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Vollständige Version anzeigen : MK Seuche in Europa!!! (Belgien und Türkei)


hoppel
03.03.2001, 17:22
Hallo,

in UK breitet sich die Seuche rasch aus. Die Britten die spinnen dazu noch kräftig. Die lockern das Verbot von Viehtransporten und täglich steigt die Zahl der gemeldeten Höfe stark und stetig an!

Jetzt scheint es wohl kaum noch aufhaltbar zu sein. Wer die Grenzen zwischen den Länder der europäischen Union kennt, der weiss das es KEINE mehr gibt. Es stehen nur noch Willkommensschilder zum Beispiel "Willkommen in Belgien" in EU Look. Das sind die Grenzen. Wie die MKS jetzt noch innerhalb von Europa aufgehalten werden soll ist wohl unklar!


Best Regards from UK

Steffen
---
Tierseuche weitet sich aus Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Belgien


Die in Großbritannien ausgebrochene Maul- und Klauenseuche ist möglicherweise auch in Belgien ausgebrochen. Die
Regierung in Brüssel erließ umgehend ein dreitägiges
Transportverbot für Nutztiere wie Rinder, Schweine und Schafe. Frankreich ließ unterdessen die Grenzen für belgisches Vieh sperren.

Wie Belgiens Landwirtschaftsminister Jaak Gabriels mitteilte, hat der betroffene Bauernhof 90 Kilometer
westlich von Brüssel vor kurzem Schweine aus Großbritannien
importiert. Die Behörden stellten den Hof unter Quarantäne. Eine erste Untersuchung der Tiere fiel
negativ aus, mit endgültigen Ergebnissen sei frühestens am
Dienstag zu rechnen.

In Belgien wurden bereits 2.300 Schafe getötet, die nach dem 1. Februar aus Großbritannien importiert wurden. Außerdem
bleiben zur Sicherheit alle Viehmärkte bis zum 19. März
geschlossen.

Ausweitung der Seuche in Großbritannien

In Großbritannien hat sich die Zahl nachgewiesener Fälle von Maul- und Klauenseuche mittlerweile auf 43 erhöht. Erstmals wurde die Grafschaft Cornwall im äußersten
Südwesten Großbritanniens betroffen. Zwei weitere Fälle
wurden in Südschottland und in der Grafschaft Durham registriert. Nach Angaben des Seuchenkontrollzentrums in London sind inzwischen fast alle Landesteile von der Seuche betroffen. Etwa 45.000 Tiere wurden bisher getötet.

Dennoch will die britische Regierung das Verbot von Viehtransporten teilweise lockern, um die Versorgungsschwierigkeiten mit Fleischprodukten in den Griff zu bekommen. Die Situation an den Fleischmärkten der Städte wird derweil zunehmend kritisch: In Großbritannien wird das Fleisch knapp.

Maul- und Klauenseuche in der Türkei

Auch in der Türkei ist MKS ausgebrochen. Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums hätten die Krankheit in zwei Regionen im Südwesten des Landes bei Rindern festgestellt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anatolia. Ob eine Verbindung zu den Fällen in Großbritannien besteht, war zunächst unklar. Die Türkei gehört zu den MKS-gefährdeten Gebieten der Welt.

Source: http://www.n-tv.de

Sascha
10.03.2001, 18:44
Briten haben keine Hoffnung auf Rückgang der Maul- und Klauenseuche

In Großbritannien haben sich die Hoffnungen auf einen Rückgang der Maul- und Klauenseuche vorerst zerschlagen. Chefveterinär Jim Scudamore sagte am Samstag, die Seuche breite sich "sehr schnell über das ganze Land" aus. Scudamore hatte ursprünglich damit gerechnet, dass die Epidemie an diesem Wochenende nachlassen würde.

Die Zahl der Seuchenfälle erhöhte sich jedoch weiter. Inzwischen sind 135 landwirtschaftliche Betriebe betroffen. "Ich muss sagen, dass uns das Ausmaß der Seuche überrascht hat", sagte Scudamore. Die Regierung habe aber alles Menschenmögliche getan, um eine Ausbreitung zu verhindern. Bislang wurden 713 Höfe unter Quarantäne gestellt. Weitere 141 Betriebe werden vom Landwirtschaftsministerium überwacht. 73.000 Tiere wurden bereits vorsorglich getötet; weiter 27.000 sollen demnächst vernichtet werden.

Transportverbot in Deutschland in Kraft

Seit Samstag sind in Deutschland die EU-weiten Einschränkungen beim Transport von Klauentieren in Kraft. Mit den strengen Auflagen, die Transporte nur noch mit Ausnahmegenehmigungen erlauben, soll einer Verbreitung der bisher nur in Großbritannien und Nordirland grassierenden Maul- und Klauenseuche vorgebeugt werden.

Bis zum 27. März dürfen Klauentiere nur noch direkt vom Betrieb zum Schlachthof oder unmittelbar zwischen einzelnen Betrieben transportiert werden. Die gängige Praxis, Tiere vor der Ablieferung von mehreren Höfen einzusammeln, ist verboten. Vor und nach jedem Transport müssen die Lastwagen desinfiziert werden. Jeder einzelne Transport muss von den zuständigen Behörden genehmigt werden, dabei soll auch die Zuverlässigkeit der Antragsteller geprüft werden. Die Einschränkungen sind in dieser Form landesweit bisher einmalig.

gefunden in:
http://www.tagesschau.de

Sascha
11.03.2001, 14:51
Zwölf neue Fälle von Maul- und Klauenseuche inGroßbritannien

