Sascha
17.05.2001, 08:29
Arbeitslosigkeit - Riester weist Vorwürfe zurück
Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) hat erneut Manipulationsvorwürfe der Union im Zusammenhang mit der Arbeitslosenstatistik zurückgewiesen.
Die Union hatte Riester beschuldigt, durch die gesonderte Erfassung von älteren Erwerbslosen und Kurzzeitarbeitlosen solle die Statistik "nach unten manipuliert" werden.
"Mit mir wird es weder ein Schönen noch eine Manipulation von Statistiken geben", verteidigte sich der Arbeitsminister in einer von der Unionsfraktion beantragten Aktuellen Stunde im Bundestag.
Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) unterstützt den Plan von Riester. Nach Aussagen des Regierungssprechers Uwe-Karsten Heye gehe es bei der Änderung nur um jene Gruppen, die für die Arbeitsplatzvermittlung nicht mehr zur Verfügung stehen. Dadurch werde lediglich Transparenz hergestellt, an der Größenordnung ändere sich überhaupt nichts.
Scharfe Kritik von der Union
Scharfe Kritik kam dagegen von CSU-Generalsekretär Thomas Goppel. Schröder mutiere zum "Schummel-Kanzler", der offizielle Arbeitslosenzahlen "durch Schatten-und Nebenstatistiken" verschleiere.
Auch der parlamentarische Geschäftsführer der Union, Hans-Peter Repnik, hat Riester "Trickserei" vorgeworfen. Der Außenminster wolle so die Senkung der Arbeitslosenzahl auf die von Schröder versprochenen 3,5 Millionen erreichen.
gefunden in:
http://www.sueddeutsche.de/index.php?url=/deutschland/politik/10252&datei=index.php
Natürlich sollte man die Zahlen auch differenziert erfassen. Keine Frage. Nur frage ich mich, ob diese Zahlen nicht für parteipolitische Zwecke mißbraucht werden sollen. Wofür braucht ein Sachbearbeiter beim Arbeitsamt die genaue Zusammensetzung der arbeitslosen Masse? Nach meiner Meinung ist es eher wichtiger, das Wort "arbeitslos" durch das Wort "erwerbslos" zu ersetzen und die ausgegrenzten Gruppen wieder mit in die Statisik einzubinden, also die Erwerbslosen komplett zu erfassen.
Exor
Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) hat erneut Manipulationsvorwürfe der Union im Zusammenhang mit der Arbeitslosenstatistik zurückgewiesen.
Die Union hatte Riester beschuldigt, durch die gesonderte Erfassung von älteren Erwerbslosen und Kurzzeitarbeitlosen solle die Statistik "nach unten manipuliert" werden.
"Mit mir wird es weder ein Schönen noch eine Manipulation von Statistiken geben", verteidigte sich der Arbeitsminister in einer von der Unionsfraktion beantragten Aktuellen Stunde im Bundestag.
Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) unterstützt den Plan von Riester. Nach Aussagen des Regierungssprechers Uwe-Karsten Heye gehe es bei der Änderung nur um jene Gruppen, die für die Arbeitsplatzvermittlung nicht mehr zur Verfügung stehen. Dadurch werde lediglich Transparenz hergestellt, an der Größenordnung ändere sich überhaupt nichts.
Scharfe Kritik von der Union
Scharfe Kritik kam dagegen von CSU-Generalsekretär Thomas Goppel. Schröder mutiere zum "Schummel-Kanzler", der offizielle Arbeitslosenzahlen "durch Schatten-und Nebenstatistiken" verschleiere.
Auch der parlamentarische Geschäftsführer der Union, Hans-Peter Repnik, hat Riester "Trickserei" vorgeworfen. Der Außenminster wolle so die Senkung der Arbeitslosenzahl auf die von Schröder versprochenen 3,5 Millionen erreichen.
gefunden in:
http://www.sueddeutsche.de/index.php?url=/deutschland/politik/10252&datei=index.php
Natürlich sollte man die Zahlen auch differenziert erfassen. Keine Frage. Nur frage ich mich, ob diese Zahlen nicht für parteipolitische Zwecke mißbraucht werden sollen. Wofür braucht ein Sachbearbeiter beim Arbeitsamt die genaue Zusammensetzung der arbeitslosen Masse? Nach meiner Meinung ist es eher wichtiger, das Wort "arbeitslos" durch das Wort "erwerbslos" zu ersetzen und die ausgegrenzten Gruppen wieder mit in die Statisik einzubinden, also die Erwerbslosen komplett zu erfassen.
Exor