Eliska
08.05.2001, 16:10
In den letzten Monaten gerieten Internet- Werbevermarkter stark
unter Druck. Im allgemeinen ist dies auf die weltweit nachlas-
sende Konjunktur zurueckzufuehren, im besonderen auf das Platzen
der Dot.Com-Blase. Insbesondere das schlechte Umfeld fuer Inter-
net-Start-Ups, gescheiterte IPO-Plaene sowie der Rueckzug vieler
Venture-Capital-Geber aus dem Internet-Bereich bedingten ein
starkes Nachlassen der Investitionsbereitschaft der Internet-
Unternehmen, die sich erfahrungsgemaess in erster Instanz in den
Werbeausgaben niederschlaegt.
Prominentestes Beispiel des in den letzten 13 Monaten verlang-
samten Wachstums im Bereich Internet-Werbung ist der weltweit
fuehrende Vermarkter von Online-Werbung DOUBLECLICK (NASDAQ:
DCLK). Darueber hinaus zeigten sich weitere Internet-Key-Player
und insbesondere Portalbetreiber wie YAHOO starkem Druck ausge-
setzt. Die Aktien derartiger Unternehmen reduzierten sich nicht
selten um bis zu 90 Prozent, womit der schlechtere Geschaefts-
verlauf bei den meisten Titeln zumindest groesstenteils ein-
gepreist sein duerfte.
Bereits seit Fruehjahr 2000 empfahlen wir Online-Werbung-ab-
haengige Unternehmen wie YAHOO und DOUBLECLICK zum Verkauf.
Mittlerweile, also mehr als 12 Monate spaeter, sehen wir jedoch
erste Indizien einer bevorstehenden Trendwende im Internet-
Advertising-Markt. Wir erwarten dabei nicht eine ueber Jahre
schleichende Erholung dieses Marktes, sondern eine schnellere
Erholungstendenz. Hierfuer sprechen aus unserer Sicht folgende
Faktoren:
Stammten noch vor 18 Monaten mehr als 75 % der Internet-Werbe-
ausgaben aus dem Dot.Com-Bereich, hat sich dieses Verhaeltnis
grundlegend gewandelt. So ergab eine aktuelle Marktstudie des
New Yorker Medienforschungsunternehmens Nielsen/NetRatings, dass
im Maerz mehr als die Haelfte der Top 100 der im Internet wer-
benden Unternehmen traditionelle Old-Economy-Unternehmen, also
Offline-Unternehmen waren. Unter den Top 100 befanden sich 56
traditionelle Firmen, 34 Dot.coms und 10 HighTech-Unternehmen.
Hierbei sehen wir signifikante Anzeichen einer Stabilisierung
des Internet-Werbemarktes. So verfuegen Old-Economy-Unternehmen
traditionell ueber wesentlich hoehere Marketingbudgets, gehen in
ihrer Kampagnengestaltung qualitativ besser vor und weisen nicht
zuletzt eine bessere Zahlungsmoral als die Dot.coms auf, von
denen nicht wenige vor der Pleite stehen oder ihre Rechnungen
mit einem der Bauwirtschaft aehnlichem Zahlungsziel/Zeitrahmen
von bis zu 180 Tagen begleichen.
Das gesamte Internet-Werbemarktvolumen betrug im Maerz in den
USA 280 Mio USD. 44 Prozent davon entfielen auf traditionellen
Unternehmen, 37 Prozent auf Dot.coms und 19 Prozent auf High-
Tech-Firmen. Wie erwartet geben unter den traditionellen Firmen
Finanzdienstleistungsunternehmen das meiste Geld aus. Eine
aehnliche Entwicklung sehen wir auch in Europa, so dass hiesige
Werbevermarkter und Portalbetreiber wie insbesondere T-Online
mittelfristig besseren Zeiten entgegensehen.
Auf wiederauflebendes Interesse am Werbemedium Internet laesst
auch der Umstand schliessen, dass derzeit bspw. bedeutende
Global-Player wie FORD oder PEPSI COLA umfangreiche Online-
Kampagnen planen. Ihre Intention ist dabei einfach zu durch-
schauen: So wird das Internet vorwiegend von juengeren, dynami-
schen und flexiblen Menschen genutzt. Unternehmen, welche Wert
auf die Erreichung dieser Zielgruppe legen, koennen es sich
langfristig somit nicht mehr leisten, das stets an Bedeutung
zunehmende Internet als Werbemedium zu vernachlaessigen.
Vor diesem Hintergrund stufen wir den SEKTOR ONLINE-WERBE-
VERMARKTER von "untergewichten" auf "uebergewichten" herauf.
Anleger sollten sich dabei jedoch ausschliesslich auf die
grossen und etablierten Key-Player wie DOUBLECLICK oder YAHOO
konzentrieren, da viele kleinere Wettbewerber den harten Wettbe-
werbskampf trotz des langfristig aussichtsreichen Marktumfeldes
nicht ueberleben werden.