In Großbritannien sind zwölf neue Fälle von Maul- und Klauenseuche (MKS) registriert worden. Landwirtschaftsminister Nick Brown sagte am Sonntag, damit sei die Zahl der von der Seuche betroffenen Bauernhöfe landesweit auf insgesamt 151 gestiegen. 90.000 Tiere wurden laut Brown bereits vorsorglich getötet. Weitere 37.000 seien demnächst an der Reihe. Bislang wurden dem Minister zufolge in Großbritannien 867 Höfe unter Quarantäne gestellt. Zuvor hatte Brown im Fernsehsender BBC erklärt, in Großbritannien sei die Maul- und Klauenseuche "unter Kontrolle". "Ich bin mir absolut sicher, dass wir sie eingedämmt haben", sagte er. (AFP)

gefunden in:
http://www.neue-oz.de/ticker.php?file=010311131659.k6b2py8o.xml

Sascha
11.03.2001, 14:53
Verdacht auf Maul- und Klauenseuche im Landkreis Vechta

In Niedersachsen gibt es einen ersten Verdachtsfall auf Maul- und Klauenseuche. Betroffen sei ein landwirtschaftlicher Betrieb mit 99 Kälbern im Landkreis Vechta, teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover am Sonntag mit. Die Tiere zeigten klinische Symptome im Bereich des Maules und hatten Fieber. Sie sollten noch am Sonntag getötet werden. Die Untersuchungsergebnisse sollen bis Mittwoch vorliegen. (AFP)

gefunden in:
http://www.neue-oz.de/ticker.php?file=010311123101.20mx72c8.xml

Gert
11.03.2001, 19:41
ftd.de, So, 11.3.2001, 18:22
Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Niedersachsen

Im niedersächsischen Landkreis Vechta ist ein offenbar sehr ernst zu nehmender Verdacht auf Maul- und Klauenseuche aufgetreten. Seit Samstag gelten in ganz Deutschland drastische Einschränkungen beim Transport von Klauentieren.

Agrarminister Uwe Bartels (SPD) sagte am Sonntag, die Behörden hätten umgehend die 99 Kälber des betroffenen Stalls eines Rindermastbetriebs im Süden des Landkreises Vechta töten lassen und einen Sperrbezirk eingerichtet. Die ersten Untersuchungsergebnisse von Blut- und Gewebeproben seien negativ. Endgültige Klarheit gebe es erst am Dienstag oder Mittwoch. Zum Schutz vor einer Übertragung der Seuche gilt bundesweit seit Samstag das von der EU verhängte Transportverbot für sämtliche Klauentiere. In Großbritannien wurden zwölf neue Seuchenfälle bestätigt. Damit stieg die Zahl der von MKS betroffenen Betriebe dort auf 151.

Der Landwirt habe am Samstagabend seinen Tierarzt verständigt, weil er bei mehreren Tieren MKS-Symptome wie hohes Fieber und Bläschen im Maul festgestellt habe, sagte Bartels. Nach Angaben eines Sprechers des Landkreises Vechta unterhält der Mastbetrieb im Kreis noch drei weitere Ställe mit insgesamt 1000 Kälbern. Da diese Tiere bislang keine Auffällighkeiten gezeigt hätten, würden sie vorerst auch nicht getötet.



Schaden in Milliardenhöhe droht


"Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich hier um Maul- und Klauenseuche handelt, ist 50:50", sagte Bartels. Bei einer Bestätigung des MKS-Verdachtes drohe ein immenser Schaden, der in die Milliarden gehen könne. In der Region Weser-Ems gibt es nach Behördenangaben 1,6 Millionen Rinder und 4,8 Millionen Schweine.

Der Verdachtssperrbezirk betreffe den gesamten Südkreis Vechta um die Stadt Damme. Den genauen Ort wollten die Behörden nicht nennen. An den Ausfallstraßen des Sperrbezirkes kontrollierten seit Sonntag rund 150 Polizeibeamte den Verkehr. Der Landkreis Vechta habe sämtliche Ausnahmegenehmigungen für den Transport von Schlachttieren zurückgezogen, sagte Bartels, der selbst in Vechta lebt.


Aus Schutz vor einer Übertragung der Seuche in Deutschland gilt seit Samstag das von der EU-Kommission verhängte Transportverbot für Klauentiere. Bis zum 27. März sind danach nur Transporte unmittelbar von Hof zu Hof oder vom Hof direkt zum Schlachtbetrieb nach vorheriger Genehmigung möglich. Seit Ende Februar sind zudem vorsorglich alle Viehmärkte und -sammelstellen für gefährdete Tierarten wie Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine geschlossen.



Keine Kontakte zu britischen Tieren


In dem betroffenen Betrieb habe es keine Kontakte zu britischen Tieren gegeben, sagte der Minister. In einem wenige Kilometer entfernten Schweinemastbetrieb, der im Januar noch Tiere aus Großbritannien importiert hatte, gebe es keine Hinweise auf die Seuche. Bläschenbildung und hohes Fieber könnten auch durch andere Krankheiten verursacht werden. Bisher hatten sich Verdachtsfälle von Maul- und Klauenseuche in Deutschland, unter anderem in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein, nicht bestätigt.


Der britische Agrarminister Nick Brown sagte der BBC, trotz der neuen MKS-Fälle sei er absolut sicher, dass die Regierung die Lage unter Kontrolle habe. Strikte Beschränkungen für Tiertransporte und die Vernichtung Tausender infizierter Tiere dämmten die Ausbreitung der Seuche ein, sagte Brown. Die hoch ansteckende Tierseuche war vor Mitte Februar erstmals seit rund zwei Jahrzehnten wieder in Großbritannien festgestellt worden.



© 2001 Financial Times Deutschland

Sascha
13.03.2001, 07:39
Verdacht auf Ausbruch von Maul- und Klauenseuche in Frankreich

In Frankreich gibt es einen "ernsten Verdacht" auf Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS). Sechs verdächtige Kühe sollten in der Nacht zu Dienstag geschlachtet werden, teilten die Behörden im Departement Mayenne im Nordwesten am Montagabend mit. Mit Testergebnissen sei am Dienstagabend zu rechnen. "Wenn es einzelne Symptome gibt, kann es sich um eine andere Krankheit handeln. Hier sind alle Symptome vertreten. Deshalb vermuten wir, dass es sich um einen Fall von Maul- und Klauenseuche handeln könnte", sagte Alain Charon, Leiter des Veterinäramtes von Mayenne. Die betroffene Herde steht in La Barouche-Gondouin. In unmittelbarer Nachbarschaft war Anfang März vorsorglich eine Herde getötet worden, die aus Großbritannien importiert worden war. Sollten die Tests positiv ausfallen, wären dies die ersten Fälle von MKS auf dem europäischen Festland. In Großbritannien sind bereits 181 Betriebe von der Seuche betroffen.

