Sascha
10.02.2001, 19:14
...oder: Warum ich mir langfristig um die Wirtschaft keine Sorgen mache:
Unentdeckte Perlen im Osten
Mit der EU-Osterweiterung bieten sich Investoren interessante Anlagemöglichkeiten.
Noch sind viele Aktien günstig zu haben. Zu diesen gehört das Pharmaunternehmen Pliva,
meint Georg Thilenius.
Die Osterweiterung der EU wird das bestimmende volkswirtschaftliche Thema der nächsten
Jahre. Je nach Standpunkt werden sehr gegensätzliche Meinungen vertreten.
Die Politiker freuen sich über den Fortschritt, da der Frieden in Europa noch sicherer wird
und wirtschaftliche Konvergenz in ganz Europa winkt. Bauern und Gewerkschaften
hierzulande fürchten, dass sehr auskömmliche staatliche Zahlungen und Privilegien aller
Art wie Mitbestimmung, Flächentarife und die höchsten Löhne Europas bei niedrigster
Arbeitszeit der Erosion ausgesetzt sein werden.
Der Investor kann sein eigenes Bild der Konvergenz machen. Ihm bieten sich heute
günstige Möglichkeiten zum Einstieg in bisher bei uns unbekannte, aber langfristig recht aussichtsreiche Werte. Dabei bedeutet langfristig, dass die Aktien möglicherweise erst
kurz vor dem EU-Beitritt des jeweiligen Landes entdeckt werden und bis dahin totes Kapital sein können. Die Entdeckung kann jedoch schon wesentlich früher geschehen, sobald etwa die Hilfsprogramme für Serbien anlaufen und Neugierige nach Kroatien schauen.
Dort gibt es das Pharmaunternehmen Pliva (Chart, Frankfurt). Außer Pharma
produziert Pliva Feinchemikalien, Lebensmittel-Vorprodukte,
Agrarchemikalien und Kosmetika. Die Märkte des Unternehmens
liegen hauptsächlich in Mittel- und Osteuropa, aber auch in
Westeuropa und den USA, wo es ein Marketingabkommen mit Pfizer gibt.
Pliva erwirtschaftet seit Jahren einen Zuwachs im Gewinn pro
Aktie von etwa 15 Prozent jährlich und hat gute Aussichten
auf ein Anhalten dieser Entwicklung, besonders nach
Öffnung der Zollgrenzen mit der EU und dem Wiederaufbau
Serbiens. Beides ist noch einige Jahre weg.
Dafür ist die Bewertung aber
auch recht günstig. Auf Basis des Gewinns für das
vergangene Jahr errechnet sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis
(KGV) von zehn. Diese Bewertung ist angesichts der
Aussichten auf ein zweistelliges dauerhaftes
Gewinnwachstum günstig.
Früher oder später werden die nationalen
Pharmaunternehmen der Beitritts- oder Anwärterländer
dieselbe Bewertung erreichen wie die bedeutenden
Pharmaunternehmen in Westeuropa und USA, oder sie werden
von diesen übernommen, und das zum Weltmarktpreis. Das
zeigt uns die Erfahrung der Neunziger Jahre mit
Pharmaunternehmen in Lateinamerika.
gefunden in: http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,116906,00.html
Exor
Unentdeckte Perlen im Osten
Mit der EU-Osterweiterung bieten sich Investoren interessante Anlagemöglichkeiten.
Noch sind viele Aktien günstig zu haben. Zu diesen gehört das Pharmaunternehmen Pliva,
meint Georg Thilenius.
Die Osterweiterung der EU wird das bestimmende volkswirtschaftliche Thema der nächsten
Jahre. Je nach Standpunkt werden sehr gegensätzliche Meinungen vertreten.
Die Politiker freuen sich über den Fortschritt, da der Frieden in Europa noch sicherer wird
und wirtschaftliche Konvergenz in ganz Europa winkt. Bauern und Gewerkschaften
hierzulande fürchten, dass sehr auskömmliche staatliche Zahlungen und Privilegien aller
Art wie Mitbestimmung, Flächentarife und die höchsten Löhne Europas bei niedrigster
Arbeitszeit der Erosion ausgesetzt sein werden.
Der Investor kann sein eigenes Bild der Konvergenz machen. Ihm bieten sich heute
günstige Möglichkeiten zum Einstieg in bisher bei uns unbekannte, aber langfristig recht aussichtsreiche Werte. Dabei bedeutet langfristig, dass die Aktien möglicherweise erst
kurz vor dem EU-Beitritt des jeweiligen Landes entdeckt werden und bis dahin totes Kapital sein können. Die Entdeckung kann jedoch schon wesentlich früher geschehen, sobald etwa die Hilfsprogramme für Serbien anlaufen und Neugierige nach Kroatien schauen.
Dort gibt es das Pharmaunternehmen Pliva (Chart, Frankfurt). Außer Pharma
produziert Pliva Feinchemikalien, Lebensmittel-Vorprodukte,
Agrarchemikalien und Kosmetika. Die Märkte des Unternehmens
liegen hauptsächlich in Mittel- und Osteuropa, aber auch in
Westeuropa und den USA, wo es ein Marketingabkommen mit Pfizer gibt.
Pliva erwirtschaftet seit Jahren einen Zuwachs im Gewinn pro
Aktie von etwa 15 Prozent jährlich und hat gute Aussichten
auf ein Anhalten dieser Entwicklung, besonders nach
Öffnung der Zollgrenzen mit der EU und dem Wiederaufbau
Serbiens. Beides ist noch einige Jahre weg.
Dafür ist die Bewertung aber
auch recht günstig. Auf Basis des Gewinns für das
vergangene Jahr errechnet sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis
(KGV) von zehn. Diese Bewertung ist angesichts der
Aussichten auf ein zweistelliges dauerhaftes
Gewinnwachstum günstig.
Früher oder später werden die nationalen
Pharmaunternehmen der Beitritts- oder Anwärterländer
dieselbe Bewertung erreichen wie die bedeutenden
Pharmaunternehmen in Westeuropa und USA, oder sie werden
von diesen übernommen, und das zum Weltmarktpreis. Das
zeigt uns die Erfahrung der Neunziger Jahre mit
Pharmaunternehmen in Lateinamerika.
gefunden in: http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,116906,00.html
Exor