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Sascha
10.02.2001, 19:20
US-Atom-U-Boot versenkt Schulschiff

Dramatische Suche nach neun Schiffbrüchigen

Vor der Küste Hawaiis suchen Rettungsmannschaften neun
Vermisste im pazifischen Ozean. Sie sind seit der Kollision
eines Atom-U-Boots mit einem japanischen Trawler
verschollen.

Tokio/Washington/Honolulu - Gegen
13.45 Uhr Ortszeit am Freitag rammte die "USS Greeneville" beim Auftauchen
neun Meilen von Honolulu entfernt das Fischerei-Schulschiff "Ehime Maru".
Das Atom-U-Boot riss nach Medienberichten dabei den Maschinenraum des
499-Tonnen-Trawlers auf und das Schiff ging innerhalb von zehn Minuten unter.

An Bord der "Ehime Maru" waren 35
Schüler und Erwachsene. Nach Angaben der japanischen
Küstenwache konnten 26 Menschen nach der Havarie gerettet
werden. Nach den übrigen neun Menschen, darunter vier 17 Jahre
alte Schüler, wurde bei rauer See weitergesucht. Vermisst werden
neben den Schülern einer japanischen Fischereischule zwei Lehrer
und drei Besatzungsmitglieder.

Die USA entschuldigten sich bei Japan für die Kollision und boten
die Übernahme der Kosten für die Behandlung der Verletzten an.
US-Außenminister Colin Powell sprach am Samstag persönlich
seinem japanischen Kollegen Yohei Kono auch im Namen von
Präsident George W. Bush sein Bedauern über das Unglück aus,
teilte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington mit.

Der japanische Kapitän des gesunkenen Trawlers, Hisao Onishi,
sagte vor Reportern in Honolulu, das U-Boot sei vor dem
Zusammenstoß plötzlich aufgetaucht. "Gewöhnlich segeln wir zum
Training nahe der Kollisionsstelle, und ich habe in diesen Gewässern
noch nie U-Boote gesehen", fügte der Kapitän hinzu.

Das Wetter sei gut gewesen, der Wellengang niedrig, berichtete
der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf die
US-Marine. Die Kollision habe sich an einer Stelle ereignet, das kein
Marine-Sperrgebiet sei. Nach US-Medienberichten habe das mit
Marschflugkörpern ausgerüstete U-Boot beim Auftauchen offenbar
mit seinem Sonar kein anderes Schiff geortet.

Nach Auffassung des deutschen U-Boot-Experten Hannes Ewerth
sind zwei Ursachen für den Unfall denkbar. Entweder habe der
Trawler seine Motoren ausgestellt gehabt und sei so für das
U-Boot nicht zu hören gewesen oder aber das U-Boot sei ohne
Stopp aus großer Wassertiefe an die Oberfläche gestoßen, erklärte
der ehemalige Kapitän zur See. Menschliches Versagen hielt Ewerth
als Unglücksursache eher für unwahrscheinlich.

Von den Geretteten erlitten nach
japanischen Angaben zwölf leichte Verletzungen und wurden im
Krankenhaus behandelt. Die Regierung in Tokio setzte einen Sonderstab ein.
An der dramatischen Rettungsaktion vor Hawaii beteiligte sich neben der
US-Marine und der Küstenwache auch das Unglücks-U-Boot. Zudem wurden
nach japanischen Medienangaben weitere japanische Ausbildungsschiffe
in der Region hinzugerufen.

In Japan fanden sich die Eltern der Schüler in der Uwajima Fisheries
High School ein, der der gesunkene Trawler gehört. Das 58 Meter
lange Schiff befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks auf einer
mehrwöchigen Ausbildungsreise. NHK zeigte weinende Mütter, die
um ihre Kinder bangten. Rund 20 Familienangehörige, der Leiter der
Schule sowie örtliche Beamte wollten nach offiziellen Angaben noch
Samstagnacht beziehungsweise Sonntagmorgen nach Hawaii
fliegen.

Die Schule auf der westjapanischen Insel Shikoku trainiert ihre
Schüler seit mehr als 20 Jahren in den Gewässern um Hawaii. Dort
bilden nach Angaben der japanischen Agentur Kyodo die meisten
der etwa 50 Fischereischulen in Japan ihre Schüler aus.

gefunden in:
SPIEGEL ONLINE - 10. Februar 2001, 18:59
URL: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,117020,00.html


Der Unterschied zu den Russen ist, daß sich die Amis bei "Pannen" sofort um ihre Leute kümmern (allerdings nur ein schwacher Trost...... http://www.stock-channel.net/Board/smilies/redface.gif )

Exor

Sascha
11.02.2001, 08:43
U-Boot-Unglück im Pazifi
Weitere Suche nach Überlebenden

Noch immer werden vor der Küste Hawaiis neun Menschen vermisst, die bei der Kollision eines US-amerikanischen Atom-U-Boots mit einem japanischen Fischkutter untergegangen sind.