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http://www.neue-oz.de/ticker.php?file=010313033614.soj07dje.xml

Sooooo, also weiter gehts....

Exor

Sascha
14.03.2001, 12:09
Tierärzte fordern Maßnahmen gegen MKS-Ausbreitung in Südamerika

Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Argentinien und anderen südamerikanischen Ländern haben Veterinäre verstärkte Vorbeuge- und Kontrollmaßnahmen in der Region gefordert. Das panamerikanische Zentrum zur MKS-Bekämpfung (Panaftosa) erklärte am Dienstag (Ortszeit) in Rio de Janeiro laut brasilianischer Nachrichtenagentur AE, nach dem Wiederauftreten der Seuche auch in Gebieten, in denen sie als ausgerottet galt, müssten verschärfte Schutzmaßnahmen in allen Gebieten des Subkontinentes getroffen werden. Panaftosa forderte verschärfte Kontrollen durch Veterinäre und mehr Schutzimpfungen für die Tiere. Die südamerikanische Kommission zur MKS-Bekämpfung wollte am Donnerstag zu einer Dringlichkeitssitzung in der paraguayischen Hauptstadt Asunción zusammenkommen, um über Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung der Seuche im südamerikanischen Binnenmarkt Mercosur zu beraten.

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http://www.neue-oz.de/ticker.php?file=010314103923.rbfbjpfu.xml

Man traut sich ja eigentlich gar nicht mehr, zu diesem Thema was hierreinzustellen. Sind alles nur negative Nachrichten...

Exor

Sascha
14.03.2001, 12:17
Martini: "Im extremsten Fall" Bundeswehr-Einsatz gegen MKS notwendig

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Klaudia Martini (SPD) hält einen Einsatz der Bundeswehr im Kampf gegen die Maul- und Klauenseuche (MKS) "im extremsten Fall" für notwendig. Dies würde jedoch einen "großflächtigen Ausbruch" der Seuche in Deutschland voraussetzen, sagte Martini am Mittwoch im Südwestrundfunk. In diesem Fall müsse sicher auch daran gedacht werden, "dass die Bundeswehr in Amtshilfe sozusagen mit zur Verfügung stünde". Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, hatte am Dienstag darauf hingewiesen, dass die Polizei bei einer Ausbreitung der Seuche nicht alle Höfe absperren könne. Als "letzte Lösung" müsse in diesem Fall über einen Einsatz der Bundeswehr nachgedacht werden.

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http://www.neue-oz.de/ticker.php?file=010314093717.s76a8okz.xml

Wat :eek: ? Ist denn schon wieder Krieg? auf Ideen kommen die Leute. Naja, aber recht hat die gute Frau ja auch. Die Bundeswehr ist ja nun mal nicht nur zur Kriegsführung da. Vielleicht sollte da ja auch mal ein Umdenken in der Bevölkerung stattfinden......ich bin da (glaub ich) am allerwenigsten zu bereit (Oder-Hochwasser hin oder her).

Exor

Sascha
15.03.2001, 15:53
Maul- und Klauenseuche in Nahost

Erkrankungen in den Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien

Die Maul- und Klauenseuche ist auch im Nahen Osten ausgebrochen. Die Vereinigten Arabischen Emirate gaben acht Fälle der Seuche bekannt. In Saudi-Arabien wurden zwei Fälle in der am Roten Meer gelegenen Provinz Janbu festgestellt.

König Fahd ordnete die Bildung einer Sonderkommission an, die Vorkehrungen gegen ein Ausbreiten der Seuche treffen soll.

Das Handelsministerium in Riad hatte ein Verbot für Fleischeinfuhren aus Iran, Taiwan und Indien erlassen, die als Risikoländer gelten. Schon vorher waren Fleischeinfuhren aus der Türkei und dem Libanon verboten worden.

Verdachtsfälle in Portugal

In Portugal traten erstmals Verdachtsfälle der Maul- und Klauenseuche auf. Bei zwei jungen Milchkühen seien Antikörper der Krankheit festgestellt worden, teilte das Lissabonner Agrarministerium mit. Beide Tiere waren aus den Niederlanden eingeführt worden.

Das Auftreten der Antikörper könnte zwei Ursachen haben. Entweder seien die Rinder oder deren Vorfahren - entgegen den Bestimmungen in der Europäischen Union - gegen die Maul- und Klauenseuche geimpft worden. Oder die Tiere seien mit dem Erreger der Krankheit in Kontakt gekommen, hieß es.

Die beiden Rinder und 14 weitere auf dem betroffenen Bauernhof lebenden Tiere seien notgeschlachtet worden. Bisher gibt es keinen bestätigten MKS-Fall in Portugal.

In Großbritannien wurde in 231 Orten Fälle der Maul- und Klauenseuche festgestellt. In dem Land wurden mehr als 130.000 Tiere getötet. Australien folgte dem Beispiel von rund 90 anderen Ländern und verbot alle Tierimporte aus der EU.

http://www.sueddeutsche.de/nachrichten/fotos/mksweltkarte.gif


gefunden in:
http://www.sueddeutsche.de/nachrichten/woche11/mks1503.php3

Sascha
16.03.2001, 17:27
Seuche contra Castor
Wegen Maul- und Klauenseuche Verschiebung des Castor-Transports verlangt. Bauernverband fordert Impfungen. Strenge Grenzkontrollen
BERLIN taz Was haben Maul- und Klauenseuche und Atommüll miteinander zu tun? Eigentlich nichts. Seit gestern aber doch: Bärbel Höhn, die nordrhein-westfälische Umweltministerin, und Atomgegner in Niedersachsen haben gefordert, den für Ende März geplanten Castor-Transport aus Frankreich nach Gorleben zu verschieben. Denn die Zugstrecke streift die von der Seuche betroffene Region in Frankreich.

Seit dem Ausbruch in Frankreich hat der Bundesgrenzschutz 14 Lkw mit Fleisch an der Grenze abgewiesen. Baden-Württemberg hat bereits Desinfektionswannen für Fahrzeuge an Übergängen installiert. Autofahrer mussten über eine Stunde an den Grenzen warten. Tschechien schloss seine Wandergrenzübergänge nach Deutschland.