Quelle: www.aktienservice.de
unter Druck. Im allgemeinen ist dies auf die weltweit nachlas-
sende Konjunktur zurueckzufuehren, im besonderen auf das Platzen
der Dot.Com-Blase. Insbesondere das schlechte Umfeld fuer Inter-
net-Start-Ups, gescheiterte IPO-Plaene sowie der Rueckzug vieler
Venture-Capital-Geber aus dem Internet-Bereich bedingten ein
starkes Nachlassen der Investitionsbereitschaft der Internet-
Unternehmen, die sich erfahrungsgemaess in erster Instanz in den
Werbeausgaben niederschlaegt.
Prominentestes Beispiel des in den letzten 13 Monaten verlang-
samten Wachstums im Bereich Internet-Werbung ist der weltweit
fuehrende Vermarkter von Online-Werbung DOUBLECLICK (NASDAQ:
DCLK). Darueber hinaus zeigten sich weitere Internet-Key-Player
und insbesondere Portalbetreiber wie YAHOO starkem Druck ausge-
setzt. Die Aktien derartiger Unternehmen reduzierten sich nicht
selten um bis zu 90 Prozent, womit der schlechtere Geschaefts-
verlauf bei den meisten Titeln zumindest groesstenteils ein-
gepreist sein duerfte.
Bereits seit Fruehjahr 2000 empfahlen wir Online-Werbung-ab-
haengige Unternehmen wie YAHOO und DOUBLECLICK zum Verkauf.
Mittlerweile, also mehr als 12 Monate spaeter, sehen wir jedoch
erste Indizien einer bevorstehenden Trendwende im Internet-
Advertising-Markt. Wir erwarten dabei nicht eine ueber Jahre
schleichende Erholung dieses Marktes, sondern eine schnellere
Erholungstendenz. Hierfuer sprechen aus unserer Sicht folgende
Faktoren:
Stammten noch vor 18 Monaten mehr als 75 % der Internet-Werbe-
ausgaben aus dem Dot.Com-Bereich, hat sich dieses Verhaeltnis
grundlegend gewandelt. So ergab eine aktuelle Marktstudie des
New Yorker Medienforschungsunternehmens Nielsen/NetRatings, dass
im Maerz mehr als die Haelfte der Top 100 der im Internet wer-
benden Unternehmen traditionelle Old-Economy-Unternehmen, also
Offline-Unternehmen waren. Unter den Top 100 befanden sich 56
traditionelle Firmen, 34 Dot.coms und 10 HighTech-Unternehmen.
Hierbei sehen wir signifikante Anzeichen einer Stabilisierung
des Internet-Werbemarktes. So verfuegen Old-Economy-Unternehmen
traditionell ueber wesentlich hoehere Marketingbudgets, gehen in
ihrer Kampagnengestaltung qualitativ besser vor und weisen nicht
zuletzt eine bessere Zahlungsmoral als die Dot.coms auf, von
denen nicht wenige vor der Pleite stehen oder ihre Rechnungen
mit einem der Bauwirtschaft aehnlichem Zahlungsziel/Zeitrahmen
von bis zu 180 Tagen begleichen.
Das gesamte Internet-Werbemarktvolumen betrug im Maerz in den
USA 280 Mio USD. 44 Prozent davon entfielen auf traditionellen
Unternehmen, 37 Prozent auf Dot.coms und 19 Prozent auf High-
Tech-Firmen. Wie erwartet geben unter den traditionellen Firmen
Finanzdienstleistungsunternehmen das meiste Geld aus. Eine
aehnliche Entwicklung sehen wir auch in Europa, so dass hiesige
Werbevermarkter und Portalbetreiber wie insbesondere T-Online
mittelfristig besseren Zeiten entgegensehen.
Auf wiederauflebendes Interesse am Werbemedium Internet laesst
auch der Umstand schliessen, dass derzeit bspw. bedeutende
Global-Player wie FORD oder PEPSI COLA umfangreiche Online-
Kampagnen planen. Ihre Intention ist dabei einfach zu durch-
schauen: So wird das Internet vorwiegend von juengeren, dynami-
schen und flexiblen Menschen genutzt. Unternehmen, welche Wert
auf die Erreichung dieser Zielgruppe legen, koennen es sich
langfristig somit nicht mehr leisten, das stets an Bedeutung
zunehmende Internet als Werbemedium zu vernachlaessigen.
Vor diesem Hintergrund stufen wir den SEKTOR ONLINE-WERBE-
VERMARKTER von "untergewichten" auf "uebergewichten" herauf.
Anleger sollten sich dabei jedoch ausschliesslich auf die
grossen und etablierten Key-Player wie DOUBLECLICK oder YAHOO
konzentrieren, da viele kleinere Wettbewerber den harten Wettbe-
werbskampf trotz des langfristig aussichtsreichen Marktumfeldes
nicht ueberleben werden.
Quelle: www.aktienservice.de