß der massive Anstieg seit fast zwei Monaten ohne die Institutionellen stattfand. Das sieht man schon daran, daß in der vorletzten Woche 15 Milliarden, wenn ich mich nicht irre, in Fonds geflossen sind. Das war aber auch schon der Höhepunkt an Zuflüssen. Der letzte Teil des Anstiegs sieht verdächtig nach einer Falle aus. Und daß im letzten Teil mehr Kleinanleger als Institutionelle den Anstieg getragen haben, unterstützt diesen Verdacht noch mehr. Außerdem haben wir einen Anteil an Optimismus erreicht, der sogar in einem Bullenmarkt für eine heftige Korrektur sorgte. Ich werde daher den Teufel tun und jetzt long gehen, auch wenn wir noch 100 oder 200 Punkte steigen sollten. Die Gefahr einer heftigen Korrektur ist viel zu groß. Außerdem sehe ich eine negative Divergenz im Momentum, im OBV, in der Stochastic, im ROC und im Money FLOW. Das sollte zu denken geben. Das Argument, die Commercials würden im Dow massiv long sein, ist auch nicht besonders überzeugend. Es ist viel wichtiger, zu schauen, wie die Unterschiede zur vergangenen Woche ausschauen, und da sieht man, daß die Commercials ihre Shortpositionen für den S&P 500 massiv ausgebaut haben. Sollte der Dow steigen und der S&P 500 fallen? Nun, das können wir wohl ausschließen, da der Markt schon seit Monaten parallel läuft. Entweder rauf oder runter, und für mich sprechen fast alle Indikatoren dafür, daß es runter geht.

germanasti
23.05.2001, 23:04
Wurde der Fall heute eingeleitet?

Gerade mal zwei Tage konnte sich die Nasdaq über der ausbruchsmarke halten, ehe ein Rückfall in den alten Trend erfolgte.
Noch ist es jedoch nur ein Pullback, die Bestätigung muss morgen erfolgen.

Erfolgt sie, gehe ich weiterhin davon aus, das der Nadaq100 noch vor dem großen Verfallstag bei 850 - 950 P. notiert.

paule2
24.05.2001, 00:11
Schaut euch mal diesen niedlichen Chart mit seinem breiten Doppeltief an.

http://www-public.tu-bs.de:8080/~y0003876/normal/daxusd91.gif

Ein kleiner Dreher beim Euro könnte ein paar Amis durchaus zu uns rüber locken. Möglicherweise hat Opa Greenspan deswegen die Hosen voll und pfuscht an der Börse rum.

Apropos, die Nasdaq ist wieder unter 2.250. Hat morgen Abby ihren großen Auftritt?


P.S. Greenspan hat verloren. Der Papst verweigert ihm die Seligsprechung und zieht um nach München. Ein gewisser Olli K. soll dahinter stecken.
Der schaute in eine Metabox und sah den Hergott in Lederhosen.

gruss paule2

germanasti
24.05.2001, 09:43
Hallo Paule,

ich bin zwar auch der Meinung das der Euro unmittelbar vor der Explosion nach oben steht. Aber ob deswegen der DAX sofort steigt?

paule2
24.05.2001, 10:30
germanasti, wer sagt denn daß der Dax in Euro steigen muss? Wenn der Dax langsamer fällt, als der Euro steigt, lohnt sich das für einen Amerikaner.
Sollte der Euro ein Doppeltief ausbilden, wird es schnell nach oben gehen.
Mein Gefühl sagt allerdings, daß der Euro noch auf 75 Cent fällt. Leider finden sich kaum Informationen, wieviel Schwarzgeld im Euroland noch gewaschen werden muss.

Greenspan redet heute. Wie ich aus sicherer Quelle erfahren habe, steht er mit Helmut Kohl in inniger Verbindung, w.g. "Blühender Landschaften".

Weißt du eigentlich wie hoch der Hamburger-Index steht?

gruss paule2

germanasti
25.05.2001, 17:52
US/Auftragseingang langl. Güter April ... (zwei)
Der deutliche Rückgang beim Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter war der erste nach dem Einbruch um 10,7 Prozent im Januar und vollzog sich den Angaben zufolge über fast alle Sektoren. Allerdings ist bei den Daten die Umstellung der Erfassung der Unternehmenssektoren auf das North American Industry Classification System (NAICS) zu berücksichtigen, das das alte Standard Industrial Classification System (SIC) ersetzt. NAICS ist breiter angelegt und umfasst mehr Unternehmen aus den Bereichen High-Tech und Dienstleistungen.



Der neue Bericht führt nunmehr auch einzelne Kategorien für die Sektoren Computer, Halbleiter und Kommunikationsausrüstungen auf. Zuvor waren diese Bereiche zusammengefasst präsentiert worden. Den höchsten Rückgang verzeichnete das Ministerium bei den Auftragseingängen im Transportbereich, der ein Minus von 9,3 Prozent auswies. Innerhalb dieses Bereichs wiederum sank der Ordereingang für Flugzeuge und Zubehör um 10,1 Prozent.