In Thüringen wurde eine Mastanlage mit 6.000 Schweinen vorsorglich gesperrt, weil dort unklare Tierkrankheiten aufgetreten sind. In Portugal ist eine Rinderherde getötet worden. Zwei aus den Niederlanden importierte Rinder hatten Antikörper gegen Maul- und Klauenseuche.

Durch die Ausbreitung der Seuche, die inzwischen auch in Argentinien, in der Türkei und anderswo grassiert, mehren sich Stimmen, die Impfungen fordern. "Man sollte überlegen, ob man generell wieder mehr impft", sagte der Berliner Virologie-Professor Hanns Ludwig der taz. Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Klaudia Martini (SPD) sprach sich für Pflichtimpfungen aus. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, forderte die zuständigen EU-Kommissare auf, "die strikte Strategie der Nicht-Impfung" aufzugeben.

Impfungen gegen den grassierenden Virustyp O sind möglich, werden aber in der EU seit 1992 nicht mehr angewandt - weil Tiere mit Antikörpern auf dem Weltmarkt nicht verkäuflich sind.

Bei Impfungen besteht die Gefahr, dass danach die Krankheit trotzdem ausbricht, aber verdeckt verläuft. So könnte sich das Virus unerkannt verbreiten. Der Verzehr von geimpften Tieren ist unbedenklich.

In Großbritannien stieg die Zahl der betroffenen Höfe weiter auf über 230. Drei neue Erkrankungen wurden in Schottland bestätigt. Der britische Thronfolger Prinz Charles spendete 1,5 Millionen Mark für verzweifelte Landwirte - und Anti-Selbstmord-Beratungen. BEATE STRENGE

gefunden in:
http://www.taz.de/tpl/2001/03/16.nf/text.Tname,a0100.list,TAZ_a2.idx,2

Das nenne ich doch mal eine spritzig-witzige Synthese zweier diskutabler Themen in Form perfidem Sarkasmusses......also mein Humor :D:D:D

Exor

Sascha
20.03.2001, 08:04
Bereits 348 Höfe in Großbritannien von MKS betroffen

Die Zahl der von der Maul- und Klauenseuche (MKS) betroffenen Höfe in Großbritannien hat sich nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums auf 348 erhöht. Allein am Montag seien 24 neue Standorte hinzugekommen, hieß es in London. Die meisten davon befänden sich in der Grafschaft Cumbria in Nordwestengland. Der erste Fall der Tierseuche auf der Insel war am 19. Februar entdeckt und einen Tag später bestätigt worden. Seitdem weitete sich die Krankheit auf Wales, Schottland und Nordirland aus. (AFP)

gefund in:
http://www.neue-oz.de/ticker.php?file=010320061443.32zxomxo.xml

Und weiter gehts .....

Exor

Sascha
22.03.2001, 07:39
Dritter Fall von Maul- und Klauenseuche in den Niederlanden entdeckt

In den Niederlanden ist am Mittwoch ein dritter Fall von Maul- und Klauenseuche entdeckt worden. Nach Angaben einer Sprecherin des niederländischen Landwirtschaftsministeriums trat die hoch ansteckende Seuche auf einem Hof in Welzum rund 50 Kilometer vor der deutschen Grenze auf. Dieser liegt laut der Sprecherin zwischen Olst, wo in einem Betrieb die ersten vier Kühe mit MKS-Virus registriert worden waren, und Oene, wo ein zweiter Hof aller Wahrscheinlichkeit nach ebenfalls von der Seuche betroffen ist. Endgültige Resultate werden dort am Freitag erwartet. (AFP)

gefunden in:
http://www.neue-oz.de/ticker.php?file=010321235945.imka2x6j.xml

Kein Kommentar. Nur noch "zu Ihrer Kenntnisnahme".

Exor

Sascha
22.03.2001, 20:36
Neuer MKS-Verdachtsfall in Niedersachsen

Ergebnisse der Blutproben sollen am Samstag feststehen/Bauernpräsident Sonnleitner fordert befristetes Tiertransport-Verbot

Auf einem Bauernhof im niedersächsischen Landkreis Verden ist ein Anfangsverdacht auf Maul- und Klauenseuche (MKS) gemeldet worden. Nach Angaben des Landwirtschaftsministerium in Hannover seien in dem Betrieb mit 650 Mastschweinen zwei Tiere tot aufgefunden worden, andere hätten Fieber. Dies sei bei Ferkeln aber nichts ungewöhnliches.

Der Betrieb habe am 2. März Ferkel aus den Niederlanden erhalten, so das Ministerium weiter. Sie stammten aber nach bisherigen Erkenntnissen nicht aus den niederländischen Bezirken, in denen die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist.


Renate Künast gegen Massenimpfungen

Blutproben der Tiere seien in die Bundesanstalt für Viruskrankheiten der Tiere nach Tübingen gebracht worden. Nach Angaben des Verdener Oberkreisdirektors Werner Jahn wird mit einem Ergebnis am Samstag gerechnet.

Unterdessen forderte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) auf, bis zum Sonntag sämtliche Tiertransporte in Deutschland zu verbieten. Künast sieht indes in Massenimpfungen und einem Stopp jeglicher Tiertransporte keine Möglichkeit, der Seuche zu entgehen.Im Moment gibt es nicht den einen richtigen Weg, sagte sie.

gefunden in:
http://www.sueddeutsche.de/nachrichten/woche12/mksverdacht2203.php3

Na, das wird nicht nicht mehr aufzuhalten sein. Machen wir doch endlich eine vernünftige Agrarreform daraus....

Exor

Perry27
22.03.2001, 21:22
Die Nicht-Impfung wird sich höchstwahrscheinlich als fataler Fehler erweisen.


Perry

Sascha
22.03.2001, 21:28
Hallo Perry27!

Erst mal ein herzliches Willkommen bei stock-channel.net!!! Leider bei diesem traurigem Thema....

Ich muß Dir aber zustimmen, daß das wirklich fatal werden wird. Es ist ja auch nur noch eine Frage der Zeit, bis ganz Deutschland davon befallen ist. Wenn wir gut agieren, zieht es sich wohl noch in die Länge. Aber verhindern werden wir es (meiner Meinung nach) nun nicht mehr. Mal abwarten, was für Hiobsbotschaften da in den nächsten Tagen noch auf uns zukommen werden.....

