Vollständige Version anzeigen : Zertifikate, ein neues Trendprodukt?...
artistin
05.08.2001, 22:50
.....fast könnte man meinen, erscheinen doch wöchentlich neue Zertifikate an der Börse. Insgesamt sind derzeit 2.200 Produkte gelistet, da kann man schon fast von einem Zertifikate-Boom sprechen... :D
Ich starte jetzt einfach mal das Thema und werde in den nächsten Wochen den Thread zukzessive füllen. Vielleicht hilft mir jemand dabei... :)
Grundsätzlich gibt es 2 Arten von Zertifikaten:
Indexzertifikate: Sie bilden einen Index 1:1 nach (Dax. Nemax 50, Dow, Nasdaq 100, Nikkei, Topix, usw.)
Themenzertifikate: Bei diesen wird ein Aktienkorb zu einem bestimmten Thema zusammengestellt (Biotech, Entertainment, Chipwerte, Valuewerte usw... es sind unendlich viele....)
Ich denke, Zertifikate sind eine sehr interessante Alternative für folgende Zielgruppe:
1. Anleger, die wenig oder keinen großen Zeitaufwand für Research betreiben möchten/können.
2. Anleger, die langfristig an einen bestimmten Index, bzw. an ein spezielles Thema glauben und sich die Kosten, die beim Fondskauf entstehen, sparen möchten.
3. Anleger, die kleine Rallies, wie wir sie im Januar oder April hatten, kurzfristig traden möchten
Für mich sind derzeit Indexzertifikate ein spannendes Thema. (Themenzertifikate sind eher reserch- und beobachtungsintensiv.)
Für Langfrist-Anleger ist dabei wichtig, Zertifikate mit unbegrenzter Laufzeit auszuwählen. Die werden zur Zeit verstärkt aufgelegt.
Für die nöchsten Tage/Wochen habe ich folgende Zertifikate auf der Watchlist.
Nasdaq 100 Xpert-Zert. WKN 709339
Nemax 50 Xpert-Zert. WKN 709340
Topix Xpert-Zert. WKN 709338
to be continued..... :)
grüsse
artistin
Mr. KnowItAll
05.08.2001, 22:56
x
artistin
05.08.2001, 23:04
Ja KIA, du hast es gleich erfasst und mit deiner charmanten Art nett "umschrieben", es ist nur ein Teaser..... :D
Aber wenn ich nicht irgendwann mal anfange.....
grüsse
artistin :)
artistin
05.08.2001, 23:22
Diesen Artikel von KA111 hab ich jetzt mal aus dem Fonds-Thread rübergeholt, dann muß Matze den nicht "zerpflücken"... Hoffe, das ist okay....
Zum Thema Index-Zertifikate im Vergleich zu Aktienfonds ist vielleicht der folgende Artikel von Brigitte Weining noch interessant.
" Die meisten bescheren dem Anleger größere Wertsteigerungen als die traditionellen Fonds.
Immer weniger Anleger lassen ihr Geld auf einem Sparbuch mit mickrigen Zinsen liegen, sondern stecken ihr Geld in Aktien. Am beliebtesten sind Investment- bzw. Aktienfonds, bei denen ein professioneller Fondsmanager entscheidet, welche Werte er im Fonds hält, wann und in welche Werte er umschichtet. Der Fondsmanager ist also für die Wertentwicklung eines Fonds verantwortlich. Seine Bemühungen, manchmal sind es auch Künste, muss der Anleger honorieren, d.h. es kostet ihn einen bestimmten Prozentsatz seines Fondsanteils, egal, wie sich dessen Wert tatsächlich entwickelt hat.
Index-Zertifikate: Die clevere Alternative
Eine clevere Alternative für Anleger, die auf Nummer Sicher gehen und sich nicht einzelne Aktien ins Depot legen wollen: Index-Zertifikate. Ob DAX, Dow Jones, Nikkei, Euro-STOXX oder Nemax: Die Aktien-Indizes stehen für die einzelnen Märkte. Wobei ein Aktien-Index vergleichbar ist mit einem Korb, in dem die wichtigsten Aktien enthalten sind und der die Wertentwicklung dieser Aktien abbildet.
So enthält beispielsweise der Deutsche Aktien-Index, der DAX, die 30 größten deutschen Wertpapiere, der Nemax 50 die fünfzig größten Werte des Neuen Marktes. Weil in einem Index eine ganze Reihe Aktien zusammengefasst sind, ist das Risiko automatisch gestreut, ähnlich wie es in einem Aktienfonds geschieht. Die Auswahl ist groß, denn zu praktisch jedem Index gibt es auch ein entsprechendes Zertifikat. Und diese Index-Zertifikate werden immer beliebter, weil Anleger auf einfache und vergleichsweise preisgünstige Weise an der Wertentwicklung der verschiedenen Börsenbarometer teilnehmen können, ohne selber eine einzige Aktie zu besitzen. Im Prinzip wird die ganze Börse in einem einzigen Papier abgebildet.
Bei Index-Zertifikaten handelt es sich rein rechtlich um zinslose Anleihen, also um Schuldverschreibungen, deren Wert an den Punktestand des jeweiligen Index gekoppelt ist. Index-Zertifikate verbriefen Anlegern einen schuldrechtlichen Anspruch gegenüber dem Emittenten auf Rückzahlung des jeweiligen Indexstandes, wobei der Kurs eines Index-Zertifikats entweder dem aktuellen Index-Niveau oder einem Bruchteil davon entspricht.
Um Index-Zertifikate auch für Kleinanleger erschwinglich zu machen, koppeln viele Emittenten ihre Zertifikate im Verhältnis 1:10 oder 1:100 an den Index. Natürlich kann ein Börsenbarometer, also der Index, auch fallen. Besonders in Krisen-Zeiten oder bei einem Börsen-Crash fallen die Verluste bei Index-Zertifikaten größer aus als bei Aktienfonds.
In diesem Zusammenhang wichtig: Für Pessimisten werden auch Index-Zertifikate angeboten, die auf fallende Kurse setzen.
Geringere Kosten als bei Fonds, aber feste Laufzeiten
Es findet kein selektiver Kauf und Verkauf von einzelnen Aktien wie bei Investmentfonds statt. Deshalb fallen die Kosten bei Index-Zertifikaten auch deutlich niedriger aus als bei Aktienfonds, weil kein aktives Fond-Management finanziert werden muss (Fondsmanager, Research-Abteilungen).
Index-Zertifikate werden an den Börsen gehandelt, wobei die emittierenden Banken die An- und Verkaufskurse stellen. Für den Anleger fallen die Kosten niedriger aus als bei einem Investment- bzw. Aktienfonds. In der Regel muß er der Bank nur eine Provision für den An- oder Verkauf zahlen. Den bei Fonds üblichen Ausgabeaufschlag gibt es nicht und auch die bei Fonds fälligen jährlichen Verwaltungsgebühren werden nur in Ausnahmefällen verlangt.
Weiterer Unterschied: Während bei Investmentfonds die Laufzeit normalerweise nicht begrenzt ist, werden Index-Zertifikate generell mit einer festen Laufzeit angeboten, meist zwischen zwei und zehn Jahren. Trotzdem: Anleger müssen ihre Index-Zertifikate nicht die gesamte Laufzeit über halten. Sie können jederzeit aussteigen und verkaufen.
Viele Vorteile
Untersuchungen haben für viele Anleger ein überraschendes Ergebnis gebracht: Nur wenige Aktienfonds konnten über mehrere Jahre hinweg eine höhere Wertsteigerung erzielen als die einzelnen Index-Zertifikate. Selbst wenn sich Anleger einen eigenen Mix aus ausgewählten Aktien zusammenstellen, bleibt dessen Wertentwicklung häufig hinter der eines Index-Zertifikats zurück.
Unser Tipp: Anleger, die damit zufrieden sind, wenn sie mindestens ein durchschnittliches Ergebnis erzielen, sind mit Index-Zertifikaten gut bedient. Die Kosten sind geringer als bei Aktienfonds, das Ergebnis ist meist besser und das Risiko ebenfalls gestreut.
Zusatznutzen: Steuervorteil
Darüber hinaus haben Index-Zertifikate einen erfreulichen Zusatznutzen: Bei den Performance-Indizes, wie zum Beispiel beim DAX, werden die Dividendenzahlungen der Unternehmen in die gleichen Aktien wieder investiert.
Das heißt, der Index steigt und mit ihm auch der Wert der Zertifikate. Auf diese Weise bleiben die indirekten Dividendenzahlungen steuerfrei. Dagegen müssen Anleger, die direkt in eine Aktie investiert haben, die der Ausschüttungen des Unternehmens versteuern.
Unser Tipp: Anleger, die Geld in ein Index-Zertifikat stecken möchten, sollten darauf achten, dass sie in einen sogenannten "Performance-Index" investieren. Denn nur dann können sie neben den Kursgewinnen, wenn sie die steuerlich relevante Einjahresfrist einhalten, auch Dividendenzahlungen steuerfrei kassieren.
Allerdings sind die meisten Indizes - zum Beispiel der deutsche Neue-Markt-Index "Nemax" - reine Preis-Indizes, bei denen die Dividendenzahlungen der Unternehmen nicht wieder investiert, das heißt in den Index eingerechnet werden. Diese fehlenden Dividendenzahlungen schmälern die Rendite gegenüber einem direkten Investment in einzelne Aktien um durchschnittlich 1,8 Prozent im Jahr - bei einem Engagement in europäische Indizes.
Quelle: www. ZDF.Online.de
artistin
07.08.2001, 21:36
Basiswissen über Zertifikate in Kurzform
Underlying (Bezugsobjekt): Damit ist entweder der Index gemeint, auf den sich das Zertifikat bezieht, oder die Werte, die sich in einem Basket (Thema) befinden.
Baskets (Aktienkörbe): Zertifikate, bei denen der Emittent die Zusammenstellung bestimmt. Meistens sind dies Themenzertifikate, mit denen die Banken auf Trends schnell reagieren oder eigene Investmentideen transportieren wollen.
Bezugsverhältnis: es kann von 1:10 bis 1:1000 lauten. Ein Bezugsverhältnis von 1:100 bedeutet: Notiert der Index bei 6000 Punkten, kostet das Zertifikat 60 Euro.
Laufzeit: Früher war diese meistens begrenzt. Es werden jedoch immer mehr Zertifikate ohne Laufzeitbegrenzung angeboten. Wichtiger Aspekt, wenn man lanfgristig anlegen will. Generell gilt: Je länger die Laufzeit desto besser. Aus steuerlichen Gründen sollte die Restlaufzeit mindestens ein Jahr betragen. Für Trader spielt die Laufzeit natürlich eine untergeordnete Rolle.
Performance-Index-Zertifikate: Mit diesen Produkten profitiert der Anleger zusätzlich an den Dividenden der im Zertifikat enthaltenen Aktien. Ein Performance-Zertifikat ist immer einem Kurs-Index-Zertifikat vorzuziehen.
Kurs-Index-Zertifikate: Diese Produkte spiegelt nur die reine Kursveränderung der Aktien wider.
Kauf/Verkauf von Zertifikaten: Jederzeit über die meisten Börsenplätze möglich. Die Emissionsbanken sind verpflichtet, einen liquiden Handel zu gewährleisten, d.h. börsentäglich Kurse zu stellen, die den Indexstand am jeweiligen Tag widerspiegeln. Darüber hinaus müssen sie die Papiere selbst zurücknehmen, wenn sich kein anderer Käufer findet (Market-Maker-Funktion.). Es fallen die üblichen Ordergebühren an (wie bei Aktien).
TIPP: Der Anleger sollte darauf achten, daß ein kontinuierlicher Handel gewährleistet wird!!
