Sascha
09.06.2001, 08:33
Iren blockieren EU-Erweiterung
Irland hat gegen den EU-Vertrag von Nizza gestimmt. Damit sind die dringenden Reformen zur Erweiterung der Union blockiert.
54 Prozent der irischen Bevölkerung stimmten im Referendum mit "Nein", 46 Prozent mit "Ja". Dies meldete der staatliche Rundfunk.
Meinungsumfragen hatten zuvor eine knappe Zustimmung vorausgesagt. Wider Erwarten lag die Wahlbeteiligung allerdings bei nur 33,7 Prozent.
Trotz der Ablehnung durch Irland will die EU an ihrem Reformvertrag festhalten. Die Substanz solle unverändert bleiben, erklärten der amtierende EU-Ratspräsident Göran Persson sowie Kommissionspräsident Romano Prodi in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Bürger müssen besser in EU-Debatte eingebunden werden
Zugleich solle nach einem Weg vorwärts gesucht werden, der den Bedenken der Iren Rechnung tragen soll. Die Abstimmung zeige, dass die Bürger besser in die Debatten der EU eingebunden werden müssten.
Irland ist das einzige EU-Land, in dem das Volk zum Nizza-Abkommen befragt wurde. Die darin vereinbarten Reformen sollen die EU auf den Beitritt von bis zu 13 neuen Ländern und die damit verbundene institutionelle Umgestaltung vorbereiten.
Erweiterung ist das wichtigstes Vorhaben der EU
Der EU-Kommissar Günter Verheugen sagte, dass die Ablehnung der Iren die EU-Erweiterung nicht verhindern dürfe.
Das Ergebnis eines Referendums in einem Mitgliedsstaat könne das wichtigste Vorhaben der Europäischen Union nicht blockieren, sagte der für die EU-Erweiterung zuständige Kommissar.
gefunden in:
http://www.sueddeutsche.de/index.php?url=/ausland/politik/12722&datei=index.php
Verdammte Iren! Wie kann man sowas nur per Volksabstimmung entscheiden lassen? Wer glaubt, daß eine demokratische Mehrheitsmeinung immer die richtige Meinung ist, sollte sich von seinen Idealvorstellungen langsam mal trennen (fällt mir gerade ein: Die letzten Wahlen in Italien). Das war reiner Populismus. Die sollen bei einer Erweiterung weniger Geld aus dem EU-Topf bekommen (in dem Deutschland nach wie vor am meisten einzahlt) und das haben die EU-Gegner den Menschen gut in den Kopf eingeimpf. Irgendwo hört einfach der Spaß auf. Das war schon bei dem Vertrag von Nizza der Fall, welchen man eigentlich als Lachnummer bezeichnen könnte. Nun wird dieser auch noch abgelehnt... :bad
Sascha
Irland hat gegen den EU-Vertrag von Nizza gestimmt. Damit sind die dringenden Reformen zur Erweiterung der Union blockiert.
54 Prozent der irischen Bevölkerung stimmten im Referendum mit "Nein", 46 Prozent mit "Ja". Dies meldete der staatliche Rundfunk.
Meinungsumfragen hatten zuvor eine knappe Zustimmung vorausgesagt. Wider Erwarten lag die Wahlbeteiligung allerdings bei nur 33,7 Prozent.
Trotz der Ablehnung durch Irland will die EU an ihrem Reformvertrag festhalten. Die Substanz solle unverändert bleiben, erklärten der amtierende EU-Ratspräsident Göran Persson sowie Kommissionspräsident Romano Prodi in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Bürger müssen besser in EU-Debatte eingebunden werden
Zugleich solle nach einem Weg vorwärts gesucht werden, der den Bedenken der Iren Rechnung tragen soll. Die Abstimmung zeige, dass die Bürger besser in die Debatten der EU eingebunden werden müssten.
Irland ist das einzige EU-Land, in dem das Volk zum Nizza-Abkommen befragt wurde. Die darin vereinbarten Reformen sollen die EU auf den Beitritt von bis zu 13 neuen Ländern und die damit verbundene institutionelle Umgestaltung vorbereiten.
Erweiterung ist das wichtigstes Vorhaben der EU
Der EU-Kommissar Günter Verheugen sagte, dass die Ablehnung der Iren die EU-Erweiterung nicht verhindern dürfe.
Das Ergebnis eines Referendums in einem Mitgliedsstaat könne das wichtigste Vorhaben der Europäischen Union nicht blockieren, sagte der für die EU-Erweiterung zuständige Kommissar.
gefunden in:
http://www.sueddeutsche.de/index.php?url=/ausland/politik/12722&datei=index.php
Verdammte Iren! Wie kann man sowas nur per Volksabstimmung entscheiden lassen? Wer glaubt, daß eine demokratische Mehrheitsmeinung immer die richtige Meinung ist, sollte sich von seinen Idealvorstellungen langsam mal trennen (fällt mir gerade ein: Die letzten Wahlen in Italien). Das war reiner Populismus. Die sollen bei einer Erweiterung weniger Geld aus dem EU-Topf bekommen (in dem Deutschland nach wie vor am meisten einzahlt) und das haben die EU-Gegner den Menschen gut in den Kopf eingeimpf. Irgendwo hört einfach der Spaß auf. Das war schon bei dem Vertrag von Nizza der Fall, welchen man eigentlich als Lachnummer bezeichnen könnte. Nun wird dieser auch noch abgelehnt... :bad
Sascha