Eliska
05.05.2001, 19:05
Bei dieser Anlageform setzen Fondsinvestoren vor allem auf das
Know How des entsprechenden Managements der erwaehlten Fonds-
gesellschaft. Im Mittelpunkt des Dachfondskonzepts stehen vor-
rangig die besonderen Diversifikationsmoeglichkeiten mittels
gezielter Selektion sogenannter Zielfonds. Kernpunkt dieses
Prinzips ist dabei die bewusste Streuung des Anlagekapitals und
das damit erheblich reduzierte Risiko. Beschraenkte sich dieser
Effekt bis April 1998 lediglich auf einzelne Laender, Indizes
oder Branchen, so wurde durch die letzte Novellierung des 3.
Finanzmarktfoerderungsgesetzes im April 1998 diese Barriere in
Deutschland gebrochen.
Bis zu diesem Zeitpunkt war das Fund of Funds-Konzept vornehm-
lich den Investoren im angelsaechsischen Raum vorbehalten. Seit
vorgenanntem Zeitpunkt kann das Ziel der scheinbar optimalen
Ertrags-Risiko-Aufteilung auch hierzulande erreicht werden. Denn
anders als bei herkoemmlichen Fonds investiert der Investor hier
in ein Management, welches sich vollstaendig dem Top-Down-Ansatz
der Asset Allocation widmen kann, ohne sich dabei um das schwie-
rige Stockpicking (Einzeltitelselektion) kuemmern zu muessen,
das heisst, dass sich das Management eines Dachfonds aus einer
Vielzahl von Einzelfonds diejenigen herausfiltert, welche zu-
kuenftig seiner Meinung nach die beste Performance erzielen
werden.
Dabei konzentriert es sich zunaechst lediglich auf Laender,
Maerkte und Branchen. Ist man sich ueber die optimale Portfolio-
aufteilung im klaren, wird anschliessend in die entsprechenden
Einzelfonds (auch Zielfonds genannt) investiert. Durch diese
Konstellation stehen dem Management je nach Ausrichtung ver-
schiedene Assetklassen wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere,
Immobilien, Optionsscheine und Geldmarktpapiere sowie verschie-
dene Laender, Regionen, Stile und Branchen zur Verfuegung. Auf-
grund dieser "mehrfachen" Streuung des Investitionsvolumens soll
fuer den Anleger ein optimales Ertrags-Risiko-Portfolio geschaf-
fen werden.
Daraus folgt, dass der Kapitalanleger bei einem Dachfonds in ein
vielschichtiges Management investiert. Waehrend das Dachfonds-
Management die Aufteilung in verschiedene Vermoegensklassen und
Maerkte uebernimmt, ist es die Aufgabe des Zielfonds-Manage-
ments, aus dem jeweils verfolgten Anlagehorizont die profitabel-
sten und vielversprechendsten Einzelengagements auszuwaehlen
(Stockpicking).
Aehnlich wie bei den AS-Fonds und den gemischten Fonds wird auch
bei den Dachfonds durch die verschiedenen Unterscheidungsmerk-
male jeder Anlegertyp angesprochen. So besteht fuer den risiko-
aversen Investoren die Moeglichkeit der Kapitalanlage in einen
defensiven Dachfonds, sprich in einen Fonds mit sehr hohem Ren-
tenfondsanteil und geringer bis gar keiner Aktienquote. Fuer den
spekulativen Anleger besteht die Chance, in einen Dachfonds mit
sehr geringer Rentenfondsquote und hoher Aktienquote bzw. in
einen reinen Aktiendachfonds zu investieren. Aus dieser Dar-
stellung wird ersichtlich, dass das wesentliche Differenzie-
rungsmerkmal die Aktienfondsquote und das daraus resultierende
Risiko-Ertrags-Profil ist.
Betrachtet man abschliessend das "Fund of Funds-Konzept", so
stellt man fest, dass es sich hierbei im Prinzip um eine "klei-
ne" Vermoegensverwaltung handelt. Doch Vorsicht, an dieser Stel-
le sollte man noch unterscheiden, ob ein Fonds passiv oder aktiv
gemanagt wird! Wie der Name schon sagt, finden beim passiven
Dachfonds verhaeltnismaessig wenige bis gar keine Veraenderungen
des Investitionsstils bzw. der Portfolioallokation statt. So
wird die Vermoegensstruktur zum Beispiel an der Struktur eines
Indizes angelehnt. Bei solchen Dachfonds wird eine Benchmark
kreiert, die sich zum Beispiel aus 90 % MSCI-World-Aktien-Index
und jeweils 5 % MSCI-Schwellenlaender-Index bzw. Biotechnologie-
Index zusammensetzen, aber beliebig variiert werden kann.
Aktiv gemanagte Dachfonds werden hingegen regelmaessig den aktu-
ellen Marktgegebenheiten angepasst. Der naechste typische Unter-
schied ist die Fondszusammensetzung des Dachfonds-Portfolios.
Viele Dachfondsmanager investieren ausschliesslich in Einzel-
fonds des eigenen Unternehmens. Sie begruenden dieses Verhalten
mit den kurzen Informationsflusswegen. Da aber nicht jeder
Einzelfonds einer KAG zu den Top-Produkten der entsprechenden
Assetklasse zaehlt, geht der Trend verstaerkt in Richtung Dach-
fonds mit Fremdfonds.