Exor

Matze
22.03.2001, 22:04
In einem nicht so faszinierende Them ein aber noch so herzliches Hallo an Perry27.... mögen es mit der MKS mit einer Impfung und einer einsichtigen EU Behörde bald aufwärts gehen, sonst werden wir noch lange von dieser Seuche hören, so auch meiner Meinung!

Matze

Sascha
25.03.2001, 16:35
Fünfter MKS-Fall in den Niederlanden bestätigt

In den Niederlanden ist am Sonntag ein fünfter Fall von Maul- und Klauenseuche bestätigt worden. Bei dem betroffenen Betrieb handle es sich um einen Hof im ostniederländischen Oene, teilte das Landwirtschaftsministerium in Den Haag mit. Alle 130 Kälber würden getötet. In Oene, rund 50 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, war am Mittwoch schon ein Fall der hoch ansteckenden Tierseuche entdeckt worden. (AFP)

gefunden in:
http://www.neue-oz.de/ticker.php?file=010325130246.7d5n0866.xml

Sascha
27.03.2001, 08:35
Zeitung: Aus Fernost geschmuggeltes Fleisch brachte MKS nach England

Für den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Großbritannien soll nach einem Bericht der Zeitung "The Times" illegal aus Fernost ins Land gebrachtes Fleisch verantwortlich sein. In ihrer Dienstagsausgabe berichtet die Zeitung unter Berufung auf eine britische Regierungsuntersuchung, das verseuchte und vermutlich illegal importierte Fleisch sei an ein chinesisches Restaurant im Nordosten Englands gegangen. Dort sei es zum Teil in Form von Essensabfällen als Viehfutter an den Hof in Heddon-on-the-Wall geliefert und an Schweine verfüttert wurden. In diesem Betrieb im Nordosten Englands waren die ersten erkrankten Tiere nachgewiesen worden. Am Freitag hatte der Experte Alex Donaldson vom Testlabor des Instituts für Tiergesundheit in Pirbright bestätigt, dass der Erregertyp der Seuche vermutlich aus Südostasien kommt. (AFP)

gefunden in:
http://www.neue-oz.de/ticker.php?file=010327003122.swpegbwd.xml

Sascha
27.03.2001, 08:53
http://www.sueddeutsche.de/nachrichten/fotos/massengrab320_240.jpg

gefunden in:http://www.sueddeutsche.de/nachrichten/woche13/massentoetung2603.php3

............

Exor

Sascha
30.03.2001, 06:49
Niederlande wollen wegen Maul- und Klauenseuche 80.000 Tiere töten

Nach dem Auftreten von drei neuen Fällen der Maul-und Klauenseuche sollen in den Niederlanden insgesamt 80.000 Tiere getötet werden. Ein Teil davon sei bereits gekeult worden, teilte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums am Donnerstagabend in Den Haag mit. Zuvor waren in den Niederlanden drei weitere Fälle der hoch ansteckenden Tierkrankheit entdeckt worden. Betroffen sind nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums zwei Bauernhöfe in Oosterwolde und Kootwijkerbroek in der Provinz Gelderland. Damit sind inzwischen zehn niederländische Betriebe von der Seuche befallen. Das Ministerium ordnete Notimpfungen aller Tiere im Umkreis von zwei Kilometern um die beiden neu betroffenen Höfe an. (AFP)

gefunden in:
http://www.neue-oz.de/ticker.php?file=010330001942.74rt6mw3.xml

Sascha
31.03.2001, 13:14
Großbritannien verschiebt Wahlen

Wegen der Maul- und Klauenseuche verschiebt der britische Premierminister Tony Blair offenbar tatsächlich die für den 3. Mai anvisierte Parlamentswahl. Er wolle nicht den Eindruck vermitteln, als halte er Wahlkampf für wichtiger als den Kampf gegen die Seuche, wird der Premier zitiert.

London - Der britische Premierminister Tony Blair hat sich angeblich entschlossen, wegen der Maul- und Klauenseuche auf die geplante Unterhaus-Neuwahl am 3. Mai zu verzichten. Wie mehrere britische Zeitungen am Samstag berichten, wolle Blair jetzt im Juni - vermutlich am 7. Juni - wählen lassen. Eine Verschiebung der Wahl war unter anderem von den oppositionellen Konservativen und mehreren anglikanischen Bischöfen, aber auch aus Kreisen der eigenen Labour- Partei gefordert worden.
Die Zahl der Fälle von Maul- und Klauenseuche stieg am Samstag auf 841, nachdem in 60 neuen Bauernhöfen erkrankte Tiere gefunden worden waren. 832 000 Tiere müssen getötet werden. Davon sind 542 000 - teilweise mit Hilfe der Armee - bereits getötet worden.

Sowohl die konservative "The Times" als auch das gewöhnlich gut unterrichtete Boulevardblatt "The Sun" berichten, Blair habe sich entschieden, auf eine Unterhauswahl am 3. Mai zu verzichten. Er wolle nicht den Eindruck vermitteln, als halte er Wahlkampf für wichtiger als den Kampf gegen die Seuche.

Blair sei bei seiner Entscheidung unter massiven Druck von Kabinettskollegen und Parteigenossen gekommen, schreibt der "Guardian". Blairs Stellvertreter John Prescott gehöre zu den prominentesten Politikern, die ihn aufgefordert hätten, am 3. Mai festzuhalten. Hingegen habe der populäre Bildungsminister David Blunkett gemeinsam mit anderen Kabinettskollegen für eine demonstrative Verschiebung plädiert. Eine Verschiebung um etwa einen Monat würde für die Labour-Partei wegen der Verlängerung des Wahlkampfes Kosten in Höhe von mehreren Millionen Pfund bedeuten.

In London wurde erwartet, dass Blair seine Wahl-Entscheidung am Montag bekannt gibt. Während des Wochenendes wollte er auf seinem Dienst-Landsitz Chequers nachdenken. Nach britischem Recht kann der Premierminister jederzeit das Parlament auflösen lassen und Neuwahlen ausschreiben. Zwischen Auflösung der Parlaments und Wahlen müssen lediglich 17 Werktage liegen.