Spread: Der Unterschied zwischen Geld- und Briefkurs deckt die Kosten des Emissionshauses. Bei einfachen Produkten wie Indexzertifikaten liegt der Spread bei 0,1 bis 0,5 Prozent. Höher liegt er bei Themenzertifikaten (z.B. Biotech, Asien-Zertifikaten usw.) und Zertifikaten mit niedrigen Umsätzen. Hier kann der Spread bis zu 3 Prozent betragen. Auch zu unterschiedlichen Tageszeiten variieren die Spreads.
TIPP: Die deutsche Bank und die Hypovereinsbank bieten derzeit einige Zertifikate ohne Spread an!!
Pluspunkte von Zertifikaten:
- hohe Transparenz
- geringe Gebühren
- effiziente Risikostreuung
- schnelle Information über Kursentwicklung
Noch Fragen?? :)
grüsse
artistin :)
Ich werde die Begriffserklärungen mal direkt in unsere Börsen-FAQ (http://www.stock-channel.net/stock-news/boerse_faq.php3) übernehmen, sofern du nichts dagegen hast ;), O.K?
Matze
artistin
07.08.2001, 21:50
Was sollte ich wohl dagegen haben... :D :D Mach nur...
artistin
Who knows :confused:, aber bei 1:1 übernahmen lieber fragen, wer weiss wo es herkommt!
Matze
artistin
07.08.2001, 22:54
Mal ein konkretes Thema/Beipiel zwischendurch, da immer im Brennpunkt:
Global Chip Select Zertifikat
Perf. seit Auflegung: -48,50 %
Tages-Hoch: 51,50
Tages-Tief: 51,00
52-Wochen-Hoch: 104,95
52-Wochen-Tief: 46,16
Jahres-Hoch: 66,89
Jahres-Tief: 46,16
Allzeit-Hoch : 108,50
Allzeit-Tief : 46,16
Emissionspreis **: 100.00 EUR
WKN : 137781
Bezugsverhältnis : 1:1
Emittent : Commerzbank AG (COBA)
Cap : n/a
Art : Basket-Zertifikat
Basispreis : n/a
Emissionstag : 28.03.2000
Zinssatz : 0 %
Fälligkeitstag : 04.04.2003
Währung : EUR
Garantie : nein
Schwerpunktland : USA
Anpassung : nein
Schwerpunktregion : weltweit
Ausgabeaufschlag : 0 %
Schwerpunktbranche : Speicherchip
Managementgebühr : 0 %
aussbörsl. Handel : ja
Stückelung : 1.00 St
Handel möglich : ja
Anlageidee : Im Aktienkorb findet kein regelmäßiger Austausch von Aktien oder eine Anpassung derGewichtung statt.
Dividenden werden bei der Berechnung des Wertes des Aktienkorbes nicht berücksichtigt. Die Gesellschaften sind im Aktienkorb gleichgewichtet.
Underlying:
ADVANCED MICRO DEVICES DL-,01
ASM LITHOGR.HLDG EO-02
FUJITSU LTD YN 50
HITACHI LTD. SHARES YN 50
HYUNDAI ELECTRONICS INDUSTRIES
CORP
INTEL CORP. DL-,001
KON. PHILIPS ELECTRONICS EO-20
MICRON TECHN. INC. DL-,10
MOTOROLA INC. DL 3
NEC CORP SHARES YN 50
STMICROELECTRONICS
TEXAS INSTRUMENTS INC DL 1
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=ZZCS.FSE&hist=4&dbrushwidth=&charttype=&gd1=&gd2=&benchmark=&infos=&indtype1=&indtype2=&volumen=
artistin
Lieber spät als nie!:D
Danke Artistin:) für den Thread und die ganze offensichtlich langwierige Arbeit die dahinter steckt.
Hier ein Artikel zum Thema nach einem Blick über den Zaun. Aus der "Handelszeitung" CH aus dem Land der Gnome.
Zertifikate: Ohne Aufwand investieren
Trotz Baisse sind die Handelsabteilungen der Banken kreativ. Das neueste Produkt sind Zertifikate mit unbegrenzter Laufzeit. Sie haben im Vergleich zu traditionellen Zertifikaten Vorteile und dürften diese verdrängen.
Stephan Lehmann
Die Chance, mit Anlagefonds den Index zu schlagen, steht 1:5. Es kann
also vernünftig sein, sich mit dem Index zufrieden zu geben. Hierzu stehen
neben den Indexfonds die Indexzertifikate zur Wahl. Da genügt ein Blick
auf den Indexstand und der Wert ist – zumindest annähernd – ermittelt.
Allerdings haben die Zertifikate meist eine limitierte Laufzeit.
Doch nun emittieren Banken zunehmend Indexzertifikate mit einem «open
end», also mit einer unbegrenzten Laufzeit. Deren Hauptvorteil: Den
Investoren entfallen die Rollover-Kosten, die entstehen können, wenn das
Zertifikat am Ende der Laufzeit erneuert werden soll. Angesichts dessen
dürften die zeitlich begrenzten Index-Zertifikate künftig von den
Open-End-Zertifikaten verdrängt werden. Bis Jahresende sind jedenfalls
einige Neuemissionen dieser Vehikel zu erwarten.
Achtung Gebühren
Investoren und Portfolio-Manager scheinen der Börsenflaute zum Trotz
gegenwärtig offen für Open-End-Zertifikate zu sein. Das jedenfalls
behaupten Emissionshäuser wie ABN Amro, Vontobel, von
Ernst/Hypovereinsbank und UBS Warburg. Der einzige Wermutstropfen für
ABN Amro, die Pionierin bei Open-End-Zertifikaten in Deutschland: In den
helvetischen Gefilden sind ihr Vontobel, UBS und die Bank von Ernst –
Letztere mit den Produkten der Hypovereinsbank – zuvorgekommen. Dafür
laufen nun beim niederländischen Finanzhaus die Vorbereitungen auf
Hochtouren, um die ganze Open-End-Palette ab September anbieten zu
können. Früher, nämlich Mitte August, will die UBS neue «Perles» auf den
S&P 500 einführen. Ihr Erstling «Open End Perles (Smile)» auf den SMI
kam bereits im vergangenen April an die SWX. Vontobels Open-End-Serie
«Voncert Open End Plus» ist seit dem Juli im Handel, und die Vehikel der
Bank von Ernst/Hypovereinsbank sind seit Anfang August zu haben. Die
Credit Suisse First Boston (CSFB) schliesslich hat ein
Open-End-Indexzertifikat privat platziert.
In den Fondsabteilungen dagegen scheint die Freude über die neuartigen
Zertifikate nicht richtig aufzukommen. Die UBS etwa hat anfänglich keine
Zertifikate angeboten, weil sie ihre Fonds nicht konkurrenzieren wollte. Um
einen Abfluss des Geldes an die Konkurrenz zu verhindern, hat sie dann
aber doch nachgezogen.
Banken stellen oft die Kostenvorteile von Indexzertifikaten gegenüber
Indexfonds in den Vordergrund. Tatsächlich entfallen die
Ausgabekommissionen und meistens die Verwaltungsgebühren. Doch
können Zertifikateanbieter ihre Schäfchen durchs Hintertürchen ans
Trockene bringen: Einerseits durch den Spread zwischen Geld- und
Briefkurs, andererseits durch das Einbehalten der Dividenden. Lauten die
Zertifikate auf einen gängigen Index, sollte sich die Geld-Brief-Spanne
zwischen 0,2% und 0,3% bewegen und deutlich unter der von Baskets auf
volatilen Wachstumswerten liegen.
Schwieriger zu beurteilen ist, was mit den Dividenden geschieht. Während
Preisindizes (z.B. SMI) die Kurse ohne Dividenden widerspiegeln, sind bei
den Performance-Indizes (z.B. SPI) die Dividenden bereits eingerechnet
und stehen damit den Investoren zu. Wem die Dividenden zufliessen, ist
daher bei einem Performance-Indexzertifikat transparenter: Allfällige
Aufschläge oder Gebühren dürfen bei Renditeüberlegungen allerdings nicht
vergessen gehen.
Ein Beispiel für ein Performance-Indexzertifikat sind die Perles «Smile» der
UBS. Für diese wurde der umgemodelte, dividendenbereinigte SMI (SMIC)
verwendet. Erhältlich ist der SMI mitsamt Dividenden zu erschwinglichen
Konditionen, nämlich mit einem kleinen Aufschlag bei der Emission von
0,1% und einer gleich hohen Management Fee pro Quartal. Nach dem
Vorbild des Smiles funktionieren auch die neuen Perles der UBS auf den
dividendenbereinigten S&P 500.
Bei der Mehrheit der Indizes und damit auch der Indexzertifikate handelt es
sich aber um Preisindizes. Und bei diesen steckt die Bank die Dividenden
ein. Dafür gewährt sie oft bei der Emission einen Abschlag. ABN Amro
praktiziert dies nicht. Sie behält die Dividenden und emittiert zu 100%.
Ähnlich geht die Bank von Ernst vor. Das Positive daran: Die Preise sind
1:1 am Indexstand ablesbar.
Vontobel finanziert mit den zurückbehaltenen Dividenden der «Voncert
Open End Plus» so genannte «Wachstumsfaktoren». Die gewährleisten,
dass der Index geschlagen wird. Das sieht gut aus – ist aber nicht gratis:
Die Zertifikate wurden zu 101% ausgegeben. Beträgt nun der Growth
Factor beim SMI-Zertifikat 60 Basispunkte pro Jahr, bedeutet dies
eine jährliche «Zusatz»-Rendite zum Indexstand von 0,6%.
Hingegen wirkt der Begriff «Growth Factor» beim Voncert Open End Plus
auf den Nasdaq 100 irreführend, zumal die Investoren mit einem negativen
Faktor von -0,9% eine Minderrendite gegenüber dem Nasdaq in Kauf
nehmen müssen. Die Begründung dafür: Beim Nasdaq stehen die
Kursgewinne im Zentrum, da Unternehmen kaum Dividenden ausschütten.
Der SMI weist eine Dividendenrendite von rund 1,5% aus – mit den
UBS-Perles dürften die Investoren also zurzeit etwas besser fahren als mit
dem Voncert auf denselben Index.
Ebenfalls für die Perles und Performance-Indexzertifikate überhaupt
sprechen übrigens steuerliche Überlegungen: Wenn die Dividenden im
Index enthalten sind, fällt auf ihnen keine Einkommenssteuer an.
Umgekehrt unterliegen Abschläge auf dem Emissionskurs, als die
versteckte Übermittlung der Dividende, dem Fiskus. Und auch Vontobels
Growth Factors werden von der Einkommensteuer (nicht aber von der
Quellensteuer) erfasst.
Jährliche Kündigungstermine
«Open end, aber nicht ewig», heisst der Slogan bei Vontobel. Obwohl die
Kündigungsmodalitäten stark variieren, stimmen die andern Anbieter dem
zu. Das erstaunt wenig, denn angesichts der Turbulenzen der
Finanzmärkte können Indizes umgestaltet und irrelevant werden.
Verständlich zudem, dass die Bank den Handel einstellen will, wenn die
Nachfrage zurückgeht und der Markt illiquide wird. Schliesslich können
Änderungen der Steuergesetze die Attraktivität eines Zertifikates
zunichte machen. Während bei allen Anbietern die Kunden deshalb
mindestens einmal jährlich die Rückzahlung ihrer Zertifikate verlangen
können, unterscheiden sich vor allem die Kündigungsfristen der Emittenten.
Ein rasches Ende kann ein «Open end»-Voncert nehmen. Er kann einmal
jährlich aufgelöst werden, frühestens nach einem Jahr – wobei die
Mitteilung vier Wochen im Voraus zu veröffentlichen ist. Jährliche
Kündigungstermine sehen auch die anderen Institute vor, doch gewähren
sie längere Mindestlaufzeiten.