Insgesamt hatten sich zum Zeitpunkt des Unglücks - am Freitagmittag Ortszeit - 35 Menschen an Bord des Kutters befunden. 26 von ihnen konnten gerettet werden - zwölf wurden leicht verletzt. Die neun Vermissten - vier 17 Jahre alte Schüler einer japanischen Fischereischule und fünf Erwachsene - sollen sich im Inneren der "Ehime Maru" aufgehalten haben, als es zur Kollision kam.

Die "Ehime Maru" befand sich in den Gewässern vor Hawaii, um Thunfische, Schwertfische und Haie zu fangen, so eine Sprecherin der Fischereihochschule.

Der Unfall ereignete sich während einer Übung zum Not-Auftauchen des U-Bootes. Dies berichtete der Kommandeur der US-Pazifikflotte, Tom Fargo. Zwar handelt es sich um ein Gebiet, das sowohl vom Militär als auch von zivilen Schiffen befahren werden dürfe. Doch ist unklar, ob das U-Boot vor dem Auftauchen sein Teleskop und Sonar benutzt hat.

Das 108 Meter lange U-Boot sei plötzlich im Wasser aufgetaucht, berichtete der Kapitän des Fischkutters. Nach US-Medienberichten stieß das U-Boot anschließend mit dem Heck gegen den Trawler. Der Kutter sank daraufhin 550 Meter tief auf den Meeresgrund. Das U-Boot wies bei seiner Rückkehr nach Pearl Harbor nur Schrammen auf.

An Bord befanden sich zum Unglückszeitpunkt neben 130 Mann Besatzung auch 15 zivile Gäste. Ihre Anwesenheit habe bei dem Manöver des U-Boots keine Rolle gespielt, sagte Fargo gegenüberjapanischen Medien. Auf einer Pressekonferenz entschuldigte er sich für das Unglück.

Die USA soll das gesunkene Schiff bergen, hat der Gouverneur der Heimatprovinz des Fischkutters gefordert. Der japanische Regierungschef Yoshiro Mori solle die Amerikaner dazu auffordern.

gefunden in: http://www.n-tv.de/

Aremen Schweine. Und das alles nur, weil mal wieder Krieg gespielt wird....

Exor

Sascha
17.02.2001, 18:08
Wrack des japanischen Kutters entdeckt

Ein unbemanntes Tauchboot hat das Wrack des vor über einer Woche nach der Kollision mit einem amerikanischen Atom-U-Boot gesunkenen japanischen Fischereischulkutters "Ehime Maru" gefunden. Das teilte die US-Marine mit.

Der ferngesteuerte Tauchroboter lokalisierte das Wrack des 57 Meter langen Bootes auf dem Meeresgrund etwas mehr als 14 Kilometer vor der Küste Hawaiis, sagte der Sprecher. Die Leichen von neun Menschen werden noch im Schiffsrumpf vermutet, das in etwa 600 Metern Tiefe liegt. Den Angaben zufolge wird die Suche nach den Opfern fortgesetzt. Die Entscheidung, ob das Schiff geborgen wird, sei noch nicht gefallen, sagte der Sprecher. Ein Sprecher des japanischen Ministerpräsidenten Yoshiro Mori sagte dazu in Tokio, die USA hätten Japan von der Entdeckung der "Ehime Maru" unterrichtet.

Vor einer Woche war das US-Atom-U-Boot "Greenville" bei einem Auftauchmanöver mit einem japanischen Fischereiausbildungsschiff kollidiert. 26 der 35 Menschen an Bord des Kutters konnten gerettet werden.

Gegen die Besatzung des U-Boots wurden Vorwürfe erhoben, weil an wichtigen Steuerstellen des Kriegsschiffs Zivilisten saßen. 16 Gäste, unter anderem Geschäftsleute, fuhren an Bord mit. Die Unglücksstelle befindet sich zudem außerhalb des von der US-Marine vorgesehenen Übungsgebiets.

Nach dem Unglück will die US-Marine vorläufig keine Zivilisten mehr auf gefährliche Tauchfahrten mitnehmen. Außerdem sollen Gäste keine wichtigen Steuereinrichtungen mehr bedienen dürfen, bis die Untersuchung des Zusammenstoßes abgeschlossen ist. Die Rolle der Zivilisten an Bord der "Greenville" hatte vor allem in Japan Unmut

gefunden in: http://www.tagesschau.de

http://www.stock-channel.net/Board/smilies/shakehead.gif
Haben wir die nicht auch schon wieder so gut wie verdrängt?

Exor