Sprecherin weist Wahlverschiebung als Spekulation zurück

Blair selbst, der am Freitag von der Seuche betroffene Gebiete in Schottland besuchte, wollte sich nicht zu dem Thema äußern. Ein Sprecherin der Downing Street wies die Berichte als Spekulation zurück. "Die Medien konzentrieren sich auf die Wahl, der Premierminister ist 100-prozentig auf die Maul- und Klauenseuche konzentriert", sagte sie.

Blair traf sich in Schottland mit Vertretern der Tourismusverbände und Bauern. Anschließend besuchte er ein Massengrab für Tiere nahe Lockerbie. Zu den von der EU genehmigten MKS-Impfungen sagte Blair, er habe darüber noch keine Entscheidung getroffen.

Zoos sollen sich auf Impfungen vorbereiten

Unterdessen teilte die EU-Kommission mit, das Exportverbot für französische Fleisch- und Milchprodukte ende am kommenden Dienstag, wenn bis dahin keine neuen MKS-Fälle bekannt würden. Der ständige Veterinärausschuss forderte die Staaten mit MKS-Fällen auf, sich auf Impfungen in Zoos zum Schutz seltener und bedrohter Tierarten vorzubereiten. Innerhalb der EU ist die Seuche bisher in Großbritannien, Irland, Frankreich und den Niederlanden bestätigt worden.

gefunden in:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,125888,00.html

Sascha
01.04.2001, 09:10
Viele bayerische Bauern wollen wegen BSE auf Öko umstellen

München (dpa) - Die BSE-Krise hat in Bayern zu hoher Nachfrage bei Bauern zur Umstellung auf ökologischen Landbau geführt. Das sagte Gerald Herrmann, Geschäftsführer vom Öko-Verband «Naturland», der dpa. Vor der BSE-Krise habe es in Bayern vier Anfragen pro Monat gegeben, jetzt seien es 100. Bayern ist das weitem am stärksten von der BSE-Krise betroffene Bundesland. Für das nächste Jahr erwartet Herrmann einen Zuwachs bei den ökologisch bewirtschafteten Flächen von rund 30 Prozent.

gefunden in:
http://www.neue-oz.de/tickerFullSize.php?file=hfk30_1_0104_0401054255.txt

Na also! Die schlechten Nachrichten werden bestimmt noch nicht vorbei sein, aber zaghaft kommen die guten Nahcrichten durch. ;)

Exor

Sascha
03.04.2001, 21:01
MKS-Ausbruch in Deutschland immer wahrscheinlicher

Berlin (dpa) - Die Maul- und Klauenseuche hat nun vermutlich Deutschland erreicht. Zwei schwere Verdachtsfälle haben die Anzeichen hierfür verdichtet. Große Sorge bereitet der gravierende Verdachtsfall in Nordrhein-Westfalen. In einem Schweinemastbetrieb im Münsterland wurden 100 Ferkel vorsorglich getötet. Nahe Gießen wurden bei zehn kranken Schafen konkrete Symptome der MKS entdeckt. Verbraucherschutzministerin Renate Künast erwarte Testergebnisse des MKS-Verdachts im Münsterland spätestens morgen früh.

gefunden in:
http://www.neue-oz.de/tickerFullSize.php?file=hfk146_1_0304_0403202247.txt

So Leute! Nun ist es so weit! Ich habe aus internen Quellen, daß die Seuche im Kreis Steinfurt definitiv (klar erkennbar an den äußeren Symtomen) ausgebrochen ist. Nun kreist der Hammer.

Exor

Sascha
03.04.2001, 21:04
Alarmstufe Rot in Hessen und im Münsterland

Es scheint ernst zu werden für die Bauern in Deutschland: In Hessen besteht schwer wiegender Verdacht auf Maul- und Klauenseuche. Auf einem Hof im Münsterland gibt es inzwischen erste Hoffnungen, noch einmal davon gekommen zu sein.

Düsseldorf/Gießen - In einer Gärtnerei im mittelhessischen Krofdorf-Gleiberg seien zehn Schafe erkrankt, die MKS-Symptome zeigten, teilte Ministerin Marlies Mosiek-Urban am Dienstag mit. Mit den Ergebnissen von sofort entnommenen Proben werde am Mittwoch gerechnet. Das Ministerium alarmierte sofort das Krisenzentrum auf Landesebene.
Der Verdacht auf einem Hof im Münsterland scheint sich inzwischen zu entkräften: Schnelltests bei Schweinen aus dem Bestand in Horstmar-Laer waren negativ, sagte eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Agrarministeriums am Dienstagabend in Düsseldorf. Das endgültige Ergebnis werde allerdings erst in den kommenden Tagen vorgelegt.

Bei den Schweinen waren in der Nacht zum Dienstag typische Symptome für die Seuche aufgetreten. Die Bezirksregierung Münster hat die Sperrzone um den betreffenden Hof von drei auf zehn Kilometer erweitert. In der Nacht waren bei jungen Schweinen Fieber gemessen und Bläschen an der Rüsselscheibe festgestellt worden. Dies seien Symptome, die einen starken Verdacht auf den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche begründeten. Die hundert Ferkel des Betriebes waren vorsorglich noch in der Nacht gekeult worden.

In dem Zehn-Kilometer-Gürtel um den betroffenen Hof in Horstmar-Laer (Kreis Steinfurt) dürften keinerlei Tiertransporte mehr stattfinden, sagte der Sprecher der Regierung, Cord Witkowski. Damit dürften auch keine Ausnahmegenehmigungen mehr für Transporte zum nächstgelegenen Schlachthof erteilt werden. Der Hof liegt rund 40 Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt.

Zehntausende Tiere bedroht

Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Agrarministerin Bärbel Höhn (Grüne) seien keine Tiere aus den Niederlanden auf den Hof geliefert worden. Sollte sich der gravierende Verdacht dort doch noch bestätigen, müsste der Virus vermutlich über Personenkontakte übertragen worden sein, die es sehr stark auch zu anderen Höfen gegeben habe, sagte Höhn am Dienstag zu Reuters TV. Dann hätte man es angesichts der hohen Viehdichte in der Region mit einem sehr schlimmen Fall zu tun und müsste wohl Zehntausende Tiere töten.