Liebe Grüße
KA:)
artistin
02.09.2001, 22:03
Hallo,
bin immer noch jobmäßig down under und werde erst Mitte Sept. den Thread weiterführen können. Unabhängig davon, ob ich das zur Alleinunterhaltung mache... :D
Das einzig tröstliche ist die Tatsache, daß es derzeit eh keinen Sinn macht, zu investieren. Nicht nur in Zertifikate nicht, auch Aktien und Fonds halte ich momentan für uninteressant. Das gilt nicht für tradingorientierte Anleger, wohlgemerkt.
Persönlich werde ich die Herbststürme erst mal vorbeiziehen lassen. Auf Sicht von 6 Mon. werden Indexzertifikete dann auf alle Fälle interessant.
grüsse
artistin :)
artistin
09.09.2001, 23:17
na, da sind sie aber schnell und fulminant hereingebrochen, die Herbststürme, kalt ist es draußen.. :D
Zum spaß hab ich mal ein Musterdepot eingerichtet mit Dax und Nasdaq-Zertifikaten, mal sehn, was in den nächsten Wochen damit passiert....
Ausgewählt habe ich die Endlos-Zertifikate von ABN AMRO und Deutsche Bank, die sind sehr liquide und werden ohne Ausgabeaufschlag und Managementgebühren gehandelt.
ABN AMRO BANK N.V. DAX INDEX ZERT., WKN 543741, Kurs am 7.9: 47,63
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=JAEB.FSE&hist=2&dbrushwidth=&charttype=&gd1=&gd2=&benchmark=&infos=&indtype1=&indtype2=&volumen=
DEUTSCHE BANK AG DAX ZERT., WKN 709335, Kurs am 7.9.: 47,19
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=DPHA.FSE&hist=2&dbrushwidth=&charttype=&gd1=&gd2=&benchmark=&infos=&indtype1=&indtype2=&volumen=
ABN AMRO BANK N.V. NASDAQ INDEX ZT. , WKN 543744, Kurs am 7.9.: 15,11
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=JAEF.FSE&hist=2&dbrushwidth=&charttype=&gd1=&gd2=&benchmark=&infos=&indtype1=&indtype2=&volumen=
DEUTSCHE BANK AG NASDAQ 100 ZERT., WKN 709339, Kurs am 7.9.: 14,83
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=DPHE.FSE&hist=2&dbrushwidth=&charttype=&gd1=&gd2=&benchmark=&infos=&indtype1=&indtype2=&volumen=
grüsse
artistin :)
kam heute Nacht per Mail.
SG HedgeIndex - Zertifikat: Innovativ, professionell und dynamisch :
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optimierten Allokation. Fordern Sie doch kostenlos per E-mail und/oder
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german.desk@socgen.com.
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ist sehr gross.
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unser ganzes Know-how (Euro 2 Mrd. unter Verwaltung) ein, um die aktuell
besten Hedge Fonds Strategien und Manager fuer den Index auszuwaehlen und
ein taegliches Risikomonitoring zu gewaehrleisten.
Das Ziel:
Rendite erzielen, unabhaengig vom Auf- und Ab an den Finanzmaerkten.
Dafuer sind Hedge Fonds bekannt. Allerdings fehlen diesen meist Transpa-
renz, Liquiditaet und Risikokontrolle. Diese Nachteile auszuhebeln und
gleichzeitig Rendite zu erzielen ist unser Ziel.
Der Weg:
Als Novum investiert die Société Générale nicht direkt in Hedge Fonds,
Sondern ueber eine Index-Struktur in kontrollierte Mandate ("Managed
Accounts"*) mit ausgewaehlten Hedge Fonds Managern. Diese Struktur sorgt
fuer ein optimales Risiko/Renditegleichgewicht, schafft unnachgeahmte
Transparenz, erhoeht die Liquiditaet drastisch und ermoeglicht taegliche
Risikokontrolle jedes einzelnen Investments. Letzte Woche konnten trotz der
schrecklichen Ereignisse in NY der Wert fuer jedes unserer
Mandate festgestellt werden. Der Wert aller Mandate ist letzte Woche fast
unveraendert geblieben (-0.13%), waehrend Eurostoxx50 und DAX30 im Vergleich
Verluste von -10.6% bzw. -13% verbuchten.
Die Loesung:
Das SG HedgeIndex Zertifikat ist das Ergebnis der langjaehrigen Expertise
der Société Générale. Fuer Sie bedeutet das die Moeglichkeit einer diver-
sifizierten und professionell verwalteten Anlage ab 1000 EUR.
Neue Allokation:
Die Mandate werden dynamisch und professionell gemanaged. So wird vor der
Emission die Ursprungsallokation den momentanen Finanzmarktbedingungen
angepasst. Beispielsweise gehen unsere Experten davon aus, dass deutlich
weniger Fusionen stattfinden werden. Somit wird im SG HedgeIndex u.a. der
Anteil der Manager, die Fusionsarbitrage betreiben, reduziert und der von
aktuell sinnvolleren Strategien, wie z.B. Anleihenarbitrage, erhoeht. Auch
waehrend der Laufzeit wird die Allokation des Index kritisch geprueft und
wird jederzeit - wenn notwendig - optimiert werden.
Weitere Ausstattungsmerkmale des SG HedgeIndex Zertifikates:
Zeichnungsperiode: noch bis zum 28. September 2001
Emissionstag: 10. Oktober 2001
Emissionspreis: 1040 Euro
Mindestzeichnung: 1 Zertifikat/1040 EUR
Schlusstag: Open-End; 5 Jahre Mindestlaufzeit
Listing: Frankfurt - Freiverkehr und Stuttgart - Euwax
WKN: 711 711
Kontakt: SG German Sales Desk
Internet: http://www.open-end-zertifikate.de
Kundentelefon: 069-7174-663
Fax: 069-7174-672
Wichtiger Hinweis:
Bedingungen und Inhalte geben wir ohne Gewaehr. Sie koennen sich mit
Marktschwankungen aendern. Die Société Générale uebernimmt keine
Verantwortung fuer etwaige finanzielle und andere Folgen, die durch
Ausfuehrung dieser Vorschlaege fuer Sie entstehen koennen. Sie sollten
Ihre eigenen Rechtsanwaelte, Finanzberater oder andere Fachkundige zu
Rate ziehen, um sicherzustellen, dass Ihre Entscheidung Ihrer (vor allem
finanziellen) Situation angepasst ist.
* fremdverwaltete Treuhandvermoegen
Matze
artistin
20.09.2001, 21:37
Na, da hatte ich ja ein Super-Timing..... grrrr...
Aber nichtsdestotrotz rückt das Thema noch mehr in den Blickpunkt. Ein Dax, der die 3500 aushält, wäre für mich ein Kaufsignal für einen ersten Einstieg. Ebenso ein NAS bei 1.200.
So verlockend es für manche schien, letzte Woche schon wieder einzusteigen, denke ich persönlich, daß das Warten sich auszahlen wird.
Matze,
diese Hedgezertifikate schiessen wie Pilze aus dem Boden. Werde mir die Dinger mal anschauen. Hab aber auch die Erfahrung, daß neue Produkte immer dann den Markt überschwemmen, wenn der Peak erreicht ist.... Banken sind ja nicht so die ganz schnellen.... :)
grüsse
artistin :)
artistin
17.10.2001, 21:31
Nun, die o.g. Einstiegswerte waren gut für ordentliche Gewinne in kurzer Zeit.... (mal davon abgesehen, daß man sicher nicht unbedingt am 21.9. um 11 Uhr gekauft hätte).
Wer daran glaubt, daß wir dieses Jahr die Tiefstände nochmal testen (ich gehöre dazu), für den hat ABN Amro ein "Spezialprodukt" :)
-> Shortzertifikate OHNE Ausgabeaufschlag und Managementgebühr
Diese Zertifikate profitieren bei fallenden Kursen.
Die Daten:
http://www.eurams.de/applix/dynhtml/DAbnAmro_ABNSHORT.htm
Charts zum Beobachten ergänze ich später. Ebenso die Details des underlyings.
artistin
artistin
17.10.2001, 22:11
Nasdaq 100 Shortzertifikat am 17.10.2001 / 22:03
WKN 703188
Fälligkeit:14 Aug 03
Strike / Basispreis: 4000
Währung: USD
Referenz / Underlying Price: 1316.56
Geld: 29.76
Brief: 29.76
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=JAHM.FSE&hist=2&dbrushwidth=&charttype=&gd1=&gd2=&benchmark=&infos=&indtype1=&indtype2=&volumen=
artistin
19.10.2001, 14:02
Und so funktionieren die Short Zertifikate
Shortzertifikate ermöglichen dem Anleger, von fallenden Kursen zu profitieren. Im Gegensatz zum Optionsschein ist ein Short Zertifikat allerdings nicht dem Zeitwertverlust einer klassischen Put-Option ausgesetzt.
Fällt der Index um einen Punkt, so steigt das Short Zertifikat um einen Punkt. Der Anleger hält strategisch eine Short-Position und profitiert bis zum Laufzeitende von fallenden Kursen des unterliegenden Index.
Im Gegensatz zu den "normalen" Indexzertifikaten, ist die Kursermittlung der Short Zertifikate etwas komplizierter.
Beispiel: Short Zertifikat auf den Dax
Ein Anleger kauft ein Short Zertifikat auf den Dax bei 4.600 Punkten. Die Knock-Out-Schwelle, ab der das Zertifikat wertlos werden würde (O Euro), liegt bei 10.000 Punkten. (Im Gegensatz dazu wäre es bei einem Daxstand von 0 Euro 100 wert).
Somit ergibt sich folgender Kaufpreis:
10.000 - 4.600 = 5.400 dividiert durch das Bezugsverhältnis von 100 -> 54 Euro
Fällt der Dax auf 3.300 Punkte, wie Chartisten und E-Waver vermuten :), wäre das Zertifikat 67 Euro wert. Ein Gewinn von ca. 24 %. Der prozentuale Verlust des Indexes liegt bei ca. 28.
Wichtig zu wissen:
1. Wenn der Dax während der Laufzeit (bis 14.08.2003) über 10.000 Punkte steigt, verfällt das Zertifikat wertlos.
2. ABN Amro stellt fortlaufend aktuelle An- und Verlaufskurse
3. Es werden keine Dividenden ausbezahlt
DAX Shortzertifikat
WKN 703189
Fälligkeit:14 Aug 03
Strike / Basispreis: 10.000 USD
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=JAHN.FSE&hist=2&dbrushwidth=&charttype=&gd1=&gd2=&benchmark=&infos=&indtype1=&indtype2=&volumen=
artistin :)
Nicht undumm :), zur gemäßigten Absicherung von Positionen. Der Zeitfaktor. Na klar. Aber Absicherung kostet immer etwas Geld. Und für Bären: ein interessantes Produkt.:) Und für alle anderen: das kann man immer mal spielen, wenn der Markt auf der Longseite absolut nichts hergibt, etwa nach schnellen kurzlebigen Bärmarktrallies. Merci, Artistin:)
Gruß
KA:)
Hi, Artistin:), ich bin zu Testzwecken in dem Dax-Bär von der Amro drin.
Mal sehen, wie die Kursstellung ist und wie sie mitlaufen.
Danke nochmals für Deinen nützlichen Fund. Man mag sich ja nicht immer von der CitYBank und Konsorten tricky ( hart an der Grenze der Legalität ) das Fell über die Ohren ziehen lassen. Ich sage nur Spanne und artistisches Jonglieren mit der Vola zum absolut extrem-einseitigen Vorteil des eigenen Hauses.