Die Aufträge für Computer und elektronische Produkte sanken im April um 8,8 Prozent, nachdem sie im Vormonat einen Rückgang um 2,2 Prozent verzeichnet hatten. Innerhalb des Sektors Computer fällt vor allem der Einbruch beim Auftragseingang für Halbleiter ins Auge, der auf minus 31,9 Prozent beziffert wurde. Die einzige Kategorie, die ein Orderplus ausweisen konnte, war den weiteren Angaben zufolge der Bereich elektronische Ausrüstungen und Anwendungen, der um 0,3 Prozent mehr Auftragseingänge verzeichnete.



Auch wenn die Daten zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter typischerweise stark volatil sind, deuten die Zahlen doch darauf hin, dass sich die US-Wirtschaft weiter abschwächt. Möglicherweise in Kenntnis der Zahlen hatte US-Notenbankpräsident Alan Greenspan am späten Donnerstagabend angedeutet, dass die Fed zu weiteren Zinsschritten bereit ist, sofern sich die US-Wirtschaft stärker als bislang antizipiert abkühlen sollte. Offenbar treten innerhalb des Federal Open Market Committee (FOMC) Bedenken hinsichtlich eines verstärkten Preisauftriebs derzeit hinter allgegenwärtige Rezessionbefürchtungen zurück, urteilen Beobachter. +++ Christian Vits


vwd/DJ/25.5.2001/cv

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Wer hat im April die Rallye mit ausgelöst?
Richtig! Es waren die PC-Werte, die einen glanzvolen Ausblick für Q2 gegeben haben! Erstaunlich das nun ausgerechnet diese Branche erneut so eingebrochen ist!
Bislang war ich der Meinung es gäbe keine Gewinnwarnungen mehr. Doch nach diesen Meldungen habe ich ein dumpfes Gefühl !!!

& weiterhin bleibe ich bei meiner These: Die 6. Zinssenkung wird den Abwärtsdruck verstärken, nicht aufheben!

paule2
26.05.2001, 13:10
Was mich stutzg macht ist, daß sich da drüben keiner über den sinkenden Euro aufregt. Ist doch pures Gift für die Außenhandelsbilanz.

Was haben die da drüben vor? Den Euro shorten bis es der US-Wirtschaft wieder etwas besser geht? Dadurch ausländisches Kapital anlocken und dann in Europa mit Klopapier (Verzeihung Aktien) groß einkaufen?

Ob das klappt, daß der Rest der Welt dem großen Zauberer Alan schön brav das Geld zur wundersamen Vermehrung bringt?

http://www-public.tu-bs.de:8080/~y0003876/normal/dowdem91.gif

gröhl, grins


WARUM KANN ICH HIER KEINE SMILIES ERZEUGEN WIE IN ANDEREN BOARDS AUCH. Links vom Beitragsfenster herscht bei mir gähnende Leere.

gruss paule2

germanasti
26.05.2001, 13:59
Vielleicht hat Greenspan Angst um den Abzug ausländischen Investorenkapitals und hält deswegen den Dollar soweit oben. Lieber ein paar weitere Gewinneinbrüche, als der Vertrauensverlust ausländischen Geldes.

Seit die Japaner Anfang März den US-Markt leerräumten passt nichts mehr zueinander.
Wie groß mag das Bubble wirklich sein, das sich in den letzten 8 Wochen gebildet hat?
Ich denke es fehlt nur noch ein Anlass um diese Blase abzustechen! Dann kann ich mir durchaus einen Nasdaq-Tagesverlust von 200-250 P. & DOW-Tagesverlust von 600-800 P. vorstellen. Und dies alles mehrere Tage hintereinander. Sell out!

Smilies haben die gleichen Codes wie bei WO.
Nur die Dinger mit Doppelpunkt - Name - Doppelpunkt gehen nicht.

:) :D :o

Matze
26.05.2001, 14:00
http://www.stock-channel.net/stock-board/misc.php3?action=getsmilies

hier die komplette Liste, schau auch mal in den Profil, ob bei Dir die Dinger vielleicht deaktiviert sind mitsamt den Schrifthilfen ;). Ansonsten sid die Dinger bei mir mit Netscape und IE verfügbar. MAC User?

Matze

paule2
26.05.2001, 15:41
Test
:D
:hihi

Matze
26.05.2001, 16:18
:eek: :confused: :mad:

Warum habt Ihr mit diesen Smilies probleme?

Ralph
27.05.2001, 09:59
Germanasti,

& weiterhin bleibe ich bei meiner These: Die 6. Zinssenkung wird den Abwärtsdruck verstärken, nicht aufheben!

was hälst Du eigentlich von der These, dass Greenspan das Finanzsystem "REFLATIONIERT", nachdem er es jahrelang mit ZU WENIG GELD versorgt hat ...... was wir jetzt sehen wäre dann eine Rückkehr zur Normalität !

Bin mal gespannt.

Ralph

paule2
27.05.2001, 13:17
Mensch Ralph, wenn deine These stimmt, haben die Zocker dieser Welt seit 1995 ihre Aktien mit Zigaretten und Talenten bezahlt.
:D

germanasti
27.05.2001, 16:54
Hallo Ralph,

in welcher Form hat Greenspan das Finanzsystem jahrelang mit zuwenig geld versorgt ???

germanasti
14.06.2001, 23:10
Lang lang ist es her.

Doch getreu nach dem Motto "Gut Ding will Weile haben" setzt die nächste Stufe des Crashs nun doch noch ein.

germanasti
31.08.2001, 20:16
Alles wird gut, nach dem Crash der nächsten Woche