Quelle: www.aktienservice.de
Know How des entsprechenden Managements der erwaehlten Fonds-
gesellschaft. Im Mittelpunkt des Dachfondskonzepts stehen vor-
rangig die besonderen Diversifikationsmoeglichkeiten mittels
gezielter Selektion sogenannter Zielfonds. Kernpunkt dieses
Prinzips ist dabei die bewusste Streuung des Anlagekapitals und
das damit erheblich reduzierte Risiko. Beschraenkte sich dieser
Effekt bis April 1998 lediglich auf einzelne Laender, Indizes
oder Branchen, so wurde durch die letzte Novellierung des 3.
Finanzmarktfoerderungsgesetzes im April 1998 diese Barriere in
Deutschland gebrochen.
Bis zu diesem Zeitpunkt war das Fund of Funds-Konzept vornehm-
lich den Investoren im angelsaechsischen Raum vorbehalten. Seit
vorgenanntem Zeitpunkt kann das Ziel der scheinbar optimalen
Ertrags-Risiko-Aufteilung auch hierzulande erreicht werden. Denn
anders als bei herkoemmlichen Fonds investiert der Investor hier
in ein Management, welches sich vollstaendig dem Top-Down-Ansatz
der Asset Allocation widmen kann, ohne sich dabei um das schwie-
rige Stockpicking (Einzeltitelselektion) kuemmern zu muessen,
das heisst, dass sich das Management eines Dachfonds aus einer
Vielzahl von Einzelfonds diejenigen herausfiltert, welche zu-
kuenftig seiner Meinung nach die beste Performance erzielen
werden.
Dabei konzentriert es sich zunaechst lediglich auf Laender,
Maerkte und Branchen. Ist man sich ueber die optimale Portfolio-
aufteilung im klaren, wird anschliessend in die entsprechenden
Einzelfonds (auch Zielfonds genannt) investiert. Durch diese
Konstellation stehen dem Management je nach Ausrichtung ver-
schiedene Assetklassen wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere,
Immobilien, Optionsscheine und Geldmarktpapiere sowie verschie-
dene Laender, Regionen, Stile und Branchen zur Verfuegung. Auf-
grund dieser "mehrfachen" Streuung des Investitionsvolumens soll
fuer den Anleger ein optimales Ertrags-Risiko-Portfolio geschaf-
fen werden.
Daraus folgt, dass der Kapitalanleger bei einem Dachfonds in ein
vielschichtiges Management investiert. Waehrend das Dachfonds-
Management die Aufteilung in verschiedene Vermoegensklassen und
Maerkte uebernimmt, ist es die Aufgabe des Zielfonds-Manage-
ments, aus dem jeweils verfolgten Anlagehorizont die profitabel-
sten und vielversprechendsten Einzelengagements auszuwaehlen
(Stockpicking).
Aehnlich wie bei den AS-Fonds und den gemischten Fonds wird auch
bei den Dachfonds durch die verschiedenen Unterscheidungsmerk-
male jeder Anlegertyp angesprochen. So besteht fuer den risiko-
aversen Investoren die Moeglichkeit der Kapitalanlage in einen
defensiven Dachfonds, sprich in einen Fonds mit sehr hohem Ren-
tenfondsanteil und geringer bis gar keiner Aktienquote. Fuer den
spekulativen Anleger besteht die Chance, in einen Dachfonds mit
sehr geringer Rentenfondsquote und hoher Aktienquote bzw. in
einen reinen Aktiendachfonds zu investieren. Aus dieser Dar-
stellung wird ersichtlich, dass das wesentliche Differenzie-
rungsmerkmal die Aktienfondsquote und das daraus resultierende
Risiko-Ertrags-Profil ist.
Betrachtet man abschliessend das "Fund of Funds-Konzept", so
stellt man fest, dass es sich hierbei im Prinzip um eine "klei-
ne" Vermoegensverwaltung handelt. Doch Vorsicht, an dieser Stel-
le sollte man noch unterscheiden, ob ein Fonds passiv oder aktiv
gemanagt wird! Wie der Name schon sagt, finden beim passiven
Dachfonds verhaeltnismaessig wenige bis gar keine Veraenderungen
des Investitionsstils bzw. der Portfolioallokation statt. So
wird die Vermoegensstruktur zum Beispiel an der Struktur eines
Indizes angelehnt. Bei solchen Dachfonds wird eine Benchmark
kreiert, die sich zum Beispiel aus 90 % MSCI-World-Aktien-Index
und jeweils 5 % MSCI-Schwellenlaender-Index bzw. Biotechnologie-
Index zusammensetzen, aber beliebig variiert werden kann.
Aktiv gemanagte Dachfonds werden hingegen regelmaessig den aktu-
ellen Marktgegebenheiten angepasst. Der naechste typische Unter-
schied ist die Fondszusammensetzung des Dachfonds-Portfolios.
Viele Dachfondsmanager investieren ausschliesslich in Einzel-
fonds des eigenen Unternehmens. Sie begruenden dieses Verhalten
mit den kurzen Informationsflusswegen. Da aber nicht jeder
Einzelfonds einer KAG zu den Top-Produkten der entsprechenden
Assetklasse zaehlt, geht der Trend verstaerkt in Richtung Dach-
fonds mit Fremdfonds.
Quelle: www.aktienservice.de