Gruß
KA:)
artistin
31.10.2001, 14:23
Da bin ich schon ganz gespannt, wie deine Erfahrungen sind... :)
grüsse
artistin
Recht dünner Markt, gehandelt eigentlich nur in Frankfurt. Zieht sehr verzögert mit. Es sieht so aus, als ob ABN bei der Kursstellung mit einer Geld/Briefspanne von 1 % arbeitet.
Ganoven. Immer wieder dasselbe. Auch die DWS/ Deutsche Bank fällt allzu oft mit einer Scheunentor-Spanne :( auf.
Trotzdem ist ein bearishes Instrument abseits des in Sachen Kursstellung nicht selten extrem stinkenden Optionsscheinmarktes gut.
Gruß
KA:)
Hallo,
jetzt bin ich doch rein zufällig :) auf diesen Thread gestoßen.
Das Thema interessiert mich sehr und der Thread ist schon so lang, daß ich in nicht in voller Länge konzentriert durchlesen kann. Daher ein paar kurze Fragen zu einem Thema, das mich sehr interessiert und mich wegen seiner doch recht tranquilen Art sehr anspricht, in dieser stürmischen Herbstzeit.
Da ich situationsbedingt zur Zeit zu den etwas Ungeduldigeren gehöre, würde ich mit den Zertifikaten gerne etwas hin und her traden.
(mehrmals in gewissen Zeitabständen, short und long)
Deshalb meine Fragen :
Ist dies per definitionem möglich oder nicht, d.h. kann ich die Papiere z.B mehrmals am Tag oder in der Woche kaufen und verkaufen und kann ich dies beim Emittenten tun, ähnlich wie bei OS, d.h., ist er verpflichtet die Zertifikate jederzeit zu einem zeitnahen Kurs zu kaufen und zu verkaufen?
Oder müssen die Papiere an einer Börse gehandelt werden ?
Und wo findet man Echtzeitkurse ?
Viele Grüße, und Danke jetzt schon fürs Antworten
Perry :)
artistin
19.11.2001, 23:54
Schöner Zufall... :)
Die Zertifikate kannst du traden, da die Emittenten sich verpflichten, laufend Kurse zu stellen. Im Minutenrhytmus geht das aber vermutlich nicht. KA kann dir sicher mehr dazu sagen, der hat das mal ne Weile beobachtet, wenn ich mich recht erinnere.
Zum intraday-traden hast du aber mit OS sicher mehr Freude, weil sie aufgrund der Hebel größere Margen abwerfen als Zertifikate, die maximal wie die Indices performen. Deshalb auch eher für mehrwöchige oder längere Trades interessant. Ist glaub ich nix für ungeduldige... :)
Wenn du den Thread durchblätterst nach den Charts, kannst du erkennen, was die letzten Wochen so möglich war.
grüsse
artistin :)
Danke verehrte Artistin. Ich werde mir in den nächste Tagen ein +Zertifikat auf den Dax ins Depot legen. Sehr schöne Sache, das . Total beruhigend.
Hast du zufällig die WKN von einem Zertifikat mit theoretisch unendlicher Laufzeit ?
Perry :)
Eine Frage habe ich noch. Was hältst du von Turbo-Zertifikaten ?
Gibt es da was Gescheites auf den Dax ? Wie ist das mit dem Aufgeld bei diesen Papieren ?
Normalerweise frage ich keine Löcher in den Bauch, aber hier wäre ich für ein paar kurze Infos sehr dankbar.
Gruß Perry
Ausgewählt habe ich die Endlos-Zertifikate von ABN AMRO und Deutsche Bank, die sind sehr liquide und werden ohne Ausgabeaufschlag und Managementgebühren gehandelt. 543741/709335
Hier ist mal ein Link zu Börse Online, dort gibt es auch einen Zertifikate-Analyzer (http://www.boerse-online.de/appserv/kursabfr.jsp)
Das ist vielleicht ganz brauchbar. Eine Differenzierung zwischen Index- und Index-Performance-Zertifikaten habe ich dort bis jetzt noch nicht gefunden.
Vielleicht hat da jemand noch ein paar Infos ?
Perry
artistin
22.11.2001, 23:41
Hallo Perry,
Performance-Index-Zertifikate: Mit diesen Produkten profitiert der Anleger zusätzlich an den Dividenden der im Zertifikat enthaltenen Aktien. Ein Performance-Zertifikat ist immer einem Kurs-Index-Zertifikat vorzuziehen.
Kurs-Index-Zertifikate: Diese Produkte spiegelt nur die reine Kursveränderung der Aktien wider.
Interessante WKNs hat KA schon reingestellt, danke... :)
Zu Turbo-Zertifikaten: Werde den link zu abn amro noch raussuchen, schaff ich erst am Wochenende, sorry...
Prinzipiell gilt, daß sich ABN das gut bezahlen läßt über einen Zinssatz. Lohnen tut sich das ganze, wenn man die Zertifikate länger hält (mehrere Jahre) bzw. wenn der Index extrem gut performed.
ABN scheint das nicht für möglich zu halten, denn dann würden sie nix verdienen. Zuuuu großzügig... :)
Infos folgen!
grüsse
artistin (gerade wieder down under im office... auch gut... :) )
Hallo
Ich habe mich heute mit den Scheinchen eingedeckt. dax x-pert und nemx x-pert
Turbos möchte ich garkeine mehr, nehm ich mir lieber selbst einen Lombardkredit auf :D
Perry :)
Hallo,
diese massenhafte Emission von Zertifkaten finde ich nicht gut. Der Überblick geht total verloren.
Könnte mal jemand, der sich auskennt, mal eine empfehlenswerte Indexaktie für den DAX, Eurostoxx und Nemax50 (oder Nemax AS) mit WKN nennen.
- mit Dividenden
- geringer Spread, am besten keiner
- geringe Mangamentgebühr
So das man die Daten zur Verfügung hat falls man sie mal braucht.
Und dann habe ich noch eine Frage zu einem Dt.Bank-Zertifikat:
Best of 2002-Zertifikat auf den Global Opportunity Index
Da soll man zum günstigsten Kurs (Monatsdurschnitt) einkaufen können. Wo liegt denn da der Haken?
Danke
Yoda
artistin
24.11.2001, 20:39
Für Perry, auch wenn er sich schon dagegen entschieden hat... :)
http://www.eurams.de/applix/dynhtml/abn/Broschuere%20TURBO-Zertifikate.pdf
Bei Verdacht auf steigende Indizes macht das schon Sinn... :D
grüsse
artistin
artistin
24.11.2001, 20:51
Die Bilder dazu zum Verfolgen....
Dax Turbo WKN 764 722
Basispreis 3500
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=AQWI.FSE&hist=2&dbrushwidth=&charttype=&gd1=&gd2=&benchmark=&infos=&indtype1=&indtype2=&volumen=
Nemax 50 Turbo WKN 764731
Basispreis 750
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=AQWR.FSE&hist=2&dbrushwidth=&charttype=&gd1=&gd2=&benchmark=&infos=&indtype1=&indtype2=&volumen=
Nasdaq 100 Turbo WKN 764727
Basispreis 7000
(Wenig Volumen bisher)
http://cdchart.innovative-software.com/informer2/cdcharttcl?symm=AQWN.FSE&hist=2&dbrushwidth=&charttype=&gd1=&gd2=&benchmark=&infos=&indtype1=&indtype2=&volumen=
Dann gibt es da noch:
EuroSTOXX 50, WKN 764 715, Basis 2500
AMEX Biotechnology, WKN 764 718, Basis 420
artistin
24.11.2001, 21:08
Für Yoda :)
Das Xavex Best of 2002 im Detail
ISIN : DE0007476731
Emissionspreis **: 100.00 EUR
WKN : 747673
Bezugsverhältnis : 1:1
Emittent : Deutsche Bank (DB)
Cap : n/a
Art : Basket-Zertifikat
Basispreis : n/a
Emissionstag : 27.12.2001
Zinssatz : 0,00 %
Fälligkeitstag : 08.01.2010
Währung : EUR
Garantie : nein
Schwerpunktland : n/a
Anpassung : ja
Schwerpunktregion : weltweit
Ausgabeaufschlag : 0,00 %
Schwerpunktbranche : Gemischt
Managementgebühr : 1,50 %
aussbörsl. Handel : ja
Stückelung : 1.00 St
Handel möglich : ja
Anlageidee : Das Zertifikat basiert auf dem GlobalOpportunity (Price-) Index, der die Wertentwicklung von jeweils 7 unterbewerteten Substanzunternehmen aus dem DJ Industrial Average (USA), dem DJ Euro STOXX 50 (Euroland), sowie dem TOPIX Core 30 (Japan), mit einem soliden Gewinnwachstum, abbildet, wobei vor dem Hintergrund einer auch für das Jahr 2002 prognostizierten hohen Volatilität an den Aktienmärkten ein spezieller Mechanismus mit rückwirkender Festlegung des Einstiegszeitpunktes zum niedrigsten Monatsdurchschnittswert des Index im Jahr 2002, auf den sich die Zertifikatspreise ab dem Jahre 2003, sowie der Rückzahlungsbetrag am Laufzeitende beziehen, zum Einsatz kommt. Die Einzeltitel werden unter Berücksichtigung von Analystenschätzungen lt. I/B/E/S Datenbank halbjährlich aufgrund des niedrigsten PEGYY-Verhältnisses, das sich aus der Division des für das Folgejahr geschätzten Kurs-Gewinnverhältnisses (KGV) durch die Summe aus Gewinnwachstum über einen Fünf-Jahres-Zeitraum, Dividendenrendite und Aktienrückkaufrendite (= Veränderung der Zahl der umlaufenden Aktien zum Vorjahr), ergibt, ausgewählt.
Die Dividenden werden bei diesem Zertifikat nicht reinvestiert.
Alles klar?? Ist halt typisches Börsendeutsch-Geblubber.... :)
In Kurzform: Der Emittent ermittelt für den Anleger den günstigsten Einstiegspreis und darf dafür die Dividenden behalten. Für Kurzzeitanlage scheint es mir nicht interessant.
grüsse
artistin :)
Ich habe mich nun mehr für eine Reihe Dax-Zertifikate und diverse Nemax-Zertifikate entschieden, und ich kaufe täglich nach , rein riestermäßig gesehen. :)
Was mich aber außerdem noch interessieren würde ist : Haben die Nemax-Zertis sowas wie einen kleinen Hebel, oder ist das reiner Spread ?
Multiplizier ich nämlich die kleinen Kursüberhöhungen mit der Z-Zahl, dann kommt da ein ganz schönes Sümmchen zusammen. Gehört das dann exklusiv der Bank , oder kann man unter gewissen Umständen (reziprog :D volamäßig) ein kleines bißchen davon :D partizipieren ?
Perry :)
artistin
29.11.2001, 00:34
Hallo Perry... :)
vergiß nicht, auch die shortzertifikate mal auf die watchliste zu setzen, auch wenn die Zeit noch nicht reif scheint. Aber manchmal gehts schneller, als man schauen kann...
Da ich mich mit Optionsscheine 0,0 auskenne, kann ich dir leider nix sagen zu Z, Hebel und anderen Specials. Die Zertifikate mit hoher Liquidität sollten aber keinen höheren spread haben als O,1-0,2 Prozent.
grüsse
artistin :)
Hi, Ihr beiden , es gibt bei diesen Index-Zertifikaten absolut keinen Hebel. Der Spread ist da Futter für den Marketmaker. Will ja auch seinen Spaß, nö?
Gruß
KA:)
Danke für die Turbos Artistin. Ich werde mir das mal genauer anschauen :)
@ka111 klar haben die normalen Z keinen Hebel, mich hatte das nur mit dem Spread etwas irritiert.