Ein privater und ein amtlicher Tierarzt hätten den Verdacht bestätigt und den Fall als gravierender eingestuft als die früheren Verdachtsfälle in dem Bundesland, sagte ein Behördensprecher in Steinfurt. Blutproben der Tiere seien in das Bundeslabor für Viruserkrankungen in Tübingen gebracht worden. Erste Ergebnisse sollen am späten Abend oder am Mittwoch vorliegen.

Tiertransporte aus den Niederlanden

Vor etwa zwei Wochen seien zehn Tiertransporte aus den Niederlanden im Kreis Steinfurt angekommen, fügte der Sprecher des Kreises hinzu. Nach dem Auftreten erster MKS-Fälle im Nachbarland seien die Höfe ausgemacht, gesperrt und die Tiere unter ärztliche Beobachtung gestellt worden. Verdachtsfälle bei Beständen in Nordrhein-Westfalen mit Tieren, die aus den Niederlanden importiert worden waren, erwiesen sich in der vergangenen Woche nach Untersuchungen im Tübinger Bundeslabor als unbegründet.

In den Niederlanden gibt es bisher zwölf bestätigte Infektionsherde. Dort wurde mit Impfungen bei Tieren begonnen, die geschlachtet werden sollen. Der Ständige Veterinärausschuss der Europäischen Union will am Dienstag über die Haltung der EU zu MKS-Impfungen beraten. Höhn sprach sich erneut für vorsorgliche Impfungen aus. Je länger man damit warte, desto mehr Tiere werde man töten müssen, sagte sie.

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Sascha
03.04.2001, 21:29
MKS: Vorläufige Entwarnung in Nordrhein-Westfalen

Höhn: Typische Symptome waren stärker ausgeprägt als bisher / Noch keine Entwarnung in Hessen


Vorläufigen Testergebnissen zufolge ist die Maul- und Klauenseuche in Nordrhein-Westfalen nicht ausgebrochen. Noch gibt es allerdings keine Entwarnung für Hessen, das ebenfalls dringende Verdachtsfälle gemeldet hatte.

In Nordrhein-Westfalen waren am Dienstag 90 Ferkel eines Bauernhofes getötet worden. Tierärzte hatten bei den Schweinen die klassischen Symptome der Seuche wie Fieber, Lahmheit und Bläschen festgestellt. In einer Gärtnerei in Hessen wiesen zehn Schafe Symptome der MKS auf.

Nach Angaben der hessischen Sozialministerin Marlies Mosiek-Urbahn (CDU) wurde die betroffene Gärtnerei im mittelhessischen Krofdorf-Gleiberg gesperrt und die Tötung der Tiere angeordnet. Im Radius von drei Kilometern um den Betrieb wurde eine Sperrzone eingerichtet. Das Ministerium bereite sich auf eine Notimpfung vor.

Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn berichtete, die typischen Krankheitssymptome bei dem Fall im Münsterland seien klarer ausgeprägt als bei den bisherigen Verdachtsfällen.

Wenn sich der Verdacht bestätigt hätte, wäre die Seuche nach Angaben Höhns ausgerechnet in dem Gebiet ausgebrochen, wo die schlimmsten Folgen zu befürchten wären. Denn die Region im Münsterland gilt als Fleischgürtel Nordrhein-Westfalens.

Über eine Million Tiere in Gefahr

Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamtes gibt es allein im betroffenen Kreis Steinfurt mehr als 150.000 Rinder und fast 900.000 Schweine. Und dann kommt man ganz schnell dahin, wenn sich dieser Verdacht bestätigen würde, dass man Zehntausende, vielleicht Hunderttausende von Tieren töten muss, sagte die Ministerin.

Unterdessen startete der Deutsche Bauernverband eine Postkartenaktion unter dem Motto Impfen statt Töten. Mit bis zu 100.000 Postkarten will der Verband die EU unter Druck setzen, damit sie vorbeugendes Impfen vor MKS in bedrohten Regionen wieder zulässt. Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast warnte allerdings vor übertriebenen Hoffnungen: Impfen wird überbewertet. Impfen ist nicht die Rettung.

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http://www.sueddeutsche.de/nachrichten/woche14/mks03_04.php3

Na, hab ich wieder zu früh trompetet? :confused:

Exor

Sascha
04.04.2001, 08:11
MKS-Verdacht in Hessen

Gießen (dpa) - Wegen des Verdachts auf den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in der Nähe von Gießen müssen rund 20 weitere Schafe in Hessen getötet werden. In der Nacht wurde ein zweiter Hof abgeriegelt. Er befindet rund sechs Kilometer von der Gärtnerei in Krofdorf-Gleiberg entfernt, wo ein Tierarzt an zehn erkrankten Schafen die typischen MKS-Symptome entdeckte. Erste Testergebnisse für die verdächtigen Tiere in Hessen werden heute erwartet. Dagegen hatte sich ein akuter Verdacht bei Tieren auf einem Hof im Münsterland zunächst nicht bestätigt.

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Sascha
05.04.2001, 08:17
Weitere MKS-Verdachtsfälle entdeckt

Die bisherigen Verdachtsfälle haben sich zwar nicht bestätigt. Doch von Entwarnung keine Spur: Im Sperrgebiet bei Gießen sind zwei weitere tote Schafe mit den Symptomen der Maul- und Klauenseuche gefunden worden.

Wiesbaden/Düsseldorf/Berlin - Der zuständige Amtstierarzt und die hessische Gesundheitsministerin Marlies Mosiek-Urbahn gaben die neuen Verdachtsfälle bekannt. Es könne nicht von Entwarnung gesprochen werden. Endgültige Sicherheit gebe es erst nach neuen Tests, deren Ergebnisse am Freitag erwartet werden. Bis zum endgültigen Ergebnis bleiben die Straßensperren bestehen.
Bislang hat sich der Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Hessen und Nordrhein-Westfalen nach den Ergebnissen der Schnelltests nicht bestätigt. Blutproben von Schafen wiesen keine Anzeichen auf die Viruserkrankung auf. Im Münsterland (NRW) blieb trotz der Entwarnung vom Dienstagabend ein Hof mit zunächst verdächtigem Schweinebestand gesperrt.

