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Sascha
22.06.2001, 08:35
Sommer lässt Kirch im Regen stehen

Die Telekom und die Kirch-Gruppe haben ihre Pläne für eine Allianz bei Internet und Kabelfernsehen aufgegeben.

(sueddeutsche.de/dpa) - Die Kirch-Gruppe und die Deutsche Telekom haben ihre bereits fertigen Allianz-Pläne fürs Internet und Kabelfernsehen wieder aufgegeben.

Dies teilte Telekom-Vorstand Gerd Tenzer am Donnerstag in Bonn mit. Daher werde auch der Antrag auf Genehmigung beim Bundeskartellamt zurückgezogen.

Die Telekom wollte - angeblich für rund eine Milliarde DM - 51 Prozent der Kirch-Tochter Beta Research übernehmen.

"Bündnis nach Kabelnetzverkauf hinfällig"

Mit der neuen Strategie der Telekom, sich vom gesamten TV- Kabelgeschäft zu trennen, sei das Bündnis hinfällig geworden, erläuterte Tenzer.

Die Telekom werde aber auch künftig die gesamten Möglichkeiten des Kabels nutzen und weiter als Anbieter von Inhalten engagiert bleiben, wie dies bisher bereits über T-Online geschehe.

Das Kirch-Telekom-Bündnis drohte wegen schwerer Bedenken am Einspruch des Kartellamts zu scheitern.

Sie richteten sich allerdings noch gegen den Sachverhalt, dass die Telekom Marktführer beim Kabel- TV und Kirch bei TV-Abonnementprogrammen (Pay TV) führend ist.

Bedenken des Kartellamtes

Durch den Verkauf eines großen Teils dieses Geschäfts an das US-Unternehmen Liberty Media hat sich für die Telekom zwar eine neue Situation ergeben.

Doch für die Telekom mache auf Grund der geplanten vollständigen Veräußerung ihres Kabel-Netzes die Allianz keinen Sinn mehr, wie Tenzer erläuterte.

Das Kartellamt befürchtete, durch den Zusammenschluss bei Beta Research werde der Wettbewerb sowohl beim Fernsehen wie auch bei der Telekommunikation gefährdet.

Beta Research nehme mit seiner d-box eine Schlüsselstellung in diesen Märkten ein. Sie ermögliche Empfang und Abrechnung beim Pay TV sowie von digitalen TV-Kanälen und solle auf Dauer auch Zugang zum Internet via Kanal bieten.

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