Perry :)
artistin
29.11.2001, 22:38
Danke KA für deinen zusätzlichen Input... :)
und grüsse an perry :)
artistin
Vielleicht irre ich mich ja total, aber ich habe folgende Rechnung gemacht, die ich euch gerne präsentieren möchte.
Auf die Idee kam ich durch die Sache mit dem Hebel, ihr erinnert euch.
Ich hatte ich ja den Eindruck, daß bei den Nemax-Zertifikaten eine irgendwie geartete Hebelwirkung am Werke sei, wußte dies aber nicht recht einzuordnen.
Jetzt meine ich dahinter gekommen zu sein :
Das Nemax Zertifikat bringt 80% mehr als das Dax-Zertifikat !!!
Beispiel : (au weia wenn ich mich jetzt nur nicht verrechnet habe)
Pro 1000 Indexpunkte Kursanstieg
(Dax von 5000 auf 6000 und Nemax von 1000 auf 2000)
kostet das Dax-Z. 50.00 Euro
und das Nemax-Z. 1.00 Euro
Nach 1000 Punkten Kursanstieg
kostet das Dax-Z. 60 Euro , das Nemax-Z. 2 Euro
das heißt
Dax Gewinn : 10/50 = 20 %
und
Nemax-Gewinn : 1/1 = 100%
Erklärung :
Der Nemax bewegt sich in einem niedrigen Zahlenbereich um die 1000 , der Dax schon bei 5000 . 1000 Indexpunkte verdoppeln den Nemax, erhöhen den Dax aber nur um 20 % .
Dies ist die virtuelle Hebelwirkung, die ich da zu sehen glaubte.
Daß die Nemax-Zerties 1:1000 und die vom Dax 1:100 gehandelt werden besagt dabei nichts.
Man könnte jetzt einwenden, daß ein Nemax ja nie im Leben genauso stark wie der Dax steigen könnte. Dafür habe ich euch noch den Chart vom Nemax und dem guten Dax reingestellt, an dem man schön ablesen kann , wie der Nemax in genauso hohe Sphären , und sogar in noch höhere steigen kann.
Sagt mir bitte Bescheid, wenns nicht stimmt.
http://gfx.finanztreff.de/charts/cc_gatrixx.gfx?b=400&h=320&d1=38&d2=200&out=png&string=NMKX&boerse=9&dvon=19981216&land=276
http://gfx.finanztreff.de/charts/cc_gatrixx.gfx?b=400&h=320&d1=38&d2=200&out=png&string=DAX&boerse=9&dvon=19981216&land=276
Also, die Nemax-Zertifikate bringen um Größenordnungen mehr als die Dax-Zertifikate ! Und billig sind sie auch noch, also auch für Kleinanleger gut geignet, höhö :)
Wie gesagt, hoffentlich ist kein Rechenfehler drin.
Schönes Wochenende schon mal
Perry :)
Richtig gerechnet. Perry:)
Hebel? nö. Hunds-ordinärer Basiseffekt.:)
Wenn Dax und Nemax sich verdoppeln würden, wären das für beide 100%.:) Einverstanden. Aber das ist keine Nachricht.
Von einer relativ niedrigen Basis aus verdoppelt sich der zockige NM leichter, bzw. es ist wahrscheinlicher, daß er es tut. Thats all.:)
Der NM hat sich mehr als gezehntelt. Wenn er sich von unten ( sind wir da im Moment???) gerechnet verdoppelt oder gar verdreifacht, gehört das nicht unbedingt zu den 7 Weltwundern.
Gruß
KA:)
Die Rechnung ist wirklich trivial, das stimmt. Aber für mich war es ein echter Überrraschungseffekt, daß man mit dem Nemax eine wesentlich höhere Rendite machen kann als mit dem Dax.
Perry :)
Man kann aber umgekehrt auch schneller Verluste machen, never forget :a
Matze
artistin
08.12.2001, 17:55
Yoda hat natürlich recht, die Flut an Zertifiakten wirkt unübersichtlich und verwirrend. Mehr als 200 Neuemmissionen pro Monat, da kann man schon zuviel kriegen. Allerdings sind die meisten davon Spezial- oder Discount-Zertifikate auf Einzelwerte.
Die Zertifikate auf Indizes lassen sich meist auf einer Seite abbilden... :)
Wer trotzdem lieber den Index wie eine Aktie traden möchte, für den gibt es das Segment Indexexchange. Das sind Indexfonds, die den Index exakt nachbilden (XTF):
- handelbar wie Aktien
- kein Ausgabeaufschlag
- geringe Managementgebühr von 0,5% pro Jahr
Für Yoda die wichtigsten Indexaktien mit WKN:
Dax, 593 393
MDax, 593 392
Nemax 50, 593 397
Dow Jones, 628 939
Euro Stoxx 50, 593 396
Stoxx 50, 593 394
grüsse
artistin :)
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Dax und Nemax mit Hebel handeln!
LIF-Zertifikate - die bessere Alternative zum Index-Optionsschein
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gemeinsame Ausstattungsmerkmale:
Laufzeit 26.04.2002
Teilungsfaktor 100
Die Angaben zu Preisen und Hebel basieren auf folgenden Indexständen:
Dax 5.280 Punkte Nemax50 1.335 Punkte
LIFBull-Zertifikate
Underlying
knock-out Barriere
Preis
Hebel
WKN
Dax 30 Index
4.200
11,48
4,60
596476
Dax 30 Index
3.800
15,48
3,41
596477
Dax 30 Index
3.500
18,48
2,86
596478
Nemax 50 Index
1.000
3,56
3,75
596479
Nemax 50 Index
900
4,56
2,93
596480
Nemax 50 Index
700
6,56
2,04
596481
Zum Beispiel:
Dax +10% (angenommenes Szenario) => LIFBull WKN 596476 +46%
LIFBear-Zertifikate Underlying
knock-out Barriere
Preis
Hebel
WKN
Dax 30 Index
5.800
4,56
11,58
596482
Dax 30 Index
6.200
8,56
6,17
596483
Dax 30 Index
6.500
11,56
4,57
596484
Nemax 50 Index
1.400
0,51
26,18
596485
Nemax 50 Index
1.500
1,50
8,90
596486
Nemax 50 Index
1.700
3,50
3,81
596487
Zum Beispiel:
Nemax -10% (angenommenes Szenario) => LIFBear WKN 596485 +261%
Hintergrund:
Sowohl in der Bull- als auch in der Bear-Variante der ListedIndexFuture (LIF)-Zertifikate muss der Anleger bedingt durch die knock-out Barriere als Preis des Zertifikates nur einen Bruchteil des Indexstandes aufbringen. Er kontrolliert damit aber den gesamten Index. Somit ergibt sich die Hebelwirkung des Zertifikates.
Im Gegensatz zu Optionsscheinen ist der Preis eines LIF-Zertifikates unabhängig von der Volatilität des Underlyings. Verluste im LIF-Zertifikat aufgrund sinkender Volatilitäten des zugrundeliegnden Index sind somit ausgeschlossen.
Im Vergleich zum Index-Optionsschein sind LIF-Zertifikate daher die bessere Anlagealternative.
Aktueller Hebel des LIF-Zertifikates:
Hebel = Indexstand / (Preis des Zertifikates * 100)
Vom Kaufzeitpunkt an ist dieser Hebel für den Anleger konstant und wirkt im Gegensatz zu Optionsscheinen tatsächlich.
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OnVista ist nicht für den Inhalt des Textes verantwortlich und schliesst jegliche Regressansprüche aus.
Ja was ist das wieder neues? Liest sich interessant!
Matzze
artistin
16.12.2001, 20:37
Hallo Matze,
das IST interessant. Denn der Anstieg des Zertifikates ist durch den Hebel höher als der des Indexes.
Die Gefahr: rutscht der Index unter die Knock-Out-Barriere, entsteht ein Totalverlust.
Deshalb wichtig: das Papier immer im Auge behalten!!!
Auf die watschlist!
grüsse
artistin :)
Kennt jemand von euch Zertifikate auf Öl ? Ich bin bislang nur mit dem Global Oil 624091 fündig geworden. Da müßte es doch eigentlich noch andere geben.
Hat jemand nen Tip ?
Gruß Perry :)
artistin
17.12.2001, 16:27
Perry, es gibt nur das eine :)
grüsse
artistin
Hi Artistin,
was macht die Arbeit und was machen die Geschäfte?
Wenn Du mal Zeit hast meld Dich mal!
Gruß
Gerd
P.S.: Ich bin gerade in unserer "Ecke"
artistin
18.12.2001, 18:53
Danke Gerd der Nachfrage... :)
Der Jobstreß ist durch, aber seit 2 Wochen häng ich im Partystreß. War noch nie auf soviel Weihnachtsfeiern wie dieses Jahr.... ist lustig... :) :) morgens seh ich entsprechend aus, wenn ich um halb 10 aus dem Bett falle....
Weihnachten mach ich 3 Tage Marathonschlaf...
by the way: Schau dir mal das Entertainmentzertifikat an.... WKN 572 312
Alles, was man zum gamen braucht ist da drin...
ACTIVISION INC.
EL. ARTS INC.
INFOGRAMES ENTERT.
KONAMI CORP. YN 50
NINTENDO CO. LTD YN 50
NVIDIA CORP. DL-,01
PHENOMEDIA AG
SONY CORP. YN 50
TAKE-TWO INTERACT. SOFTW.
THQ INC. DL-,0001
was denkste??
grüsse
artistin :)
artistin
09.01.2002, 11:22
Hallo,
für die 3-4 Leser hier :) hab ich ein Zertifikat ausgegraben, daß sich die letzten Wochen weit überdurchschnittlich entwickelt hat.
Produktprofil
Insider-Strategie Zertifikat
Perf. seit Auflegung: 1,11 %
Tages-Hoch: 101,22 (VT)
Tages-Tief: 98,30 (VT)
52-Wochen-Hoch: 101,59
52-Wochen-Tief: 64,35
Jahres-Hoch: 101,59
Jahres-Tief: 64,35
Allzeit-Hoch : 101,59
Allzeit-Tief : 64,35
ISIN : DE0006503907
Emissionspreis **: 100.00 EUR
WKN : 650390
Bezugsverhältnis : 1:1
Emittent : Credit Suisse First Boston (CSFB)
Cap : n/a
Art : Basket-Zertifikat
Basispreis : n/a
Emissionstag : 13.07.2001
Zinssatz : 0,00 %
Fälligkeitstag : 13.06.2006
Währung : EUR
Garantie : nein
Schwerpunktland : USA
Anpassung : ja Schwerpunktregion : Nordamerika
Ausgabeaufschlag : 3,00 %
Schwerpunktbranche : Gemischt
Managementgebühr : 2,00 %
aussbörsl. Handel : ja
Stückelung : 1.00 St
Handel möglich : ja
Anlageidee : Das Zertifikat basiert auf dem Insider Strategy (Price-) Index, der die Kursentwicklung von 30 an den
amerikanischen Börsen NYSE (New York Stock Exchange), AMEX (American Stock Exchange) und NASDAQ,
gelisteten Nebenwerten, ausgewählt anhand der folgenden zweistufigen Strategie, abbildet:
1. Ermittlung aller Aktien, die sich innerhalb der letzten zehn Jahre nach Käufen sog. Corporate
Insider(dokumentiert duch die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC) positiv entwickelt haben.
2. Auswahl und quartalsweise Anpassung derjenigen Einzeltitel, die unter der Voraussetzung sonstiger Indikatoren
wie einem angemessenen Handelsvolumen etc. von einflußreichen Insidern wiederholt erworben wurden.
* Kurse an dt. Börse Frankfurt. ** Zuzüglich Ausgabe-Aufschlag.
Nachteile:
Ausgabeaufschlag und Managementgebühr...