Impfung für Zootiere

Unterdessen hat der Ständige Veterinärausschuss der EU einem Vorschlag der Kommission zugestimmt, dass besonders seltene Zootiere unter bestimmten Umständen gegen MKS geimpft werden dürfen. Die belgische Regierung verbot am Mittwochabend Tierimporte aus Deutschland und weitete damit ihre Vorkehrungen gegen die Maul- und Klauenseuche aus.

Vorbeugend gegen MKS geimpfte Tiere können nicht von infizierten unterschieden werden. Beide bilden Antikörper gegen die Viren im Blut. Die geimpften Tiere können nach einem Ausbruch der Seuche das Virus unerkannt weitertragen und verbreiten. Sie weisen dabei aber keine Symptome der Krankheit auf. Da also nach Impfungen nicht nachvollzogen werden kann, ob Tiere den Seuchenerreger in sich tragen, verliert ein Land den Status "MKS-frei". Folge können Exportverbote sein.

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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,126598,00.html

Na, die von mir angesehenen ersten MKS-Fälle haben sich dann auch nicht bestätigt. :rolleyes: Sorry für die Fehlmeldung. Ausgestanden ist die Sache aber noch nicht. Ich bleibe also dabei: Jetzt geht's erst richtig los. Zur Schutzimpfung: In diesem Fall wird eine abgeschwächte Form des Erregers gespritzt, der das Tier resistent machen soll. Problem an der Sache: Wie unterscheidet man dann die geimpften und erkrankten Tiere? Zu dem jetzigen Zeitpunkt eine sehr problematische Sache....

Exor

Sascha
05.04.2001, 21:36
http://www.zeit.de/bilder/2001/15/rinder_140.jpg

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unter dem Titel "apocalypse cow". Na, heute gibts ja wieder ne Menge scharfer Bilder im Netz :D:D:D

Exor

Sascha
06.04.2001, 07:06
Deutschland noch MKS-frei

Gießen (dpa) - Noch ist Deutschland weiter MKS frei. Der Verdacht auf Maul- und Klauenseuche auf einem Hof bei Gießen ist ausgeräumt. Die Testergebnisse waren negativ, wie das hessische Sozialministerium mitteilte. Dennoch bleiben zunächst einige Sicherheitsmaßnahmen bestehen, so der MKS-Krisenstab. So dürfen weiterhin keine Lebensmittel aus den Sperrbezirken mitgenommen werden. Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast und ihre NRW-Kollegin Bärbel Höhn wollen heute bei einem Treffen in Berlin ihren Streit über das Vorgehen im Kampf gegen MKS beilegen.

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Kein "Glück" gehabt mit meinem Frühschuss :rolleyes: Sorry nochmal....

Exor

Sascha
08.04.2001, 15:30
Schnelltest in Rheinland-Pfalz brachte keine Hinweise auf MKS

Worms (dpa) - Im ersten Verdachtsfall auf Maul- und Klauenseuche in Rheinland-Pfalz hat ein erster Schnelltest keine Hinweise auf die hoch ansteckende Krankheit erbracht. Dieser Test sei aber «nicht aussagekräftig», sagte ein Sprecher des Wormser Krisenzentrums. Die Schutzmaßnahmen würden daher weiter aufrechterhalten. Endgültige Ergebnisse werden für Montag erwartet. Unterdessen kommen heute die EU-Agrarminister im schwedischen Östersund zusammen. Dabei soll es um Schutzimpfungen gegen MKS und das Thema Lebensmittelsicherheit gehen.

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Sascha
09.04.2001, 07:50
Noch immer Ungewissheit über MKS-Verdacht in Rheinland-Pfalz

Berlin (dpa) - Zu dem Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Rheinland-Pfalz wird heute das Untersuchungsergebnis erwartet. Ein erster Schnelltest hatte gestern keine Hinweise auf MKS ergeben. Die Symptome der Krankheit waren bei Schafen aufgetreten, die auf einer Geflügelfarm in Worms gehalten wurden. Die Tiere wurden vorsorglich getötet. In der Kontroverse um eine Massenschutzimpfung wird der Druck auf Verbraucherschutzministerin Renate Künast größer. Vier Bundesländer verlangten eine flächendeckende Impfaktion.

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Sascha
09.04.2001, 18:01
Deutschland und die Niederlande für neue Tierseuchenpolitik

Östersund (dpa) - Deutschland und die Niederlande sind im Kampf gegen die Maul- und Klauenseuche für eine langfristige Änderung der derzeitigen EU-Impfpolitik. «Wir brauchen eine neue Seuchenbekämpfungspolitik», sagte Verbraucherschutzministerin Renate Künast am Rande eines informellen Treffens der EU- Agrarminister im schwedischen Östersund. Künast setzt sich für vorbeugende Ring- Impfungen gegen MKS ein. In Deutschland sind die Bundesländer im Streit um vorbeugende Impfungen weiter unterschiedlicher Meinung.

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Schöne Worte, rosa Rauch. Nun pretschen die Deutschen (diesmal mit den Holländern) wieder vor, ohne sich über die Auswirkungen im klaren zu sein. Ich bin mal gespannt, ob die Deutschen es wirklich mal schaffen, sich auch an ihre Vorhaben und Vereinbarungen zu halten, oder ob es wieder nur auf wohlklingende Worthülsen hinausläuft. Nun muß natürlich auch erst mal der Gang durch die Instanzen geschaffen werden und da geht den Deutschen meist der Atem aus (komisch, ich dachte immer, wir wären die Meister der Bürokratie ;) ). Ich bin gespannt...

Exor

Sascha
11.04.2001, 18:25
MKS in Großbritannien schwächt sich ab

London (dpa) - Die Maul- und Klauenseuche in Großbritannien schwächt sich nach Angaben des wissenschaftlichen Chefberaters der Regierung langsam ab. Demnach hat es in der vergangenen Woche durchschnittlich jeden Tag 32 neue Fälle gegeben, während es in der Woche davor noch 43 gewesen seien. Ein Regierungsbericht warf britischen Bauern unterdessen vor, die strengen Quarantänebestimmungen zu unterlaufen. Dadurch werde die Seuche weiter verbreitet.

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Haben wir es etwa überstanden? :eek: Naaaa, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Erst mal abwarten...

Exor