Performance seit 15.10. (da hab ich es in meine watchlist genommen): 31%
http://cdchart.innovative-software.com/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?minYear=995241600&sInvSym=DAX.ETR&sSymbol=DE0006503907.FSE&sTimeframe=1Y&sTimestamp=978391800+1009927800+995241600
grüsse
artistin :)
Das ist ja ein tolles Ding , was du da wieder präsentierst.
Überhaupt habe ich an Deinen:) Zertifikaten mittlerweile einen richtigen Narren gefressen . :)
Wenn ich die im Frühjahr 2000 doch nur schon gekannt hätte !(z.B. damals in Nemax-Short-Zertis bei 9000 eingestiegen, das hätte bis 9/01 $$$$$ gebracht, meine Güte)
Hatte mir damals , als Greenhorn, in gewisser Erahnung des Crashs kurz vor der Cebit zwar schon Dax-Puts zugelegt (Die Nemax-Scheine waren ja alle hoffnungslos aus dem Geld), aber das Theta dieser doofen OS fraß ja alles ratzeputz auf.
Ich würde sogar mittlerweile sagen, gegen Zertis sind Os wirklich absolut doof, außer bei ganz ganz kurzen Zocks, aber die haben ja nichts mit "Geldanlage" zu tun. :D
Naja, ich freue mich schon jetzt auf das (hoffentlich durch göttliche Intention - oder anderen Indikatoren :D zu erahnende) Ende dieser noch so jungen Hausse , an der ich mich rege mit +Zertis beteilige. Dann nämlich decke ich mich bis über beide Ohren mit Short-Zertifikaten ein , und diese herrlichen Scheine kann man laufen und laufen lassen wie weiland den VW Käfer. Bärenralley im Ohrensessel sozusagen.
Hoffentlich bekommen nicht allzuviel Leute Dunst davon, sonst kündigen die Emis die Zertifikate vielleicht auf , wenn die Kassen leer werden :D
Super Sache das, wirklich Super Sache !
Gruß Perry
The Trend is your Friend“
Momentum mal...
Von HOLGER NACKEN
Was gut ist, bleibt gut: Nach der Momentumtheorie fahren die Aktienrenner der Vergangenheit auch in der Zukunft vorne mit. In der Praxis sind jedoch einige Besonderheiten zu beachten.
Was haben Tapetenproduktion und Software-Entwicklung gemeinsam? Jeweils ein Vertreter der beiden Branchen zählt zu den Königen des abgelaufenen Börsenjahres. Der Wandbekleidungshersteller A.S. Kreation verbuchte im Kleinwertesegment Smax 2001 ein Plus von 35 Prozent, die Softwareschmiede SAP brachte es bei den Standardtiteln im Dax auf ein Plus von über 26 Prozent – ein stolzer Zugewinn, vor allem vor dem Hintergrund des schlechten Börsenjahrs (siehe Grafik). Neben SAP schafften von 30 Dax-Unternehmen nur Adidas-Salomon, BMW und Daimler-Chrysler eine positive Kursentwicklung, der Index selbst verlor rund 20 Prozent.
„Ist gut, bleibt gut“ oder „The Trend is your Friend“, mögen da manche Investoren denken und sich bei ihrer Anlage auf eben diese sturmerprobten Sieger konzentrieren. Im Fachjargon heißt diese Taktik „Momentum-Strategie“. Dabei landen die Aktien im Depot, die in einem vorher definierten Vergangenheitszeitraum die beste Kursentwicklung hingelegt haben. Hoffnung dabei ist, dass die Titel von diesem Schwung weiter profitieren. In der Fachwelt ist dieser Ansatz anerkannt, Experten raten jedoch dazu, bei der Auswahl der Aktien auch noch andere Kriterien zu beachten.
Rückenwind erhält die Momentum-Strategie durch eine Untersuchung der beiden Mannheimer Wissenschaftler Heiko Zuchel und Martin Weber für den deutschen Aktienmarkt von 1973 bis 1997. Die Forscher fanden heraus, dass die Siegeraktien der vergangenen sechs Monate sich im folgenden Jahr über zwölf Prozent besser entwickelten als die Verliereraktien. „Gewinneraktien sollte man mittelfristig im Portfolio behalten oder sogar noch zukaufen“, schreiben die Wissenschaftler. „Und von Verliereraktien sollte man sich trennen, weil diese auch zukünftig eher schlechter rentieren.“ Keine Chance also für Spekulationen auf gefallene Börsenengel.
Die Forscher fanden außerdem heraus, dass bei mittelgroßen Unternehmen der Momentum-Effekt stärker ausgeprägt ist. Ihr Erklärungsansatz: Diese Unternehmen werden von Analysten und Medien weniger stark beachtet, es dauert daher länger, bis positive Nachrichten bei der breiten Masse der Anleger bekannt werden, im Kurs werden gute Entwicklungen daher langsamer eingepreist als bei den Börsenriesen. Beispiel Microsoft: Wenn die Amerikaner ihre Jahresplanung anheben, redet darüber sofort die gesamte Finanzwelt. Eine ähnlich positive Mitteilung des Heizungbauers Buderus aus dem MDax erreicht zunächst dagegen ungleich weniger Akteure. „Gerade im MDax sind daher noch Unternehmen mit guter Nachrichtenlage zu finden, die aber noch Luft nach oben haben“, sagt Jörg Lanzen, Vermögensverwaltungsexperte bei der Privatbank Hauck & Aufhäuser. In diesem Zusammenhang gefällt den Experten der Baukonzern Hochtief recht gut.
Doch ob großer oder kleiner Wert: Ein gutes Momentum allein ist noch kein ausreichendes Einstiegskriterium, die fundamentalen Zukunftsaussichten sollte niemand außer Acht lassen. „Wer nur in den Rückspiegel schaut, sieht nicht, was vorne auf der Fahrbahn los ist“, sagt Peter Knacke, bei der Commerzbank für die Anlagestrategie im Privatkundenbereich zuständig. Es kann zum Beispiel sein, dass ein Unternehmen in erster Linie auf Grund einer längst abgeschlossenen Übernahme ein Kursfeuerwerk gezündet hat.
So schlug etwa vergangenes Jahr der Ultraschallgerätehersteller Kretztechnik die meisten anderen Unternehmen im Neuen Markt um Längen und legte über 20 Prozent zu. Grund für diese Outperformance war allerdings der Einstieg des US-Börsenriesen General Electric (GE), der die meisten Aktionäre mit einem Kursaufschlag abfand und Kretztechnik von der Börse nehmen will. Wer jetzt noch einsteigt, handelt sich ein illiquides Papier ein.
Mitunter haben jedoch auch professionelle Investoren Schwierigkeiten damit, den richtigen Zeitpunkt zu treffen: 2001 lag die Dresdner Bank etwa mit ihrem neuen Dax-Momentum-Zertifikat (WKN 575749) gründlich daneben. Das Papier wählt jeweils die fünf Aktien aus dem Dax aus, die im Vormonat am stärksten gestiegen waren. Anleger verloren mit dieser Taktik rund 14 Prozentpunkte mehr als der Dax. „2001 war kein gutes Jahr für die gewählte Momentum-Strategie, weil die Anlage-Trends so häufig gewechselt haben“, sagt Günter Schärtl, zuständiger Produktentwickler der Dresdner Bank. Damit eine Aktie richtig an Fahrt gewinne, müsse sie über einen längeren Zeitraum Schwung aufnehmen. „Für 2002 sind die Aussichten aber besser, weil es Anzeichen dafür gibt, dass die Themen Technologie und Telekommunikation langfristig wieder angesagt sein könnten.“ Das Produkt läuft im November allerdings bereits aus. Aus dem gleichen Haus gibt es ein ähnlich konstruiertes Zertifikat auf den Euro Stoxx 50 (WKN 604337), das ein Jahr länger gehandelt wird und zuletzt besser lag als der Referenzindex.
HANDELSBLATT, Donnerstag, 10. Januar 2002, 19:02 Uhr
http://cdchart.innovative-software.com/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?hiddenTimeFrame=1&iInd0=na&iInd1=1&iInd2=na&iIndcount=1&iType=1&minYear=973209600&sAv1=38&sAv2=200&sAv2count=1&sBench1=na&sBench2count=1&sBenchcount=1&sMarket=DUZR.FSE&sOrdType=price&sScale=linear&sSettings=na&sSymbol=DUZR.FSE&sTimeframe=1Y&sTimestamp=979183800+1010719800+973209600
http://cdchart.innovative-software.com/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?minYear=985910400&sSymbol=DVWV.FSE&sTimeframe=3M&sTimestamp=1002945600+1010721600+985910400
Na äährlich:D, das Dredner Papier würde ich nicht anfassen ( pot. SKS:D) und das darüber schon garnicht, es sei denn wir haben gerade noch einmal eins mörderisch auf die Mütze bekommen.
Gruß
KA:)
Ich habe mal einige dieser hier besprochenen Zertifikate in mein SCN Musterdepot aufgenommen, mal sehen, wie sich das so entwickelt :D
Matze
Ich denke es ist Zeit sich ein Bärenzertifikat ins Depot zu legen.
Hab gerade das Nemax 50 Bear Zertifikat (596485) gekauft. Mal schauen ob die Baisse beginnt!
Gerd
Hallo allerseits,
ich hätte mal eine Frage zum Aufgeld bei Turbo-Zertifikaten.
Dieses muß man ja bezahlen, d.h. das T-Zertifikat hat einen gewissen Zeitwertverlust.
Gibt es eine Formel, wie man diesen Zeitwertverlust berechnen kann ?
Perry
artistin
26.01.2002, 17:45
Perry, habe alles zu den Hebel-Zertifikaten in einem Extra Thread zusammengefasst.
Vielleicht beantwortet das deine Frage... :)
grüsse
artistin :)
Ich weiß nicht, ob das Thema schon besprochen wurde, aber in der EAS habe ich heute zwei interessante Zertifikatspezies entdeckt, die ich hier mal vorstellen will.
Zertifikate auf renditestarke Unternehmen
Hier wird nur in die dividentenstärksten Aktien investiert.
Global Dividend Runner (http://zertifikate.onvista.de/snapshot.html?WKN=621134)
Continental Star (http://zertifikate.onvista.de/snapshot.html?WKN=621115)
hier weiß ich nicht, ob die Dividenten ähnlich wie bei den Performance-Zertis reinvestiert werden, aber ich gehe mal davon aus, daß es so ist.
Gold-Zertifikate
http://zertifikate.onvista.de/snapshot.html?WKN=734506
http://zertifikate.onvista.de/snapshot.html?WKN=722373
http://zertifikate.onvista.de/snapshot.html?WKN=574498
Die könnt ihr euch ja mal anschauen. Wenn der Goldpreis nochmal etwas runterkommt, könnte man da schön einsteigen, falls man an die 400 $ / Unze glaubt.
Gruß Perry
Ich überlege mir jetzt , ob es sinnvoll und vor allem .....nicht so anstrengend zur Zeit , Index-Zertifikate , Branche : Versorger ist , zu kaufen ?
Hier sind z.b. 2 Möglichkeiten :
1. Dresdner Bank :
Dow Jones , WKN : 635168 ; Versorger , endlos
2. Dresdner Bank
. Euro-Stoxx ,WKN 306922 ,Lfzt 090903
Artistin , Perry, KA111 oder vielleicht auch jemand anders ......, konnt ihr mir dazu was sagen ,bitte ?
Vielen Dank im voraus für Eure Mühe :)
Schöne Grüße
Rebecca
artistin
07.03.2002, 21:32
Rebecca, es kommt drauf an, ob du von der Branche überzeugt bist.
Ich persönlich würde mich nicht so limitieren wollen sondern auf einen Gesamtindex setzen.
grüsse
artistin
artistin
02.06.2002, 17:47
Im Handelsblatt / Investor gab es am Wochenende ein Special zu Zertifikaten und anderen Derivaten. Die online verfügbaren Artikel stelle ich mal hier rein.
Derivate: Neue Tricks und Trends
HOLGER NACKEN, Handelsblatt
Zertifikate und Optionsscheine bieten immer mehr Möglichkeiten,
den Hebel an der Börse richtig anzusetzen.
DÜSSELDORF. Der Anrufer ist aufgeregt. „Sagen Sie mal, ich hab seit zwei Jahren ein Zertifikat von Ihnen, welche Aktien sind eigentlich da drin, und warum werde ich nie zur Hauptversammlung eingeladen?“ Für die Berater in den Call-Centern der produktentwickelnden Banken gehören solche Anrufe zum Alltag. „Der Wissensstand vieler Kunden ist leider ziemlich gering“, sagt Zertifikateexperte Markus Koch von UBS Warburg stellvertretend für die meisten Emittenten.
Die Unkenntnis betrifft mitunter nicht nur die Privatanleger. „Selbst so mancher Kundenberater in den Banken kennt sich mit den Produkten nicht genau aus“, sagt Dirk Schernikau, Leiter der Marketingabteilung bei Börsenmakler Spütz. Doch ob Beratungsprofi oder Privatinvestor: Klar ist, dass der sinnvolle Einsatz der teilweise recht komplizierten Produkte die eingehende Beschäftigung mit ihnen voraussetzt. Produktentwickler Stephan Kunze von ABN Amro zieht Parallelen zu der klassischen Aktienanlage: „Auch bei Derivaten gilt der alte Grundsatz: Kaufe nur, was Du wirklich verstanden hast.“
Turbozertifikate sorgen für Aufsehen
Dabei ist die Beschäftigung mit Zertifikaten & Co. durchaus lohnend: Ermöglichen sie doch eine einfache und zumeist auch kostengünstige Umsetzung von verschiedenen Anlagemotiven. Mit Indexzertifikaten können Anleger mit wenig Aufwand in alle Aktien eines Index investieren und so die Anlagerisiken im Depot breit streuen. Den verbilligten Einstieg in eine Aktie oder einen Index ermöglichen Discountzertifikate. Mit Strategie- und Hedge-Fonds-Zertifikaten können Anleger professionelle Handelssysteme auf das eigene Depot übertragen. Turbozertifikate und Optionsscheine sind die risikoreichste Derivatvariante: Durch ihre Hebelwirkung bieten sie die Möglichkeit, überproportional an Kursbewegungen zu partizipieren. Auch die Spekulation auf einen steigenden Euro ist damit möglich. An diese beiden Produkttypen sollten sich auf jeden Fall nur erfahrene Investoren trauen.
Der deutsche Markt ist mittlerweile hart umkämpft. Kein Wunder, schließlich konnten etwa Zertifikate selbst in Zeiten der Börsenflaute steigende Umsätze verbuchen. Und trotz zurückgehender Geschäfte im Optionsscheinsektor gilt Deutschland immer noch als der wichtigste Markt der Welt. Nicht weniger als 29 Institute aus dem In- und Ausland buhlen um die Gunst der Anleger. Folgen des Wettbewerbs: große Produktauswahl, einfacherer Preisvergleich und sinkende Gebühren. Zunehmend wichtiger wird auch der Serviceaspekt: „Emittenten, die keine umfassende Kursinformation über mehrere Medien, lange Handelszeiten und aktuelle Newsletter anbieten, werden sich am Markt schwer tun“, sagt Martin Raab, Experte der Beratungsgesellschaft Custio.
Vom harten Wettbewerb auf dem Derivatemarkt zeugt auch die Innovationsfreude der Anbieter. Größte Neuerung waren zuletzt die von ABN Amro auf den Markt gebrachten Turbo-Zertifikate, die vor allem Anleger anziehen, die bisher mit Optionsscheinen spekuliert hatten. Dank dieser Produkte konnte ABN den Marktanteil im Zertifikatebereich an der Börse Euwax in Stuttgart von einem Prozent im Oktober 2001 auf derzeit rund 40 Prozent steigern. Angelockt durch diesen Erfolg zogen bislang fünf weitere Banken mit ähnlichen Produkten nach. Weitere Emittenten wie J.P. Morgan sind startbereit.
Sind die Turbos in erster Linie etwas für Zocker, eignen sich die klassischen Indexzertifikate vor allem für normale Anleger. Experten erwarten bei Index-Papieren einen weiteren Ausbau der Anlagemöglichkeiten. Schon bald sollen etwa weitere Papiere auf den Markt kommen, mit denen Investoren auf Immobilienpreise setzen können.
HANDELSBLATT, Freitag, 31. Mai 2002, 11:02 Uhr
artistin
02.06.2002, 17:51
Hektische Manöver bei der Anlage vermeiden
Derivate: Geduld und Ausdauer gefragt
FRANK WIEBE, Handelsblatt
Nicht nur für Sprinter eignen sich Zertifikate oder börsengehandelte Fonds.
Man kann damit auch eine langfristige Strategie verfolgen.
DÜSSELDORF. Im Schlaf Geld verdienen – wer möchte das nicht? In der Fachsprache heißt das „passives Management“. Im Gegensatz zum aktiven Management versucht bei der passiven Methode niemand, besser zu sein als die anderen. Stattdessen wird einfach möglichst direkt in Indizes, die bestimmte Märkte abbilden, investiert. In den USA hat dieser Trend breit Fuß gefasst – die Fondsgesellschaft Vanguard ist damit groß geworden.
Hintergrund ist die Erfahrung, dass nur wenige aktive Fondsmanager es schaffen, besser zu sein als der Index, an dem sie sich orientieren. Das ist nicht verwunderlich. Denn aktives Management ist mühsam, man braucht dafür gut bezahlte Analysten, die sich intensiv mit einzelnen Papieren beschäftigen. Das kostet Geld. Da aber sehr viele Vermögensverwalter diesen Aufwand betreiben, ist es trotz guter Analysen dennoch schwierig, besser zu sein als der Durchschnitt. Und wenn von einem durchschnittlichen Ergebnis noch hohe Kosten abgehen, bleibt das Gesamtergebnis unter dem Marktdurchschnitt, der durch den Börsenindex abgebildet wird.
Passives Investment ist besonders geeignet für Anleger, die ihrem Vermögen mit einfachen Mitteln eine langfristig gute Struktur geben wollen – keine Sprinter, sondern Langstreckenläufer.
Steuerlich sind Zertifikate zurzeit sehr günstig
Für passives Investment stehen Zertifikate und Fonds zur Verfügung. Bei den Fonds gilt die relativ neue Kategorie der ETF (Exchange Traded Funds, also börsengehandelte Fonds) als vergleichsweise kostengünstig – daher tauchen auch nur solche Fonds in der Tabelle auf. Bei den Zertifikaten wurden vorzugsweise solche mit unendlicher Laufzeit ausgewählt. Nicht bei allen Zertifikaten bekommt der Anleger die Dividenden – bei Perfomanceindizes ja, bei Kursindizes nein. Fonds hingegen schütten Dividenden aus oder schreiben sie dem Anleger gut. Bei Zertifikaten wird der Anleger in der Regel nur durch den „Spread“, den Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs, zur Kasse gebeten. Für diese Spreads gibt es unterschiedliche Spielregeln, die Deutsche Bank erhebt zum Beispiel feste Cent-Beträge, so dass sich der Prozentsatz mit dem Kursniveau verändert. Bei Fonds zahlt der Anleger indirekt zusätzlich eine jährliche Gebühr (s. Tabelle). Ein weiterer Unterschied: Der Fonds ist nicht abhängig von der Fondsgesellschaft, sein Vermögen gehört direkt den Anlegern. Ein Zertifikat hingegen kann wertlos werden, wenn die ausgebende Bank Pleite geht. Es empfiehlt sich also, nicht nur von einem Anbieter zu kaufen.
Die meisten Zertifikate bilden Aktienindizes ab, einige wenige auch Renten, also Zinspapiere, sogar für Immobilien gibt es ein Angebot. Ein wichtiger Vorteil gegenüber Fonds: Der Anleger streicht die Rendite rein als Kursgewinn ein. Wenn er die Papiere lange genug behält (mindestens ein Jahr), erhält er diese Rendite also steuerfrei. Das ist jedenfalls bisher so – niemand kann ausschließen, dass einzelne Finanzämter oder Gerichte künftig die Dinge anders sehen werden.
Wer sich ein Depot aufbauen möchte, sollte zunächst seinen Aktien-, Renten- und Immobilienanteil festlegen. Möglich wären zum Beispiel 50 Prozent Aktien, 40 Prozent Renten, zehn Prozent Immobilien. Bei dieser Aufteilung ist wichtig, dass das gesamte Vermögen berücksichtigt wird – zum Beispiel steckt häufig ohnehin schon Geld in einer Wohnimmobilie. Außerdem gilt: Je risikofreudiger und erfahrener der Anleger ist, desto höher darf der Aktienanteil sein. Dabei empfiehlt es sich, für die Aktien einen Zeithorizont von mindestens fünf Jahren einzuplanen – Mittel, die voraussichtlich früher benötigt werden, sind besser in risikoärmeren Rentenpapieren angelegt.
Im Extremfall genügen dann zwei Papiere (wenn Immobilien schon anderweitig vorhanden sind), um ein Depot zu strukturieren: eines auf den Index MSCI World, der die Aktienmärkte der entwickelten Länder weltweit abbildet, und eines auf einen Rentenindex. Wer den Aktienanteil selbst aus mehreren Indizes zusammenbaut, sollte auf eine ausgeglichene Struktur achten. Zur Orientierung: Im MSCI World nehmen die USA mehr als die Hälfte ein, Europa rund 30 Prozent und Japan knapp zehn Prozent. Wichtig ist, die Unterschiede der Indizes zu beachten: Euro Stoxx bezieht sich nur auf Euroland, beim breiteren Stoxx sind auch Großbritannien, die Schweiz und Schweden dabei. Viele Privatanleger werden aber, um Wechselkursrisiken gering zu halten, lieber einen Schwerpunkt auf Euroland legen. Diese Region wird zurzeit auch von Experten favorisiert, weil sie bessere Chancen bieten soll. „Wir sind in Euroland sehr deutlich übergewichtet“, sagt zum Beispiel Nils Störling, Chefstratege für private Anlage bei der Commerzbank. Er orientiert sich für seine Kunden ohnehin mehr an den europäischen Stoxx-Indizes als am MSCI World.
Das Konzept des passiven Managements hat auch Grenzen. Zum einen sind nicht alle Märkte gut abgedeckt: Zu den Aktienmärkten einzelner Schwellenländer finden sich zwar Indexzertifikate, bisher aber noch nicht zu diesem Segment insgesamt. Solche Lücken werden aber möglicherweise in absehbarer Zeit geschlossen. Ein weiterer Punkt: Fonds können spezielle Strategien fahren, die nur durch aktives Management zu erreichen sind. So hatten in den vergangenen Jahren einige Fondsmanager mit dem Value-Ansatz guten Erfolg, bei dem gezielt niedrig bewertete Aktien gekauft und teure verkauft werden. Diese Strategie hat sich in schwachen Börsenzeiten bewährt, aber auch über lange Zeiträume. Anleger müssen daher nicht völlig auf den „passiven“ oder „aktiven“ Ansatz einschwenken, sondern können auch beide mischen. Wichtig ist aber, dass die Mischung nach Branchen und Regionen ausgeglichen bleibt.
HANDELSBLATT, Freitag, 31. Mai 2002, 11:58 Uhr
artistin
02.06.2002, 17:53
Anleger sollten Emissionsprospekt genau lesen
Zertifikatevariante mit Fondscharakter
Bei einigen aktiv gemanagten Strategiezertifikaten verschwimmen die Grenzen zu einem Investmentfonds – mit allen Vor- und Nachteilen.
DÜSSELDORF. Der Münchener Jens Erhardt gilt als einer der Star unter Deutschlands Vermögensverwaltern. Denn er hat geschafft, was viele seiner Kollegen vergeblich versuchen: Die von ihm betreuten Fonds und privaten Depots auch in unsicheren Börsenzeiten mit überdurchschnittlichem Anlageerfolg zu managen.
Dank ABN Amro können nun auch Privatanleger mit kleinerem Geldbeutel von der Arbeit Erhardts profitieren. Die niederländische Großbank hat vor wenigen Wochen ein Strategiezertifikat auf den Jens-Erhardt-Index aufgelegt. Die Wertentwicklung des Zertifikats ist an einen von Ehrhardt zusammenstellten Aktienkorb gekoppelt, der wiederum die Berechnungsgrundlage für den Index darstellt.
Diese Konstruktion ist für den Anleger allerdings nicht ohne Stolpersteine, denn wie viele Werte der Index respektive das Zertifikatedepot enthält, wie sie gewichtet werden und in welchen Abständen eine Anpassung erfolgt, ist allein Sache Erhardts. „Dennoch haben wir ein paar Eckpfosten eingeschlagen“, bemerkt Stefan Armbruster von ABN Amro, der für die Konzeption des Zertifikats verantwortlich zeichnet. „So müssen mindestens 60 Prozent der Werte aus dem Bereich der mittleren Werte kommen. Der Rest kann auf große Aktien oder auf andere Zertifikate, etwa passive Indexanlagen, entfallen.“
Das sind nicht ansatzweise so strenge Anlageregeln, wie sie der Verwalter eines klassischen Investmentfonds zu erfüllen hat. Denn es gibt einen Unterschied: Die Bestimmungen des Gesetzes über die Kapitalanlagegesellschaften (KAAG) gelten für das Zertifikatedepot nicht. Dazu gehört beispielsweise eine bestimmte Streuung. So dürfen bei einem Aktienfonds höchstens vier Werte einen Anteil von mehr als zehn Prozent am Gesamtdepot erreichen. Alle anderen Titel müssen unter fünf Prozent liegen. Erhardt dagegen kann im Extremfall auch nur einen einzigen Wert halten. Auch an die Vorschriften zum Jahres- und Halbjahresabschluss, zur Einschaltung einer unabhängigen Depotbank und zur Erstellung eines Fondsprospekts ist er – anders als ein herkömmlicher Fondsmanager – nicht gebunden.
Und nicht zuletzt: Das kostspielige und zeitaufwendige Zulassungsprozedere, das jeder neu aufgelegte Investmentfonds bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) durchlaufen muss, konnte sich ABN Amro ersparen. „Zertifikate, die ja rechtlich eine Schuldverschreibung darstellen, fallen nicht unter das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften und unterliegen somit auch nicht der Investmentaufsicht durch die Bundesanstalt“, sagt Oliver Struck vom BaFin. Im Klartext: Zurzeit fallen diese Papiere in eine Art rechtsfreien Raum. Ändern könnte sich dieser Umstand erst dann, wenn es zu einer neuen EU-Richtlinie in Sachen Anlegerschutz kommt, die frühestens für 2004 zu erwarten ist.
Anleger, die zu aktiv gemanagten Strategiezertifikaten greifen, sollten sich also darüber im Klaren sein, auf was sie sich einlassen und den jeweiligen Emissionsprospekt genau lesen.
Die Konstruktion über ein Zertifikat hat aber auch Vorteile. Sie ist flexibel, schnell und kann sowohl an die Bedürfnisse des Emittenten wie auch die der Anleger angepasst werden – etwa, dass der Verwalter weitgehend freie Hand beim Investmentprozess hat.
Zudem spart der Verzicht auf die behördliche Zulassung und teure Wirtschaftsprüfer, die die Einhaltung von Anlagerichtlinien und die Ergebnisse des Fonds prüfen und testieren, bares Geld. Billiger als die Fondslösung ist ein Zertifikat allemal. Das kommt der Rendite des Anlegers zugute.
Dafür allerdings muss er Gottvertrauen haben – etwa in die Bonität des Emissionshauses. Das steht immerhin für die korrekte Indexberechnung, einen fairen Handel und bei Zertifikaten mit begrenzter Laufzeit für die Einlösung des Papiers zum Fälligkeitstermin gerade.
Nicht zuletzt ist aber auch Vertrauen in Erhardts Arbeit notwendig. Denn die Wertentwicklung des Zertifikats hängt logischerweise davon ab, ob der Börsenprofis auch in Zukunft sein gutes Händchen beweist.
HANDELSBLATT, Freitag, 31. Mai 2002, 11:36 Uhr
artistin
02.06.2002, 17:57
Experten: Nur ein Baustein im Depot
Strategiezertifikate: Viele Strategien zur Auswahl
THOMAS LUTHER, Handelsblatt
Mit Strategiezertifikaten kann man Geld systematisch in Aktien anlegen. Doch es gibt Tücken.
DÜSSELDORF. Es soll Anleger geben, die greifen aus Prinzip nicht zu Aktien des Biotechnologieunternehmens November. November – allein der Gedanke an die unbehagliche Jahreszeit mache doch gute Geschäfte auf Dauer unmöglich, so die Begründung.
Der Unternehmensname als Maßstab für eine Anlageentscheidung – so kann man es auch machen. Es gibt aber rationalere Strategien. Analysten und Strategen sind in einem Punkt einig: Wer am Aktienmarkt auf Dauer Erfolg haben will, braucht neben Geduld vor allem einen systematischen Plan für die Auswahl seiner Titel.
Anleger, die diese Aufgabe nicht einem Fondsmanager überlassen oder auf Indexzertifikate ausweichen wollen, müssen nicht unbedingt selbst den Kurszettel durchforsten. So genannte Strategiezertifikate nehmen ihnen diese Arbeit ab und bieten eine Alternative.
Das Prinzip ist einfach: Ähnlich wie bei einem Fonds stellt die emittierende Bank oder das Investmenthaus einen Aktienkorb zusammen, der meist aus zehn bis zwanzig verschiedenen Titeln besteht. Damit haben die Gemeinsamkeiten allerdings schon ein Ende. Denn für die Art und Weise, wie dieser Korb zusammengestellt wird, gibt es zahllose Investmentideen und Kriterien, nach denen die einzelnen Aktien im Korb landen. Der Markt ist groß – rund 1 000 Zertifikate sind in Deutschland gelistet – und dementsprechend bunt gemischt. Bei dem einen Zertifikat ist ein möglichst niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis entscheidend, im anderen Fall landen die jeweiligen Marktführer einer bestimmten Branche im Portfolio des Zertifikats. Diese Vielfalt ist Chance und Risiko zugleich.
„Strategiezertifikate sind eine Möglichkeit, eine Outperformance gegenüber dem jeweiligen Index zu erzielen“, sagt Armin Geier vom Informationsdienst Zertifikateweb.de. Um am Ende tatsächlich ein paar Prozentpunkte besser als der Index zu liegen, gilt es, bei der Auswahl aber einige Kriterien zu beachten. „Es gibt Aktienkörbe, da passt nichts richtig zusammen“, beobachtet Zertifikateexperte Geier. „Da wird so viel reingepackt, dass das Depot keine sinnvolle Struktur hat.“
Wichtig beim Kauf ist also, dass der Auswahlmechanismus des Zertifikats auch von unerfahrenen Anlegern verstanden und klar nachvollzogen werden kann. Das ist umso eher der Fall, je objektiver die Auswahlfaktoren sind – wie beispielsweise die Höhe der Dividendenrendite oder das Kursmomentum (der Kurszuwachs der Aktie in einem genau definierten Zeitraum). Deutlich kritischer sind dagegen Emissionen zu beurteilen, bei denen die Empfehlungen einer nicht näher eingegrenzten Anzahl von Analysten oder etwa Gewinnschätzungen für die kommenden Jahre die Basis des Auswahlprozesses darstellen.
„Wichtig ist auch, dass eine regelmäßige Anpassung des Depots stattfindet“, sagt Geier. „Bei statischen Zertifikaten, deren Zusammensetzung über die Laufzeit hinweg konstant bleibt, besteht die Gefahr, dass sie auf einen Trend aufsetzen, der nach ein oder zwei Jahren ausläuft.“ Dies betrifft vor allem die zahllosen Branchenzertifikate, die in der entsprechenden Boomzeit für die Themen Internet oder Logistik herausgegeben wurden.
Ein positives Beispiel ist dagegen das German Top 12 -Zertifikat von Merrill Lynch. Es versammelt diejenigen zwölf Dax-Werte mit der historisch höchsten Dividendenrendite. Die Zusammensetzung des für das Zertifikat von Merrill extra berechneten Germany-Top-12-Index wird halbjährlich im Januar und Juli auf Basis der Frankfurter Schlusskurse angepasst.
Zudem werden angefallene Bezugsrechte und Dividenden rechnerisch reinvestiert – bei vielen Strategiezertifikaten keine Selbstverständlichkeit, oft stellen die vom Emittenten einbehaltene Gewinnausschüttungen so etwas wie eine verdeckte Vergütung dar.
Die Kosten sind neben der verfolgten Strategie das zweite wichtige Kriterium, das bei der Auswahl eines Zertifikats zu berücksichtigen ist. Grundsätzlich gilt: Der Wettbewerb zwischen den einzelnen Emittenten ist bei diesem Typ Zertifikat nicht so hoch wie bei den Indexzertifikaten. So sind die Strategievarianten in der Regel zunächst einmal deutlich teurer.
Das fängt in vielen Fällen mit einer laufenden Verwaltungspauschale an, etwa 0,5 bis 1,0 Prozent pro Jahr. Dazu kostet jede Neuausrichtung oder Umschichtung des Portfolios Geld. Nicht selten werden die Zertifikateanleger hierfür zusätzlich zur Kasse gebeten. Oft geschieht das nahezu unbemerkt, indem vom zu Grunde liegenden Index beziehungsweise Depotwert ein Abschlag vorgenommen wird. Ein Trick: Vom Emissionspreis wird eine Art Ausgabeaufschlag einbehalten. Das heißt: Beträgt der Ausgabekurs zum Beispiel 100 Euro, zwackt der Emittent 1 oder 2 Euro als anfängliche Managementvergütung ab.
Ein weiteres Problem: Die individuelle Ausgestaltung der einzelnen Papiere erschwert nicht nur den genauen Kostenvergleich. Vielfach sind die Papiere auch wenig liquide. Ein Börsenhandel existiert praktisch nicht, so dass der Anleger auf den jeweiligen Emittenten als Handelspartner zurückgreifen muss. Der wiederum stellt im Eigenhandel zum Teil deutlich höhere Spreads (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs) als bei den Indexvarianten. Dementsprechend teuer ist ein vorzeitiger Ausstieg. Spread, laufende Kosten und verfolgte Investmentstrategie – all diese Punkte sollten vor dem Einstieg geklärt werden. Wichtigstes Hilfsmittel dabei: das Internet. Auf den Hompages der Emittenten stehen die Prospekte der jeweils eigenen Zertifikate zum Download bereit. Ein genauer Studium ist empfehlenswert.
Stellt sich am Ende die Frage nach dem Sinn und Zweck von Strategiezertifikate. Für Anlageexperten ist es ausgemacht, dass diese Papiere nur ein Baustein im Depot sein sollten – etwa als Ergänzung zu Indexzertifikaten.
HANDELSBLATT, Sonntag, 02. Juni 2002, 07:02 Uhr
Mr. KnowItAll
10.01.2003, 21:03
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